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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    Wieder eine Erfahrung reicher....

    Hallo ihr lieben Mitadsler/innen,
    ich weiß so langsam dieses Forum immer mehr zu schätzen!

    Ich habe heute zum wiederholten Male einene Termin bei einer Psychiaterin gewagt..... der wieder sowas von in die Hose ging, dass kann man sich gar nicht vorstellen.

    Auf meine Information, an ADHS zu leiden und eben diese blöden Depressionen behandeln lassen zu wollen....wurde mir gesagt, dass wir, sollten wir in Zukunft eine Therapie miteinander eingehen, die ADHS außen vor lassen müssten....sie meint, obwohl ich gar nicht zu Wort kam, dass ich vieleicht auch eine bipolare Depression haben könnte, mir auch überlegen könnte in eine Tagesklinik zu gehen, da sie das ja auch aus psychiatrischer Sicht sehen würde....Mir wurde ganz mulmig und ich bin immer weiter im Stuhl versunken. Ich dachte, oweia, wie krank bist du denn. Dann bekam ich einen Regelplan vorgelegt, den ich unterschreiben sollte. Da ging es um Pünktlichkeit um telefonische Erreichbarkeit,die absolute Therapievoraussetzung sei, dann dass ich bei einer Therapie mitzuarbeiten hätte, das betonte sie des Öfteren....und und und. Ich bin dann gefühlsmäßig schnell im Eimer gewesen und habe meinen Körper alleine weiter sitzen lassen (nicht ganz so schlimm, aber in Ansätzen). boaaaaa, was war ich plötzlich müde, ich sollte meine ADHS außen vor lassen....ich hab sie nur noch angeklotzt, wie eine blöde Kuh. Jedes Wort, das ich versuchte aus meinem zugebackenen Mund herauszuquetschen, wurde kommentiert und abgewertet. Es machte keinen Sinn weiterzukommunizieren, sie hatte gewonnen und das war auch am klügsten. Sie glaubt, dass ich einene sehr langen Therapieweg vor mir hätte....Es blieb kein gutes Haar an dem was ich sagte, der Ort wo ich wohne, wurde runtergeputzt "in der Provinz wohnen sie", "sie haben ein Haus gekauft und arbeiten dort mit Jugendlichen", vieleicht haben sie eine bipolare Störung...."man müsse auch aufhören können zu arbeiten und lernen sich zu entspannen...." Sie arbeiten selbständig", kein Wunder, dass sie depressiv sind. Mein lieber Mann, dass war hart an der Grenze, dass ich ihr mal die Meinung gesagt habe, habe ich aber nicht, denn das bringt überhaupt nichts.

    Als ich wieder draußen war, war ich so super froh, diesen Wahnsinn überlebt zu haben und habe mein Dasein wieder ganz anders wahrgenommen.

    Irgendwie scheine ich etwas auszustrahlen, was manche Menschen dazu veranlasst, ihre ganze Phantasie in meiner Gegenwart spielen zu lassen.

    Also meine Depressionene habe ich wieder mitgenommen und sie als zu mir zugehörig stehen gelassen.

    Wieso ist es so schwer, dass man in der Psychoszene einen bosenständigen Menschen findet, der einem einfach mal "nur" zuhört, ohne einem gleich seine ganzen schlechten Erfahrungen mit den Patienten aufdrücken zu müssen. Ich wollte kein Psychiater sein! Keine einfacher Job.

    Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass es ADHS nicht zu geben scheint, obwohl sie etwas von biologisch vorgegeben und da kann man nichts machen faselte, was ich denn bei ihr wollte und die Depression doch wohl auch eher eine parallele Dysfunktion sei....aber Psycho-Medikamente wollte sie mir auch keine verschreiben.

    Liebe Grüße
    Rosenfee

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Wieder eine Erfahrung reicher....

    Hi!

    Was wolltest du denn bei ihr? Psychotherapie oder medikamentöse Behandlung?

    Mir hat letztes Jahr, als ich die Diagnose noch nicht hatte und auf der Suche nach einem Therapeuten war, einer gesagt: "Klar können sie die ADS-Diagnostik machen, aber wenn Sie wirklich ADS hätten, hätten Sie kein Abi, vor allem nicht auf der Schule und mit den Leistungskursen und ihr Studium auch nicht geschafft. Aber manchmal ist es ja auch gut zu wissen, was man nicht hat!" Nun ja, die Diagnostik hat ganz klar den Mischtypen ergeben und im Moment kämpfe ich mit den Folgen der letzten zwei Jahre ohne Behandlung. Aber es wird aufwärts gehen, Schritt für Schritt!

    Hast du einen neuen Termin vereinbart? Oder suchst du weiter? M.E. gehören Bewertungen dieser Art nicht in ein Arzt-Patienten-Gespräch, zumindest nicht in der Phase der Amnamnese.

  3. #3
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Wieder eine Erfahrung reicher....

    Hallo rosenfee,

    Spontan, würde ich sagen, gehe weg davon und sucht dich SOFORT eine andere adresse. Wie du dich fühlst ist eindeutig genug: Sie kann dich nicht richtig helfen, weil sie auf dich nicht eingeht!

    Wo hast du die diagnose bekommen? Können sie dich dort jemand gutes empfehlen?

    Ich denke, du hast nichts besonders in der ausstrahlung dass leute so reagieren, ausser vielleicht das übliche bei ADSler: Viele negative erfahrungen nicht ernst genommen zu werden die wieder geweckt werden können.

    Was psychozsene ist, bin ich selber sehr anspruchvoll und bei so jemand wäre ich zu letzte mal gegangen und kein termin vereinbart mit der begründung dass die chemie nicht stimmt, oder so was...

    Damit bin ich oft in gute händen gelanden, weil ich sonst schnell der flucht nehme...

    Leider, ist auch in diese kreis ADS unbekannt und als "mode-diagnose" gesehen und dann meinen sie auch alles besser zu wissen als ihre patienten.

    lg

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    AW: Wieder eine Erfahrung reicher....

    Liebe mj71, liebe Trine

    dankt Euch. Nein, ich habe keinen neuen Termin ausgemacht, das ging absolut nicht. Meine Depressionen sind leider sehr schlimm geworden. Es ist einfach sehr viel, was darinnen schlummert. Es gab früher Zeiten, in denen ich mich nicht hätte abgrenzen können und wieder die Schuld für das Nichtzustandekommen einer Therapie mir aufgeladen hätte.

    Trine, ich habe die Frau damals kontaktiert, weil ich gerne Medikamente gegen meine Depression gehabt hätte. Und im Hinterkopf dachte ich auch daran eventuell MPH verschrieben zu bekommen, da der Ort nicht so weit von meinem Wohnort weg ist. Nun muss ich immer nach Halle fahren, bin mittlerweile aber bei dem Arzt angekommen und fühle mich bei ihm auch wohl Er hat mir MPH retard verschrieben und versucht das auf Kasse durchzubringen. Er tut was für seine Patienten und das rechne ich ihm hoch an. Ich werde ihn morgen anrufen und nach einem AD fragen. Vieleicht habe ich zusätzlich ja auch eine bipolare Störung, dass wäre ja nicht schlimm....aber diese Geheimniskrämerei um diese psychischen Dinge kann ich einfach nicht nachvollziehen. Wenn man sich ein Bein bricht, versucht der Arzt doch auch nicht diesen Beinbruch und die notwendige Therapie an der Lebensweltorientierung des Patienten festzumachen. Er wird dem Patienten auch nicht aufzeigen, seine Therapie nicht im Zusammenhang mit dem Beinbruch sehen zu dürfen. Ach schon komisch...

    Nein, ich gehe dort auf keinen Fall mehr hin.

    Liebe Grüße
    Rosenfee

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: Wieder eine Erfahrung reicher....

    Hallo Rosenfee,

    ich habe auch eine längere Suche hinter mir. Jetzt habe ich seit zwei Jahren einen guten Psychiater und bin mit der ganzen Praxis sehr zufrieden. Er hat mir auch einen sehr kompetenten ADS-Therapeuten vermittelt, wofür ich sehr dankbar bin. Die Praxis engagiert sich als lokales Netzwerk für psychisch Kranke und ich halte das für vorbildlich, entsprechend stehen auch einzelne 'vernünftige' Menschen bzw. ein bestimmtes Menschenbild dahinter - vielleicht gibt es bei Dir vor Ort etwas ähnliches?

    Gib nicht auf und lass Dich nicht unterkriegen, leider haben immer noch zu viele Leute auch vom Fach nicht richtig viel Ahnung...

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Wieder eine Erfahrung reicher....

    Hi!
    Also ich kenne dich nicht Und die Tante auch nicht, deswegen das folgende bitte nicht falsch verstehen.

    Zum einen denke ich, ist es nicht verkehrt dass man bei ADHS und Depressionen das ADHS erst mal ausblendet. Denn die Depressionen können/ sind wahrscheinlich eine Komorbitat die zunächst behandelt werden muss bevor man an die ADHS geht!

    Zweitens: soweit ich weiß sind die Symptome einer bipolaren Störung ähnlich gestrickt wie bei ADHS. Also handelt die Frau meines Erachtens nach , nicht verkehrt, wenn sie diese Möglichkeit erst mal abklären will.

    Was diese Voraussetzung en angeht kann ich auch das verstehen, gibt's ja genug, die Termine machen und dann nicht auftauchen. Und diese Termin sind teuer und gefragt.
    Mein Hausarzt macht das beobachten Checkup Untersuchungen ganz genauso.

    Ich würde der Frau noch ne Chance geben. Für mich hört sich das eher danach an als hatte sie dir n Spiegel vors Gesicht gehalten.

    Wie gesagt nicht falsch verstehen, ja?! Soll kein Angriff o.ä. sein, aber evtl denkst du noch mal in Ruhe drüber nach.

    LG Carina

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 100

    AW: Wieder eine Erfahrung reicher....

    Also, Ihr lieben,
    hab ca 3 Jahre gebraucht um den Richtigen Psychater/ arzt zu finden
    Hab irgendwie versucht mich am leben zu erhalten,
    letzten winter kahm dann die absolute depression ich hab niemanden gefunden, irgendwann im mai kahm der totale zusammenbruch, und ich sollte vom hausarzt her Therapeuten durchtelefonieren,
    die meisten haben auf dem ab geantwortet, ich solle mal in drei Monaten wieder nachfragen.
    Endlich ahb ich dann mal ne Sprechzimmerdame persönlich am apperat gehabt, die meinte, ich könne in zwei monaten einen notfalltermin bekommen. der hab ich gesagt, ich war echt am ende und verzweifelt,
    dass ich denke , dass ich da nicht mehr leben werde und sie sich den thermin sonstwohin schieben kann und habe aufgelegt.

    etwas später kahm ein rückruf, dass ich nächste woche kommen kann, ich hatte glück, es war ein Psychater der sich mit ADHS auskannte, ich hab ihm meine zustände feelings und meine momenthane situation
    ne halbe stund hingerotzt, er hat sich auf mich eingelassen und aht seine tests gemacht und seine antidepresivas verschrieben, das war bis letzten Monat,
    da hat er mir dann Medikinet adult verschrieben, mit der bemerkung, für Ihn sei jetz Klar, das ich adhs- Borderlin bin, wobei die tests jetzt gerade wg Borderline weitergehen, aber es war das erste mahl dass ich mich ernstgenommen gefühlt habe.
    Adhs ist jetz kein Hirngespenst mehr, di e medis helfen mir ungemein, und zu der zeit war ich wirklich drauf und dran mich um die ecke zu bringen,
    Also Rosenfee, bleib dran, es rennen viele fachideoten rum, wünsche dir viel erfolg,
    lg Fackel

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    AW: Wieder eine Erfahrung reicher....

    Danke Euch...

    Carina, Dein Einwurf ist völlig in Ordnung und ich verstehe das auch nicht falsch. Ich hätte nichts dagegen, wenn ich eine biolare Störung habe, könnte ich sowieso nicht ändern, ich würde auch gerne ADs dafür nehmen....leider komme ich mit dieser Art der Psychiaterin nicht zurecht und das ist wohl etwas zwischenmenschliches. Zum Anderen hat sie erst einen neuen Termin im Januar und das ist mir schon arg weit weg. Das viele Patienten wegbleiben, wegen der Liste, die sie sich unterschreiben lässt, zeigt eigentlich, dass auch andere Menschen nicht zufrieden sind. Ich will der guten Frau nichts. Wie gesagt, sie macht ihren Job und ist auch nur ein Mensch, dennoch möchte ich mich auch irgendwie wohl und aufgehoben fühlen und davon konnte bei ihr keine Rede sein.

    Ich werde meinen ADHS-arzt beim nächsten Termin ansprechen und ihn auch diese bipolare Sache hin ansprechen. Bis dahin beobachte ich mich mal kräftig. Diese Depressionen sind schon sehr sonderbar. Wenn ich MPH nehme, ist es meistens so, dass diese Depris kurzfristig verschwinden und wenn ich mich hinlege und mal die Augen zu mache auch. Manchmal funktionieren MPH nicht, weil ich zu depressiv bin. Jetzt z.B geht es mir sehr gut für meine Verhältnisse. Am besten geht es mir, wenn ich eine MPH nehme und mich hinlege oder abends wenn ich schlafen gehe, dann sind sie auch schnell wech. Schon sehr eigenartig, diese schrecklichen Gefühle.Es ist nicht so, dass ich keinen Grund hätte depressive Gefühle zu haben, es sind immer Themen, wie Verlust von Familie (bin ja umgezogen), Versagensängsten, Schuldgefühlen, Hilflosigkeitsgefühlen, Ohnmachtsgefühle, Einsamkeit, Zukunftsängste, geringer Selbstwert.

    Liebe Grüße
    Rosenfee

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