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Diskutiere im Thema diagnose beim psychiater im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: diagnose beim psychiater

    Heinzz schreibt:
    kann ich auch zu einem Psychotherapeuten oder Psychologen gehen?
    ......
    Wie erkenne ich, ob eine Psychiater oder Psychologe sich auskennt?
    Von Psychotherapeuten und Psychologen rate ich dringend ab, zumindest was Diagnostik und ggf. beginnende Medikation angeht. Denn beide Berufsbezeichnungen stehen für Personen die keine medizinische Ausbildung haben. Gerade dieses Wissen und auch entsprechende Erfahrungen sehe ich bei einer Störung die durch ein Ungleichgewicht des Botenstoffhaushaltes im Gehirn verursacht wird als Grundvoraussetzung für eine sinnvolle Diagnostik und Behandlung an.

    Erst wenn das dann danach auch durch eine therapeutische Begleitung unterstützt werden soll, halte ich auch Psychologen oder Psychotherapeuten - wenn sie entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen mit Adhs bei Erwachsenen haben - für einen möglichen Weg.

    Was ist der Unterschied zwischen Psychologe, Psychiater und Psychotherapeut? - Der Psychotherapieratgeber

    Mit einem Nervenarzt, also neurologisch und psychiatrisch ausgebildeten Facharzt, möglichst zudem einem Spezialisten auf dem Gebiet 'Adhs bei Erwachsenen' magst du längere Wartezeiten, Anfahrten usw. hinnehmen müssen, aber dann hast du die größtmögliche Chance die richtigen Antworten zu bekommen.

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: diagnose beim psychiater

    Das passt vielleicht nicht wirklich hierher...Aber es ist mir wohl noch nicht gestattet, Beiträge zu schreiben, however...

    Ich habe/hatte in meinem Leben einen "bunten Strauss diverser Diagnosen".

    Im Rahmen einer Depression fragte mich mein Psychiater z.B.:" Welch ein Chaos muß in Ihrem Kopf herrschen?". Diese Frage irritierte mich und spontan wußte ich auch keine Antwort.

    Eine Testung steht nach wie vor aus. Ich denke ein wirkliches Ergebnis wird nicht mehr zu erwarten sein, da über viele Jahre weitere Erkrankungen hinzugekommen sind.

    Mein Verdacht auf ADS gründet sich daher darauf, dass diese als Einschränkung Nr. 1 vorhanden, vor allen weiteren Erkrankungen, vorhanden war.

    Im Kindergarten habe ich die Aufgaben im Rahmen der Vorschularbeit aufgrund Langeweile (das war mir wirklich zu doof, trotz Drohung der Erzieherin mit schlechten Noten) einfach abgelehnt.

    In der Schule war ich laut Zeugnis eine "eifrige, hilfsbereite Schülerin", die jedoch nie sorgfältig genug arbeitete.

    Im späteren Schulleben konnte ich irgendwie bestehen, hatte aber Probleme mit Fristen und Hausaufgaben. Ordnung konnte ich überhaupt nicht halten.

    Ich hätte mir gerne eine Alzheimer Erkrankung gewünscht, da man in diesem Fall wenigstens nicht merkt, dass man anders ist.

    Kurzum, Chaos im Kopf und bzgl. Ordnung sowieso. Dabei immer ein schlechtes Gefühl..."Du bist faul" etc.

    Ich denke, hätte man rechtzeitig erkannt, dass ich ADS habe, wäre mir vieles erspart geblieben...Und jetzt in meinem Alter kommt es sowieso nicht mehr darauf an...

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 39

    AW: diagnose beim psychiater

    strange schreibt:
    ...Und jetzt in meinem Alter kommt es sowieso nicht mehr darauf an...
    So würde ich nicht denken da es immer gut ist zu wissen was du Ursache von Problemen ist. Außerdem mit einer durchschnittlichen Lebeserwartung an die 80ig Jahre hast du ja noch einiges vor dir ;D

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: diagnose beim psychiater

    @ utopia

    sehe ich anders.
    aber, wenn Du es so siehst...
    Geändert von strange ( 9.11.2012 um 13:12 Uhr)

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: diagnose beim psychiater

    strange schreibt:
    Ich denke, hätte man rechtzeitig erkannt, dass ich ADS habe, wäre mir vieles erspart geblieben...Und jetzt in meinem Alter kommt es sowieso nicht mehr darauf an...
    Wenn ich, ein wenig OT gehend, hier meine Sicht kurz einwerfen darf:

    Ich sehe das so, dass ich mein Leben lang (45 oder 46 Jahre bis zur Diagnose) gegen unsichtbare Mauern und Wände gerannt bin.

    Durch die Diagnose und die intensive Beschäftigung mit der Störung an sich und ihren Komorbiditäten werden diese Wände und Mauern jetzt mehr und mehr sichtbar.
    Diese Sichtbarkeit lässt die Mauern nicht plötzlich verschwinden, sie sind weiterhin da.

    Aber ich kann sie nun sehen und kann versuchen sie zu akzeptieren und andere Wege zu suchen, bzw. u.a. auch nach Hilfsmitteln suchen um die eine oder andere vielleicht doch zu überwinden.
    Selbst wenn ich erkenne, dass es Mauern gibt, die ich niemals werde überwinden können, und das sind nicht wenige, so habe ich dennoch einen ganz entscheidenen Vorteil durch das Wissen um die Mauern:

    Ich kann mir nun ersparen, Unmengen an Energie zu verschwenden und mir selber unsägliche Schmerzen zuzufügen, indem ich immer und immer und immer wieder versuche, gegen diese Mauern anzurennen.
    Denn wenn man permanent mehr Energie verbraucht, als man nachschieben kann, endet es böse.
    Und selbst wenn man es noch mit Müh und Not hinbekäme ... die Energie um erfolglos gegen eine Wand anzurennen setze ich dann doch lieber in die Dinge ein, die mir innerhalb meiner vielleicht etwas eingeschränkten Welt besser und gut tun

    Ich bin noch weit davon entfernt, das auch in allen Punkten so sehen und leben zu können, aber es wird Stück für Stück besser.
    Ich denke, dass ist der beginnende Prozess der Akzeptanz einer solchen Diagnose inkl. alldem, was dadurch in der Vergangenheit verloren gegangen ist.

    Aber vor der Akzeptanz dieser Diagnose, steht die Diagnose selbst .
    Es mag aber auch genügen, wenn man selber für sich die Gewissheit hat; das kann schon reichen.

    Ich brauchte da etwas mehr, inkl. mehrfacher Bestätigungen, dass es auch wirklich das ist und erst als fast alle Zweifel beseitigt waren, konnte ich diesen Prozess beginnen.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein


    PS:
    Ich hätte mir gerne eine Alzheimer Erkrankung gewünscht, da man in diesem Fall wenigstens nicht merkt, dass man anders ist.
    Wenn ich das noch abschließend anmerken darf:
    Das ist leider ein Irrtum.
    Alzheimerpatienten haben immer wieder Schübe, in denen sie sich erinnern und ihren Gedächtnisverlust bitter wahrnehmen.
    Es muss eine unvorstellbare Qual sein, sich dieser Tatsache zwischendurch immer wieder gewahr zu werden, selbst für diese kurzen Momente.
    Geändert von Fliegerlein ( 9.11.2012 um 14:02 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: diagnose beim psychiater

    @Strange: im Moment ist da wohl eine kleine depressive Phase, hm? ;-)

    Es kommt immer darauf an, weil es einem dann ja besser geht, wenn der richtige Weg gefunden wurde, wie einem am besten geholfen werden kann. ich habe mir immer gewünscht, dass es mir gut geht. Und dieser Wunsch ist mir letztes Jahr sozusagen mit der Diagnose in Erfüllung gegangen, nach 10 Jahren Behandlung wegen rezidivierender Depressionen mit Medikamenten und Psychotherapie.

    Ich wünsche dir, dass du auch eine so positive Erfahrung machen kannst.

    LG Trine

  7. #27
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: diagnose beim psychiater

    @ Fliegerlein

    Ja, es ist eine Qual jeden Tag...

    Aber Alzheimer Patienten haben diese nicht täglich!!!

    (Damit möchte ich die Alzheimer-Erkrankung nicht abwerten oder verharmlosen etc., ganz im Gegenteil. Aber diesen Patienten ist wenigstens nicht täglich bewußt, dass sie anders sind oder, was sie verloren haben bzw. wer sie einmal waren.)

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: diagnose beim psychiater

    auri schreibt:
    Von Psychotherapeuten und Psychologen rate ich dringend ab, zumindest was Diagnostik und ggf. beginnende Medikation angeht. Denn beide Berufsbezeichnungen stehen für Personen die keine medizinische Ausbildung haben.
    Das ist, soweit ich das weiß nicht korrekt. (ich bitte um Korrektur, sollte ich falsch liegen):

    Es gibt psychologische Psychotherapeuten und ärztliche Psychotherapeuten.

    Erstere haben ein Psychologiestudium absolviert und sich anschließend zum Psychotherapeuten weitergebildet (das ist keineswegs im Studiengang enthalten)

    Letzere haben ein Medizinstudium absolviert und anschliend die Weiterbildung zum Psychotherapeuten gemacht und selbige haben selbstverständlich eine medizinische Ausbildung und sind auch durchaus zur Verschreibung berechtigt (mein Thera ist ein solcher, genaugenommen praktizierender Arzt und Thera).

    Bei psychologischen Psychotherapeuten bedarf es eines Arztes, welcher die vorausgehenden medizinischen Untersuchungen und die Verordnung der Medikamente übernimmt.

    strange schreibt:
    @ Fliegerlein
    Ja, es ist eine Qual jeden Tag...
    Aber Alzheimer Patienten haben diese nicht täglich!!!
    (Damit möchte ich die Alzheimer-Erkrankung nicht abwerten oder verharmlosen etc., ganz im Gegenteil. Aber diesen Patienten ist wenigstens nicht täglich bewußt, dass sie anders sind oder, was sie verloren haben bzw. wer sie einmal waren.)
    Ja, das stimmt natürlich und verstehe na klar auch was Du meinst.
    Wollte es nur ein wenig relativieren (was sonst nicht gerade meine Stärke ist, eher neige ich dazu, schwarz weiß zu polarisieren .... )


    Liebe Grüße
    Fliegerlein

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