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Diskutiere im Thema Meine Diagnose in der EOS-Klinik Münster im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 45

    Meine Diagnose in der EOS-Klinik Münster

    Hallo Liebe Leute,

    Gestern am 27.08.2012 hatte ich einen Diagnostiktermin bezüglich vermutender ADHS bei mir.

    Nun hab ich mein Ergenis schon mal gesagt bekommen, die Diagnostik wird erst in 2-3 Wochen an meinen Hausarzt versendet.

    Fakt ist ich bin nun auch betroffen. Ein unglaublich befreiendes und irgendwie auch ein schönes.

    Nun schreib ich mal ein paar Worte zum Test und den Ablauf. Im Voraus zu dem Test gab es einen Haufen Fragebögen per Post für mich.
    Es handelte sich um einen Borderline-test, ADHS- Symtomatik test, Elternfragebogen, einen Fragebogen zu meinem Leben den ich sehr ausfürhlich beantworten sollte(Kindheit, Schuleleben, Aktuelle Situation), und einen Test mit verschiedenen Aussagen, bei dem man nur JA oder Nein ankreuzen musste und einen Konsiliarbericht vom Hausarzt.

    Der Termin lief so ab, erstmal wurde ich freundlich begrüßt und sofort weitergeleitet zu der zuständigen Psychologin. Dann gab es ein anderthalbstündiges Gespräch, indem teilweise die Fragen die ich schon in dem Vorab-Test beantwortet hatte. Das gsamte Gespräch dauerte so ungefähr anderhalb Stunden.
    Danach wurde ich in einen kleinen Raum geführt, ausgestattet mit einem PC um einen IQ-Test zu machen. Der dauerte so gute 80 Minuten.

    Die letzten zwei Aufgaben waren Tests zu der Merkfähigkeit. erst Wörter die es zu Merken gab, dann Figuren. Bei dem Figuren-merktest. Bemerkte ich am Anfang direkt ui das ist sehr schwer. Schweifte von Thema ab, dachte daran ob ich das Auto vllt im Halteverbot stehen lassen hab und zack war die eine Minute zum merken um. Diesen Teil verhaute ich sofort.

    Danach gab es erstmal eine kurze Pause von einer Stunde bevor ich zum nächsten Test geholt wurde. Schnelligkeit und Aufmerksamkeit.

    Ein Test bestand darin immer eine Taste zu drücken wenn ein Kreuz auf dem Bildschirm auftauchte. Einmal mit und einmal ohne Vorwarnton. Ein Reaktionstest. Ein anderer Test bestand darin abwechselnd eine Zahl oder einen Buchstaben zu detektieren entweder rechts oder links. Dazu gab es auch einen Taster links und rechts. Also ich hoffe das ist verständlich. Abwechselnd eine Zahl dann einen Buchstaben, eine Zahl,....

    Der Test war noch ok, aber dann kam ein Schreckenstest. 15 Minuten Daueraufmerksamkeit. Gezeigt wurden Objekte wie, ( Dreiecke, Kreise, Ovale, Quadrate, Vierecke,...) in verschiedenen Farben und man musste einen taster drücken, sobald die Symbole nacheinader die gleiche Farbe hatten oder das gleiche Symbol. Bei dem Test dachte ich mir jede Sekunde hoffentlich ist der bald vorbei, es war grauenhaft . Wenigtens erzielte ich unterdurchschnittliche Leistungen. *Ironie aus*

    Ich meine da gab es noch etwas anderes, aber daran erinnere ich mich grade nicht so genau. Eigtl waren es 6 Test´s, wobei einer wiederholt wurde.

    Dann hatte ich wieder Pause und wurde dann später zu einem Nachgespräch wieder ins Zimmer geholt. Die Psychologin war sich bei mir wirklich unsicher sagte sie mir. Sie schwankte die ganze zeit zwischen ja und Nein, im Gespräch. Ich könnte mir vorstellen das viele Dinge für mich normal sind und ich nicht als auffällig bezeichnen würde, schließlich attestierte mir mal vor ein paar Jahren ein Arzt das keine AD(H)S vorliegt.

    Desweiteren ist das bei mir so fragt man mich eine schwierigere Frage, die ich vorher noch nie hörte, kann ich mich beim besten Willen nicht auf die Frage konzentrieren finde somit keine Antwort. Aufjedenfall meinte sie nach den Testergebnissen es wäre eindeutig, IQ-Test gut, das andere leicht unterdurchschnittlich oder teils heftig unterdurchschnittlich. Es gab da einen guten Kontrast, woraufhin sie mir mitteilte " Sie gibt mir die Diagnose"

    In dem Moment war ich so froh und glücklich. Es war so erleichternd einfach schön. Endlich habe ich die Gewissheit. Etwas woran ich arbeiten kann.

    Die Diagnose wird erst in ein paar Wochen schriftlich, bei meinem Hausarzt vorleigen. Aber sie bestätigte es mir.

    Ich war euphorisch und teilte es direkt meinen Wichtigsten Freunde mit. Sie wusste schon vorher, dass ich mich darauf testen lassen wollte.
    Leider musste ich direkt negative Erfahrungen machen. Eine Freundin behauptete dierekt den Mittelalter-quatsch mit das ist eine Kinderkrankheit, eine Erfindung der Krankenkasse um Geld in die Kassen zu spülen.

    Das kränkte mich sehr. Sie meinte das meine Merkfähigkeit, was ich beiläufig erwähnte, ganz klar auf meinen cannabiskonsum zurückzufürhen wäre, weil er ihrer Meinung übermäßig betreibe, Ich sage es so es sind vllt 5 Joints die Woche, momentan vllt etwas mehr liegt aber auch daran, dass ich arbeitlos bin und mir die letzte Zeit nur das Thema ADS ein leichtes Interesse bot.

    Aufjedenfall , kam auch hibbelig und verpeilt warst du schon immer, deswegen mögen dich die Leute. Und da platze mir der Kragen weil daran sah ich sofort Sie hat keine Ahnung wovon sie redet. Schließlich meinte sie meine Gefühle zu kennen, aber eigtl kennt sie keiner, denn ich rede nie oder gaaaanz selten darüber.Leider beurteilt das natürlich von ihrem Stand der Sicht, spiegelt leider nicht die realität wieder.

    Leider bekam ich von meiner Schwester auch leichtes negatives Feedback, vonwegen ich solle mich darauf nicht versteifen. und fühlte mich einfach nicht verstanden.

    Jetzt grade sitze ich unter Tränen hier und schreibe das. Es ist die größte Erleichterung für mich

    Danke fürs Lesen

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Meine Diagnose in der EOS-Klinik Münster

    Fühl Dich gedrückt!
    Ich weiß noch gut wies mir danach ging und da war auch viel Erleichterung im Spiel!

    Ich hoffe, dass Dich die Diagnose nun weiter bringt und Du einen guten Weg findest für Dich !

    LG

    Rose

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Meine Diagnose in der EOS-Klinik Münster



    Na, dann ran an die Buletten. Jetzt hast du deinen Archimedischen Punkt. Hebel gibt's jede Menge im Wald, du brauchst nur noch den passenden

    Eine Freundin behauptete dierekt den Mittelalter-quatsch mit das ist eine Kinderkrankheit, eine Erfindung der Krankenkasse um Geld in die Kassen zu spülen.
    Deswegen weiß fast niemand von meiner Diagnose.

    Meine Schwester ist zu 10.000% auch betroffen aber ich halt auch da inzwischen auch das Maul. ADHSler lesen halt nicht gerne dicke Schwarten oder hören Vorträge von Brüdern wenn sie meinen es geht sie nix an ...

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Meine Diagnose in der EOS-Klinik Münster

    Wildfang schreibt:






    Deswegen weiß fast niemand von meiner Diagnose.

    Meine Schwester ist zu 10.000% auch betroffen aber ich halt auch da inzwischen auch das Maul. ADHSler lesen halt nicht gerne dicke Schwarten oder hören Vorträge von Brüdern wenn sie meinen es geht sie nix an ...

    Das kenne ich auch! Ich überlege mir auch GANZ genau wem ich von meiner Diagnose(n) erzähle!
    Man muss sich nicht selber fertig machen und man muss es sich nicht schwerer machen als es ist.... meine Schwester ist denke ich auch betroffen.... meine Mutter sowieso... aber ich weiß/merke, dass sie beide da nichts wissen wollen also lass ich es.
    Sie haben es akzeptiert, dass ich Medikamente nehme und finden die Therapie gut.... über alles andere wird geschwiegen....

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Meine Diagnose in der EOS-Klinik Münster

    Danke euch, heute fühl ich mich auch gleich besser.

    einen Arzt habe ich schon gefunden. Mal schauen wie es mit den Terminen aussieht...

  6. #6
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Meine Diagnose in der EOS-Klinik Münster

    Hallo Maximus,

    ich möchte mich herzlich bei Dir für die Beschreibung deines Testverfahrens bedanken. Es hilft mir in meiner Entscheidungsfindung sehr viel weiter, und ermuntert mich dran zu bleiben.
    Noch ist bei mir alles sehr frisch, doch ich fühle mich bereits sehr erleichtert, Gedankengänge, wie ich sie hier überall lese, wieder zu finden, und mich nicht mehr zu hinterfragen ob ich noch richtig Ticke.
    Darf ich fragen, wie du auf den Eigenverdacht gekommen bist?

    Auf jeden Fall aber wünsche ich dir, das dir die Diagnose weiter hilft, und du deinen Weg entspannter fortführen kannst, als er wahrscheinlich bisher verlaufen ist.

    In diesem Sinne alles Gute

    Söckchen


    PS.Wo oder Wie vergebe ich Danke - Pünktchen?

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Meine Diagnose in der EOS-Klinik Münster

    Söckchen schreibt:

    PS.Wo oder Wie vergebe ich Danke - Pünktchen?
    Indem Du unter dem Beitrag für den Du "Danke" sagen möchtest eben auf das abgebildete "Danke" klickst! Dein Danke erscheint dann unter dem Beitrag den Du ausgewählt hast und in den Dankezahlen bei dem Betreffenden

  8. #8
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Meine Diagnose in der EOS-Klinik Münster

    ahhhhh ....ich Danke für die prompte Antwort ;-)

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Meine Diagnose in der EOS-Klinik Münster

    Söckchen schreibt:
    Hallo Maximus,


    Darf ich fragen, wie du auf den Eigenverdacht gekommen bist?
    Ja klar kannst du fragen

    Also ich war im Ausland da gings mir psychisch nicht soo gut und bin deswegen auch verfrüht wiedergekommen und dann erstmal den Komputer angeschmissen. Das war so die gängige Praxis, wenn es mir mal nicht so gut ging. Erstmal nachforschen, was mit mir los sein könnte, Sind es wirklich Depressionen. Woran liegt es das ich immer Gedanken im Kopf hab und ähnliche Fragen schossen mir dann durch den Kopf.

    Nach solchen Fragen bzw. Stichpunkten suchte ich dann und kam auf ein Forumsbeitrag, indem jemand ähnliche Probleme schilderte. Ein anderer äußerte den Verdacht es könnte so wie bein ihm an AD(H)S liegen. Daraufhin suchte ich nach diesem Begriff und fand mich wieder in so vielen Erfahrungsberichten.

    Mich ließ der Gedanke dann nicht mehr los, da ich schon zuvor mal getestet wurde mit einem negativen Befund. Der Heini meinte, die Konzentration sei zwar nicht gut aber mein IQ-Test war ordentlich. Somit war für ihn die Sache klar. Es wurde auf meine damalige "Scheiß-Egal-Einstellung", da ich bei den Fragebögen nur knappe und ausweichende Antworten gab.
    Ich schätze ich hatte damals Angst, dass mir jemand in meinen "Kopf" guckt.Ich war damals schätzungsweise 14. Heute 21,9

    Jedenfalls habe ich dann einfach die Klinik kontaktiert und glücklicherweise kurzfristig einen Termin bekommen (3 Monate Wartezeit). Bis zum Termin blieb die Ungewissheit und das Thema ließ mich nicht los, auch wenn meine Mutter meinte ich solle aufhören mich verrückt zu machen. Leichter gesagt als getan.

    Liebe Grüße

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