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Diskutiere im Thema Meditation - Hilfe bei ADHS? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit alternativen Behandlungsmethoden sowie möglichen "Skills" zur Unterstützung der positiven Seiten von ADHS.

    Dabei stoße ich vermehrt auf das Thema Meditation. Auch hier im Forum wird Meditation immer wieder in Posts erwähnt.

    Hierzu scheint es jedoch sehr konträre Erfahrungen bzw. Ansichten zu geben.

    Vom Grundsatz her erscheint es mir wichtig, erst mal zwischen zwei Arten der Meditationstechniken zu unterscheiden:

    Zitat Wiki:
    Man kann die Meditationstechniken grob in zwei Gruppen einteilen:

    • In die passive (kontemplative) Meditation, die im stillen Sitzen praktiziert wird und
    • Die aktive Meditation, bei der körperliche Bewegung, achtsames Handeln oder lautes Rezitieren zur Meditationspraxis gehören.

    Die Einteilung bezieht sich nur auf die äußere Form. Beide Meditationsformen können geistig sowohl aktive Aufmerksamkeitslenkung als auch passives Loslassen und Geschehenlassen beinhalten.
    Meditation ? Wikipedia

    Je nach Mensch (bzw. ADHS-Typ) könnte es hier sehr große Unterschiede bei der erfolgreichen Ausübung geben

    Nun bin jedoch wieder auf eine Aussage gestossen, die die Anwendung der Meditation zur Unterstützung bei ADHS als sehr fraglich erscheinen lässt:

    ...Es soll Menschen geben, die in sich ruhen und das Glück durch tiefe Versenkung in sich selbst erfahren....

    Bei jedem Menschen fährt das dopamine System in der Entspannung herunter. Wenn dieses jedoch ohnehin schwach ist, kommt es mangels Dämpfung zu einem wilden Durcheinander im Gehirn. .....
    Walter Beerwerth, ADS - Das kreative Chaos, S. 87


    ... Das Erreichen des Glücks durch echte Entspannungstechniken und Meditation bleibt verschlossen. .... Andernfalls wäre auch an der Diagnose ADS zu zweifeln.
    Walter Beerwerth, ADS - Das kreative Chaos, S. 89, 90



    So, was jetzt nun. Gleicht die Bewegung bei der aktiven Meditation den Dopaminspiegel wieder aus?

    Meine Erfahrungen mit Meditation (allerdings nur passive Meditation) waren ehr in Richtung Gedankenchaos...


    Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

    LG
    Erika

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    @Erika,

    meine Erfahrung mit Meditation ist vor allem die, das ich meinen Kopf nicht leerbekomme, während längeres Starren auf einen Gegenstand oder (in Grenzen) Festhalten an einem Gedanken besser funktionieren. Bei solchen Techniken kann ich fokussieren und die Realität wegschalten.

    Mit den Entspannungstechniken sieht es ähnlich aus. Die eher technische Variante wie z.B. progessive Muskelentspannung funktioniert gut, da verliere ich nur selten den Fokus. Ganz anders ist es aber mit den "weichen" Entspannungstechniken, wo zu typischer Meditationsmusik eine Geschichte erzählt wird. Diese Geschichten sind meist in der Sprache eines Kindermärchens verfasst, meine Fantasie funktioniert aber ganz anders und wird durch das Übermaß an Kitsch in Wort und Musik behindert und gestört. Ich reagiere dann mit starker Aggression, das kann bis zum Wutanfall gehen. Andere Menschen können solche Geschichten aber geniessen und auf Fantasiereisen gehen.

    Ich denke, dass es wie auch in anderen Bereichen auf das persönliche So-sein ankommt, was man als hilfreich empfindet und was nicht.

    lg

    lola

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Hi Erika

    Was ich über Meditation sagen kann, wenn ich ausgeglichen bin beherrsche ich sogar Kontemplation. Mich tolal zu leeren. Geht aber wirklich nur, wenn ich sehr ausgeglichen bin. Gedankenreisen sind für mich ähnlich wie Lola es beschreibt. Ich habe es nicht gerne, wenn jemand mir vorschreibt Vorproduzierte Bilder mir vorzustellen. Was ich aber täglich übe, ist Autogenes Training, Auch wenn es mir schlecht geht. Da habe ich eine CD, da ich mich leiten lassen kann. Wenn ich noch mehr unruhig werde breche ich sofort ab.
    Ich habe, das AT gelernt bei meiner Psychiatrin. Es war für mich viel einfacher, mich alleine bei ihr einzulassen, als in einer Gruppe. Heute noch, wenn ich ganz gespannt zu ihr gehe, macht sie zuerst mit mir AT, was mir sehr gut tut. Aber auch sie, wenn ich mich nicht darauf einlassen kann, hört sie sofort auf damit. Ich kann die Kontraindikation bei ADHS sehr gut nachvollziehen. Ich denke aber, im richtigen Moment kann es auch bei uns keinen Schaden anrichten.

    LG
    Malu

  4. #4
    Heinzeline

    Gast

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    hallo erika,

    also ich war heute bei einer "trommel-meditation" und was soll ich dir sagen, für mich war es der höllentrip. erst war dieses monotone geräusch was mich irre macht, hinzu kommt das ich es definitiv nicht packe runter zu kommen. ich habe nach kurzer zeit meine augen aufgemacht und angefangen die lampen, fliessen sowie andere gegenstände im raum zu zählen *ggg* ... ich habe vor einem jahr in den bereich zen- meditation geschnuppert und es war genau das selbe in grün.

    FAZIT:
    geht bei mir also mal garnicht .....



    lg heinzi

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Hi Erika,

    also ich habe folgende Erfahrungen gemacht:

    Gruppenangebote: nein. Alleine: ja.

    Wenn ich sehr angespannt bin, und innerlich nervös, wie getrieben, dann hilft es mir wenn ich zb Imaginationsübungen (aus der Traumatherapie) mache. Dort habe ich gedanklich die Möglichkeit, mir alles selbst zu kreieren.

    Entspannungsmusik finde ich immer dann gut, wenn ich von mir selbst schon ganz erschöpft bin. D.H. ich bin dann meist eh schon müde, und vermutlich spricht diese Musik genau meine Müdigkeit an, und ich kann entspannen, bzw schlafe dabei sofort ein.

    Autogenes Training hilft mir dann sehr gut, wenn ich Überreizt bin, zum Beispiel zu viel Nähe zu anderen Menschen, zu viele Gespräche und Input. Dann ziehe ich mich gern zurück, und versuche durch AT meine Gedanken mal zu sortieren und dann loszulassen.

    Vermutlich ist das auch die Erklärung dafür, warum es (trotz senkendem Dopamin?) so viele Adhsler anspricht.

    Was ich persönlich gar nicht abkann, sind all die Entspannungsverfahren, in denen die Aufmerksamkeit zu sehr auf meinen Körper bezogen ist (Feldenkreis), da habe ich ganz böse Erfahrungen aus der Therapie. Sowas macht mich dann richtig kirre und aufgedrfeht bis aggressiv und völlig unzufrieden.

    lg

  6. #6
    Patty

    Gast

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Hallo erika,

    Meditation funktioniert bei mir nicht. Wenn ich auf ein Bild starre, werde ich nervös und aggressiv.

    In einer Kur habe ich versucht, Entspannungstechniken zu erlernen, um bei Asthmaanfällen ruhiger zu bleiben. Das hat an den Abenden zwar sehr gut funktioniert, aber leider war das alles so kompliziert, daß es für den Hausgebrauch nichts taugt.

    Nur mit Autogenem Training komme ich klar. Allerdings schlafe ich spätestens beim vierten Schritt ein ...

    LG Patty

  7. #7
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Hallo 1411erika

    Ich habe mir autogenes Training, Entspannung und Meditation zur täglichen Routine gemacht, wobei ich in stressreichen Zeiten keinen "Kopf dafür" habe - und habe folgende Erfahrung gemacht:

    Ich habe angefangen mit geleiteten Traumreisen via CD oder Hörbüchern - Hörbücher sind auch so nebenbei im Alltag gut hörbar, am besten mehrfach. So konnte ich mich mit der Materie erstmal vertraut machen und neue Perspektiven durchdenken sowie überlegen und aufnehmen.

    Ich bin später zu geleiteten (gesprochenen) Meditationen übergegangen - das war für mich einfacher, weil ich mich dann auf die Stimme konzentrieren konnte (über Kopfhörer), statt auf einen Gegenstand zu schauen und mich (sicherlich!) wieder von irgendwas ablenken zu lassen. Ich habe alle anderen Sinneseindrücke einfach ausgeschaltet oder stabil gehalten, indem ich mich grundsätzlich ins Bett gelegt habe, Türe und Fenster zu, Decke drüber, Kopfhörer, gemütlich liegen (ohne Falten *fummelkratz*).

    Später, mit ein wenig Übung, ging das auch ohne Leitung, einfach nur mit Musik über Kopfhörer und mit weiterhin konsequentem Ausschalten von anderen Reizen, die mich hätten stören können. Ich habe mir dann meist selbst schon vorher ein Thema für die Entspannung/Meditation ausgedacht, um mich einzustimmen und meinen Kopf auf dieses eine Thema zu lenken.

    Liebe Grüße!
    Geändert von Ehem. Mitglied 14 (17.09.2009 um 21:54 Uhr) Grund: machmal verschlucke ich ganze Wörter in Sätzen, weil ich zu schnell denke! Geht Euch das auch so?!?

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    ich hatte heute ein nettes erlebnis.
    an meinem pc waren die boxen abgeschalted und ich wollte mir eine neue traumreise anhöhren.
    als starte ich die und schalt dann die boxen ein.
    der typ spricht und im hintergrund fetzige technomusik.
    ich denk mir: toll mal was ganz neues, das gefällt mir.
    leg mich hin und träum wunderbar vor mich hin.
    nacher hab ich dann gemerkt das die musik auf einer webseite lief, die ich im hintergrund noch offen hatte.

  9. #9


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Salü Erika

    Bei meinem ersten Besuch bei einem Psychiater als noch niemand wusste, dass auch Erwachsene ADS haben können, sollte ich autogenes Training lernen. Das hat überhaupt nicht funktioniert und ich dachte mir "Natürlich alle anderen können das, nur ich wieder mal nicht"
    Auch mit der Meditation hatte ich das gleiche Problem. Inzwischen habe ich aber eine Möglichkeit gefunden mich zu entspannen. Ich höre ein Hörbuch. Es darf nicht grad ein Thriller sein (die brauche ich zum Putzen) sonder ein Liebesroman oder ein Historischer Roman. Glücklicherweise kann man die in der Bibliothek ausleihen.
    Ich muss die CD dann manchmal zweimal hören, da ich irgendwann nicht mehr mitbekomme was erzählt wird, aber genau dann habe ich die Entspannung erreicht.

    Ich wünsche dir und allen anderen viele Momente der inneren Ruhe.

    herzliche Grüsse
    Pucki

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Ich habe nie für möglich gehalten das ich lange genug ruhig sein kann um so was zu machen,bis ich das progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen in der Klinik aufs Auge gedrückt gekriegt habe,
    Das funktioniert tatsächlich,weil ich dadurch das ich mich dabei bewegen darf,keinen Energieüberdruck habe ,ich konzentriere mich ganz darauf,das ist echt klasse,geht nur leider momentan wieder nicht mehr weil ich so unruhig bin das ich gar nicht erst dabei gehe,ich müsste dann schon so ein termin haben,von alleine krieg ich das nicht hin.

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