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Diskutiere im Thema Morgen Diagnostik, Hilfe! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 113

    Morgen Diagnostik, Hilfe!

    Hallo ihr Lieben!

    Morgen am 03.08. ist der große Tag der Diagnostik und mein Puls steigt stätig. Irgendwie habe ich doch ganz schön Bammel davor, obwohl ich das Ganze selber ins Rollen gebracht habe.

    Das ausführliche Erstgespräch war vor 4 Wochen inkl. Abgabe meiner GS Zeugnisse.

    Ich war jetzt für eine Woche bei meinen Eltern im "Urlaub". Der "objektivere" Elternteil sollte den Fragebogen bzgl meiner Kindheit ausfüllen. Allerdings habe ich mir den Spaß erlaubt, dass beide unabhängig voneinander den Zettel (kopiert ) ausgefüllt haben. Wollte einfach wissen, wie beide mich in Erinnerung haben. Na ja es gab großes Gelächter aber im Großen und Ganzen waren beide doch übereinstimmend.

    Meine Ma macht sich schon Sorgen, hat sogar ihren Hausarzt nach ADHS gefragt ( ein Fall im Bekanntenkreis, schon klar...)
    Er meinte ernsthaft zu ihr, er wäre vor Wochen auf einem Kongress gewesen wo gesagt wurde "ADHS gibts nicht". Da hätte man früher Depressionen gesagt. Hä??? Wie Bitte???
    Ganz klasse. Meine Ma war noch mehr verunsichert als vorher. Jetzt werde ich von ihr mit polemischen Artikeln aus schwindligen Tante Erna Frauenzeitschriften bombardiert, richtig lustig! *Ironie*
    Mein Pa ist der Meinung, ich würde mir das alles nur "einreden", auch toll.

    Mittlerweile überlege ich, ob ich ihnen überhaupt etwas zu dem Ergebnis sagen soll. Mir wird von ihnen quasi unterstellt, ich weiß so viel über die Thematik, auch beruflich bedingt, so dass ich ich den Test manipulieren würde, um ein positives Ergebnis zu erzielen.
    Das liegt aber so weit ab von der Realität, ich möchte doch endlich nach Jahrzenten wissen, was mit mir los ist.

    Ich fühle mich doch irgendwie von ihnen im Stich gelassen, obwohl sie immer für mich da waren/sind.
    Es macht mich schon irgendwie traurig.

    Ich bin so durcheinander...weiß nicht bzw kann mich nicht entscheiden, wie ich mich verhalten soll. Zu dem kommt der Bammel, dass bei dem Test noch ganz andere Dinge ans Tageslicht kommen.

    Sorry, wollte das einfach los werden.
    Vielleicht kann mir ja jemand von euch einen Tipp geben?!?

    Danke euch fürs Lesen und Zuhören,
    Guts Nächtle...wenn ich doch nur schlafen könnte....

    Grüße von der nachtaktiven
    Chaosbiene

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Morgen Diagnostik, Hilfe!

    Hey,

    also ich bin neu hier auf dem Forum, aber ich finde es gut was du sagst. Finde es toll das du dich entschieden hast den Test zu machen. Ich bin es mir auch am überlegen.

    Du hast gestagt du hast das Ganze selbst in Bewegung gesetzt. Was hattest du für Beweggründe? Wie bist du darauf gekommen das du evt. ADHS habe könntest?

    Das glaub ich dir dass es dich enttäuscht wenn deine Eltern so reagieren. Aber vielleich ist das ja normal, als natürliche Abwehrreaktion das ihr Kind davon betroffen sein könnte. Es war eine gute Idee von dir sie seperat den Fragebogen ausfüllen zu lassen. Wirst du morgen beide vorlegen?
    Als ich meine Schwester das erste mal auf das Thema angesprochen habe hat sie mich ausgelacht und gesagt ich würde mir das nur einbilden. Danach hatte ich Angst mit meiner Mutter darüber zu reden, weil ich die gleiche Reaktion erwartet hatte. Aber sie meinte sie fände es gut wenn es mich interessiert und ich solle solche Dinge abklären wenn ich mich danach fühle, auch wenn sie nicht glaubt das ich davon betroffen sein könnte. Ich wurde mit jungen Jahren einfach von der Schule als Legasthenilerin abgestempelt.

    Aber ich finde es auch gut wenn man ein solches Gefühl hat es abzuklären.
    Somit wünsche ich dir morgen viel Glück bei dem Gespräch und du wirst bestimmt damit klar kommen, egal wie die Diagnose auskommt.

    Lass uns doch wissen wies war und nochmals toi toi toi..

    LG

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Morgen Diagnostik, Hilfe!

    @ huscheli

    Erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum und schön, dass du hier her gefunden hast!
    Schau dich in Ruhe hier um...mir hat es so einige AHA Erlebnisse beschert

    Ja wie bin ich darauf gekommen...
    Schon als Kind war ich innerlich sehr unruhig, motorisch auf Zack bis ich in den Kindergarten gekommen bin. Seit dem ist es ein Mix aus Träumerchen und Kugelblitz aber nur in meiner gewohnten Umgebung. Alles Neue hat mir Angst gemacht.
    Ich habe mich auch immer anders gefühlt als andere...ganz anders.

    Während der Schule habe ich mich nur durchgemogelt. Entweder ich verstehe etwas sofort..den Rest habe ich mit Auswendiglernen kompensiert.
    Die Geräuschkulisse im Klassenraum war der Graus...habe alles gleichzeitig gehört. Da half nur noch das Fenster zum Rausschauen.
    Lesen und schreiben war für mich wie puzzeln...Mathe erschließt sich mir bis heute nicht

    Frage mich nicht, wie viele Ausbildungen ich angefangen und abgebrochen habe, Disziplin und Durchhaltevermögen ist für mich ein Fremdwort es sei denn, es interessiert mich wirklich ernsthaft.

    Könnte noch 1000 andere Beispiele nennen...dieses Jahr hatte ich eine Belastungsdepression, witzigerweise hat es mir geholfen zu verstehen. Weshalb ich zu einem Thema gleich 100 Quergedanken habe, total unorganisiert und chaotisch bin, chronisch Dinge vor mich herschiebe, Dinge oder Fristen vergesse, während meiner Jugend Kontaktschwierigkeiten hatte, meine Beziehungen nicht halten, Autoritäten nicht anerkennen kann, schon immer kritisch hinterfragt habe, 20 Baustellen gleichzeitig und Mühe habe, diese abzubauen, smalltalk mir fremd und nicht ersichtlich ist und und und....

    Also wenn du denkst du könntest betroffen sein kann ich dir den Rat geben, es abklären zu lassen, auch wenn deine Schwester lacht. Du machst es ja für dich!

    Ich danke dir für deine ermutigen Worte! Werde auf jedenfall morgen berichten, wie es gelaufen ist

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Morgen Diagnostik, Hilfe!

    ChaosBiene schreibt:

    Meine Ma macht sich schon Sorgen, hat sogar ihren Hausarzt nach ADHS gefragt ( ein Fall im Bekanntenkreis, schon klar...)
    Er meinte ernsthaft zu ihr, er wäre vor Wochen auf einem Kongress gewesen wo gesagt wurde "ADHS gibts nicht". Da hätte man früher Depressionen gesagt. Hä??? Wie Bitte???
    Ganz klasse. Meine Ma war noch mehr verunsichert als vorher. Jetzt werde ich von ihr mit polemischen Artikeln aus schwindligen Tante Erna Frauenzeitschriften bombardiert, richtig lustig! *Ironie*
    Mein Pa ist der Meinung, ich würde mir das alles nur "einreden", auch toll.
    So in etwa ist auch meine Mutter. Sie hört mir zu, aber letztendlich wenn sie zum Zug kommt, dann meint sie, dass ich kein ADS habe.

    ChaosBiene schreibt:
    Mittlerweile überlege ich, ob ich ihnen überhaupt etwas zu dem Ergebnis sagen soll.
    Ne, geh deinen Weg. Als Kind will man halt alles den Eltern erzählenen, was oft nicht allzu clever ist.
    Ist viel gesünder für dich und wenn die Medis helfen, dann werden sie es schon verstehen.

    ChaosBiene schreibt:
    Mir wird von ihnen quasi unterstellt, ich weiß so viel über die Thematik, auch beruflich bedingt, so dass ich ich den Test manipulieren würde, um ein positives Ergebnis zu erzielen.
    Das liegt aber so weit ab von der Realität, ich möchte doch endlich nach Jahrzenten wissen, was mit mir los ist.
    ich würds für Medikament sogar machen. Dir git niemand aus Tapferkeit etwas, wenn das ADS Lebensquali behindert.
    Stell dir mal vor, es heißt kein ADS und du hättest es. Oder du bist, wie ich akustisch sehr leicht ablenkbar und wirst als "hochsensibel" abgetan, aber das Medikament wirkt nachweislich.
    ChaosBiene schreibt:
    Ich fühle mich doch irgendwie von ihnen im Stich gelassen, obwohl sie immer für mich da waren/sind.
    Es macht mich schon irgendwie traurig.
    Nennt man Kindsein. Du suchts Schutz, aber deine Eltern sind nicht mehr die allwissenden Erwachsenen. Mit der Zeit wirst du ebenwürdig und das hört auf.

    Die Ge
    ChaosBiene schreibt:
    Geräuschkulisse im Klassenraum war der Graus...habe alles gleichzeitig gehört. Da half nur noch das Fenster zum Rausschauen.
    Ich höre zwar nicht alles gleichzeitig und nehme manche Sachen nicht wahr, da ich mich sehr stark auf irgendetwas konzentriere, aber ich kann mich nicht auf mich konzentrieren und bin immer "akustisch" igendwo. Besonders wenn Leute in meiner Nähe reden, könnte ich mich nur auf mich selbst konzentrieren, wenn ich etwas für mich sehr "wertvolles" gerade denke.
    Deswegen kann ich zb keine unnötigen Fremdsprachen lernen und versuche immer in absolute Stille zu lernen.
    Geändert von Peterpan23 ( 4.08.2012 um 13:51 Uhr)

  5. #5
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.455

    AW: Morgen Diagnostik, Hilfe!

    Hallo chaosbiene,

    Mit meine eltern hatte ich glück, sie sind die sache gegenüber sehr offen! Aber wäre es nicht so, hätte es mich auch tief verletzt... Ach, die eltern und ihre verständnis bleibt uns so lange wichtig!

    Dabei, auch wenn es dich verletzt, ist doch wichtig dass du zu dich schaust statt es von deine eltern noch zu erwarten (du kennst ja ihre grenzen). Also, mach dein weg, trauere um diese enttäuschung, schau was dich gut tut und mach was für dich stimmt. Du kannst zu dich eine bessere mutter werden als deine eigene mutter... Du weisst was sie falsch gemacht hatte.

    Dass es dich gut geht ist das wichtigste! Vielleicht wenn es dich besser geht, wenn du dich sicherer fühlst, kannst du wieder mit deine eltern reden und es geht dann besser. Entweder werden sie offener sein weil du ein andere auftretten hast, oder du wirst weniger verletzt sein wenn sie dich nicht glauben. Vielleicht werden sie merken dass es dich besser geht und sich darauf freuen!

    Sich behandeln lassen, gleichgesinnte treffen (SHG), spüren wie es besser geht, was da besser geht macht auch stärker und sicherer gegenüber kritische meinungen.

    Ich suche sonst nicht doofe medien bericht zu lesen, aber merke dass ich mich auch weniger aufrege darüber was andere meinen. Gleichgültig bin ich nicht und daher schütze ich mich auch.

    lg

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 129

    AW: Morgen Diagnostik, Hilfe!

    bei mir wurde es schon als Kind festgestellt meine Eddis waren damals erleichtert zu wissen wie sie mit mir umgehen müssen

    das es ads nicht gibt ist ja mal totaler quark ^^

    außerdem ist es nicht wirklich möglich die diagnose sooooo dolle zu fälschen zumal es dir ja auch nix brächte ...
    vil wäre es hilfreich wenn deine eltern mal was über ads lesen würden dann erkennen sie vil selber Verhaltensweisen die du als kind gezeigt hast
    außerdem ist ads erblich vil ist ein elternteil selbst ads- ler leiden auch unter einigen Symptomen und habens immer verdrängt oder auf anderes geschoben
    ... möglich wärs ja .

    ich hoffe das alles gut geht und deine ellis doch noch verständnis aufbringen
    liebste grüße Rose

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Morgen Diagnostik, Hilfe!

    Hallo

    Sorry, dass ich so lange nix von mir hören lassen habe, ging vieles drunter und drüber bei mir.

    Danke für eure aufmunternden Worte, hat mir wirklich gut getan!

    Schönes We euch allen!

    ChaosBiene

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Morgen Diagnostik, Hilfe!

    haste schon Medikamentenerfahrung gesammelt? Wie wars auf Medikinet?

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Morgen Diagnostik, Hilfe!

    Medis bekomme ich erst nach dem nächsten Screening, also Anfang September. ich muss clean sein...lach

    Der Doc meinte, ob ich nen Entzug bräuchte wegen den Friedenspfeifchen hätte ihm beinahe nen Vogel deswegen gezeigt...bin nicht süchtig, glaubte er mir natürlich nicht, schon klar

    Seit Donnerstag habe ich die Diagnose und habe die Pfeifchen, Alkohol und sogar die Zigaretten gestrichen...alles kein Problem

    Na der wird gucken, wenn er mich beim nächsten Besuch nicht mehr aus dem Raucherwartezimmer fischt

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