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Diskutiere im Thema ADHS & Buddhismus & Trauma im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 84

    ADHS & Buddhismus & Trauma

    Hallo liebe Chaoten

    Ich habe da & dort mal verweise über Meditation gefunden, aber kein Thread welches dieses Thema gezielt behandelt.
    Meditation an sich eignet sich für mich nicht, weil ich dazu einfach zu "zwazelig" bin.

    Was mir enorm hilft sind Übungen die sich mit Achtsamkeit im Alltag befassen.
    Sinn & Zweck davon ist, aus dem Gedankenstrudel auszusteigen und einfach wahrzunehmen, was bereits da ist, ohne es zu bewerten.
    Auch im Umgang mit schwierigen Gefühlen gibt es einige Denkansätze die mir helfen so zu reagieren und zu empfinden,
    dass ich damit, sagen wir "zufrieden" bin.
    Vorallem im Buddhismus bin ich fündig geworden, ohne dabei im Eck zu sitzen und "om" zu machen



    hat Jemand ähnliche Erfahrungen, oder hab ich jetzt den totalen hau weg?

    chaotischen gruß

  2. #2
    Bulme

    Gast

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    was genau sind denn diese übungen? also was machst du da?
    meditieren is auch nix für mich

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 84

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    also des kann beim duschen morgens schon anfangen
    Nicht Gedankenverloren in der Dusche die reine Waschmechanik durchführen,
    sondern sich ganz gezielt darauf konzentrieren wie sich das Wasser anfühlt, wo am besten, die Ammatur, der Duschvorhang,
    die Kopfhaut, beim abtrocknen usw...
    Im Endeffekt sich auf das konzentrieren was gerade passiert und da ist, im hier & jetzt bleiben, nach dem Motto
    "die Vergangenheit war, die Zukunft ist noch nicht da"^^

    was für Zwischendurch gut geht, ist der kurze bodyscan: aufmerksam wahrnehmen wo man Kontakt mit dem Boden hat,
    sich auf die Atmung konzentrieren und gedanklich kurz zusammenfassen Ort, Uhrzeit, Stimmung

    Nach dem Aufstehen vom Bürostuhl zum Beispiel, die ersten 10 Schritte zählen und diese bewusst gehen...

    Der Buddhismus ist vielmehr eine Lebenseinstellung & Lebensweise, als ein Glaube. Er ist frei von Riten oder sonstigen schnick-schnack
    Es gibt keine Götter, Regeln aus einem Buch, irgendwelche Vorschriften.
    Und schon gar nicht, kommt man in die Hölle weil man was böses getan hat.
    Es geht darum auch häufig um das Thema "Kharma" welches dem Prinzip von "Ursache -> Wirkung" folgt.
    Wer gutes tut, dem geschieht gutes.
    Auch ist es im Buddhismus nicht angesehen "auszurasten" oder sonstwie auf "stressige" art seine Meinung Kundzutun.
    Damit würde ein Buddhist sein Gesicht "verlieren"
    Und es geht um die Kernaussage, dass alles im Leben Leid ist, das Leid ensteht durch Begierde...schaffen wir es unsere Begierde zu überwinden,
    schaffen wir es unser Leid zu überwinden.

    Wie schon gesagt, für sowas muss man empfänglich sein, ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Vorgeschmack liefern

    lg

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Ich finde Achtsamkeitsübungen sehr hilfreich und sie werden auch immer mehr in Therapie angewandt z.B. auch für Soziale Ängste, dass man lernt, sich auf eien Sinn zu konzentrieren und Angstanfälle abzumildern bzw. bei mir, damit ich mich nicht in irgendwelchen negativen Gedanken rein steigere.

    Auch merke ich, wie wichtig es ist, dass ich Sachen bewußt mache, also nur eine Sache zu einer Zeit z.B. Kochen... muss ich wirklich neben Herd daneben stehen bleiben, weil ansonsten die Gefahr groß ist, dass etwas anbrennt. Und wenn ich dann Achtsamkeitsübungen mache dann ist es auch nicht langweilig und es ergibt sich so ein Art Flow.

    Weiterhin, was ich noch als Achtsamkeitsübung in weiteren Sinn bezeichne sind meien ganzen Planungen, wo ich manchmal alles ganz detailliert aufschreibe. Damit ich sie auch wirklich bewußt wahrnehme. Wenn ich das mache, dann vergesse ich die Aufgaben nicht und kann die Zeiten besser einplanen.

    Wenn ich hingegen ohne Achtsamkeit auf meinen Terminplaner schaue, kann es passieren, dass ich eine Termin übersehe, obwohl ich wahrgenommen habe, dass dort etwas stand.

    Ich vermute, dass wenn man Achtsamkeit richtig trainiert, vielleicht auch ganz auf MPH verzichten könnte... bzw. für die Leute eine Möglichkeit dastellt, bei denen MPH nicht so richtig wirkt. Aber keine Ahnung, ob das wirklich so aufgehen könnte...

    Ansonsten habe ich mich mit Buddismus noch nicht weiter auseinandergesetzt.. wollte ich mal, aber dabei ist es geblieben

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    the-p schreibt:

    hat Jemand ähnliche Erfahrungen, oder hab ich jetzt den totalen hau weg?
    Eine meiner Freundinnen erlebt das auch so wie du. Wenn ich sehe wie sehr es ihr hilft und dass sie auch in schlechten Phasen dadurch immer mal wieder selbst ganz aktiv etwas für ihre Stimmung und Entspannung tun kann, sag ich zu 'hau weg' mal überzeugt: Nein, eher das Gegenteil davon.

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 395

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Oh also ne das ist auch nix für mich mit Meditaion da werd ich komischerweise echt aggressiv von

    Aber das mit dem genau auf etwas achten lenkt auch gut ab ^^

    z.B. wenn man unruhig ist und sich dann voll und danz drauf konzentriert was man macht kann man ruhiger werden...

    Am besten gehts aber bei mir mit Musik...

    Ist echt gute Konzentrationsübung wenn man die Texte analysiert und sich genau die Stimmlage usw anhört...

    Oder die Gitarrenriffe und Beats auseinanderzubasteln ^^

    Also bewusstes Wahrnehmen...

    Lg Cat

    OT: @auri geile signatur

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 226

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    the-p schreibt:
    Es geht darum auch häufig um das Thema "Kharma" welches dem Prinzip von "Ursache -> Wirkung" folgt.
    Wer gutes tut, dem geschieht gutes.
    Auch ist es im Buddhismus nicht angesehen "auszurasten" oder sonstwie auf "stressige" art seine Meinung Kundzutun.
    Damit würde ein Buddhist sein Gesicht "verlieren"
    Und es geht um die Kernaussage, dass alles im Leben Leid ist, das Leid ensteht durch Begierde...schaffen wir es unsere Begierde zu überwinden,
    schaffen wir es unser Leid zu überwinden.
    Hallo, ich habe schon lange den Buddhismus bewundert und würde dies auch gern "praktizieren".
    Es ist so das ich auch (wie du?) sehe, das im Buddhismus einfach alles "locker" genommen wird.

    Schau dir den Dala Lama an, er strahlt etwas aus, wirkt immer glücklich und fröhlich.
    Ok, ob es in ihm wirklich so ist wie er nach außen wirkt dass weiß nur er.

    Ich habe in Bücher reingelesen und sie haben mir zufriedenheit gegeben, neue Sichtweisen ermöglicht die zwar in der Realität schwer umzusetzen sind, aber vom Grundgedanken her durchaus sinnvoll und beruhigend wirken.

    Das einzige was ich aktuell gerne in Angriff nehmen würde, wo ich im Leben immer anecke ist diese Begierde von der du oben schreibst. Ich nenne diese Begierde auch Erwartungen, Erwartungen an andere mir mein Leben mit gewünschten Handlungen angenehm zu machen. Das kann z.B. ein Treffen sein, das ich unbedingt will, wo ich dann nicht verstehen kann warum mein Gegenüber aber gerade nicht will.

    Das können Erwartungen an mich selbst sein, z.B. das ich einen Tag oder Abend, ein Treffen gedanklich schon "vorgeschehen lasse", mir alles genau ausmale und ich dann gefrustet bin und in tiefem Schmerz und Selbst"hass" mir gegenüber weil ich so blöd war oder mich nicht traute etwas zu sagen oder machen oder wie auch immer. Oder ich beachte dabei nicht das mein Gegenüber z.B. bei einem Gespräch ja etwas ganz anderes sagen wird als ich gerne hätte und meine ganze "vorplanung" dann für die Katz ist.

    Wenn jemand einen Rat hat wie man Erwartungen abstellt kann sich gerne bei mir melden

    the-p -- vielleicht hast du einen Buchtip für mich??

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Wenn es dich interessiert, ich fand dieses Buch sehr gut: Das weise Herz: Die universellen Prinzipien buddhistischer Psychologie: Amazon.de: Jack Kornfield, Elisabeth Liebl: Bücher

    LG
    Erika

    P.S. gibt es auch als Hörbuch mit den Meditationen bzw. eine Ausgabe für "Einsteiger": http://www.amazon.de/Meditation-f%C3...ref=pd_sim_b_1

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 84

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Heyho

    ich freue mich dass ihr so zahlreich in das Thread einsteigt

    @Rina Oka:
    ich weis, was du meinst mit dem "flow" Man braucht halt einen entsprechenden Impuls, um da am Ball zu bleiben und mehr oder weniger "immer"
    darauf zu achten Achtsam zu sein.
    Auch gebe ich dir Recht damit, dass es durchaus möglich wäre, durch Achtsamkeit auf mph zu verzichten...(kommt auf die Person und Ausprägung der ADHS an)
    ich habe es über ein Jahr gemacht, aber ich fürchte, dazu fehlen hier in Deutschland die Strukturen für...sind halt ein Industrieland in dem mehr Leistung,
    als gut für den Menschen, erbracht werden muss.
    In Thailand zum Beispiel, sieht die Sache schon wieder anders aus!
    Aber da ich nicht in Thailand lebe, habe ich mich für Mittelweg entschieden. Möglichst wenig mph, Achtsamkeit und anderes fernöstliches Gedankengut


    @auri

    Ja cool, dass es dann doch einige gibt, die damit etwas anfangen können
    Ich finde Achtsamkeitsübungen, sollte Bestandteil von jeder mph-Therapie sein. Solche Übungen haben wenig mit "glauben" zu tun.
    Sie dienen lediglich der Wahrnehmung von Körper & Geist. Viele (vorallem ich^^) vergessen das im Alltagstress zu schnell,
    und verhalten/reagieren dementsprechend unpassend.
    Aber zum Beispiel Menschen, die von "Haus aus" Achtsam sind, für die erschließt sich oft der Sinn, solcher Übungen gar nicht erst



    @catlikesrain

    ja also dass mit Texte analysieren und so, ist nicht meins, dafür bin ich dann doch zu fahrig und komm zu leicht aus der Sache^^
    ich trainiere Achtsamkeit gerne in Gesprächen, beim Autofahren, usw...Musik, tu ich einfach nur hören

    und JAAA, die signatur ist der hammer! Er is einfach der beste! PENNY - knock knock knock - PENNY


    @Fledermaus

    Wie du schon richtig erkannt hast, lässt sich dieser ganze "buddha-stil" hier in der westlichen Welt nicht anwenden.
    Man kann mit dem nötigen Kleingeld durch Urlaube in buddhistischen Ländern, den Impuls verstärken und auch wieder hier zurück
    in Deutschland die Verbundenheit spüren, trotzdem wird einem die deutsche Realität irgendwie wieder einholen.

    Deshalb wählen viele Buddhisten auch "den mittleren weg", weil er sich gut mit einem "normalen" Leben vereinen lasst.
    Über Begierde & Erwartung machst du dir am besten selbst Gedanken, wie sich Begierde für dich anfühlt, wo du sie am meisten spürst,
    was würde mit dir passieren wenn die Begierde nicht erfüllt wird? Wie fühlt sich das wiederum an...oder ist es mehr die Angst vor dem Gefühl selbst?
    So in diesem Stil mach ich das in der Regel, bei vielen Dingen...das genügt häufig um "abstand" zu dem oft unangenehmen Gefühl zu bekommen...bei mir, die halbe Miete

    Also mit wirklichen Buchvorschlägen kann ich nicht dienen, vieles habe ich von meiner Therapeutin gelernt und erfahren.
    Dennoch kann ich dir zwei Titel geben, die ich im Alltag benutze.
    Das eine ist ein Jahreskalender, da gibt es für jede Woche eine andere "buddhistische" Übung,n und das andere ist ein Taschenbuch.

    # Ilona Daiker, Gelassen wie ein Buddha - Meditationen und Achtsamkeitsübungen für 52 Wochen
    # Marie Mannschatz, Buddhas Anleitung zum Glücklichsein - Fünf Weisheiten die ihren Alltag verändern

    Vorallem der Kalender hat es mir angetan...je nach dem welche Situation mich betrifft, suche ich mir die entsprechende Übung im Kalender aus.

    Viel Spaß damit!



    @1411erika

    Die Titel kenne ich noch nicht, hören sich aber sehr interessant an,

    vielen dank!
    Geändert von the-p ( 1.07.2012 um 22:16 Uhr)

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 17

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Mir hat das folgende Buch weiter geholfen, das Thema Achtsamkeit für mich zu entdecken:

    Gesund durch Meditation: Das große Buch der Selbstheilung
    von Jon Kabat-Zinn

    Zugegeben: wenn man sich wirklich darauf einlässt, dann erfordert das dort beschriebene 8-Wochen-Programm eine gewisse Selbstdisziplin.
    Demnach sollte man in 8 Wochen an 6 Tagen in der Woche je 45 Min die Übungen (im Wechsel Atembeobachtung, Body-Scan, Yoga) praktizieren.
    Ich habe das Programm aber durchgezogen und versuche es jetzt weiter zu machen (ca. 30 min pro Tag).

    Ich habe für mich jetzt eine Ahnung bzw. Vorstellung davon erhalten, was man mit der Übung der Achtsamkeit erreichen kann und freue mich darauf,
    weil ich mir viel davon verspreche und ich denke, dass man viel über sich lernen kann.
    Auch ist mir dadurch erst viel bewusster geworden, wie ADS eigentlich meinen Alltag beeinflusst.

    Das Buch ist undogmatisch geschrieben und man kann die Übungen ohne fremde Anleitung lernen. Auch muss man sich dafür nicht mit dem Buddhismus auseinander setzen.

    Leider kann ich mangels Erfahrung mit Medikamenten keine Aussage darüber treffen, ob diese dadurch reduziert oder gar darauf verzichtet werden kann, so wie oben beschrieben.
    Über entsprechende Erfahrungen aus dem Forum würde ich mich aber freuen.

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