Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 10

Diskutiere im Thema ADHS Selbstverdacht...und nun? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 4

    ADHS Selbstverdacht...und nun?

    Hallo nochmal,

    ich habe mich bereits im Vorstellungsraum kurz vorgestellt. :-) Kurz: 25 Jahre, weiblich, selbstverdacht auf ADS/ADHS. Nun ein etwas längerer Beitrag zu meiner Situation.

    Ich weiß einfach nicht wohin. Einfach zum ARzt gehen und sagen "Habe ich AD(H)S?" ist wohl nicht angebracht. Zumal es ja diverse andere psychologische Störungen sein könnten die mich so lange plagen.

    Ich dachte nun ich wähle den Weg über das Forum um meine GEdanken zu teilen und Ansatzmöglichkeiten zu finden wie ich einen Arzt finden kann (und welchen) und wie ich weiter Verfahren sollte.


    Nun ich war eigentlich immer ein ruhiges und anständiges Kind. Sagt auch meine Familie. Meine Mutter konnte mich ohne sorge auch mal alleine lassen und ich habe auch selten waghalsige Dinge angestellt oder ärger gemacht.
    In der Grundschule hatte ich Anfangs zwar große Probleme mit Deutscharbeiten und Mathe, aber das hat sich schnell gelegt. Ich war auch in der Realschule, im Abi und im Studium eine gute Schülerin/Studentin, hatte 2er, 3er und selten mal schlechtere Noten.
    Deswegen habe ich oder meine Familie mir nie Gedanken über AD(H)S gemacht (gut damals war es auch nicht so bekannt).

    Aber: Ich habe mein leben lang auf den letzten Drücker gelernt. Ich konnte mich nie aufraufen wie die Anderen eine Woche oder früher vor Tests zu lernen. Ich hab 1 oder maximal 2 Tage vorher angefangen. Zum Glück konnte ich mir halt Dinge schnell einprägen. Selbst vor den Abitur-Klausuren habe ich nur einen Abend zuvor den Stoff gelernt.
    Im Studium genauso, jede Prüfung und jede Hausarbeit kurz vor knapp geschoben. Ohne den Druck konnte ich mich selbst nie motivieren.
    Ich dachte bisher immer: "Naja, du bist halt faul, und machst nur das nötigste. So ist das eben."

    So ich habe nach meinem Studium ewig Probleme gehabt einen Job zu finden. Bin in der Spielhalle als Servicekraft gelandet (mit einem Diplom in BWL!). Habe letztes Jahr 3 mal den Job von einer zur anderen Spielhalle gewechselt und vor einigen Monaten "aufgestiegen" zur Personalreferentin/Chefassitentin.
    Die Jobs als Servicekraft waren nicht anspruchsvoll und man hatte seine Vorgaben. Das konnte ich gut erledigen. Aber nun muss ich selbstverantwortlich meine Arbeit organisieren und ich kriege es nicht hin.
    Bin am verzweifeln ich schiebe alles bis zur letzten Minute, schreibe mir tausend Zettel und Notizen, die ich dann eh verliere.
    Ich denke mir "Morgen legst du dann dafür richtig los" aber dann sitze ich da und weiss nicht wo ich anfangen soll.

    Ich bin auch schon immer Chaotisch gewesen. Unterlagen und Sachen stapeln sich auf dem Bett/Schreibtisch bis es nicht mehr geht und ich aufräumen muss. 2 Tage später siehts genauso aus. Ich verlege und vergesse schon immer Dinge. Jemand sagt mir etwas, und ich warte die Antwort nicht ab und bin schon woanders mit den GEdanken oder ich hab die Antwort 2 Minuten später vergessen.

    Manchmal merke ich regelrecht wie ich mich bei längeren Gesprächen oder Vorträgen wirklich konzentrieren will und ich strenge mich an zuzuhören, aber ich "höre" nicht. Unterricht/SEminare/Vorträge manchmal fallen mir die Augen sogar zu.

    Was wiederrum nicht zu ADHS passt: Ich bin dauernd müde und kaputt und lustlos. Ich schlafe 8 Stunden, stehe auf, erledige ein paar Sachen und könnte 5 Stunden später wieder ins Bett fallen.

    Ich bin andererseits immer schrecklich Impulsiv, wenn ich mich für etwas begeister dann setz ich es sofort um ohne weiter darüber nachzudenken z.B. wollte ich vor 2 Jahren DJ werden, kaufte mir die teure Anlage und 3 Monate später hatte ich keine Lust. Dann wollte ich GItarre spielen lernen, ein Tag später Gitarre gekauft, eine Woche später keine Lust mehr. 4 Monate lang extrem Fitnessstudio (5-6 mal die Woche) dann nie wieder.
    Das geht dauernd so, meine Freunde und meine Eltern sagen mir dass auch immer, ich soll erstmal nachdenken, weil ich eh nie was zu ende bringe.

    ICh bin einfach ungeduldig, wenn etwas nicht so klappt wie es soll, dann lass ich es sein, oder ich rege mich auf. Klar in der Jugend dachte ich: Pubertät. In den letzten Jahren habe ich dann als "Erwachsener" gelernt mich erstmal abzuregen bevor ich was tue oder sage. Aber es kommen immernoch Situationen in denen ich (im nachhinein betrachtet) überreagiert habe wegen Kleinigkeiten. Ich hasse es z.B. zu warten. Wenn ich auf einen Bus, Zug oder etwas anderes länger warten muss rege ich mich innerlich so auf, dass ich ganz rot werde im Gesicht.

    Stimmungsschwankungen: Ich kann gute gelaunt aufwachen und bin durch ne Kleinigkeit plötzlich total wütend oder traurig und das wechselt gerne mal hin und her. Ich versteh mich manchmal selbst nicht.
    Und obwohl ich mich manchmal nicht motivieren kann, etwas produktives zu machen, fühle ich mich danach trotzdem total ausgelaugt.

    Dann muss ich auch immer mehrere Sachen gleichzeitig tun. Z.B. Fernsehn und Computer, Musik hören und ein Buch lesen, Fernsehn und lernen etc. JA ich liebe meinen Fernsehen und kann nicht ohne ihn. Wenn ich einfach nur im Bett oder auf der Couch liege fällt mir unangenehm auf dass ich mit dem Bein wippe oder mich hin und her schaukel, oder an den Nägeln kaue (schon immer). Nachts gehen mir immer und immer wieder alle möglichen Dinge durch den Kopf ich kann manchmal gar nicht abschalten.

    ICh betrachte meine Beziehungen; Ich habe kaum Freunde. Bekanntschaften hier und da, aber ich lasse keinen gerne an mich ran. Nur vereinzelt PErsonen. Es viel mir immer schwer mich anderen zu öffnen und GEfühle zu zeigen. Wenn ich aber Gefühle zulasse, oder mich damit auseinandersetze steiger ich mich extremst rein.

    Nicht typisch für ADHS ist wieder die tatsache dass ich nicht wirklich redselig bin. Ich halte mich in Gesprächen eher zurück, denke meinen Teil. Früher war ich auch ein schüchternes Kind, mittlerweile habe ich mich da geändert. Bin nicht mehr schüchtern aber trotzdem nicht sehr redselig. Außer ich steiger mich in ein Gespräch rein dann werde ich laut und gestikuliere und rede seeehr viel.

    Ich rauche ständig wenn ich nix zu tun habe (zu viel), und trinke KAffee wie Wasser. Ich weiß einfach manchmal nicht wohin mit mir. Einerseits will ich etwas tun andererseits kann ich mich zu nix motivieren.



    Naja das sind so einige Dinge die mir durch den Kopf gehen und irgendwie das Leben schwer machen, besonders jetzt im Beruf.

    Ich beklage mich auch schon seit 6 Jahren bei meinem Hausarzt (Seit dem sind mir die Sachen bewusst geworden) über demotivation, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit.

    Ich habe mich auf einiges Testen lassen, Hormonerkrankungen (Schilddrüse), Blutuntersuchungen aber alles immer negativ. Also dachte ich jedes mal ich bilde es mir ein......es ist ne Phase...... doch es geht nicht vorbei.


    Ich würde mich auch nicht als Depressiv bezeichnen, ich mag mein Leben und ich mag mich. Außer wenn ich eben dann wegen irgendwas Frustriert bin, dann werde ich durchaus auch mal depressiv Verstimmt.


    Kann ja auch sein, dass ich eben einfach nur so bin wie ich bin.... aber ich würde trotzdem gerne zu einem Facharzt gehen. Vielleicht ist auch was anderes das Problem. Aber ich weiss definitiv schon lange, dass irgendwas nicht stimmt.

    Aber was tu ich jetzt? Zum Hausarzt gehen und ihn direkt darauf ansprechen? Oder zum Neurologen, PSychotherapeuten?
    :-/

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 35

    AW: ADHS Selbstverdacht...und nun?

    Hallo Lady25,

    das was du beschreibst, könnte fast ich sein Bei mir besteht der Verdacht auf ADHS seit Anfang des Jahres. Ich war damit bei meiner Hausärztin. Sie hat mir Adressen und Telefonnummern gegeben von Psychologen, die Erwachsene auf ADHS testen.

    Ich würde dir raten zu deinem Hausarzt zu gehen und ihn darauf anzusprechen. Dein Hausarzt kann dir Adressen von Psychologen in deiner Nähe geben, die mit ADHS auch schon Erfahrungen haben. Da die Wartelisten sehr lang sind, würde ich das eher früher als später machen.

    Im Februar habe ich bei sechs Psychologen angerufen. Die kürzeste Warteliste war ein halbes Jahr und die längste anderthalb Jahre!!!
    Ich hatte Glück und habe den Test nächste Woche.

    Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute!

    Gruß

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 4

    AW: ADHS Selbstverdacht...und nun?

    Oje so lange!? Dann werd ich mich gleich mal darum kümmern. ICh hoffe hier bei mir findet sich ein Facharzt bei dem ich schneller dran kann.
    Ich schäme mich nur langsam schon wieder zu meinem Hausarzt zu gehen und ihm wiedermal die gleichen Sachen zu erzählen ;-) Aber ich versuchs einfach mal.

    Und was wird dann für ein Test gemacht? Gibts da denn Test außer die Probleme zu erklären und mögliche Ursachen zu erörtern?

  4. #4
    howie

    Gast

    AW: ADHS Selbstverdacht...und nun?

    Hi!
    Also letztenendes kann das nur ein Arzt entscheiden.
    manche Psychiater kennen sich aber nicht aus mit ADHS. Das heißt man braucht schon einen Spezialisten.
    Ich habe die Diagnose zweimal - einmal vom ADHS-spezial Psychiater (also jemanden der Medikamente verschreibt) dann von einer Coachin.
    Kann nix genaues damit anfangen.
    Ein anderer Therapeut hat zwar gemeint "Jetzt räumen Sie mal ihr Zimmer auf!" "Sie sind aber unruhig" Als ich bei ihm was für die Uni machen sollte "Was ist denn lost?" außerdem bin ich ständig zu spät gekommen - aber für den hatte ich gar nix.
    Also der Arzt hat mir Fragebögen mitgegeben, die ich zu Hause beantworten sollte und einen für meine Eltern (das hat 100 Euor (oder 150 Euro, weiß nicht mehr) gekostet.
    Bei der coachin habe ich zwei Stunden Fragen beantwortet.
    Es sind Fragen zu allem möglichen - viele konnte sie beantworten - wie das massive Zuspätkommen.
    Es sind Fragen wie: "Verlieren Sie oft Ihre EC-Karte" Meine Antwort: naja, jetzt gerade habe ich seit einem Jahr keine mehr. Davor habe ich hintereinander dreimal eine neue bestellt und immer wieder verloren.
    "Wie gehen Sie mit Geld um?" ähm naja, wie viele schulden ich hab, hab ich ihr nicht erzählt.
    "Wie reagieren sie auf Kritik?" naja.
    Das Problem war das mit dem STudium (deswegen bin ich ja da) - Du hast ein Studium - ich bin naja im 24 semester.
    Oder die Unordnung - bei mir fast schon wie Messie (naja, meine Wohnung wurde unter anderem deswegen gekündigt.)
    "Bauen Sie oft Unfälle?" naja, ich bekomme das Auto von meinen Eltern jetzt erst mal nicht mehr (bin einer hinten drauf gefahren, habe mich nicht darum gekümmert, nix meinem Vater gesagt, nicht bei der Geschädigten angerufen, bis sich die Versicherung gemeldet hat.)
    "Fahren Sie zu schnell?"

    Kurz viele viele fragen - nach 10 min keinen Bock mehr. ich wollte gehen als sie bei der hälfte war.

    Fazit: hab ich shcon wo anders erzählt.

    Die Fragebögen gibt es auch im Internet.

    geh einfach hin.

    naja, mir haben Freunde schon immer gesagt, dass... egal. Ich bin auch hin zu dem ADHS-Mann und er hat mich gefragt: "Warum sind Sie hier?" naja, verdacht halt. "Glauben sie das Sie es haben?" Ich "hey keine ahnung, Sie sind hier der Diagnosen steller!" ja sie haben es! dann eben die Fragebögen - das geld nicht dabei gehabt dreimal 1 stunde zu spät gekommen usw. - und fertig wr die Diagnose.

    ABer naja............ kann nix damit anfangen.

    Geh hin und frag nach.
    Gruß,
    h

  5. #5
    howie

    Gast

    AW: ADHS Selbstverdacht...und nun?

    ich mein der adhs arzt ist zwar arzt aber mindestens so unruhig wie ich vom fußwakeln her.
    die coachin - naja, den zweiten termin hab ich hier im forum gepostet - ich war da aber sie nicht! sie wollte mir weiß machen, dass ich ganz wann anders kommen wollte - war erst verunsichert, vielleicht hat sie ja recht - hat sie aber nicht! ich habe nämlich den beweis - er steht im forum
    jetzt sollte sie mir eigentlich die diagnose schicken - ich warte seit jetzt zwei wochen darauf und habe angerufen - sie hat gemeint: sie müssen geduld haben! morgen hab ich sie. aber das war am montag.
    ich mein: sie wirkt nicht so als ob sie mir beibringen kann wie man termine einhält.
    verstehste?

  6. #6
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: ADHS Selbstverdacht...und nun?

    Hallo Lady25,

    also wo ich da jetzt Deinen Text durchgelesen habe, mußte ich doch einige Male schmunzeln - denn wo Du meintest, dass ist nicht ADHS sind Sachen/Probleme die hypoaktive ADSler (Archetyp: Träumerchen) haben!

    Für Die Diagnose unbedingt zum ADS Spezialisten gehen! Und am besten sofort anfangen, oft haben die monatelange Wartezeiten... ausser Du bist Privatpatientin.. da sieht es vermutlich besser aus...manche Ärzte nehmen auch nur Privatpatienten...

    Lady25 schreibt:
    Nun ich war eigentlich immer ein ruhiges und anständiges Kind. Sagt auch meine Familie. Meine Mutter konnte mich ohne sorge auch mal alleine lassen und ich habe auch selten waghalsige Dinge angestellt oder ärger gemacht.
    In der Grundschule hatte ich Anfangs zwar große Probleme mit Deutscharbeiten und Mathe, aber das hat sich schnell gelegt. Ich war auch in der Realschule, im Abi und im Studium eine gute Schülerin/Studentin, hatte 2er, 3er und selten mal schlechtere Noten.
    Deswegen habe ich oder meine Familie mir nie Gedanken über AD(H)S gemacht (gut damals war es auch nicht so bekannt).
    Nicht jeder ADSler muss Probleme in seiner Kindheit gehabt haben.. es gibt auch viele, die Schule und Ausbildung problemlos abgeschlossen haben (mit sehr guten Noten!) und dann erstmal große Probleme bekommen, wenn sie mehr Verantwortung tragen müssen - erste eigene Wohnung, Familiengründung, verantwortungsvollen Job etc. .

    Und dann gibt es noch eine Gruppe, die zwar auch einen stressigen Job und Familie meistern, aber dann auf einmal so ca. 40 Jahren einen Zusammenbruch bekommen. Denn diese hat sich sehr gute Kompensationsstrategien entwickelt, für die sie aber sehr viel Kraft benötigt. Und diese Kraft läßt dann im Alter irgendwann mal nach und sie schaffen die Kompensationsstrategie nicht mehr aufrechtzuerhalten. Also es berichten viele ADSler, dass so ab ca. 40 Jahren die ADS-Symptome sich verstärken.

    Ein anderer Grund könnte auch noch folgender sein, dass bis vielleicht mitte 30 noch ein Chaotenleben aktzeptiert wird (also gerade noch, wenn man studiert hat) und danach steigt der gesellschaftliche Druck, dass man sich 'gutbürgerlich' und gesittet verhält.
    Denn ADSler leiden in der Regel nie unter ihren ADS Symptomen, sondern an dem negativen Feedback der anderen...

    Generell sind die Probleme, die durch ADS verursacht werden, immer vom Umfeld abhängig. Kann Dir dieses Umfeld Stabilität und Strucktur bieten und ist es wohlwollend, so dass kleine ADS-Probleme toleriert werden wie z.B. kleine Vergeßlichtkeiten, Unpünktlichkeit etc. , dann wirst Du als ADSler überhaupt keine Probleme haben und vielleicht auch überhaupt nicht erkennen, dass etwas bei Dir anders ist. Die Probleme können dafür dann auf einmal massiv auftreten, wenn dieses stabilisierendes Umfeld wegbricht... wie eben z.B. Auszug aus die elterliche Wohnung... aber auch erst recht spät im Leben, wenn z.B. der Partner die Scheidung einreicht und man auf einmal feststellt, dass man den Alltag nicht mehr geregelt bekommt.


    Richtig lernen konnte ich auch nie.. und oft reichte es mir aus, nur Aufmerksam den Unterricht zu verfolgen (also vor allem Berufsschule.. die Schulzeit entschwindet langsam meinem Gedächtnis.. aber da habe ich noch mehr gelernt, aber immer zu wenig).

    So ich habe nach meinem Studium ewig Probleme gehabt einen Job zu finden. Bin in der Spielhalle als Servicekraft gelandet (mit einem Diplom in BWL!).
    Ich könnte mir vorstellen, dass Du mit einem 2er-3er Diplom BWL nichts groß anfangen kannst - zumindestens so mein Eindruck bei Stellenangebote, wo dann nur Leute gesucht werden mit überdurchschnittlichen Studienleistungen und natürlich schnell studiert und dann noch irgendwelche sonstige Zusatzqualifikationen.. . Ich hatte nach Informatiker-Stellen gesucht und konnte das immer gut an den Stellen sehen, wo die nach Wirtschaftsinformatikern gesucht hatten (gerade solche Unternehmen im Bereich Consulting) hatten diese total hochgeschraubten Vorstellungen...

    Was wiederrum nicht zu ADHS passt: Ich bin dauernd müde und kaputt und lustlos. Ich schlafe 8 Stunden, stehe auf, erledige ein paar Sachen und könnte 5 Stunden später wieder ins Bett fallen.
    Und das paßt richtig gut auf Hypoaktive ADSler... mir geht es genauso... bzw. dann, wenn ich mir den Alltag selber struckturieren mußte (wo ich jetzt arbeitslos war und die ganzen letzten Jahre im STudium). Jetzt wo ich Arbeit habe, bin auf einmal viel weniger müde... aber am Wochende tritt diese Müdigkeit sofort wieder auf... Nun, ich mache bei mir auch irgendwelche psychologische Altlasten dafür verantwortlich... die sich in negativen Stimmen und Glaubenssätze äußern und so mich immer schnell ausbremsen, weil es ein Dauerzustant ist, dass ich hinterdem zurückliege, was ich eigentlich machne wollte.

    Also erst im STudium - immer mehr lernen und Sachen nacharbeiten... und dann als Arbeitslose waren es dann Wohnung in Ordnung bringen (habe leichte Messietendzenen und noch jede Menge Umzugskartons die ich entmisten müßte :S), Fachwissen auffrischen/erarbeiten.. auch Hobbies blieben komplett liegen.. z.B. wurden mir dann auch Computerspiele zu anstrengend, obwohl ich die total mag...

    Ich bin andererseits immer schrecklich Impulsiv, wenn ich mich für etwas begeister dann setz ich es sofort um ohne weiter darüber nachzudenken z.B. wollte ich vor 2 Jahren DJ werden, kaufte mir die teure Anlage und 3 Monate später hatte ich keine Lust. Dann wollte ich GItarre spielen lernen, ein Tag später Gitarre gekauft, eine Woche später keine Lust mehr. 4 Monate lang extrem Fitnessstudio (5-6 mal die Woche) dann nie wieder.
    Das geht dauernd so, meine Freunde und meine Eltern sagen mir dass auch immer, ich soll erstmal nachdenken, weil ich eh nie was zu ende bringe.
    Kenne ich auch... zum Glück kann ich mir das bei den teueren Sachen verkneifen... Aber alles unterhalb einer bestimmten Preisgrenze hole ich mir auch sehr impulsiv z.B. Bücherkramtische, Sonderangebote... Ich habe natürlich auch immer Dutzend Ideen, was ich machen könnte und weshalb ich den Krempel 'unbedingt' benötige...

    Nicht typisch für ADHS ist wieder die tatsache dass ich nicht wirklich redselig bin. Ich halte mich in Gesprächen eher zurück, denke meinen Teil. Früher war ich auch ein schüchternes Kind, mittlerweile habe ich mich da geändert. Bin nicht mehr schüchtern aber trotzdem nicht sehr redselig. Außer ich steiger mich in ein Gespräch rein dann werde ich laut und gestikuliere und rede seeehr viel.
    So ist das auch bei mir - kann da schnell vom Modus 'Stummer Fisch' in den Modus 'Reissender Wasserfall' wechseln... so geht es aber auch viele hypoaktiven ADSlern.. naja und auch einfach von Deinem Temperament abhängig.. andere sind ruhiger und andere redseliger..

    Ich würde mich auch nicht als Depressiv bezeichnen, ich mag mein Leben und ich mag mich. Außer wenn ich eben dann wegen irgendwas Frustriert bin, dann werde ich durchaus auch mal depressiv Verstimmt.
    Ja das ist auch durchaus typishc für ADSler.. aber auch ein Stärke - viele ADSler sind Stehaufmännchen.. auch wenn impusliv erstmal kleine Fehlschläge als große Katastrophe wahrgenommen werden aufgrund der geringen Frustrationsstufe. Und als erwachsener ADSler mehrt sich auch die Situationen mit negativen Feedback bzw. die Situationen, wo man versagte, nur weil man zu wenig Disziplin hatte und irgendeine Sache einfach nicht gemacht hat ... kein Wunder, wenn man dann leicht depressiv wird!


    Gruß,
    Rina Oka

    (uups.. wollte doch nur kurz antworten.. und nun wurde es wieder ein solanger Beitrag

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 37

    AW: ADHS Selbstverdacht...und nun?

    Irgendwie schön zu lesen, das man nicht allein ist :-)

    Mir geht es ähnlich wieder Lady25.

    Vielen Dank an Rina Oka. in dem ich mich sehr gut wiederfinde. insbesondere was die Entwicklung im leben angeht. In der Schule und im Studium war es ja wirklich eher "cool" wenig zu lernen und erst auf dem letzten drücker. Probleme habe ich erst danach bekommen.

    eine Frage stellt sich mir. Der Hauptgrund der sich mir stellt ist es "normal" das man sich trotz ADS teilweise ohne probleme auf Sachen konzentrieren kann? in der regel natürlich unwichtigen kram.
    Sei es stundenlang am Computer zu sitzen oder ruhig vor dem TV?

    Da ich gerade wegen Depressionen in einer tagesklinik war, wo das Thema ADS nie aufkam (Uniklinik). Ist ADS bei Erwachsenen noch relativ selten als Diagnose?
    Bei mir lief es am ende auf Depressione (war offensichtlich) und persönlichkeitsstörung hinaus. Die Unfähigkeit sich ohne Druck nicht auf wichtiges konzentrieren zu können als Zeichen der Angst vor Misserfolg und der Kränkung zu scheitern, wenn man alles gibt und trotzdem nicht erfolgreich ist. (Narzistischer Rückzug).

    Welchen vorteil bringt es zum experten zu gehen?
    Haupttherapie ist doch mit Medikamenten, oder?

    Wollte diese Woche eh zum hausarzt und habe in 2 wochen termin bei meinem Psychiater.
    vermutlich bin ich auch nochmal in der Tagesklinik und spreche meinen therapeuten dort darauf an.
    Auf jeden Fall meine ambulante Therapeutin, die ich am Dienstag treffe.

    Schreibe Anfang September Prüfungen. Und merke das es leider trotz der positiven grundeinstellung nicht mötlich ist konzentriert zu lernen :-(

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 1

    AW: ADHS Selbstverdacht...und nun?

    Hey Lady25,

    als erstes bist du wahrscheinlich zu 100% das Gegenstück zu mir.Jedes deiner Details ähnelt mir,ist zweifels ohne zutreffend.Diese Faulheit,alles immer im letzten moment zu erledigen,eine totale Unordnung überall,dennoch scheinbar mit System.Der Wille es zu ändern und die totale Enttäuschung kurz darauf.

    Bei mir waren es ähnliche Schlüsselerlebnisse wie bei dir,die mich eigtl. hier her führten.Ich fange alle Dinge wie du an,zumindest das was mich interessiert,ist aber das Feuer und die Leidenschaft dahinter aus,beende ich es eben so schnell.Was daran auffällt,ich gebe dabei immer mehr als 150%,wenn es relevant war/ist und mich animiert,wogegen Dinge,die getan werden musste,sogar wichtig waren,aber innerlich mehr auf ignoration stießen,mit minimalem angegangen worden sind.30% vielleicht.

    Als beispiel Sport im Fitness-Studio.Ich war nach 2 Jahren soweit,weil ich es schaffen wollte,beim Bankdrücken 150kg zu bewältigen,hatte 47er Armumfang und war wie verrückt trainieren und wurde zu einem ordentlichen Berg fleisch.Ernährung hat gepasst,die Frauen liefen mir zu,das Umfeld reagierte dementsprechend.Nach kurzer Zeit merkte ich,du hast es geschafft.

    Jetzt wieg ich 90kg,Fett.Kein Sport nichts.Ich habe es einmal bewiesen,dann war für mich schluss damit.Ähnlich bei allen Dingen in meinem Leben.Ich war viel Angeln,wollte mal große Fische fangen,tat ich auch.Danach war das Hobby ausgereizt.

    Okey,Computerspiele angegriffen.Ein Onlinebrowsergame,1 Jahr alles gelernt,aufgesaugt was ich wissen musste,dann ging ich in die vollen.Am Ende leitete ich eine Spielgemeinschaft mit 150! Leuten und spielte dort eine Legendäre runde.Mein Skype piepte jeden Tag 1000x wegen Nachrichten.Ich war dort ein Held.Kurz darauf keine Lust,aufgehört.

    Bei 2 andern Spielen ähnliches Muster.

    Prüfungen meiner Ausbildung.Stufe eins nach 2Jahren mit 92% abgeschlossen,aber nicht gelernt,es wäre besser gegangen,aber ich war zu faul,war auch im Wissen,das ich nichts tat,vom mir ewig folgenden Glück profitierte.Da ich das dritte Lehrjahr antrat,war mir klar,das ich jetzt allen es zeigen kann.Lerne,halte Ordnung,lege dir einen Schulhefter zu,auch dazu mal ein Schulbuch (ich hatte über die ersten 2 jahre keine Utensilien für den Schulgebrauch,ich nehme Dinge visuell auf,kann sie schnell verarbeiten und behalte sie).

    Der Start des dritten Lehrjahres war dann toll.Einen Hefter gehabt,Stifte dabei,mitgeschrieben.Das ging 2 Wochen gut,dann kam aber eine absehbare Änderung.Ich nahm wieder nix mit,Insgesamt lag es daran,das ich auch nie etwas vorbeitete.Weder abends,noch morgens.Ich ging auf den letzten drücker ins Bett,stand auch dementsprechend knapp auf.Das letzte Jahr der Ausbildung hatte also vielleicht 2 konzentrierte Wochen,dann kam der alte Trott.


    Abschlussprüfung sah ähnlich aus,vom Ergebnis dank meinem Glück (als würde diese ironie nicht reichen,ich wurde schriftlich bester) schriftlich wie mündlich.Auf dem Weg im Auto zum Prüfungsort gelernt.Mündlich garnicht vorbereitet,15.00uhr Termin gehabt,aufgestanden um 13.00uhr,fast zu spät gekommen.


    Mein Leben lang rettete mein Glück mir meinen Arsch.Egal wie schlecht ich etwas angehe,es passiert was,ich komme durch und das meist ohne Aufwand.Allerdings hasse ich Dinge,die für andere anscheinend vollkommen Inordnung sind.

    Ich werde sehr schnell gegenüber Menschen die Dumm sind,einfach keine Intelligenz haben sehr angreifend.Ich glaube die Welt besser zu verstehen.Manchmal halte ich mich für Unantastbar,manchmal bin aber einfach nur zerbrechlich.Ich liebe die Natur,schreibe Gedichte,hege gedanken über Politik und deren Nachwirkungen.Ich bin ein Rebell der aber nicht's macht.Ich komme mir selbst auch immer wie Licht und schatten vor,das ist das interessante am ganzen.

    Ich könnte gut und gern mit jemandem über Geschichte reden und heutige (manipulative,kapitalistische, versklavende) Politik diskutieren,war aber schon auf Raubzügen (Einbrüche),fahrten in Bordelle,Körperverletzungen,D rogenhandel,Freiheitsberaubung und allen zwielichtigen Aktionen vertraut und bewandert.Ich bin ansonsten Angler.Nichts passt in meinem Leben.Ich blinke links und fahre nach Rechts.Wo dann aber mich jemand aus dem Verkehr ziehen müsste,werde ich durchgewunken.


    Was ich dir aber auf den Weg geben möchte.Änder dich nicht,ich habe es versucht.Wir kämpfen gegen unsere Natur,unser Wesen.Ich habe gelernt das zu Aktzeptieren,mit einem Lächeln hin zu nehmen.Sicherlich,vieles in der Gesellschaft verurteilt sowas,ich dagegen habe verstanden,das mein Geist erst dann im Einklang mit mir ist,wenn ich das finde,was dem Hunger dieser Unruhe stillt.Ziellosigkeit ist des Verstandes feind.Ich suche danach,werde belächelt,aber ich finde es.

    Alles andere kann verbleiben wie es ist.Ich habe jede Menge im Leben probiert,bin Erfolgreich gewesen und daran gescheitert,weil ich mich anderswaltig sofort fokussieren musste.Jetzt suche ich nach dieser Bestimmung.Krankheit kommt für mich nicht in Frage,aber wenn doch,so werde ich sie nie verstehen.




    Lg Sonny

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 108

    AW: ADHS Selbstverdacht...und nun?

    Lady, planst du dann deine medikämentöse Behandlung, oder willst du nur wissen was los ist?

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 266

    AW: ADHS Selbstverdacht...und nun?

    Hallo Lady25,

    ich finde mich in Deinem Beitrag ebenso wieder!

    Auch ich war ein ruhiges, unauffälliges Kind, das man überall mit hinnehmen konnte. Hab mich schon immer gern mit mir allein beschäftigt und bin auch in meiner Jugend eher weniger auf Parties etc. gegangen.
    In der Grundschule war ich sehr gut, bin dann auf dem Gymi ein wenig abgesackt, hab aber trotzdem nen guten Abi-Durchschnitt geschafft. Und das alles, ohne groß zu lernen! Für Klausuren hab ich am Vorabend mal schnell in den Hefter geschaut. Für die Abi-Prüfung Englisch einen Tag vorher die Ordner der 11. und 12. Klasse durchgeblättert. Mathe hab ich kaum was gelernt, da ich es eh nie kapiert hatte. Das hatte natürlich ein Durchfallen zu Folge. Dann ab ins Mündliche und durch Glück mit dem Thema 8 Punkte rausgeholt. Ausbildungen liefen genauso, ebenso Studium: auch hier hab ich immer kurz vor der Angst gelernt und trotzdem immer alle Prüfungen bestanden und eine guten Abschluss hingelegt.


    Ja, das mit dem Anfangen von Dingen und nicht zuende bringen kommt mir seeeehr bekannt vor. Ich könnte Dir da so einiges aufzählen wie Gitarre spielen, Malen, Basteln mit Mosaiksteinen, Restauration von alten Möbeln, Häkeln, Fitnessstudio, Walking, Yoga …
    Manche Dinge hab ich garnicht erst angefangen, aber hatte es mir fest vorgenommen…
    Die einzige hobbymäßige Konstante derzeit ist der Garten mit meinen Kräutern. Da könnte sich was Längerfristiges draus entwickeln, was mich sehr freuen würde, denn das macht mir echt Spaß.
    Auf alle Fälle war ich auch schon wegen Depris in Behandlung und nehme immer noch Medis. In PT war ich auch schon, wo meine Thera den Verdacht auf ADS äußerte (also auch keiner von den Hyperaktiven sondern ehre ne Ruhige). War dann auch zu einem Test. Doch als die Ärztin meine Zeugnisse gesehen hatte, hat sie sofort gesagt, ich hätte das Syndrom NICHT. Klar, die Noten sind alle gut bis sehr gut, in den Beurteilungen von den Lehrern steht nichts Auffälliges, also eher, dass ich ein ruhiges, freundliches , hilfsbereites Mädchen war (und auch noch bin – hehe J )
    Naja, das war mir dann so peinlich, dass ich davongetrabt bin, ohne weitere Tests zu machen. Denn das war mir dann irgendwie peinlich.
    Aber dennoch treten bei mir Eigenschaften auf, die darauf hinweisen, dass ich was in die Richtung haben könnte. Siehe schon oben die ständige Aufschieberitis, Dinge, die ich vergesse, dass ich mich dauernd ablenken muss, wenn ich mal länger an einer Sache dran sitze, mich andererseits wiederum auf manche Dinge höchst fokusieren kann.
    Und ich bin auch so ne Siebenschläferin. Gerade im Moment, wo ich zu Haus bin, da fällt es mir morgens schwer, aus dem Bett zu krabbeln. Vor ein paar Jahren gab es mal ne Phase, wo ich auch nachmittags noch geschlafen hab. Und das Schlimme ist: ich kann nicht eine Stunde schlafen und dann erholt aufstehen. Nein, dann schlafe ich eben drei Stunden oder eben so lange, bis ich selber wieder aufwache. Aber zum Glück habe ich das Tagesschlafproblem grad nicht.
    Und ich bin ein hoffnungsloser Chaot. Wenn ich mal aufräume, sieht es einen Tag später wieder genauso aus. Meine Kleiderschränke – ein Graus. Da reiße ich, wenns mich packt, alles raus und ordne es neu ein. Früher hab ich mir dann immer geschworen, von nun an Ordnung zu halten und immer alles schön wieder rein zu tun. Aber das hab ich mir längst abgewöhnt, denn ich kann es nicht einhalten. Und auch draußen auf dem Wäschekorb stapeln sich die Klamotten – welche, die in die Wäsche müssen, aber auch noch tragbare. Warum um alles in der Welt räume ich sie nicht gleich in den Schrank?!?
    Und so zieht sich das auch durchs Berufsleben. Habe zwei verschiedne Ausbildungen plus ein Studium. Warum konnte ich nicht gleich was gescheites Lernen und würde nun einen Job haben? Warum muss das bei mir immer so kompliziert sein und nicht geradlinig? Hab das Gefühl dass mein Lebenslauf versaut ist und ich deshalb keinen Job bekomme. In Bewerbungen kann ich nicht kreativ sein oder was Reißerisches schreiben, was dem Personalchef sofort ins Auge sticht. Da ist mein Kopf wie leer gepustet.
    Oh je, jetzt ist das hier alles ganz schön viel geworden – das wollte ich eigentlich garnicht.
    Wollte damit nur sagen, dass ich es irgendwie beruhigend finde, dass es noch Menschen auf der Welt gibt, die ähnlich ticken wie ich!

    Liebe Grüße

    Nasenbär

Stichworte

Thema: ADHS Selbstverdacht...und nun? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum