Hallo!

Ich habe versucht, selbst mit u.A. Suchmaschinen und Durchblättern verschiedener Selbsthilfeseiten Antwort auf die Frage zu finden, weiss aber immer noch nicht, was zu tun!

Wie gesagt, lebe ich in Deutschland seit Frühjahr 2011. In meinem Heimatsland Finnland wurde mir eine Diagnose von Bipolarstörung im Frühjahr 2005 gestellt, und seit dem nehme ich täglich Pferdedosis Medikamente. In Finnland darf man seine Ärzte nicht wählen, und meistens hat ein Psychiater nicht mehr als ein paar Minuten Zeit für einen Patienten. Das heißt: Hole dir das Medikament und wenn es schlecht geht, ruf mal an.

Obwohl einige von meinen Symptomen typisch für die Bipolarstörung sind, bin ich sowie mein Schatz immer mehr der Meinung, dass es sich bei mir um ADS handelt. Dank der Medikamente leide ich nicht unter Depressionen, habe aber eine ganze Menge andere Symptome, die für viele von euch sicher bekannt sind.

Ich habe eine lange Anamnese geschrieben, wo ich auch meine Kindheit und Jugendheit beschreibe, ich kann mich zum Glück an sehr viele Sachen erinnern. Ohne Übertreiben ist die Anamnese fast wie ein "Lehrbuchbeispiel" über einen Menschen mit ADS.

Meine finnischen Verwandten kann ich natürlich nicht nach Deutschland bringen, um eine Fremdanamnese zu bekommen. Ich habe aber in Laufe meines Lebens hören dürfen, was ich für ein wildes Kind und andererseits eine scheue Träumerin gewesen bin.

Ich glaube aber nicht, dass meine Hausärztin besonders viel Ahnung über ADHS hat. Angeblich brauche ich aber von ihr eine Überweisung zu einem Spezialarzt? ...oder soll ich mich einfach hier in Berlin bei irgendeinem Klinik melden und versuchen, einen Termin zu bekommen? Zwar weiß ich nicht, welche Ärzte Erwachsene mit ADHS behandeln, hier darf man halt keine nennen.

Ich und mein Schatzi sind sicher, dass eine vernünftige Therapie mir sehr helfen könnte. Auch sind wir beide der Meinung, dass die Medikamente, die ich zur Zeit nehme, nicht wirksam genug sind und dass eins von denen sogar nutzlos ist.

Nun weiss ich aber wirklich nicht, wer mir helfen könnte! Als Erstes wäre wirklich, sehr schön, jemanden hier in Berlin kennen zu lernen, der dasselbe wie ich durch hat. Auch wenn mein Schatz und meine wunderbaren Freunde mich total unterstützen, fühlt es sich oft so an, dass ich mit diesem Problem alleine bin. Solange ich keine Diagnose und gute Behandlung habe, machen die Symptome mein Leben mehr oder weniger kaputt.

Vielen Dank für alle Hilfe!