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Diskutiere im Thema Kann ich meine Diagnose nicht annehmen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Kann ich meine Diagnose nicht annehmen?

    Da ist in meinen Augen ein ganz generelles Problem: Die Diagnostik läuft nicht überall gleich ab.

    Ich habe mich 2008 testen lassen. Die Psychologin hat in diesem Gespräch nur die Anamnese erhoben und mehr nicht. Ich habe retrospektiv laut Arztbrief wohl 3 standardisierte Tests gemacht:

    WURS
    DMS IV (aber nur Teile)
    und BDI II

    Das wars.

    Der Befund ging 2009 an meinen Frauenarzt, der ihn nicht beachtet hat. Jetzt habe ich ihn angefordert und gedacht, ich sehe schlecht. Sagte mir die (mir ohnehin maximal unsypmathische) Psychologin im Gespräch noch, dass sie daran nicht glaube und schreibt dann einen völlig anderen Befund. Anamnese bei zusätzlicher Antipathie ist eben nicht alles...

    So viel zum Thema Befund erklären...

  2. #42
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.434

    AW: Kann ich meine Diagnose nicht annehmen?

    Hallo seraphin,

    Mit die diagnose hatte ich glück: Ich bekam der bericht und kann sie immer wieder nachlesen, auch jahren danach... Sonst eine gute ADS-arzt gefunden für medis der auch zeit hat mich zuzuhören und mit mich zu reden.

    Ich kann mich schon vorstellen dass so was sehr wichtig ist, um selber seine diagnose annehmen zu können.

    Wenn du mit diese arzt dich nicht wohl fühlst, kannst du wirklich eine andere adresse suchen und ihm die adresse deine alte arzt geben wegen auskunft geben (damit er nicht alles testen machen muss). Ich denke schon dass am anfang, eine fachpersonn mit dem man offen reden kann, eine hilfe ist. Umbewusst nehmen wir an dass der arzt ehe weiss was er macht und weiss was wir haben und wollen am ihm vertrauen haben.

    Sonst kann auch sein dass du auch noch zeit brauchst deine diagnose anzunehmen. Aber wenn du merkst dass wie du diagnostisiert war und wie dein arzt mit dich umgeht dein weg erschwert, muss du dort etwas ändern!

    Meine diagnose konnte ich irgendwie gut annehmen, aber ich hatte von die erste gedanken dass ich so was haben kann bis zu diagnose 5 jahre gewartet und es zwischendurch ziemlich auch vergessen. Also, irgendwie hat es vorher sein weg gemacht. Dann nach die diagnose, reagiere ich emotional sehr heftig, wache auf und heule am nacht weil ich realisieren muss dass ich mit diese mist meine ganze leben leben werde. Kann sein dass du mit deine ablehnung noch dich von schmerzhaften emotionen schützt? Es ist, wenn so ist, auch völlig ok. Wenn man einfach auf genug unterstützung von aussen und besser lebensbedingungen wartet um es anzuschauen ist es ganz normal! So was ist auchg nötig. übringens ist der rolle der arzt (oder eine psychologue) auch genug unterstützung seine ADS-patient zu geben, damit sie so auch schmerzhafte emotionen zulassen können, in der wissen, es gibt jemand mit denen sie auch darüber reden können.
    SHG können auch diese rolle übernehmen so wie foren. Ich hatte rasch alles um mich: forum, SHG, arzt und eine psychologin und sogar noch eine offene umfeld und daher war wirklich genug unterstützung dabei. Es gab immer jemand mit dem ich reden konnte.

    lg

  3. #43
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Kann ich meine Diagnose nicht annehmen?

    Seraphim schreibt:
    Ein und dieselbe Sache, kann bei einem Menschen als normal und beim anderen als ADHS bezeichnet werden. Wo endet das eine und beginnt das andere? Woher nimmt man die Sicherheit, zu sagen: Das ist etwas anderes.
    Ist vielleicht ein sehr weit hergeholter Vergleich, aber: Wenn du einmal einen Blutdruck von 180 hast, weil du gerade auf 180 bist, dann ist das so. Wenn du aber immer einen so hohen Blutdruck hast, dann ist das nicht normal.
    So ist es bei der Diagnose von ADHS aus. Es ist eine Zusammenschau deiner Lebensgeschichte, deines Befindens über Jahre hinweg und der Ausschluss anderer Krankheiten, die erst eine Diagnose erlauben.

    stargazer schreibt:
    Dann mach einen Termin und sag das du Redebedarf hast. Manchmal ist ein Gespräch so viel mehr wert, als alleine irgendwo Fakten zu lesen. Begreifen erfordert vielleicht mehrere Wege.
    Stargazer hat recht. Das gleiche versuche ich gerade auch. Ich habe nur Glück, dass die mir so unsympathische Psychologin von damals nicht mehr in der Institutsambulanz ist ...
    Naja das macht es zwar nicht leichter, aber ich hoffe auf ein Gespräch mit einem netten Menschen.

    Du musst dir das unbedingt erklären lassen. Auf deinen Hausarzt würde ich auch nicht so arg zählen, auch wenn du momentan noch keinen hast. Die allermeisten sind mit der Thematik überfordert. Sonst wären sie Psychiater und nicht Hausarzt.

    ... leider leider bestätigt es mir immer wieder, dass so viele unfähige Menschen in der Medizin unterwegs sind, die keine Ahnung haben, was eine gute ärztliche Behandlung ist... Menschliche Kompetenz Fehlanzeige...
    Geändert von Swidi (17.11.2012 um 11:33 Uhr) Grund: irgendwie war ein Teil des Textes weg... :o(

  4. #44
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Kann ich meine Diagnose nicht annehmen?

    Octoroo schreibt:
    GENAU SO ist es mir ergangen, bis *Leidensdruck* da war.




    100ige Zustimmung ........

    Unterschreibe ich beides

  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Kann ich meine Diagnose nicht annehmen?

    Swidi schreibt:
    Da ist in meinen Augen ein ganz generelles Problem: Die Diagnostik läuft nicht überall gleich ab.

    Ich habe mich 2008 testen lassen. Die Psychologin hat in diesem Gespräch nur die Anamnese erhoben und mehr nicht. Ich habe retrospektiv laut Arztbrief wohl 3 standardisierte Tests gemacht:

    WURS
    DMS IV (aber nur Teile)
    und BDI II
    DSM-IV ist kein Test sondern steht fürs Diagnostic Standard Manual für psychische Erkrankungen. Dort werden die Symptome von vorher festgelegten Krankheits"entitäten" beschrieben.
    Ist also ledeglich eine Interpretation deiner Symptome um eine bestimmte Diagnose fest zu legen. In Deutschland weniger anerkannt da der DSM-IV aus dem amerikanischen Bereich kommt.
    Deutsche Ärzte bevorzugen den ICD-10.

  6. #46
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Kann ich meine Diagnose nicht annehmen?

    Oha bei mir wurde auch dieser DSM-IV gemacht......

    Hilfe kriege ich nun vielleicht Probleme???

  7. #47
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Kann ich meine Diagnose nicht annehmen?

    Nein, kriegst du nicht. DSM IV ist differenzierter als der ICD 10. Es geht da nur um Diagnosekriterien. ICD 10 ist der von der WHO gefundene kleinste gemeinsame Nenner. DSM IV sind die amerikanischen Diagnosekriterien, die deutlich genauer als ICD 10 sind.

    Ob es allerdings einen Test gibt, der DSM IV heißt, weiss ich nicht. Eventuell ist das auch ein Begriff für eine Zusammenfassung von Tests?

    @ Serphim: schön zu sehen, dass du so aktiv bist!

  8. #48
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Kann ich meine Diagnose nicht annehmen?

    Es gibt unterschiedliche Tests, um die verschiedenen Achsen laut DSM IV zu testen.

    Diese sind:
    Achse I Klinische Störungen (Alle psychischen Störungen mit Ausnahme der Persönlichlkeitsstörungen und der geistigen Behinderungen)
    Achse II Persönlichkeitsstörungen und geistige Behinderungen
    Achse III Somatische Medizinische Krankheitsfaktoren
    Achse IV Psychosoziale und umweltbedingte Probleme (z.B. Probleme in Familie und Partnerschaft)

    Leider hat die Psychologin, die mich getestest hat, einen grauenvollen Brief verfasst und nicht näher präzisiert, was das für ein Test war bei mir.

    ICD10 sind lediglich in Deutschland ziffern, die den Krankheiten zugeordnet sind, um sie dann abrechnen zu können. Der deutsche Arzt ist froh, wenn er damit nichts zu tun hat sondern eine Codierdame das für ihn übernimmt
    Geändert von Swidi (22.11.2012 um 07:13 Uhr) Grund: Perfektionist hat Formatierungsfehler entdeckt ;o)

  9. #49
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Kann ich meine Diagnose nicht annehmen?

    Hallo Seraphim,

    wie geht es dir mittlerweile mit deiner Diagnose?

    Ich war letzte Woche auch nochmal in der Spezialsprechstunde und dabei wurde aus meiner Verdachtsdiagnose auch eine richtige Diagnose. Obwohl ich mir eigentlich vorher so sicher war, bin ich jetzt wie du verunsichert. Die Psychologin in der Sprechstunde meinte, dass man letztendlich nicht zu 100% sagen kann, ob in meiner Kindheit zuerst die Depression stand oder doch ADHS. Aber sie fand auch, dass sich das alles sehr danach anhört.

    Aber jetzt frage ich mich auch: Ist es das wirklich oder habe ich mich in etwas verrannt?

    Mein Freund fand letzte Woche auch, dass das alles einen Sinn geben würde und viel erklären könnte.

    Jetzt habe ich wieder eine depressivere Phase und stelle alles in Frage.

    Liebe Grüße

    Swidi

  10. #50
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Kann ich meine Diagnose nicht annehmen?

    Es ist lange her, das ich mich zuletzt hier gemeldet hatte, aber ich hatte schlichtweg nichts neues zu vermelden. Bis jetzt. Ich bin nun bei einer Psychologin, bei der ich unter anderem das Thema ADHS angeschnitten und ihr gesagt habe, das ich meine Diagnose nicht annehmen kann. Sie hat sich den Befundbericht besorgt und sagte mir dann bei der nächsten Sitzung, das die Testung sehr akurat und gut durchgeführt wurde. Das der Arzt sogar die Pro´s und Kontra´s die für bzw gegen eine Diagnose sprechen, aufgelistet hat. Sie hat mir auch (da sie glücklicherweise selber jahrelang ADHS-Testungen durchgeführt hat) gesagt, das nunmal nicht jeder ADHSler gleich ausfällt und ich, nur weils bei mir nicht so typisch ausgeprägt ist, nicht an meiner Diagnose zweifeln muß. (Daran waren aber auch Zweifel an der Sorgfalt des Testers und eine ausbleibende Aufklärung bzw Besprechung des Tests schuld.)

    Diese und ähnliche Punkte in den Gesprächen haben mir geholfen, die Diagnose anzunehmen. Traurig ist nur, das dies durch jemand anderen als den Tester getan wurde, der dafür eigentlich zuständig gewesen wäre.

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