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Diskutiere im Thema Diagnose leichtes ADHS im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 25

    Diagnose leichtes ADHS

    So, nachdem ich drei Monate darauf warten muss habe ich am Montag eine Diagnose bezüglich ADHS gekriegt. Die Untersuchung ist zwar noch nicht abgeschlossen (nächste Woche muss ich noch eine EEG machen) aber die vorläufige Diagnose lautet: starkes ADHS als Kind und jetzt noch schwaches ADHS, wobei sie sich nicht ganz sicher sind. Und irgendwie hilft mir das nicht weiter. Ich weiss dass ich eine Tendenz zu Schwarz-Weiss-Denken habe, aber ein klares Ja oder ein klares Nein wäre mir lieber gewesen.
    Und wie es therapeutisch weitergehen soll weiss ich auch nicht. Ritalin wollen sie mir nicht geben, da ich zuviel Alkohol trinke. Es ist nicht so dass ich scharf auf Ritalin bin, ich habe das ja noch nie genommen und weiss darum gar nicht wie das wirkt. Nur ist es halt so, dass die Antidepressiva die ich nehme (seit ca. 2 Monaten 30mg Remeron (
    Mirtazapin)) nicht wirklich helfen ausser beim Schlafen.
    Sie haben mir gesagt ich soll ne Verhaltenstherapie machen. Ich habe mir vielleicht von ner ADHS-Diagnose zuviel versprochen. Und dass ich einen problematischen Konsum von Alkohol und Gras habe ist mir bewusst. Nur bin ich nicht damit einverstanden wenn die Psychiater sagen meine Probleme habe ich wegen Alk und Gras...irgendwie greift mir das zu wenig weit. Ich werde darum ab sofort nix mehr trinken und rauchen (der letzte Joint ist sowieso schon 6 Wochen her)....um es "ihnen" zu zeigen.
    Ich habe mir eben durch eine Untersuchung auf ADHS viel versprochen, nämlich dass ich mir einiges was in meinem Leben schief gelaufen ist besser erklären kann. Und das ist nun nicht der Fall.

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Diagnose leichtes ADHS

    sinnlos, such dir einen anderen pychater und lass die drogen ganz sein und erwähne auch nichts davon beim arzt.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: Diagnose leichtes ADHS

    ...und lass die einsätzigen Ferndiagnosen und zweifelhaften Ratschläge nicht an Dich ran

    Ne Zweitmeinung würde ich aber auch einholen, nichts von Deinem Konsum zu erzählen, finde ich eher schwachsinnig, klingt mehr nach dem Weg des geringsten Widerstands. Du hast jetzt nicht geschrieben wie alt Du bist, aber sicher aus diesem Alter raus

    Gib nicht auf !
    Geändert von marccc (31.08.2012 um 12:36 Uhr)

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Diagnose leichtes ADHS

    Na ja. Auch leichtes ADHS kann Beeinträchtigungen nach sich ziehen die in Kombination mit anderen Dingen schwerwiegend sind. Das ist wie Bluthochdruck und Übergewicht: Ein leichtes Übergewicht ist nicht sooooo schlimm aber wenn der Blutdruck sehr hoch ist wird auch ein kleiner Bauch unter Umständen übel.

    Ich habe mir eben durch eine Untersuchung auf ADHS viel versprochen, nämlich dass ich mir einiges was in meinem Leben schief gelaufen ist besser erklären kann. Und das ist nun nicht der Fall.
    Oh doch, da kann auch ein leichtes ADHS eine Rolle spielen. Das ist ja das perfide an dieser Störung. Die Probleme kumulieren. Aber das Wissen hilft dir zwar bei der Aufarbeitung aber nicht unbedingt für die Zukunft - auf die kommt es aber an.

    Das ist auch ein Henne/Ei-Problem. Die kniffelige Entscheidung für den Arzt ist: Behandelt man das leichte ADHS in der Hoffnung, dass die schwereren Probleme leichter anzugehen sind oder ignoriert man das ADHS erstmal. Das kann ja auch in Ordnung sein.

    Dass du die Suchtproblematik offensiv angehst ist schon mal sehr gut. Die Verhaltenstherapie ist sicher auch ein guter Rat, die brauchst du eh, mit oder ohne MPH. Und - versprich dir nicht zu viel von den Medikamenten. Das sind keine Zaubermittel. Es machen nicht "puff" und die Probleme sind weg. Aber rede noch mal mit dem Arzt ob nicht doch das ADHS den anderen Problemen zu Grunde liegt und deswegen zuerst angegangen werden muss und, ja, hole unter Umständen eine zweite Meinung ein.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Diagnose leichtes ADHS

    LEICHTES ADS/ ADHS?!?!!
    Das ist ja so wie ein bißchen Schwanger. Oder wie die berühmten "autistischen Züge"!
    BULLSHIT!

    Jede Sucht repräsentiert eine Sehnsucht! Warum magst du die Realität nicht ohne Joint und Alkohol?! ((Geht mich an sich nichts an, aber Du solltest dir diese Fragen beantworten können.)

    Warum ist dir bewusst, dass dein Umgang mit diesen (in erster Linie) Genußmitteln ein Problematischer ist?!
    Ein ECHTER Suchti würde das entweder nicht erkennen oder nicht zugeben.

    Du kannst BESCHLIESSEN einfach mal aufzuhören?!
    DAS spricht gegen eine Sucht.

    Wenn du viel Pech hast, ist dein Körper abhängig, aber nach dem was ich hier lese, bist du es definitiv nicht psychisch.

    Es sind, glaube ich, Krause et all gewesen, die 2000 über die Neurobiologie bei ADHS reüssiert haben. Schon da wird deutlich, warum Alkohol und andere Neurostimulanzien so wesentlich für uns sind... Vielleicht würdest du mit Medikenet/ MPH gar nicht mehr trinken, weil der Bedarf deines Körpers anders gedeckt wird. Aber das ist wieder die These des Hobbywissenschaftlers in mir.

    Einfacher: Durch den Alkohol wird die Ausschüttung von Neurotransmittern beeinflußt. Gleichzeitig senken sie die Reizschwelle und erlauben so eine leichtere Fixierung auf einen Gegenstand. Sie wirken stark auf das vegetative Nervensystem mit Sympathikus und Parasympathikus.

    Es wäre also denkbar, dass du trinkst, weil du ADS/ ADHS hast und die Symptome davon verdeckt werden und nicht, dass deine "Restsymptome" vom Trinken kommen.

    Wie schon meine Vorredner würde ich eine 3 - Schritte - Planung empfehlen:

    - Hör auf mit dem S****** (ich bin Erzieherin und super gegen Alkohol und Drogen, egal wie "hart oder weich". Sie zerstören in beiden Fällen Gehirnzellen und die brauchen wir)

    - neuen, fachlich kompetenten Arzt suchen. Man hilft dir hier sicher gern weiter

    - Verhaltenstherapie angehen

    ich wünsche dir viel Glück.
    Geändert von Kelly ( 1.09.2012 um 12:01 Uhr) Grund: Man sollte Sätze beenden... macht sich besser

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Diagnose leichtes ADHS

    Kelly schreibt:
    LEICHTES ADS/ ADHS?!?!!
    Das ist ja so wie ein bißchen Schwanger. Oder wie die berühmten "autistischen Züge"!
    BULLSHIT!
    ADS gehört, wie auch Autismus, zu den Spektrumserkrankungen und da gibt es sehr wohl eine breite Palette von leicht bis schwer und nicht nur "man hat es oder man hat es nicht", .. dann wärn's ja auch keine Spektrumserkrankungen .

    Das ist ähnlich wie mit Erkältungskrankheiten: von einem leichten Schnupfen, über eine mittelschwere Erkältung mit Kopf- und Halsschmerz und Husten, bis hin zu einem schweren grippalen Infekt mit Fieber und allem, was einen so richtig flach legt oder gar bis zu einer Lungenentzündung ist alles drin.

    Demnach lässt sich also ADS, genau wie auch Autismus durchaus in verschiedene Schweregrade einstufen.

    Was hälst Du dagegen, dass Du sagst, es sei Bullshit?

    Mir ist klar, dass wir ADS'ler einen starken Hang zum Schwarz-Weiß-Denken haben, geht mir genauso.
    Aber ich fürchte, dass es da wohl eher mehr grau in allen Stufen, als alles andere gibt ...


    Und wie Wildfang schon schreibt, kann auch ein leichtes ADS zu Beeinträchtigungen führen.
    Geändert von Fliegerlein ( 1.09.2012 um 12:28 Uhr)

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    So isses. Es gibt sogar offiziell drei Schweregrade, die werden an den Beeinträchtigungen festgemacht. Und das spielt bei der Indikation für MPH eine Rolle. Ich bin mittel betroffen: In mindestens zwei Lebensbereichen mindestens leichte Beeinträchtigungen. Konkret: ich prügel meine Kinder nicht, bin nicht straffällig und hab die Finanzen auf der Reihe, hab aber ADHD typische Probleme im Job und mit anderen Leuten und Depressionen. Das ist mittelschwer.




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  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Diagnose leichtes ADHS

    ADHS/ ADS bleibt ADHS/ ADS
    JEDER normale, gesunde Erwachsene hat Verhaltensweisen, die, bedingt durch seine persönliche Entwicklung, soziales Umfeld und die berühmte genetische Disposition, dem Spektrum verschiedener geist - seelischer Störungen zuzuordnen sind.
    Aber nicht jeder, der laut Selbstgespräche führt und auf diese Weise innere Konflikte nach außen trägt und so verschiedene Aspekte seiner Innenwelt betrachtet hat schizophrene Züge. Das eine ist eine "Krankheit", das andere ist eine individuelle Copingstrategie, um mit bestimmten Formen von Druck umzugehen.
    Meine Schwester schreit wie verrückt, wenn sie eine frei herumkrabbelnde Spinne sieht. ABER sie hat keine Phobie. Denn sie kann sich diese Tiere im Zoo zum Beispiel durchaus anschauen.

    ADHS ist eine Krankheit.
    Das die Ausprägung bei drei ADHS-lern durchaus sehr different sein KANN ist klar. Wenn man aber bestimmte Varianzen abfragt (vgl. ICD 10...) werden sie auftreten und zwar in einer klar benennbaren Häufigkeit. Genau wie es eine statistische Häufigkeit gibt, mit der bestimmte Wert abfragbar sind. Deshalb macht man ein EEG, Blutbild, ect.
    Zeugnisse, das persönliche Entwicklung, Betrachtung der Eltern usw. dient auch der Differenzialdiagnose,

    Also entweder hat jemand ADHS oder eben nicht. Und nicht: ein bißchen.
    Die Ausprägung im Alltag kann dann mehr oder weniger stark sein und Ausschlag geben für die Behandlungswege, die an den einzelnen Betroffenen herangetragen werden.

    Hoffe, ich konnte den Unterschied deutlich machen.
    Ärgern wollte ich nämlich niemanden!

    liebe grüße
    Kelly

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Ja, und? Wir sind doch alle einer Meinung.

    Es gibt eine Schwelle ab der man von Krankheit spricht und eine Stärke der Ausprägung. Das widerspricht sich doch nicht.

    Das ist auch richtig so weil man bei verschiedenen Ausprägungen verschieden ansetzen muss.

    Ich hab keine Probleme mit ADHS:Ja -> Ausprägung Hyper/Hypo -> Stärke 1, 2 oder 3 - im Gegenteil das erscheint mir noch grob.




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  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Diagnose leichtes ADHS

    Kelly schreibt:
    Also entweder hat jemand ADHS oder eben nicht. Und nicht: ein bißchen.
    Die Ausprägung im Alltag kann dann mehr oder weniger stark sein und Ausschlag geben für die Behandlungswege, die an den einzelnen Betroffenen herangetragen werden.

    Hoffe, ich konnte den Unterschied deutlich machen.
    Ahh!!
    Ich glaube, jetzt verstehe ich was Du meinst:
    Auch wenn es unterschiedliche Schweregrade gibt, was zählt ist, dass eine bestimmte Schwelle überschritten sein muss, damit es zu einer Diagnose kommt.
    Und egal, weit man nun weiter im Schweregrad nach oben steigt, die Schwelle der Diagnose ist überschritten und damit lässt sich sagen, man hat es oder man hat es nicht, denn in letzterem Fall mag man vielleicht, wie jeder normale Mensch eben, mal die eine oder andere Macke haben, aber die reicht eben nicht, um die Schwelle zur Diagnose zu überschreiten.

    Ok, .. das kann ich verstehen und bejahen.

    Allerdings nicht ganz ohne ein "aber"

    Denn der Schweregrad hat ja durchaus, wie Wildfang schon schrieb, Einfluss auf die darauffolgende Behandlung.

    Aber von der Seite aus betrachtet hast Du recht, ab einem bestimmten Wert hat man es.
    Dennoch würde ich das nicht wie einen "An-Aus-Schalter" betrachten, sondern eher wie einen Dimmer.
    Auch wenn das Licht, nachdem ich den Dimmer eingeschaltet habe, bereits an ist, so gibt es ja doch dann das breite Spektrum von romantisch dämmrig über angehnehm hell bis grell blendend.
    (Wobei ich "angenehm hell" bei ADS klar rauslassen würde )

    Aber ich kann glaube ich verstehen, dass es durchaus seinen Sinn haben kann, beide Varianten zu sehen.
    Für die eigene Akzeptanz und den Umgang damit ist es gewiss deutlich besser, sich zu sagen "Ich habe ADS, Punkt".
    Mag für Behandlung etc. anders sein, aber die Selbstakzeptanz mag da eine ganz andere sein.


    Ärgern wollte ich nämlich niemanden!
    Oh, sorry, falls das so rüberbekommen sein sollte:
    So war es nicht gemeint.
    Ich zumindest fühle mich nicht geärgert, ich fand und finde das durchaus interessant, keineswegs negativ.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

    Edit:
    Irgendwie hat Wildfang jetzt das gleiche in viel kürzer hinbekommen ....
    Geändert von Fliegerlein ( 1.09.2012 um 15:09 Uhr) Grund: Edit hinzugefügt

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