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Diskutiere im Thema Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose?

    Irgendwie hat es mich jetzt noch mehr verwirrt .....

    Du schreibst "Du brauchst keine offizielle Bestätigung"... Warum fragst Du dann überhaupt, wenn das schon vorher klar war?

    Das Thema Wozu Diagnose hatten wir übrigens erst vor kurzem und da hab ich mich auch ausführlich geäußert (wenn Dich das interessiert). Allerdings gehe ich damit nicht hausieren... ich möchte zB auch nicht, dass auf der Arbeit jemand was davon erfährt, das wäre mir nicht recht.

    Und ja die Diagnostik bei ADHS ist sehr umfangreich. Bei mir wurde diese in der Klinik gemacht und umfasste Fragebögen (ca 40 Seiten), mehrere lange Einzelgespräche mit einer Ärztin//Therapeutin , zwei Computertests, EEG, EKG und Blutentnahme.

    Da ADHS schwierig zu diagnostizieren ist nach wie vor ist es sinnvoll diese umfangreiche Diagnostik durchzuführen.

    LG

    Rose

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose?

    Hi Rose!
    Na ja, verwirrt sind hier doch alle.

    Nein, im Ernst. Ich bin superfroh, dass das was mich seit ewiger Zeit als diffuses "Anderssein" charakterisiert, endlich einen Namen hat. Beruflich ist das kein Drama, ich hab mich mit meinem Chaos arrangiert und bin außerdem Freiberufler. Was soll mir also eine Diagnose nützen?

    Was mir hier im Forum sehr gefällt, das ist die Tatsache, dass ich über ziemlich banale Themen wie Probleme beim Wäschaufräumen reden kann. UND: Endlich bin ich nicht mehr faul!!! (Dachte ich nie, aber meine Umwelt dachte es.)

    Zurück zur Diagnose:
    Kannst du mir sagen, welche anderen "Erkrankungen*" auch noch möglich sind, welche Überschneidungen bzw. welche Verwechslungsmöglichkeiten bestehen?
    Und da ich nicht ein Mal in Deutschland lebe: Wenn ich einen Test machen würde, würde ich ihn doch gerne in meiner Muttersprache machen. Also wäre das sehr kompliziert. Nur um informiert zu sein, interessiert mich daher die grobe Schätzung der Kosten und des Aufwandes.

    Viele Grüße!
    Raphael

    *Ich hasse das Wort, aber was solls.

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose?

    hallo rambo,

    also es gibt sehr viele ADHS ĺer die falsche Diagnosen bekommen, aber auch viele die eben nicht nur ADHS haben.

    Ich persönlich habe ADHS und Borderline und diese "Erkrankungen" sind sich ähnlich und überschneiden sich in vielen Hinsichten auch. Depressionen können auch zu ADHS Symptomen führen...
    Deswegen sollte man sich eben auch zu einem Arzt/einer Klinik begeben die sich wirklich mit ADHS auskennen und wissen was sie tun und eine klare Diagnose stellen können.

    Es ist allerdings bei vielen so, dass ADHS nicht alleine da steht sondern im Laufe der Zeit Begleiterkrankungen oder aber auch Komorbiditäten da sind oder aber von Anfang an eben mehr als eine "Erkrankung" vorherrscht (wie zB bei mir).
    Es gibt ja auch bei ADHS sehr unterschiedliche Ausprägungen, verschiedene Typen und daher eben auch ganz unterschiedlichen Leidensdruck von gar nicht bist hin zu "nicht mehr können"....

    Man kann eben nicht sagen ADHS ĺer ist gleich ADHS'ler es gibt eben auch da immer noch viele Unterschiede.

    Ich verstehe Dich eigentlich ganz gut. Ich habe ja nun selbst sehr lange mit ADHS gelebt ohne es zu wissen und zeitweise auch ganz gut, allerdings ist der Unterschied dann denke ich einfach, dass bei mir irgendwann die Zeit kam wo der Leidensdruck unerträglich wurde....

    Das kommt ja auch immer auf die Umstände an und auf den Einzelnen. Es gibt sicher sehr viele ADHS'ler die ohne Probleme mit ihrem ADHS leben und es sogar als Vorteil nutzen können, aber diese Menschen haben dann eben vielleicht einfach die passende Lebenssituation (Zufall?) oder sich irgendwie mit ihrer arrangiert.

    Am Ende muss ja jeder selber wissen was er will und tut!

    LG

    Rose

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose?

    Ich persönlich halte nicht viel von Eigen-Verdachtsdiagnosen. Viele psychische Störungen und neurologische Besonderheiten bei Menschen sind tortz allem nahe an neurotypischen Verhalten und man verschätzt sich einfach schnell.

    Vor allem wenn mans ich intensiv mit einer Thematik befasst, dann kann es schnell passieren, dass man da Dinge erkennt, die vielleicht auch vorhanden sind, in der Summe aber noch lange kein ADHS o.ä. ergeben. Oder eine ganz andere Störung oder Besonderheit darstellen.

    Von daher würde ich bei einem ärtzlichen Verdacht schon den Weg über die Diagnose gehen - für sich selbst in erster Linie.

    Als Beispiel mal Borderliner und ADHSler - da gibt es auf den ersten, laienhaften Blick schon Gemeinsamkeiten. Trotzdem sind es zwei völlig unterschiedliche Dinge. Borderline wird i.d.R. erworben über frühkindliche Traumata und eine unsichere Bindung zur Bezugsperson - und ADHS ist wohl eine angeborene Besonderheit, bei der bestimmte Hirnregionen minimal geschädigt sind und sich "ungewöhnlich" neu ordnen.

    Wenn man tiefer blickt sieht man hier auch ganz große Unterschiede. Aber oberflächlich betrachtet könnte sich ein ADHSler der sich viel mit dem Thema Borderline beschäftit auch darin wiedererkennen.

    Nur als Beispiel. Wahrscheinlich könnte sich auch ein lebhafter, neurotypischer als ADHSler erkennen, wenn er nur vom richtigen Standpunkt aus schaut. Das ist der Grund warum ich immer eine ärztliche Diagnose anstreben würde. Meine Diagnose liegt immer noch bei meinen Eltern im Schrank und die hat noch kein Arbeitgeber jemals gesehen. Nachteile hatte ich durch das Stück Papier nicht. Ich habe daduch die Möglichkeit, dass mir mein Arzt Medikamente verschreibt - das würde wohl ohne Diagnose nicht möglich sein.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose?

    Und würde ich mir die Mühe machen, und die Vorposts lesen, hätte ich gelesen, dass rose das auch schon so ausgeführt hat Sorry! ich glaube, man kann hier Beiträge schwierig ändern?

    ...hier bringt meine Diagnose auch gerade, dass ich über mich selbst lachen muss...

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    AW: Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose?

    Meine Devise ist (im ganzen Leben): Es gibt kein unnützes Wissen - außer es ist falsch.

    In diesem Sinne würde ich (!) an Deiner Stelle mich untersuchen lassen und schauen, was dann bei rauskommt. FALLS da AD(H)S rauskommt - nun könnte ich mich ja immer noch entscheiden, ob ich das behandeln lasse oder nicht.


    Genau das war auch der Weg zu meiner AD(H)S-Diagnose. Ich hatte mich mit meinem damaligen Leben arrangiert und konnte mir nicht vorstellen, dass nach Bestätigung der Verdachtsdiagnose sich irgendetwas ändern würde oder sollte oder müsste.

    Nur habe ich während des Diagnoseprozesses soviel über die Krankheit, die Symptomatik und so weiter gelernt - also dann wollte ich auch unbedingt die Behandlung ausprobieren.

    Und mal ehrlich: Ich bin froh, dass ich das gemacht habe. Denn mein Leben jetzt und mein Leben damals - also da will ich nie wieder hin zurück.



    Aber das war bei mir so und hat keinen Anspruch zur Allgemeingültigkeit. Es gibt sicherlich auch AD(H)Sler (zwei kenne ich selbst) die sagen: Nagut - ich hab's halt. Aber behandeln lasse ich das nicht. Weder mit Medikamenten noch mit Therapie noch sonst irgendwas.

    Nur: Alleine, dass sie "offiziell" wissen, dass sie es haben lässt sie ganz anders mit ihrem AD(H)S umgehen. Auch ist die "Unsicherheit" weg, die für mich hier bei Deinen Fragen zumindest manchmal zum Vorschein kommt: Ist es wirklich AD(H)S? Kann es was anderes sein? Wenn ja was? KANN doch eigentlich gar nicht sein, dass ich das hab?!? Und was zum Beispiel ich mir sonst noch alles für Fragen vor der endgültigen Diagnose gewälzt habe.

    Und wenn dann bei Deiner eventuellen Untersuchung herauskäme, dass Du doch kein AD(H)S hast - dann ist das auch eine werttvolle Information. Allein die Tatsache, wie breit gestreut die Symptome sind, aber nicht jeder der diese Smyptome hat dann auch AD(H)S hat - nun, ich kann nur zu einer fundierten Untersuchung und Diagnostik raten.

    Ob und wenn ja wie Du es dann ggf. behandeln lässt - das kannst Du dann ja immer noch entscheiden.

    Nur Mut! ;-)

    Grüße

    Grey

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose?

    Junie schreibt:

    Von daher würde ich bei einem ärtzlichen Verdacht schon den Weg über die Diagnose gehen - für sich selbst in erster Linie.
    OK, das macht Sinn. Die Frage ist trotzdem: Wie kommt mn zur Diagnose, mit welchem Aufwand ist zu rechnen?
    Im Web gibt es zwar Infos, aber die nützen mir nicht viel.

    Wendet man sich an einen Psychologen, einen Psychiater, an einen praktischen Arzt?
    Wer führt die Diagnose durch? Ein Psychologe/ Psychiater alleine, oder ein Team von Spezialisten? In einem Krankenhaus?
    Mit wie viel Aufwand ist zu rechnen? (Wie erwähnt: Ich lebe nicht mehr im deutschsprachigen Raum und müßte erst mal nach Österreich oder Deutschland kommen. Das tue ich zwar regelmäßig, meist aber nur für einige Tage.) Insoferne ist das für mich extrem wichtig zu wissen, ob 3 Tage oder 3 Wochen einzuplanen sind.

    Und: nächstes Mal bin ich im September in Berlin, dann wieder um die Weihnachtszeit. Wäre ein Diagnosetermin für September überhaupt realistisch?
    Grüße!
    Raphael

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    AW: Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose?

    rabo schreibt:
    (...) Die Frage ist trotzdem: Wie kommt mn zur Diagnose, mit welchem Aufwand ist zu rechnen?
    Im Web gibt es zwar Infos, aber die nützen mir nicht viel.
    Guckst Du hier: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...wachsenen.html

    Und Anlaufstellen findest Du hier: ADS/ADHS Erwachsene Kliniken und Ärzte - ADHS Erwachsenen Forum

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose?

    Super, das hilft weiter. Googeln hat leider fast nix gebracht
    Grüße
    Raphael

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