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Diskutiere im Thema Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Ich bin froh, erstaunt und wütend darüber, dass viele sehr ähnlich negative Erfahrungen gesammelt haben. Wenn mich jemand nach der Meinung über die Tiefenpsychologie fragen würde, könnte ich nichts positives sagen.

    Ich habe mir im Internet auch vor einiger Zeit Informationen über die verschiedenen Psychotherpaieformen gesucht und bin schon zu dem Zeitpunkt sehr skeptisch gewesen.

    Vorletzte Woche habe ich meinem AD(H)S-Spezialisten (Psychiater/Neurologe) von dem Aufenthalt erzählt und der konnte meinen Ärger verstehen. So direkt hat er nichts gegen die Tiefenpsychologie gesagt, aber zugestimmt, dass es für einen ADSler nicht die richtige Therapieform ist.

    Auch meiner Hausärztin habe ich letzte Woche von dem Aufenthalt berichtet und sie hatte auch Verständis für meinen Ärger und hat änliches von einem anderen Patienten mitbekommen, der allerdings in einer anderen Klinik war. Warum und so weiter weiß ich natürlich wegen der Schweigepflicht nicht.

    Mir kam es so vor, dass die Tiefenpsychologen in der Klinik ein Problem mit der Verhaltenstherapie/ den Verhaltenstherapeuten haben.
    Die fahren halt auf verschiedenen Schienen und scheinen so wie "Demokraten und Republikaner in den USA" zu sein.

    Die Republikaner gehen meiner Meinung nach immer 3 Schritte zurück und die Demokraten 3 nach vorne. So würde ich das Mal mit einem anderen Beispiel umschreiben .

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Nunja, ich finde es nicht richtig eine ganze Therapieform zu verteufeln, nur weil man fehlerhaft weiterverwiesen wurde. Natürlich muss man auch die entsprechende Krankheit/Vorgeschichte für solch eine Therapie mitbringen, sonst ist es, so wie bei Dir z.B. sinnfrei und führt zu Ärger und Frust.

    Das muss aber nicht heißen, dass diese Therapie keinem anderen Menschen auf der Welt helfen kann. Die Frage ist doch eher, warum ist man dahingekommen? Wer hat einem soetwas unpassendes empfohlen?
    Dass dann vielleicht auch noch der Therapeut nicht das Sahnehäubchen war, auch das gibt es in allen Bereichen. Ich denke, es gibt viele Menschen, die schon unfreundlichen Ärzten begegnet sind und deshalb werden dennoch keine Hasstiraden verschrien.

    Also ich möchte nicht sagen, dass Du nicht sauer sein darfst oder so, Du hast natürlich Dein gutes Recht dazu und das kann man ja auch verstehen. Aber es ist einfach falsch zu sagen "Tiefenpsychologie ist Mist", viel eher solltest du die ganze Sache hinterfragen. Wieso, weshalb, warum. Ich würde eher sagen "Die Person, die mir das empfohlen hat, scheint nicht viel Ahnung von der Materie zu haben", oder vielleicht kann man auch sagen "habe ich einfach zu wenig erzählt, was mich wirklich bedrückt?"

    Und so weiter, und so fort.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Ich habe eine tiefenpsychologische Therapie gemacht, als ich total am Boden (Bourout/Depression) war und noch nicht wusste, dass die Ursache ADHS ist. Der Therapeut hat mir sehr gut geholfen mich ersteinmal wieder auf die Beine zustellen. Dafür bin ich ihm auch sehr dankbar.

    Aber als ich dann mit meiner eigenen Verdachtsdiagnose Asperger bzw. ADHS ankam, schüttelte er nur den Kopf und sagte warum ich denn vor meinen Problemen wegrenne und mich ihnen nicht stelle!

    Für mich war ab sofort die Vertrauensbasic weg und ich habe die Therapie auslaufen lassen. Danach habe ich die Diagnose bei einer Verhaltenstherapeutin bekommen und es lösten sich aufeinmal Probleme, vor denen ich angeblich vorher nur weg gelaufen bin, von selbst!!!

    Ein Tiefenpsychologe der nix von ADHS bei Erwachsenen weiß, ist überhaut nicht hilfreich, eher im Gegenteil!
    Geändert von IchUndDu ( 3.09.2012 um 20:29 Uhr)

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Das ist ja nur meine persönliche Meinung und Erfahrung.

    Ich will mit meiner Meinung niemanden beeinflussen, aber bin natürlich an anderen "kurzen Erfahrungsberichten" interessiert um zu erfahren, ob es vielleicht sogar jemandem geholfen hat.

    Ich wollte nur meine persönlichen Erfahrungen und Gefühle reinbringen.

    Ich habe nie geschrieben, dass die Tiefenpsychologie niemanden weiterbringt. Wenn das der Fall wäre, würde ich es komisch finden, dass sie noch praktiziert wird.

    In der Klinik habe ich noch andere Therapeuten, den Chefarzt und die Oberärztin lange genug kennen gelernt, die der gleichen Theorie angehören und fand deren Betrachtungsweise auch daneben.

    1. haben sie mir nichts gesagt, was ich nicht schon wusste
    2. vielleicht war ich auch ein Fall, der die überfordert hat.
    3. ja, schön und gut, die Zeit mit der komplex-fokalen Epilepsie war belastend, aber mehr hat mir dazu keiner gesagt.
    4. der Chefarzt sagte mir dann noch, ich würde mich nicht auf die Therapie einlassen, sonst hätte ich bei ihm schon wie ein "Schlosshund geheult". Das kann kein Sinn einer Therapie sein.
    5. Außerdem wollte ich die Zeit nutzen, um etwas zu erreichen und habe mich somit vollkommen geöffnet.

    AUßerdem gab es für die angebliche Expertin dort nur die tiefenpsychologische AD(H)S-Theorie.

    Tja, wie ich auf die Klinik gekommen bin kann ich ganz einfach erläutern. Die Kinik steht hier im Forum im Klinikverzeichnis. Ich war nicht der einzige AD(H)Sler in der Klinik. Allen wurden die Medikamente entzogen und AD(H)S wurde nicht therapiert, obwohl dort eine angebliche Spezialistin ist.

    Von der tiefenpsychologischen Theorie halte ich fast genau so wenig, wie von den Indigo-Kindern.

    Ich hoffe, dass ich nicht nerve und mich vielleicht etwas reinsteiger, aber ich bleibe realistisch und lasse mich ja nicht durch meine Wut steuern. Was hätte ich auch davon? Nichts, nur noch mehr Wut.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    @gravel: ne, steiger dich da nicht rein! irgendwem wirds helfen, nur nicht leuten mit adhs, vielleicht... oder auch nicht aber kann mir auch nicht vorstellen, dass es niemandem hilft und trotzdem die ganze zeit praktiziert wird.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Tiefnepsychologie ist eine zur recht anerkannte Therapie.

    Doch bearbeite sie die Erlebnisse und Ereinisse aus der Vergangenheit und leitet daraus das jetztige Verhalten des Patienten ab. Dann macht sie den Patienten klar, (und das ist eben der Punkt!) das er sich auch anderes verhalten kann und dass er mit dem Blick auf die Vergangenheit sich doch im hier und jetzt sich bewußt anders verhalten kann bzw. sollte!

    Doch liegt das Hauptproblem bei ADHS nicht in der Vergangenheit, sondern wie die Wahrnehmung und sein ganzes Denken jetzt funktioniert.

    Sicherlich gibt es viele negative Ereignisse die ein ADHS´ler in der Kindheit und Jugend erlebt hat und die ihn geprägt haben. Dadurch entstanden dann zusätzlich Probleme welche durch die Tiefenpsychologie auch behandelt werden könnten.

    Diese geht m. E. nach aber nur, wenn das ADHS im Mittelpunkt der Therapie steht und das geht natürlich nur, wenn der Therapeut sich wirklich mit ADHS b. Erw. auskennt.

  7. #17
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Hallo,

    also ich kann mich leider nur dem anschließen, dass ich von mir behaupten kann, dass meine Erfahrungen in Sachen Tiefenpsychologie schrecklich waren.

    Ich hatte nur zwei oder drei Sitzungen.. und bin nie wieder hin. Der Therapeut hat auch gefragt und Schlussfolgerungen getroffen, die mich massiv verletzt haben. Ich war danach fertiger, als zu diesem Zeitpunkt eh schon.

    Für diese Form der Therapie sollte man schon sehr stabil sein, damit man mit den Konfrontationen umgehen kann und daran nicht zerbricht. Meine Therapeutin macht jetzt mit mir ne Verhaltenstherapie. Ich kann Vertrauen zu ihr fassen und alles ist gut. Bei ihr würde ich mich sogar im Anschluss an eine Verhaltenstherapie in eine Tiefenpsychologie-Therapie begeben. Weil sie kennt meine Triggert. Sie kennt mich und ich kenne sie.

    LG Schnubb

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Schnubbel schreibt:
    Für diese Form der Therapie sollte man schon sehr stabil sein, damit man mit den Konfrontationen umgehen kann und daran nicht zerbricht.
    Das erinnert mich an etwas während des Klinikaufenthaltes. Viele andere Mitpatienten kamen heulend aus den Therapiesitzungen oder haben in der Sitzung geheult. Egal bei welchem Therapeuten und die waren wirklich alles andere als stabil.

    Außerdem bin ich etwas skeptisch, weil ich bei den Mitpatienten, die noch länger als 3 Monate da waren bzw. da bleiben keine offensichtlichen Besserung eintreten/eingetreten sind.
    Einige haben sich nach wie vor noch selbstverletzt oder sich regelmäßig oral erleichtert haben (Bulimie). Das meine ich nicht belustigend, aber dagegen haben die nichts unternommen. Es wurden auch schon welche entlassen, die meiner Meinung nach instabil waren.

  9. #19
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Das ist krass.. Das sollte so nicht sein. Also ich kenn mich zwar nicht aus, aber wenn ich merke, dass ein Patient nach wie vor sich verletzt oder erbricht, dann muss ich doch die Therapie umstrukturieren?!

    Bei mir in der Tagesklinik haben die auch Dinge aufgewühlt, mich aber allein gelassen damit.. Großes Kino..

    Vielleicht ist ja mein Denkvorgang auch falsch, aber ich finde eben, dass nur ein stabiler Patient es auch schafft, ganz an den Kern zu gehen. Der Therapeut muss selbst dann mit Rückschlägen rechnen. Nur können beide damit anders umgehen..

    Meine Therapeutin jetzt fragte mich nach einem krassen Thema, was mir passierte, ob ich das mit einbauen will, oder ob es zu sehr aufwühlt.. Ich hab ihr gesagt, dass ich darüber nicht reden will, sondern mir meine Methoden angeeignet habe, damit umzugehen, über Jahre. Ein Hochkochen würde mich bei allem Übel richtig rein reißen.. Das hat sie anstandslos akzeptiert..

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 154

    AW: Erfahrungen Tiefenpsychologie (ambulant, stationär)

    Komischerweise haben die Patienten, denen es so schlecht ging/geht kein negatives Wort über die Therapie verloren, sondern waren der Meinung, dass es so sein muss und dass es dann irgendwann besser wird. Naja, meine Meinung habe ich dazu nicht abgegeben, weil ich keinen verletzen wollte.

    Ich wollte ursprünglich bei meinem Abschiedsessen meine Meinung verkünden, aber hatte dann Sorge, dass die irgendwelche Disziplinarmaßnahmen ergreifen oder mich in die Geschlossene stecken, weil das sogar einer Mitpatientin passiert ist, weil die wohl sehr instabil und suizidgefährdet war und sich selbstverletzt hat. Da war es wohl viel strenger und halt die ganzen schweren Fälle mit Psychosen und so. Keine Ausgangszeiten. Sie hat zwar keine Tranqualizer bekommen, aber mir kam es so vor, als ob die das als SChocktherapie angewandt haben.

    Ich fand das fast kriminell, obwohl wir alle freiwillig da waren und uns ganz einfach hätten entlassen können.

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