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Diskutiere im Thema Meditation - Hilfe bei ADHS? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Hallo, liebe Mitchaoten :-)
    Ich gehörte lange zu jener Gruppe von Menschen die alles was Meditation, Yoga oder vergleichbares betraf, als esotherischen Blödsinn abgetan haben. Na ja, ist der Leidensdruck erst mal groß genug, probiert man alles aus. Ich habe vor einem halben Jahr begonnen Ashtanga Yoga bei Martina Theisen in Krefeld zu praktizieren. (Eine recht dynamische Form des Hatha Yoga)

    Ich muss gestehen, mir persönlich hilft es. Ich glaube nicht, dass es die Lösung aller Probleme ist, aber genau so wenig ist die richtige medikamentöse Einstellung der alleinige Weg aus dem Jammertal. Man kann nicht oft genug betonen, dass man für das praktizieren von Yoga kein Gummimensch sein muss, (ich selbst bin so was von sausteif), ganz im Gegenteil, zentraler Ansatz ist die Focussierung auf den Atem,die Körperwahrnehmung und vor allem die Beruhigung des "geschwätzigen Geistes." Gerade weil hier physische und psychische Aspekte gleichermaßen Eingang finden, kann Yoga durchaus eine gute und äußerst gesunde therapeutische Krücke für Menschen mit ADHS sein. Sport habe ich immer getrieben: Laufen, Boxen, und,und,und, glaube aber, dass Yoga auf einer subtileren Ebene Wirkung zeigt.

    Zur Meditation im allgemeinen, je nach Ausprägung eines ADHS ist es wohl in der Tat für einige Betroffene hart an der Zumutbarkeitsgrenze sich "einfach" ruhig hinzusetzen, dennoch sollte man diesen Techniken nicht pauschal ablehnend gegenüberstehen. Ein Mensch der sehr unsportlch ist, hohes Übergewicht und erschreckende Cholesterinwerte hat, dem wird der Arzt in der Regel empfehlen zum einen die Ernährung umzustellen und zum anderen Sport zu treiben. Letzteres natürlich im Rahmen der inidividuellen Gegebenheiten des besagten Patienten, vielleicht drei mal die Woche 10 Minuten stramm im Wald spazieren gehen, nicht den Fahrstuhl nehmen, sondern Treppen laufen u.s.w. Im Grunde genommen sind wir auf anderer Ebene in der gleichen Situatin wie der beschriebene unsportliche Herr. Genau so wenig wie er auf Anhieb 5km joggen wird, werden wir in der Lage sein bei der ersten Meditationssitzung innere Ruhe und Gleichmut zu kultivieren. Dennoch würde uns ein regelmäßiges diesbezügliches Training langfristig mit Sicherheit gut tun. Es gibt zahlreiche Publikationen zum Thema Meditation, ich persönlich fand bis jetzt "Meditation für Dummies" am besten. Es ist sehr praxisorientiert, ausführlich und vor allem locker geschrieben. (Nix mit weltentrückter Phrasendrescherei :-))


    Hab gerade erst begonnen zu praktizieren und halte Euch gerne auf dem laufenden. Was jedoch am wichtigsten ist und oft falsch eingeschätzt wird ist, dass Meditation nicht bedeutet, gewaltsam Gedanken oder Emotionen zu unterdrücken, sondern diese aufkommen zu lassen, ohne sie im Spiegelbild subjektiver Wahrnehmung zu bewerten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Aufmerksamkeit zu focussieren, dass kann der Atem, bestimmte Körperregionen, ein Bild, ein Kerzenlicht oder was immer sein. Gerade als ADHS`ler sollte man mit relativ kleinen Zeiteinheiten beginnen. Eine von vielen Techniken ist, die Aufmerksamkeit für 5 Minuten auf ein Kerzenlicht zu richten. Es ist normal, dass die Gedanken springen wie ein junger Hund, wichtig ist, dass man sich dafür nicht selbstgeißelt, oder einen unangemessenen Leistungsdruck aufbaut, sondern ruhig, aber bestimmt die Aufmerksamkeit zurück auf das Ursprungsobjekt lenkt. Im Zusammenhang mit negativen Emotionen, Unruhe, (wer von uns kennt es nicht) empfehlen entsprechende Ratgeber diese Gefühle anzunehmen, ohne sie zu interpretieren. Na ja, ich bin bei weitem kein Fachmann und es gibt ja wie gesagt tolle Bücher und entsprechende Kurse von wesentlich weiseren Zeitgenossen. Finde auf jeden Fall gut, dass dieser Ansatz hier zur Sprache kommt.

    Herzlichen Gruß,

    Lars
    Geändert von The edge (10.06.2010 um 09:34 Uhr)

  2. #22
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Danke Lars!

    Bin schon gespannt, was du weiter zu berichten hast und welche Fortschritte du noch machst.

    Bin auch grad dabei, sowas ähnliches zu testen: Alpha-Relaxing.

    Aber erst ganz am Anfang, also warte ich noch mit dem Bericht.

    LG
    Erika


    P.S. Habe mich grad sehr durch deinen Bericht gekämpft, da kaum Absätze drin sind. Vielleicht könntest du ihn das nächste mal ADHS-freundlicher gestalten? Wäre super!
    (Nicht böse sein, aber ist für mich sehr anstrengend so)

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Ich werde es beherzigen :-)

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Meditation? und ich?

    Also Erfahrungswerte zeigen bei mir, dass progressive Muskelentspannung und alles wo auch nur mehr als eine Person im Raum ist überhaupt nix bringen. Sobald irgendwo auch nur ein Geräusch auftaucht bin ich schon gar nicht mehr bei mir selbst, sondern... dahinten.. wo das Kaninchen gerade seinen Bau gräbt oder sonst was macht..

    Wobei ich mich extrem entspanne sind folgende Sachen

    - extremes rumtollen mit meinen 7-monate alten Zwillingen
    - Angeln am See (nur ich und der verdammte Fisch der nicht anbeißt)
    - ein gutes Buch (schwierig zum Anfang... weil erstmal reinkommen, aber wenn es gut ist, dann komm ich nicht los)
    - Sport im allgemeinen (wenn ich doch mal meinen Schweinehund überwinden kann)

    Musik oder Vorlesen geht ma gar nicht... irgendwie projeziere ich auf bestimmte Musik bestimmte Stimmungen und schon werde ich sauer, depressiv, aggressiv oder wie auch immer...

    Aber wenn man mal völlig entspannen will... und auch mal frühzeitig schlafen möchte (irgendwie bekomm ich das vor 0:00 Uhr nie hin)... einfach Drei ??? hören.. ich penn schon bei der Musik ein...

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 143

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Für mich gibt es unterschiedliche Tage.

    Idr Hilft es mir so viel zu tun zu haben, so viele äußere Eindrücke, dass ich nicht ins Grübeln fallen kann.

    Joggen ist eine Sache, weil ständig etwas passiert. Neue Geräusche, Eindrücke, sei es nur Seitenstechen.

    Eine zweite Bewegung ist Suffi Drehen. Eine Hand vor das Gesicht, eine Hand nach hinten und dann auf dem anderen Bein in die Richtung in die die Finger zeigen drehen. Dabei auf die Hand starren. Ich bin so damit beschäftigt die Drehung aufrecht zu halten und zu balancieren, dass ich keine Ressourcen für Gedanken über habe. (ok dazu noch eine best. Musik aus einer Meditation).

    In ganz bestimmen Momenten kann ich auch einfach nur Meditieren oder mit einer Kerze meditieren. Das klappt aber nicht immer. Seis weil zu viel los ist oder mein Anspruch zu groß.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    @crudgeon

    Joggen ... das hab ich schon als Jugendliche gerne gemacht. 12 km in `ner Stunde war locker drin. Und danach war ich entspannt.

    Dummerweise komm ich gar nimmer rein, seit ich `ne Knieverletzung hatte. Walken war ok aber auch nicht wirklich "das". Dann zurück von der Kur komm ich grad auch gar nimmer dazu, weil die 2-jährgie ständig laufen will, aber ein ganz anderes Tempo vorlegt, obwohl sie ja auch nur "rennt".

    Ob Laufband eine Lösung ist? Welches ist dann zu empfehlen? Reicht eins mit Magneten oder sollte es elektrisch sein?

  7. #27
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    MefaMama schreibt:
    Joggen ... das hab ich schon als Jugendliche gerne gemacht. 12 km in `ner Stunde war locker drin. Und danach war ich entspannt.

    Dummerweise komm ich gar nimmer rein, seit ich `ne Knieverletzung hatte. Walken war ok aber auch nicht wirklich "das". Dann zurück von der Kur komm ich grad auch gar nimmer dazu, weil die 2-jährgie ständig laufen will, aber ein ganz anderes Tempo vorlegt, obwohl sie ja auch nur "rennt".

    Ob Laufband eine Lösung ist? Welches ist dann zu empfehlen? Reicht eins mit Magneten oder sollte es elektrisch sein?
    http://www.en.kolobok.us/smiles/standart/offtopic.gif

    Erika

  8. #28
    IchBins

    Gast

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Zum Thema Meditation

    Ich habe mir nun eherlich gesagt nicht jeden Beitrag komplett durchgelesen. Ich habe festgestellt das sich viele anscheinend ablenken lassen durch Umgebungsgeräusche, unangenehme Körperhaltung etc.

    In der Meditation geht es meines Erachtens jedoch gar nicht darum die Umgebungsgeräusche komplett auszublenden, sondern eben diese mit einzubeziehen. Das macht ja auch Sinn. Ein akribisches denken an die "Leere" und die "innere Stille" führt eben oft dazu das wir uns nicht konzentrieren können und es genau die Geräusche sind die aussen vor sind, die wir als störend empfinden. Gedankenstille ist eine Disziplin die wirklich sehr viel Übung voraussetzt, jeder Anfang ist schwer. Wenn ein Gedanke kommt, ja dann ist er eben da und wird auch weiterziehen.

    Ich habe mal eine tolle Beschreibungen zur Meditation von einen meiner Bekannten gehört, der es wie folgt beschreibt:

    Stell dir ein Wasserglass vor, das sind deine Gedanken... nun nehme ein tropfen Öl und schüttel das Glas. Das Wasser ist trübe, man kann nicht mehr durchsehen. Meditation macht nichts anderes als wieder Ordnung zu schaffen. Das heisst Meditation wirkt wie ein Filter. Das Öl lagert sich langsam an der Oberfläche des Wassers ab und das Wasser ist wieder klar. Die Gedanken sind geordnet.

    Für mich war dies sehr einleuchtend und er trifft den Nagel auf den Kopf. Nur wie schafft man das? Wenn ich jetzt sage mit Geduld werden mich die meisten auslachen ... aber auch das gehört leider dazu und man durchaus auch von einem Ad(h)s-ler ein gewisses Maß an Geduld verlangen oder?? Immerhin haben es hier viele geschafft lange auf ein Diagnosetermin zu warten.

    Viel Übung ist natürlich auch wichtig. Am Anfang sollte es vielleicht sogar langen richtig zu Atmen, das ist nicht schwer und man merkt meist auch direkt wie man ruhiger wird.

    Bei Angstzuständen beispielsweise ist es immer wichtig ( aufgrund der Gefahr des Hyperventilierens ) immer länger auszuatmen als einzuatmen. D.h die Lunge möglichst komplett entleeren. Auch das kann schon einen gewünschten Entspannungszustand erreichen. Mir hats geholfen.

    Bei Zwangsgedanken die einen sehr zu schaffen machen und man das Kopfkino so gaaar nicht mehr in den Griff bekommt, habe ich mir von meinem Therapeuten folgenden Tipp geholt. Stell dir vor Du bist aus Wasser und die schlechten Gedanken sind wie Nadeln die auf die einprasseln. Sie gehen einfach durch dich durch. Nach einigen versuchen in solchen Situationen hat es mir auch wirklich sehr geholfen ( neben den Gedankenstopp )

    Aber zurück zur Meditation. Ich finde wir Ad(h)s-ler haben ja immer besonders Chaos im Kopf und ich finde es wichtig sich mit der Meditation auseinanderzusetzen um eben dieses ein wneig zu kompensieren. Nur weil wir etwas haben das sich Ad(h)s schimpft, sind wir noch lange keine Meditations-Analphabeten ..

    Ich kann es jeden nur empfehlen. Ist wirklich eine tolle Sache. Jeder hat da eben so seine eigenen Vorlieben. Und es gibt ja eine Vielzahl von Meditationstechniken.

    Fangt doch einfach mit einer simplen Atemübung an

    Persönliches Fazit: Sehr bereichernd und hilfreich für mein Leben.

    Lieben Gruß,

    IchBins

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Meditation und Yoga gemacht, um den Verkehr auf der sechsspurigen Autobahn in meinem Kopf besser in den Griff zu bekommen.
    In der Meditation hilft mir schon die Atemmeditation, bei der auf das Ein- und Ausatmen geachtet wird. Mit andere Meditationsarten, bei denen zB Gegenstände betrachtet werden, komme ich nicht so gut zurecht.
    Yoga wirkt bei mir auch beruhigend und vor allem tut es meinem Körper gut. Man sollte es nicht glauben, aber Yoga baut Muskeln auf.
    Wandern in der Natur wirkt auch ausgleichend.

    Leider habe ich diese ganzen Aktivitäten in letzter Zeit etwas schleifen lassen, da ich irgendwie mit anderen Dingen belegt war.

    LG
    firefly

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Meditation - Hilfe bei ADHS?

    Ich bin's nochmal.
    Ich habe mit der Meditation anhand eines sehr guten Buches begonnen, in dem einfache und unkomplizierte Meditationstechniken beschrieben werden, die zunächst mit recht kurzen Einheiten anfangen und so den Einstieg erleichtern. Und teuer ist es auch nicht.
    Darf ich das Buch hier im Forum nennen oder ist das dann Schleichwerbung?
    Der Tipp würde bestimmt vielen helfen, die sich für Meditation interessieren!
    Geändert von firefly ( 2.07.2010 um 11:05 Uhr) Grund: Noch was hinzugefügt

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