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Diskutiere im Thema Krankheitsverlauf bzw. Lebenslauf .. Eigenverdacht auf AD(H)S .. bitte um Rat im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 3

    Krankheitsverlauf bzw. Lebenslauf .. Eigenverdacht auf AD(H)S .. bitte um Rat

    Hallo liebes Forum,

    ich habe mich gerade neu aus reiner Interesse und neugier registriert.
    Mich beschaeftigt das Thema AD(H)S schon seit laengerem und habe die "Vermutung" selbst auch betroffen sein zu koennen, allerdings habe ich
    erst im naechsten Monat einen Termin bei einem Psychiater/Psychologen und wuerde mir doch gerne schon vorher mal einige Meinungen bzw. Vorschlaege aus eurer Sicht
    bekommen. Ich bin 21 Jahre alt, rolle seit ich klein bin, mit dem Skateboard und arbeite als Elektroniker in einer größeren Firma.
    ich versuche eine Art Lebenslauf bzw. Krankheitsverlauf von mir zu schreiben und wuerde mich freuen, wenn ihr so nett wärt und versuchen koennten euch in meine Lage zu versetzen und euch ein Bild davon machen koenntet.

    - Ich habe einen 2 jahre älteren Bruder und meine Eltern haben sich schon früh nach meiner Geburt geschieden (1,5 Jahre)
    - Meinte Mutter kaufte mir schon im sehr frühen Kindesalter eine Spielkonsole mit der ich zuhause die meiste Zeit beschaeftigt war und sogar auffaellig gut damit umgehen konnte ^^
    - Das letzte Jahr aus dem Kindergarten wurde ich damals entzogen. (familiäre Gründe, Auto, Entfernung)

    - mit 7 Jahren wurde ich eingeschult. Die 1. bis 4. Klasse fielen mir sehr leicht und war sogar Klassenbester. Nach der 2. Klasse musste ich die Grundschule auch aus Familiären Gründen wechseln (Umzug). Dies hatte mir damals garnicht gepasst, ich hatte starke Gefühlsausbrüche und musste oft weinen. Bin aber NIE ein auffaelliges Kind gewesen, hatte immer gute Noten im Sozialverhalten und war das ganze Gegenteil von einem so genannten "Zappelphillip" und bin es auch bis heute geblieben.
    Eine Situation in der Grundschule (2. Klasse) an die ich mich heute komischerweise noch gut erinnere: Meine Mutter hatte mich bisher immer zur Schule gefahren udn auch abgeholt, eines Tages war dies nicht mehr moeglich und sie zeigte mir und erklaerte mir, dass ich von nun an mit dem Bus nachhause fahren musste. Als ich auf mich alleingestellt war, unterlief mir der Fehler, dass ich beim warten auf den Bus nicht darauf geachtet habe was nun auf dem Bus vorne draufsteht wo er hinfaehrt, sondern ich habe mich nach dem Aussehen des Busses orientiert, den mir meine Mutter den Tag zuvor gezeigt hatte in den ich einsteigen muss. ^^ Am naechsten Tag habe ich darauf natuerlich gelernt, nur musste man mir es erstmal zeigen! die andere Auffaelligkeit zu der Zeit bezueglich dem Bus fahren war, dass wenn der Busfahrer nicht an meiner haltestelle gehalten hat und einfach weitergefahren ist, hat es mich schon damals sehr viel Ueberwindung gekostet das ich jetzt aufstehen musste und vorne zum Busfahrer gehen musste und ihm sagen muss das ich aussteigen will. Ueberwindung deshalb weil es mir peinlich war und eine Art Schamgefühl dabei empfunden hatte.
    Meiner Mutter hab ich sowas nie erzaehlt, weil ich schon damals merkte das zuhause nicht alles so läuft wie es soll und auch gemerkt hat das meine Mutter einfach nicht kann. Ich hatte das Gefühl ich wuerde sie durch so etwas nur "noch mehr belasten".

    - Dann ging es auf die Gesamtschule, dort fing meiner Meinung nach die Problematik erst richtig an.
    Die 5. und 6. Klasse liefen auch noch in so fern ich mich erinnere relativ normal ab. Zu der Zeit habe ich Zuhause noch gerne meine Wut abgebaut und habe mich täglich richtig heftig mit meinem Bruder geschlagen und ihn genervt. Habe sehr oft geweint und mich unverstanden gefuehlt, doch war in der Schule das komplette Gegenteil und habe mir von meiner "schlechten" Seite, überhaupt nichts anmerken lassen.

    - Schon immer hatte ich ein ganz geringes Selbstbewusstsein bzw. Selbstwertgefuehl und habe mich so alleine gefuehlt. (quasi in die Welt reingeschmissen, ohne Struktur und ohne eine Aussicht was die Zukunft angeht). Dies wurde mir vorallem ab der 7. Klasse (anfang der Pubertät) zum Verhängnis. Wenn ich heute zurückblicke kann ich das Gefuehl so beschreiben, dass ich zu der Zeit eine ganz starke Persoenlichkeitsaenderung hatte. z.B. wurde es fuer mich von ein auf den anderen Tag total unverstaendlich das ich meinen Bruder schlage oder Zuhause irgendwen in irgendeiner Art auf den Nerv gehe. Ich bin von da an total in mich gekehrt und hatte täglich zunehmende "unbegründete" Angst in die Schule zu gehen. Ich achtete auf sehr viele Kleinigkeiten und war sehr damit beschaeftigt meine Mitmenschen und Freunde in Ihrer Art und Person zu verstehen und bin quasi nur noch "mit-gelaufen". Allerdings hatte ich nie Probleme damit Freunde bzw. Kontakte zu knuepfen, wusste aber immer auf den ersten Blick was fuer mich Leute waren mit den ich was zu tun haben will und mit welchen eben nicht, ich war eigentlich sogar sehr beliebt, doch innerlich einfach total unruhig und mit mir selbst so sehr beschaeftigt das ich mich in der Schule einfach nicht wohlgefuehlt habe und mich von meiner inneren Unruhe sehr ablenken lassen habe, allerdings habe ich mir dies nach außen "zwanghaft" überhaupt nicht anmerken lassen. Die Schule habe ich aus absolut gegen meinen Willen aus Liebe zu meiner Mutter versucht einigermaßen zu meistern, was auch ganz gut geklappt hat. Oft habe ich mich gefragt warum mein zu der Zeit "bester" Freund, eigentlich mein bester Freund ist, obwohl ich ihn schon damals als eher arrogant und doof gefunden habe. Den Mut irgendwas zu sagen hatte ich nie, da ich dachte ich waere doch bei ihm ganz gut aufgehoben und er hatte fuer mich damals eine Art "hohes ansehen" auf der Schule. In den Pausen wäre ich schon immer am liebsten einfach im Klassenraum geblieben da ich mich von den vielen Blicken meiner Mitschueler veraengstigt gefuehlt habe. Ich habe sehr viel gedacht und mir immer ausgemalt ich wuerde wissen was andere gerade denken. Den Menschenmengen gehe ich bis heute aus dem Weg. In der Kantine fande ich es "peinlich" mich anzustellen um etwas zu essen. Ich fande mich damals "zu dick" obwohl ich nur ein wenig moppeliger war. Wenn mich jemand beleidgt hat, hat mir dies nie etwas ausgemacht. Wenn mich allerdings jemand als Fettsack oder aehnliches bezeichnet hatte war ich zu tiefst deprimiert, vorallem wenn der jenige dann sagte "war doch nur spaß" ... :d. Ich fühlte mich als Kind schon sehr viel "reifer" bzw "erwachsener" als die gleichaltrigen. Immer hatte ich lieber Beziehungen und Kontakte mit Leuten die älter waren als ich.
    Aufjedenfall habe ich den umständen entsprechend schulisch alles ganz gut auf die Reihe bekommen, nur mein Selbstbewusstsein hat immer mehr gelitten.

    - Nach meinem Realschulabschluss fing ich direkt eine Ausbildung zum Elektroniker an. Dies nur aus dem Grund weil mein Onkel mich darauf hinwies, dass dort in dem Bereich in der und der Firma noch etwas gesucht wird. Ich hatte mcih nie selbst damit beschaeftigt was ich denn eigentlich werden will und was ich arbeiten will (fuer mich total uninteressant gewesen). Ich hatte "Glück", ich hatte nur eine Bewerbung geschrieben und habe auch die Zusage bekommen.
    Leider bin ich was den Drogenkonsum angeht nicht unschuldig geblieben. Mit 17 fing ich an zu rauchen und tue dies bis heute immernoch. Einige Zeit später, mit 18 Jahren fing ich an täglich Cannabis zu rauchen und nach meiner Ausbildung mit 20 Jahren fing ich an Amphetamine zu konsumieren. In der Ausbildung fühlte ich mich sehr unbeholfen und von Spaß konnte nie die Rede sein (Jeder Tag war eine Qual). Die Ausbildung selbst hat mir überhaupt nicht gefallen und fande sie auch sehr schlecht organisiert.

    Nun vor ca. 2 Monaten kam es zu einem Burnout, ein totaler Nervenzusammenbruch. Ich brauchte eine Pause und bin freiwillig in die Klinik gegangen und habe meinen Drogenkonsum erwaehnt bzw. gestanden. Fuer die Aerzte in der Klinik war klar "Drogeninduzierte Psychose", rasch bekam ich Tabletten von ihnen die ersten Wochen "Tavor" zur beruhigung und zeitgleich auch "Risperdal" und "Abilify". Das "Risperdal" habe ich überhaupt nicht vertragen, es machte alles schlimmer und hatte sehr mit den Nebenwirkungen zu kaempfen (Fieber, Gewichtszunahme, Alpträume, Körpertemperatur .. eben das volle Programm). Von den Tag an in der ich mich in die Klinik gebracht habe, habe ich keine Drogen mehr konsumiert (außer Zigaretten). Sie haben ein MRT von meinem Kopf gemacht in der 2 hyperintense Herde gefunden wurden und sie bis heute, sogar nach einer erneuten MRT mit Kontrastmitteln und einem VEP beim Neurologen nicht ausgeschloßen haben ob es eine "MS" sei. Das VEP war allerdings ganz normal und dann hab ich mir selbst gesagt "es ist nicht MS" Der Aufenthalt in der Klinik war fuer mich die reine Hoelle. Nur mit Hilfe meiner Mutter habe ich es geschafft mich dort wieder rauszuholen und mich ambulant weiterbehandeln zu lassen. Ich ging zu meinem Hausarzt und habe ihm gesagt das ich mich überhaupt nicht so fuehle als haette ich eine Psychose und wie sehr mir die Tabletten Risperdal zu schaffen machen. Er war total auf meiner Seite und fing an mit mir das Risperdal auszuschleichen und das Abilify wurde sofort abgesetzt. Nun heute nehme ich 1mg Risperdal morgens und 1mg abends. Ich denke in 2 Wochen sollte ich mit den Tabletten durch sein. In der Klinik haben sie mir dringend davon abgeraten das Risperdal abzusetzen. Mir geht es aber heute schon viel besser (mit dem absetzen der Tabletten).

    Wie gesagt habe ich im naechsten Monat einen Termin beim Psychiater/Psychologen und werde ihn bitten einen AD(H)S Test mit mir durchzufuehren, ich kann mir meine Problematik heute nicht anders erklaeren. Natürlich war es unvernünftig mit dem Drogenkonsum und natuerlich auch nicht auszuschließen das sie an meinem Verhalten mitbeteiligt sind. Das merkwürdige ist, dass das Amphetamin eine beruhigende Wirkung auf mich hatte, ich hatte eine geringere innere Unruhe und hatte teilweise sogar lust etwas zu unternehmen, habe mich aber Zeitgleich sehr schlecht gefuehlt weil ich mit Fragen beschaeftigt war wie z.B. was sollen die anderen denn von mir denken. Dieses Gefuehl nahm überhand von daher konnte von "Genuss" eher nicht die rede sein. Ein wenig muss ich mich überwinden, was das Amphetamin angeht nicht rückfaellig zu werden, eben wegen der beruhigenden Wirkung.

    Bei Google finde ich einige Zusammenhaenge mit dem Medikament "Risperdal" und AD(H)S, hat jemand damit Erfahrung und kann mir erklaeren warum ich so damit zu kaempfen hatte?

    Meine Symptomatik heute die mich beschaeftigt und weswegen ich glaube an einem AD(H)S betroffen zu sein versuche ich zu schildern bzw. zu formulieren:

    -aufjedenfall träume ich tagsüber sehr viel und starre dauernd Löcher in die Luft
    -Ablenkbar bin ich eher von inneren Reizen, sowohl aber auch von äußeren. (Schlechte Konzentration auf Dauer)
    -Ich mache viele Flüchtigkeitsfehler (auch nach Kontrolle)
    -sehr geringes Selbstwertgefuehl
    -große angst vor neuen Situation (dem nicht gewachsen zu sein)
    -sehe oft quasi vor lauter Bäumen den Wald nicht (Beispiel: Jemand sagt gib mir mal bitte den "Föhn", und vor nervösität suche ich den Föhn obwohl er ganz offensichtlich vor mir liegt)
    -habe absolout kein Spaß bei der Arbeit, bin schnell frustriert und harmlosteste Kritik versaut mir den ganzen Tag.
    -habe ein schlechtes Durchhaltevermögen aufgrund von Unlust. Allerding wenn jemand sagt, konzentrier dich jetzt bitte fuer 60 Sekunden und fuell diesen Konzentrationstest aus bin ich voll dabei.
    -wenn ich mich unterhalte, antworte ich sehr impulsiv und erst Zuhause bzw. nach dem Gespräch überlege ich, was ich haette sagen sollen.

    Nunja vorallem stört mich wie gesagt diese ständige innere Unruhe. Was ich merkwürdig finde, ist das ich damals Zuhause mehr oder weniger ein Problemkind war, mich aber in der Schule so gut zusammenreißen konnte und absolut das Gegenteil von einem Typischen AD(H)S "Zappelphillip" war. Das Arbeitsleben und mein Leben in der Freizeit sind fuer mich heute wie zwei Welten.
    Eine weitere merkwürdige Charakteristik ist, dass ich an der Arbeit lieber mein Leben lang ständig das selbe machen wuerde und mich dafuer aber keiner mehr kritisiert bzw. neuen Anforderungen an mich stellt und ich somit das Gefuehl haben kann, dass ich nichts mehr falsch mache. Wenn ich naemlich weiß was ich zu tun hab dann beruhigt es mich und vorallem mache ich es dann gerne auch "Perfekt", nur bitte verunsichere mich nicht.



    Das ist nun wirklich ein langer Text geworden und wenn sich wirklich jemand die Zeit von euch genommen haben sollte, ihn zu lesen dann ist dies fuer mich schon sehr viel Wert. Wie beurteilt ihr diesen Text und vorallem fuer wie Wahrscheinlich haltet ihr es, dass meine Problematik auf einem AD(H)S beruhen koennte? Wenn dies der Fall sein sollte bin ich der Meinung das ich auch eine medikamentöse Behandlung bräuchte. Wie würde das Methylphenidat auf mich wirken, wenn man meinen vorigen Amphetaminkonsum berücksichtigt. Haette es eine "positivere" Wirkung? oder ist es auch moeglich ein echtes Amphetamin vom Arzt verschrieben zu bekommen?



    Aufjedenfall vielen vielen Dank fürs zuhoeren. Ich wuerde mich wirklich wirklich freuen!

    Gruß

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Krankheitsverlauf bzw. Lebenslauf .. Eigenverdacht auf AD(H)S .. bitte um Ra

    Hallo und Willkommen erstmal!

    Wow was ein Text! Es war für mich etwas anstrengend zu lesen, weil es wenig Absätze gab (als Tip für hier, Absätze erleichtern sehr vielen hier das lesen von langen Texten )!
    Ich hab das meiste aber nun doch gelesen!

    Du schreibst Du hast einen Termin zur Testung. Auch da kannst Du all Deine Fragen stellen, aber ich versuche trotzdem mal auf ein paar zu Antworten.

    Leider haben einige von uns eine Drogenvergangenheit.
    Ich persönlich habe das bei meiner Testung nicht verheimlicht, weil ich das wichtig fand. Ich bin damals davon ausgegangen gar kein MPH zu bekommen aufgrund eben dieser Vergangenheit.
    Das wurde dann aber vom Arzt widerlegt, was aber wohl auch damit zu tun hatte, dass ich zum Zeitpunkt meiner Testung schon gute 1 1/2 Jahre "clean" war.

    Allerdings läuft das etwas anders als Du Dir das glaube ich vorstellst.
    Erst mal kommt die Diagnostik und wenn die Diagnose feststeht wird der Arzt mit Dir besprechen was nun passiert. Meistens wird zu einer Therapie (sehr oft Verhaltenstherapie, aber gibt auch andere Möglichkeiten) geraten und dann gibt es eben noch die Medikation. Welches Präparat und ob MPH oder was auch sonst das entscheidet der Arzt anhand der Diagnose (welcher Typ und wie ausgeprägt etc pp).
    Keiner hier wird Dir im Vorfeld sagen können wie das bei Dir aussehen wird.

    Das Amphetamine bei Dir beruhigend gewirkt haben bedeutet nicht, dass Du Amphetaminsulfat (was übrigens auch was anderes ist als das was Du da zu Dir genommen hast) oder was ähnliches bekommst.

    Und nein MPH wirkt nicht wie Amphetamin, also das ist zumindest meine Erfahrung und wenn ich das so sagen darf "das ist auch gut so"! Denn das was Du kennst ist kein Medikament gewesen....

    Wenn Du "clean" bist hat MPH nichts mit Deinem früheren Konsum zu tun ... aber das wird Dir auch der Arzt erklären.

    Ich würde mich an Deiner Stelle nicht im Vorfeld so auf irgendwas versteifen!
    Warte die Diagnose ab und wenn Du einen Facharzt hast, dann wird der auch wissen was am besten ist.

    Ich muss aus eigener Erfahrung sagen, dass MPH mir ohne Verhaltenstherapie glaube ich relativ wenig gebracht hätte, also nur Medikamente allein sind meistens keine Lösung und auch nicht der richtige Weg um wirklich was verändern zu können!

    Ich wünsch Dir erstmal viel Freude und einen guten Austausch hier bei uns und ich denke Du wirst noch das ein oder andere lesen was Dir auch einige Fragen beantwortet!

    LG

    Rose

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 1

    AW: Krankheitsverlauf bzw. Lebenslauf .. Eigenverdacht auf AD(H)S .. bitte um Ra

    Hallo rico,

    ich habe deinen Beitrag über Google gefunden.

    Ich kann dir zwar nicht helfen, da ich von der Problematik noch so rein gar nichts verstehe, aber dafür hast du mir vermutlich grade umso mehr geholfen.

    Ohne den Klinikaufenthalt, die Medikamente und den (übermäßigen) Drogenkonsum hätte ich den Text schreiben können.

    Ich hoffe auf hilfreiche Antworten zu deinen (unseren) Fragen! ;-))

    Gruß

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Krankheitsverlauf bzw. Lebenslauf .. Eigenverdacht auf AD(H)S .. bitte um Ra

    Vielen Dank fuer die schnelle Antwort Rose und schoen zu hoeren, dass ich dir in irgendeiner Art helfen konnte Webindianer )


    Ich habe nur ungemein große Angst vor dem Gespraech mit dem Psychologen und kann die Zeit gleichzeitig kaum abwarten.

    Wer sagt mir denn das ER der richtige dafuer ist und vorallem wie wird er sowas nachvollziehen koennen, ich weiß naemlich garnicht wo ich anfangen soll und habe Angst ausschlaggebende Punkte nicht zu erwaehnen weil es einfach mittlerweile viel zu viel ist.

    Auch wenn ich mich nicht voreilig zu sehr auf etwas versteifen soll (hoer ich nicht zum ersten mal) kann ich mir das alles nicht mehr anders erklaeren.

    Habe mich nun wirklich reichlich ueber Monate informiert. Ich muss ganz ganz dringend etwas aendern an meinem Verhalten und weiß auch jetzt noch nicht wie ich das gleichzeitig mit der Arbeit regeln soll, denn ich habe das Gefuehl, dass ich mich erst von dem Arbeitszwang der mir im nacken steht komplett befreien muss um ueberhaupt erst an meinem Verhalten arbeiten kann.

    Ich wuenschte mir ich koennte nochmal ganz neu anfangen, ohne in Selbstmitleid zu versinken wuerde ich sagen, dass wenn es denn stimmt mit dem AD(H)S, ich ein sehr sehr schwieriger Fall bin.


    Wie kann ich mich evtl. auf das Gespraech vorbereiten (aufschreiben ist zu viel), bzw. wie koennte ich denn vllt. sogar vorarbeiten?

    Habe jetzt z.B. wieder das Gefuehl das ich nerve mit meinem gejaule



    Liebe Grueße

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Krankheitsverlauf bzw. Lebenslauf .. Eigenverdacht auf AD(H)S .. bitte um Ra

    Hi,

    bevor ich zum ADHS-Spezialisten kam, habe ich bereits eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie gemacht, einen 4monatigen AUfenthalt in einer psychosomatischen KLinik gehabt, 3 Jahre Psychonalayse durchgeführt, Schmerztherapie gemacht, noch ne Kurzzeit-psychotherapie eingeschoben und jahrelang Antidepressiva genommen, kurz, ich war die letzten 10 Jahre ununterbrochen in psychiatrischer/psychologischer Behandlung.

    Allerdings hatte ich erstmals bei der ADHS-Diagnostik im Vorgespräch das Gefühl, das die Ärztin versteht, was ich beschreibe und habe mich dort erstmals richtig gut aufgehoben gefühlt. Sie hat die richtigen Fragen gestellt, so dass ich gut beschreiben konnte, worum es geht und wo meine Probleme liegen. Alle anderen hatten diese Probleme irgendwie abgetan oder ich habe sie nicht richtig verstanden. In der Analyse wurde ich mal gefragt: "Unpünktlichkeit? Seit wann kennen Sie das? Ist das früher auch schon so gewesen und wenn ja in welchen Situationen?" Als ich dann sagte, dass war immer schon so, hatte ich das Gefühl, mein Therapeut glaubt mir das nicht.

    Solche DInge sind bei der ADHS-Diagnostik nicht passiert. Diese Ärzte sind darauf geschult, andere Erkrankungen auszuschließen und genau herauszufinden, ob es ADHS oder etwas anderes ist. Einer speziellen Vorbereitung auf den Termin bedarf es daher nicht.

    Am Besten kann dir geholfen werden, wenn du du selbst bist.

    So mal nebenbei angemerkt: ich halte es für sehr gefährlich, wenn sich Allgemeinmediziner in psychiatrische Behandlungen einmischen. Die Medikation, sowohl das Verordnen als auch das Absetzen von Psychopharmka gehört ausschließlich in Neurologen- und Psychiaterhand, weil die Wirkung dieser Medikamente zu komplex ist, als das sich damit ein Hausarzt in seiner allgemeinmedizinischen Praxis auseinandersetzen kann. Sorry über diese harten Worte, aber ich hab da einfach schon zuviele Hausärzte erlebt, die in dem Bereich eindeutig ihre Kompetenzen überschritten haben, weil sie die Patienten nicht in fachärztliche Behandlung abgegeben haben. Und da ist immer ganz großer Mist bei rausgekommen, von jahrelanger Unterversorgung mit Medikamenten bis unnötiger Abhängigkeit von Beruhigungsmitteln etc.

    Schön, dass es dir jetzt wieder besser geht. Vor dem Termin wegen der ADHS-Testung brauchst du dir echt keinen Kopf machen. Ich kenn nur Leute, die da nach richtig erleichtert waren.

    Alles Gute!

    Trine

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