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Diskutiere im Thema Stimmungstief nach stationärer Therapie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 81

    Stimmungstief nach stationärer Therapie

    Hallo zusammen,

    ich bin vor ca. 2 Wochen aus der stationären Therapie entlassen worden. War dort auf eigenen Wunsch wegen einer schweren Depression und sozialen Phobien. Während meinem Aufenthalt wurde auch adultes ADHS diagnostiziert.

    Anfangs, also nach der Entlassung, war ich sehr euphorisch, gut gelaunt, konnte offen auf Menschen zugehen und hatte null Probleme damit nach draußen zu gehen. Auch der Tagesablauf ließ sich perfekt meistern. Mittlerweile schlägt das ganze allerdings wieder spürbar in die andere Richtung um. Ich fühl mich fast schon wieder genauso mies wie vor der Klinik, das einzige was zum Glück weiterhin fehlt, ist die Suizidalität wegen der ich überhaupt erst einen stationären Therapieplatz bekommen habe.

    Beruflich bin ich wieder voll in meinem Element, erziele super Ergebnisse und alles. Hier hatte ich vorher allerdings auch keine wirklichen Probleme. Was Probleme bereitet ist ausschließlich das Privatleben. Ich spüre wieder eine deutliche Antriebslosigkeit, bin wieder sehr wachsam wenn ich unter Menschen bin und traue keinem so recht über den Weg. Das ganze scheine ich auch deutlich auszustrahlen und das treibt die Abwärtsspirale noch weiter an.

    Meine Medikamente nehme ich natürlich weiterhin regelmäßig. Als ich die letzten beiden Wochenenden feiern war, hab ich jedoch deutlich gemerkt, dass die in Verbindung mit Alkohol überhaupt nicht gut tun. Hatte am Ende der beiden Wochenenden und die ersten Tage der Arbeitswoche jeweils ein gewaltiges Tief. Habe daher beschlossen vom Alkohol die Finger zu lassen oder zumindest nach dem zweiten Bier aufzuhören.

    Ich habe eine einjährige Tochter und lebe mit ihr und meiner Freundin zusammen. Meine Freundin und ich sind grundverschieden von der Lebenseinstellung her und dementsprechend gibts da so einige Differenzen, die regelmäßig zu Streit führen. Ich wollte mir meinen Alltag nach der Klinik etwas strukturieren um nicht wieder in die Antriebslosigkeit zu verfallen. Das gesteht sie mir jedoch nicht zu, sie hält das für Blödsinn. Und jetzt hab ich halt wieder den Salat, es geht alles wieder in Richtung von dem alten Lotterleben.

    Meine Frage ist, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und ob das evtl. sogar normal ist, dass man zwei Wochen nach der Klinik erstmal wieder in ein Loch fällt. In der Klinik war das ähnlich. Schon ab dem zweiten Tag war ich wie umgewandelt, bin dann allerdings auch nach zwei Wochen abgestürzt und danach ging es so peu à peu wieder aufwärts. Hat das jemand auch schon so durchgemacht? An wen kann ich mich wenden, wenn ich nicht weiterkomme? Einen ambulanten Psychotherapeuten hab ich noch nicht => Wartezeit!

    Ach ja, die Medikation ist folgende: morgens Venlafaxin 375 mg, abends Seroquel (auch Quetiapin genannt) mit 150 mg und zur Nacht hin Remergil (oder Mirtazapin) mit 30 mg.

  2. #2
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Stimmungstief nach stationärer Therapie

    Hi Aleric,

    tut mir leid, dass es dir nicht so gut geht.

    Was mir so auffällt, wenn die doch in der Klinik ADHS diagnostiziert haben, haben die dort mit dir nicht über Medikamente gesprochen, die sie dir dafür geben wollten?
    Hast du die Medis, die du oben aufführst, auch schon vorher bekommen? Oder erst während bzw. nach dem Klinikaufenthalt? Wie lange warst du in der Klinik?

    Und noch eines kurz: suche dir so schnell wie möglich einen Arzt deines Vertrauens, der dir auch mit verschiedenen Therapien beistehen kann. Das ist ganz ganz wichtig.

    Und noch ne Frage:wie alt (oder jung ähem) bist du?

    lg

    Heike

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Stimmungstief nach stationärer Therapie

    Was bei mir gut funktioniert hat nach dem 14-wöchigen stationärem Aufenthalt war, das ich unmittelbar in die Tagesklinik über gehen konnte.
    Man ist zwar zu Hause, hat aber einen Ort den man von Montag bis Freitag wie auf Arbeit auf suchen kann.
    D.h. man kann mit dieser Hilfe wieder lernen seine Freizeit zu strukturieren.

    Wäre das vielleicht was für dich ?

  4. #4
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Stimmungstief nach stationärer Therapie

    Schatten87 schreibt:
    Was bei mir gut funktioniert hat nach dem 14-wöchigen stationärem Aufenthalt war, das ich unmittelbar in die Tagesklinik über gehen konnte.
    Man ist zwar zu Hause, hat aber einen Ort den man von Montag bis Freitag wie auf Arbeit auf suchen kann.
    D.h. man kann mit dieser Hilfe wieder lernen seine Freizeit zu strukturieren.

    Wäre das vielleicht was für dich ?
    Hi Schatten,

    ja das hatte ich vergessen......wird das nicht immer angeboten nach einem stationären Aufenthalt?

    lg

    Heike

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Stimmungstief nach stationärer Therapie

    Heike schreibt:
    Hi Schatten,

    ja das hatte ich vergessen......wird das nicht immer angeboten nach einem stationären Aufenthalt?

    lg

    Heike
    Ne nicht immer, manchmal wirds einfach vergessen oder nicht für nötig erachtet - wenn man was will selber den Mund aufmachen ...(kein Vorwurf, nur was ich gelernt hab)

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Stimmungstief nach stationärer Therapie

    Hallo Heike,hallo Schatten87, danke für die schnellen Antworten.

    Es wurde mit mir zwar über die Medikamente gesprochen, allerdings bekomme ich nichts spezielles gegen das ADHS. Ritalin oder sowas hätte ich auch gar nicht gewollt. Venlafaxin hatte ich schon vor der Therapie, allerdings nur knapp halb soviel wie jetzt. In der Klinik wurde mir das kontrolliert erhöht und mit den anderen beiden in Einklang gebracht. Ich war 4,5 Wochen dort.

    Eine Tagesklinik gibt es dort auch und in der Stadt auch noch eine oder zwei. Informiert worden bin ich darüber natürlich, aber ich wollte auch wieder zurück in den Beruf. Bei der Arbeit habe ich ja wie gesagt keinerlei Probleme und arbeite gerne. Ich habe meine Stelle allerdings noch nicht sehr lange und möchte meine Karte in punkto Krankheitstage deshalb nicht überreizen.

    Wegen der Frage zum Alter, ich bin 27.

    Ich hoffe ich habe jetzt nichts vergessen.

  7. #7
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Stimmungstief nach stationärer Therapie

    Aleric schreibt:
    Hallo Heike,hallo Schatten87, danke für die schnellen Antworten.

    Es wurde mit mir zwar über die Medikamente gesprochen, allerdings bekomme ich nichts spezielles gegen das ADHS. Ritalin oder sowas hätte ich auch gar nicht gewollt.

    Frage: warum kein Ritalin o.ä.?

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Stimmungstief nach stationärer Therapie

    Die Ärzte haben gemeint, dass sei nicht notwendig, weil meine vorhandene Medikation auch beim ADHS ansetzt und deshalb kein Zusatzmittel von Nöten ist.

    Ich weiß auch von anderen ADHSlern, dass es genauso hilft, wenn man sich in den hyperaktiven Phasen ein Ventil sucht, mit dem man sich auspowert. Hatte gestern z. B. wieder so ne Phase. Meistens hab ich die dann, wenn ich am Tag vorher total down war. Da weiß ich dann tags drauf gar nicht wohin mit der ganzen Energie. Habs gestern durch 60 Kilometer Radfahren kompensiert, hilft ganz genauso - zumindest bei mir - und ganz ohne Chemie.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Hyperaktive "Phasen"? Schön wärs wenn das Phasen wären ... ja, Sport hilft aber diese innere Unruhe und Muskelspannung kommt leider nicht Phasenweise ...

    Zumindest bei mir nicht.




    ---
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  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Stimmungstief nach stationärer Therapie

    Sind es bei mir auch nicht nur. Hyperaktiv bin ich fast immer, nur halt mal mehr und mal weniger. Bei den "Phasen" von denen ich gesprochen hab ist es aber kaum auszuhalten. Ich hab da das Gefühl, dass mein Herz rast und ich brauch unbedingt was zu tun. Hinsetzen geht dann nur, wenn ich dabei einer Tätigkeit nachgehe die meine volle Konzentration fordert. Dadurch ist es auf der Arbeit weniger ein Problem, obwohl ich als Software-Betreuer eine komplett sitzende Tätigkeit habe.

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