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Diskutiere im Thema Angst vor keiner Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 38

    Angst vor keiner Diagnose

    Ich hatte mein Leben lang die Diagnose "Borderline". Aber immer wenn ich meine Nase in ein BL-Buch gesteckt habe, habe ich dort viel weniger Symptome gefunden die auf mich zutreffen als in ADS Büchern. Da passt fast alles. Letztens war ich auf einer Selbsthilfeseite und habe einen Artikel über das "ADS Träumerle" gelesen, das war komplett meine Kindheitsgeschichte! Außerdem gab es mal einen Fim im Fernsehen mit einem kleinen Mädchen mit ADS. Hier auch wieder: Exakt meine Lebensgeschichte! Auf der AD(H)S-Selbthilfereseite habe ich auch schonmal einen Kurztest gemacht und das Ergenis war, dass ich mit großer Warscheinlichkeit an ADS leide und mir geraten wurde mich an einen Fachmann zu wenden. Ich habe mehrere Symptgome unter denen ich seit Jahren leide. U.a. platze ich mitten in Gespräche ohne mitbekommen zu haben das andere noch reden, kann ich mich selbst nicht kurz fassen und gehe mir dabei selber auf die Nerven, lebe in einem Zimmer in völligem Chaos und muss jeden Tag ausfräumen. Schaffe es nicht zu renovieren weil ständig was rumliegt, leide unter Dyskalkulie und und und....

    Wenn sich jemand in meinen Beschreibungen wiederfindet, fände ich es toll, wenn er mir antwortet.

    Ich habe keine Angst vor der Diagnose, sondern ich habe Angst, dass herauskommt dass ich kein ADS habe. Was habe ich dann? Ich möchte endlich einen Namen für das Kind haben. Es würde m,cih so unglaublich erleichtern!

    Ich habe vor ein paar jahren im Universitätskr ankenhaus bei einer Verhaltenstherapeutin einen Test auf ADS gemacht. Sie sagte nahc meinen Antworten zu urteilen hätte sie auf ADS getippt, aber der Test ergab dass ich eine "leichte Aufmerksamkeitsstörung" hätte und kein ADS.

    Ja es ist schon komisch, andere fürchten sich vor der Diagnose und ich will sie haben. Nicht weil ich esw toll finde an ADS zu leiden, sondern weil ich dann endlich wüßte was mit mir los ist. Versteht Ihr?

    LG Löwenherz

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Angst vor keiner Diagnose

    "Wenn sich jemand in meinen Beschreibungen wiederfindet, fände ich es toll, wenn er mir antwortet. "

    Öhm keiner? kein einziger?

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Angst vor keiner Diagnose

    Hallo Löwenherz,

    also deine Ungeduld spricht schon mal für ADS.

    Hier ist nicht jeden Tag und zu jeder Zeit Betrieb, gerade am WE sind die Leute oft mit ihren Familien unterwegs.

    Aber zurück zu deiner Frage. Ich kann vor allem deine Angst voll nachvollziehen, ich habe selbst jahrelang darunter gelitten, bis ich endlich eine klare Diagnose bekam.
    Davor war alles quer durch den Gemüsegarten, von Ja über Vielleicht bis Garnicht.

    Dieses Thema kommt hier immer wieder, ich habe dir deshalb ein paar Themen herausgesucht zum schmökern:

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...ehr-panik.html

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...ose-keine.html

    Vielleicht ist hier was für dich dabei.

    lg
    lola

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Angst vor keiner Diagnose

    Hi Löwenherz,

    du bist hier schon richtig. Wir haben alle Angst vor Diagnose bzw. für uns "falsche" Diagnose. Wir finden uns in Test und AD(H)S-Büchern wieder und denken: ja das muss es sein! Und trotzdem haben wir Angst, dass es das dann doch nicht ist. Auch ich (bin noch nicht getestet) habe mich mit Borderline auseinadergesetzt, weil das ja eine komorbide Störung von ADS sein kann. Aber da finde ich mich auch nur zu ganz kleinen Teilen wieder. Das mit dem testen auf AD(H)S ist leider in Deutschland noch schwierig, zumidest für Erwachsene. Weil immer noch die Meinung vorherrscht, dass sich das mit der Pubertät gibt. Guck mal in die Threads, die lola empfohlen hat. Da wirst du garantiert viele Antworten auf deine Fragen bekommen. Aber es wird auch viele neue Fragen aufwerfen. Darüber kannst du dann mit uns diskutieren!

    LG

    Sangila

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Angst vor keiner Diagnose

    hallo löwenherz,

    ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst.

    ich habe schon ewig gebraucht, bis ich einen termin gemacht habe. hat viel überwindung gekostet. denn eigentlich bin ich wegen meines neunjährigen sohnes hier gelandet, der mit träumer-ads diagnostiziert wurde. und je mehr ich mich mit dem thema hier im forum, aber auch in büchern auseinandergesetzt habe, um so deutlicher wurde bei mir der verdacht.
    andererseits dachte ich dann, vielleicht bildest du dir alles nur ein?
    bei mir zu hause stapelt sich die wäsche in wäschekörben. das geschirr spült sich nicht von alleine bzw. wandert in den geschirrspüler, wenn geld weg, dann noch jede menge monat über, keinen freundeskreis, keinen besuch, da ich mich wegen meinem chaos so schäme, kein selbstbewusstsein, menschenmengen sind der reinste horror für mich.
    das ist noch lange nicht alles, aber alles aufzuzählen würde den rahmen hier sprengen.

    ende juli ging es mir dann so schlecht, sass nur noch heulend an meinem arbeitsplatz. ich war sehr unsicher, aber durch die hilfe einiger leute hier im forum, hatte ich anfang juli einen ersten termin, bin nun bei einer fachfrau in behandlung. diese hat mir auch bestätigt, dass ich höchstwahrscheinlich an ads (bin auch ein träumerchen) leide. aber getestet bin ich noch nicht.
    im moment werde ich wegen depressionen behandelt. soll eine ambulante therapie machen und nächstes jahr 6 wochen in reha.
    dann schauen wir mal weiter.
    auch ich habe einerseits angst vor der entgültigen diagnose (was, wenn es kein ads ist?), andererseits denke ich, dass ich erleichtert wäre, wenn ich endlich bescheid wüsste (um danach erstmal in eines tiefes loch zu plumpsen)

    lg

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Angst vor keiner Diagnose

    Hallo breakin.

    Ja das mit dem Chaos kenne ich.S eit meiner Kindhiet und es wird nicht besser. Naja obvwohl...als Kind mussste ich mir einen Weg zum Bett bahnen, so unoidentlich war ich. Jetzt liegt wenigstens nicht mehr soviel auf dem Boden rum,dafür ist oberhalb alles durcheinander. Noch nichtmal Stapel. Dabei weiß ich eigentlich wie man Ordnung hält (aus Büchern), aber es klappt einfach nicht. Ich muss jeden Tag aufräumen und trotzdem, vermüllt es wieder. Andere denken ich bin zu faul die Sachern wieder an ihren Platz zu räumen. Ich denke ich habe einfach keine Struktur im Kopf, deshalb kann ich auch kein Mathe (habe Dyskalkulie). Ich habe auch zu wenig Platz hier aber null Ahnung wie ich mir Platz schaffen könnte. Habe Entscheidungsschwierigkeiten, machen den fünften Schritt vor dem ersten. Oder stehe völlig ratlos vor den Aufgaben. Hyperaktiv bin ich nicht, eher veträumt und bei vielen Reizen schalte ich ab, so dass dann leider Eriunnerungslücken entstehen. Reagiere auch schnell gereizt. ich bin auch froh erstmal das Forum zu haben, bis Ende September wenn ich den Termin habe ist ja noch hin. Und ich denke man kriegt ja auch noch nicht gleich das Ergebnis, sondern macht mehrere Sitzungen. Oder?

    Na denn sei erstmal ganz lieb gegrüßt vom Löwenherz

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Angst vor keiner Diagnose

    hallo löwenherz,

    oh ja, das mit dem weg zum bett kämpfen, das war bei mir auch so!
    meine oma hat immer furchtbar geschimpft, aber geholfen hat es nicht.
    mathe war noch nie meine stärke. damals hieß es einfach, die ist zu langsam. kopfrechnen kann ich bis heut nur schwerlich. textaufgaben waren mir damals immer ein greul. bei meinem sohn war es so, dass er schneller das wechselgeld im kopf rechnen kann, wie die kassiererin eintippt. aber bei textaufgaben hat er nicht verstanden, was die von ihm wollen. seit er medikinet nimmt ist es sehr viel besser geworden.
    auch bei ihm herrscht chaos im zimmer, aber wenn man ihn anspricht, dann antwortet er, dass es doch aufgeräumt wäre.
    wenn ich von der arbeit nach hause komme, nehme ich mir immer eine arbeit vor. dann stehe ich vor dem (gefühlten) berg und weiß nicht, wo ich anfangen soll. meistens lass ich es dann bleiben. auch bei mir denken viele, dass mein verhalten auf faulheit basiert...leider.
    bin stolz, wenn ich wirklich mal ordnung auf dem esstisch habe, aber am tag drauf sieht er wieder so aus...ist zum verzweifeln.
    auch die gereiztheit kenn ich zu gut. und entscheidungen lass ich meistens von meinem mann treffen oder frage sämtliche leute um rat...manchmal echt peinlich...

    da ich noch keine diagnose habe, kann ich dir nicht sagen, wieviele sitzungen man hat.
    ich habe diese woche donnerstag meine dritte. aber wie gesagt, werden im moment meine depressionen behandelt...

    drücke dir auf jeden fall die daumen für deinen ersten termin!!!

    lg

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Angst vor keiner Diagnose

    "auch bei ihm herrscht chaos im zimmer, aber wenn man ihn anspricht, dann antwortet er, dass es doch aufgeräumt wäre."

    Hi breakin.

    Oh diese Situation kenne ich. ich war mal im Krankenhaus habe statioär Psychotherapie gemacht und es wurde "Visite" angekündigt. ich blitzschnell mein Zimmer aufgeräumt, war sehr stolz auf mich! Dann kamen zwei Ärztinnen in mein Zimmer und fragten nach meinem Wohlergehen. Im letzten Satz sagte die ien Ärztin: "Ihr Zimmer könnten sie auch mal wieder aufräumen." Und die andere Ärztin fügte hinzu: "Das wollte ich auch gerade sagen!" Ich bin ja wohl fast vor Scham und Verzweiflung im Boden versunken. Die beiden Ärztinnen gingen raus un d ich wußte beim bestten Willen nicht, was ich noch aufräumen sollte. Also habe ich alles, was überhaupt noch rumlag in meinen Schrank gepackt, damit die Ärte zufrieden sind, was für mich aber völlig unpraktisch war.

    Erst am Ende des Aufenthalts sprach ich mit einer Ärztin darüber. Die sagte: "Um Gottes Willen, das hätten sie gleich sagen sollen, jeder hat doch ne andere Auffassung von Ordnung.". Das fand ich ganz lieb von ihr. Trotzdem wird mir dies beschämende Erlebnis immer in Erinnerung bleiben.


    Wie hast Du denn auf Deinen Sohn reagiert?

    Lg Löwenherz

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Angst vor keiner Diagnose

    da ich ja selber schlecht ordnung halten konnte und kann, räumen wir meist einmal im monat zusammen sein zimmer auf.
    allerdings gibt es viele sachen (alte schulhefte und arbeitsblätter z.b.) von denen er sich nicht trennen will.
    ansonsten überlasse ich ihn seinem "geordneten" chaos

    lg

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Angst vor keiner Diagnose

    Hallo Löwenherz,

    normalerweise hast Du bei der ADHS- Diagnose mehrere Termine und bevor alles ausgewertet ist, dauert es auch noch eine ganze Zeit, die Warterei kann einen ziemlich zermürben.

    Das ist auch bei mir der Grund, weshalb ich mich bisher nicht traue, einen erneuten Anlauf zu nehmen. Ich habe einfach Angst, dass es wegen der fehlenden Zeugnisse und wegen der fehlenden Aussagen zu meiner Kindheit wieder dazu führen, dass keine eindeutige Diagnose gestellt werden kann. Ich weiß auch nicht, wohin ich gehen soll. Ich habe zwar diesselben Probleme, dass ich schlecht Ordnung halten kann, mein Zeitmanagement miserabel ist, ich immerzu etwas vergesse, mehrere Dinge gleichzeitig machen wiil und nicht zu Ende bekomme, um nur mal ein paar Dinge zu nennen, aber ich befürchte, dass es mich in ein extrem tiefes Loch stürzen würde, wenn es wieder keine eindeutige Diagnose wäre.

    Mit meinem Sohn mache ich das ähnlich wie breakin, ich räume, wenn es ganz schlimm ist, mit ihm zusammen auf und da ich das von mir kenne, sich von Dingen nicht trennen zu können, reagiere ich diesbezüglich sehr verständnisvoll.

    LG Marvinkind

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