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Diskutiere im Thema Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    gravel schreibt:
    Komischerweise haben die Patienten, denen es so schlecht ging/geht kein negatives Wort über die Therapie verloren, sondern waren der Meinung, dass es so sein muss und dass es dann irgendwann besser wird.
    Nun, ich hoffe, dass es nicht einer Freundin von mir so geht.. sie erzählte mir dann auch mal bei einem stationären Aufenthalten, dass die Therapie nicht wirkten, weil sie noch zu wenig bereit sei sich zu ändern... irgendwann mußte sie den Aufenthalt abbrechen, weil es immer schlechter und schlechter dort ging und danach brauchte sie einen Betreuer, der ihr zu Hause half, zwar war sie vorher schon arbeitsunfähig gewesen, aber mit dem Haushalt hatte sie noch keine Probleme gehabt..

    Ich habe da etwas die Sorge (mit dem, was ich hier immer so im Foren lese), dass sie die falsche Therapie bekommt/bekam, aber sich einredet und/oder ihr eingeredet wird, dass sie sich nicht bereit ist zu ändern. oder dass es richtig so ist, dass es ihr erstmal schlechter gehen muss, ehe es wieder besser werden kann(1).. und sie es dann so hinnimmt und es nur noch schlimmer und schlimmer wird. Bei ihr kam übrigens auch raus, dass es wohl daran liegen würde, wie ein Elternteil sie behandelt hatte.. es ist aber nicht total schlimmes vorgefallen.. schon belastende Verhaltensweisen.. aber finde es komisch, dass die dran schuld sein soll, dass garnichts mehr geht...

    Im großen und ganzen denke ich mir, werden für unterschiedliche Probleme einfach unterschiedliche Therapie das beste sein.

    Aber von stationären Aufenthalten habe ich oft schlechtes gehört, dass die Therapeuten und Ärzte da veralteten Meinungen pflegten und nur ihre Meinung galt. Mit der Folge, dass es manchen Patienten hinterher erst recht schlecht ging.

    Gerechterweise muss ich dazu sagen, dass ich das meiste aus dem Selbsthilfebereich habe (wobei das eine war aus einen Therapeutenforum.. wo einer berichtete, der in der Klinik ausgebildet wurde) und dort sicherlich eher die Leute schreiben, denen es nicht half. Und Leuten, denen es half und danach die Probleme wegwaren, bestimmt weniger eine Grund haben, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen bzw. ein Selbsthilfeforum aufzusuchen.. und dort davon zu berichten, dass ihnen diese Therapie half.

    Deshalb würde ich keine stationären Aufenthalt machen... meine Angst zu groß, in eine schlechte Klinik zu kommen.. (wobei es vielleicht dann auch wieder abhängt, welchen Therapeut man bekommt.. und vielleicht auch Pech haben kann, an einer guten Klinik jemand zu erwischen, mit dem man nicht klarkommt).

    (1)
    also diesen Ansatz finde ich auch irgendwie nicht richtig... klar, kann sein, dass manche Problem eine Flucht dastellen und es einem erstmal schlecht geht, wenn man sich den Fluchtgrund stellt... Aber ich denke, dass wenn es einem nach einer Sitzung immer schlecht geht, dass auch ein deutliches Zeichen ist, dass etwas nicht stimmt.. dass an der falschen Stelle gearbeitet wird..

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Ich werde bald einen direkten Vergleich haben, wenn ich in die AD(H)S-Spezialklinik gehe. Da wird Verhaltenstherapie etc. angeboten, was vollkommen auf AD(H)S abgestimmt ist. Die Klinik hat auch viele gute Bewertungen, Erfahrungsberichte und ich habe von einer Bekanntin gutes über die Klinik gehört. Ich werde über den Aufenthalt berichten, wenn ich aufgenommen wurde.

    Im Moment kann ich noch drauf warten, weil es mir akut nicht schlecht geht. DL-Amphetaminsulfat ist ein Segen für mich. Das ADS ist auf einigen Ebenen nicht mehr so belastend und ich fühle mich gar nicht mehr depressiv.

  3. #33
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Hej gravel

    ...das ist gut, das es dir zur Zeit gut geht, weil wichtig bei Therapie ist, das eine gewisse Stabilität vorhanden ist, das ist ja das "verrückte" ..wenn es einem zu schlecht geht,dann sind gewisse Therapieformen gar nicht möglich, da dann rangehen, da wird dann erst mal stabilisiert und dann therapiert...

    was ich festgestellt habe, , das wichtigste bist du, wie du da rangehst,an Therapie ...es gibt einen Spruch , wo es heißt, wenn du den Boden deiner Vergangenheit beackerst, macht das nur Sinn, wenn du darauf neue Früchte pflanzt ...

    ...sprich, Therapie machen , und dann alles beim Alten belassen macht keinen Sinn, bzw bringt nicht den erwünschten Erfolg... sich verändern kann man nur selbst, das kann die beste Therapie nicht, ... von daher denke, ich darf man das nicht vergessen, sich selbst, da liegen mehr Ressourcen in einem , die zu erkennen... und auch sich selber wieder zu vertrauen, zu spüren ... und das zu unterscheiden , wo geht es mir zeitweise schlecht in der Therapie, ist aber im Rahmen bzw ein heilsamer Schmerz....und wo ist es , das es einem schlecht geht, weil es einfach nicht das passende ist...

    ...da wünsch ich dir, das du das für dich passende bekommst... das wird leider nicht verhindern, das es dir zeitweise nicht besonders gut geht, das dann zu spüren, ob es ein heilender Schmerz ist...

  4. #34
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    gravel schreibt:
    Du kannst uns ja dann deine Erfahrungen gerne im Verlauf der Therapie berichten.
    Hi Gravel

    und das tue ich jetzt einfach mal

    Bin jetzt fast 8 Wochen in einer Tagesklinik...und 2 weitere werden noch folgen bevor ich entlassen werde
    Vorab: Die Klinik selbst hat keinen ADHS-Schwerpunkt als solchen, der Oberarzt ist aber absoluter Top-ADHS-Spezialist und man geht davon aus, dass ADHSler ebenso wie Borderliner von dem DBT-Programm, also vorallem Achtsamkeit und auch Skills, profitieren können...
    Das betrifft aber den stationären Bereich.

    In meiner TK sind wir in drei Gruppen aufgeteilt nach 1) Angststörungen, 2) Depressionen und 3) Persönlichkeitsstörungen und alles, was sonst nicht zu 1) und 2) passt

    Ich bin in genannter 3. Gruppe und wir haben dreimal die Wochen tiefenpsychologisch fundierte Gruppentherapie gehabt...sechs Wochen lang...das hat mir nicht allzu viel gebracht...ehrlicherweise...AB ER ich weiß auch nicht, ob das wirklich beurteilbar ist, denn der Leiter der Gruppe ist kein Psychologe gewesen, sondern Sozialarbeiter. Er weiß bestimmt sehr viel in seinem Bereich, auch was den Umgang mit Menschen betrifft usw., aber irgendwie hat doch ein spezielles psychologisches Feingefühl gefehlt...und das entsprechende in-die-Tiefe-gehen.

    Jetzt allerdings machen wir eine Therapieform, die sich Schema-Therapie nennt, und die ist echt super!! und das, obwohl sie eher im Bereich kognitive Verhaltenstherapie angesiedelt ist. Allerdings ist das so eine Mischung, d.h. man schaut bei Vorhandensein von heutigen Triggern auch in die Vergangenheit/Kindheit, was war, aber nur, um das im hier und heute auch ändern zu können...und das geht mit viel Übung, wenn man weiß, was einem früher gefehlt hat und sich heute einen anderen (erwachsenen) Weg sucht, um diese Lücke zu füllen...und also trotz des Triggers nicht zurück in kindliche Verhaltensweisen fällt, sondern eben erwachsen handelt...

    Klar, etwas kurz und knapp und einfach ausgedrückt, aber eigentlich ging es ja auch nur um eine kurze Rückmeldung. Falls noch Fragen sein sollten...gerne

    LG Amn

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Ich mache jetzt seit 3 Wochen ambulant eine kognitive Verhaltenstherapie und habe ein besseres Gefühl. Ich fühle mich richtig verstanden und glaube, dass der Therapeut mir helfen kann.

  6. #36
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Danke für die Rückmeldungen, das macht Mut zur eigenen Therapie durchzustarten. :-)

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