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Diskutiere im Thema ADHS & Buddhismus & Trauma im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #71
    Zotti

    Gast

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Also wenn man leidet, dann helfen nur echte Freunde oder Menschen die einen trösten und verstehen.
    Zumeist sind das keine Christen und auch keine Buddhisten. Bei mir auf jeden Fall.

    Ich mag meine Söhne, beide sind nicht getauft und einer von ihnen der ADSler hat sich vor einem Jahr bei mir dafür bedankt,
    er sagte, ich finde es gut, daß du uns nicht hast taufen lassen als Baby, den die Babys können nicht frei entscheiden und es
    wir ihnen einfach aufgezwungen. Da hab ich mich gefreut, daß er das so sieht.

    Der andere Sohn hält nichts vom Christentum usw er ist ja der Asperger und weiß sehr viel über alle Religionen und mystischen
    Sachen usw und er ist sehr kritisch. Das finde ich gut, man muß keinem Glauben angehören um ein angeblich besserer Mensch zu sein.

    Vielleicht brauchen manche Menschen nur den Glauben ich meine eine Zugehörigkeit um sich besser zu fühlen. Ich selber war mal katholisch,
    bin ausgetreten damals als ich 17 war und weiß auch nicht warum. Aber mir ist das egal, ich glaube na etwas aber nicht an Religionen und deren
    aufdiktierten GEbote und Verbote und wie man was macht und demütig ist und verzeihen muß usw.

    Mein Partner will auch nichts von Gott hören, geht auch in keine Kirche, außer er muß, weil er dort einen Musikauftritt hat. Er ist aber ein sehr
    guter Mensch, läßt sich sogar ausnutzen und merkt es manchmal nicht.

    Also ich habe eigentlich keine so richtige Ahnung vom Buddismus, ich finde aber die echten Buddhisten nett, doch nicht die affigen Deutschen, die so tun als ob, zumindest wie ich sie kennengelernt habe.

    Einen habe ich damals in Berlin kennengelernt, er war angeblich Buddhist, er hatte eine Freundin bei der er wohnt, eine Kindergärtnerin.
    Er hat aber mit jeder Frau die er kennenlernte herumgevö.....t. Er hatte sowas an sich und sagte, er wolle eben jede Frau glücklich machen
    die keinen Freund findet oder so... Er hat nur so Sachen erzählt, seine Freundin hat angeblich nichts gemerkt, ja ich hatte mich dann auch mal
    zu ihm hingezogen gefühlt, doch einmal und dann nie wieder. Er sagte dann allen Ernstes, er würde jetzt mit sovielen Frauen schlafen und dann würde er
    nach dem Buddhismus dadurch im nächsten Leben nach der Wiedergeburt also auf einem Planeten landen oder in ein Leben kommen, wo dann nur Sex und Frauen wären... na toll.

    Ja und als ich dann meine Kinder bekam, hat er sogleich gesagt, Kinder könne er überhaupt nicht haben wenn sie klein sind, weil sie soviel schreien und ist dann nur noch ab und zu mal abends nach 22 Uhr gekommen, wenn die Zwillinge schliefen. Ja dann haben wir uns über spirituelle Theman unterhalten wunderbar.

    Dann habe ich hier von einer Bekannten von einem angeblichen Buddhisten gehört, der eine Frau hat und wenn die es dann nicht mitbekommt sich
    Pornos reinzieht. Sehr schön.

    Ja es gibt ja hier oder gab hier in der Nähe mal ein buddhistisches Zentrum. Also ich weiß nicht, was soll das, das ist für mich sehr primitiv und hat nichts mit dem echten Buddhismus zu tun. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, daß die Spiritualität von Männer benutzt wird um wie druckt man das jetzt aus,
    also unter diesem Deckmantel seine sexuellen Sachen ausleben zu können oder zu entschuldigen.

    Man soll ja immer loslassen als Frau, nicht klammern usw. Und wenn man da sitzt mit den Kindern kann der spirtiuell angehauchte Mann immer alles machen wie er beliebt und die Frau ist immer die die ihn festhält und ihn nicht leben läßt und frei sein läßt und sie hat ja überhaupt nicht verstanden,
    was spritituell ist.Klar wie soll sie auch wenn sie die Kinder erziehen muß, er kann ja gehen, also jetzt höre ichmal auf, sonst wird das zu negativ.

    Aber so habe ich immer das Spirituelle kennengelernt und davon bin ich sehr enttäuscht. Kinder sind eben laut und nervig und das paßt nicht in die spirtuelle Szene, ich würde mich wundern, wenn sich das geändert hat.

    So jetzt gehe ich mal ins Zimmer rüber und gucke fern, Gruß Zotti


    P.S. Warum soll man eigentlich allein leben, man soll selbständig sein und authentisch, doch alleine muß man nur leben wenn man das will.
    Die Kunst ist es ja, mit anderen friedlich auszukommen und nicht alleine zu leben. Auf jeden Fall nicht ständig.

  2. #72
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Zotti schreibt:
    P.S. Warum soll man eigentlich allein leben, man soll selbständig sein und authentisch, doch alleine muß man nur leben wenn man das will.
    Die Kunst ist es ja, mit anderen friedlich auszukommen und nicht alleine zu leben. Auf jeden Fall nicht ständig.


    Also ich meine, "allein leben" ist so nicht gemeint;

    ich habe es eher so verstanden, dass man sich selbst auch allein ertragen können muss, annehmen..... das klingt vielleicht einfach, ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass dies nicht so ist.

    Wenn es still wird, dann kommen all die Stimmen, Gedanken usw. hervor, die ich durch alle möglichen Aktivitäten, Geräusche usw. übertüncht habe. Vor allem die Zweifel, an mir, am Leben usw.

    Zu wissen, dass da ein ein wunderbarer Kern in mir drin steckt, den ich langsam (wieder-) entdecken kann, das hilft mir sehr.

    Welchen Weg ich dazu einschlage, das steht mir frei. Manchen mögen Rituale helfen, manchem Bewegung, Musik oder was auch immer.... Ich habe für mich festgestellt, dass es nicht nur ein Weg sein muss, es können durchaus mehrere sein....
    Ich brauche nur Zeiten, mich immer wieder zu fragen, ob das, was ich gerade mache, wieder nur ein "Geräusch" ist, um mich abzulenken - von den Angst machenden Gedankenkreiseln, den Empfindungen usw. Hierbei kann ein wenig "allein sein" helfen. Mit der Zeit stelle ich fest, dass mir dies auch gelingt, die Angst schwindet...

    Dieses Ablenken kostet Kraft - und genau die braucht man, wenn man Traumata aufarbeiten möchte.

    Letztlich sind sich westliche wie östliche Helfer (oder Therapeuten) einig, dass das hier und jetzt, das Erkennen und Annehmen des Augenblicks eine Schlüsselrolle spielt.

    Es wird immer wieder Menschen geben, die die Angst anderer für sich nutzen, Macht ausüben, subtil Schuldgefühle einreden und so manipulieren.... Letztlich haben sie nur einen Chance, solange ich das mit mir machen lasse.....

    Interessanter Weise kommen sowohl Buddhisten als auch deutsche Traumatologen zum Punkt in der "Versöhnung mit dem inneren Kind" - wer nun von wem sich hat inspirieren lassen - keine Ahnung .

    LG
    Erika

  3. #73
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Und sie drehen sich mit jedem geschriebenen Wort im Kreise....


    Rechte Rede....
    in diesem Zusammenhang vielleicht besser rechtes Zulesen!!!!!

    Wir sind geprägt durch unsere Sozialisation und unsere Erfahrungen, die wir gemacht haben.
    Um wirklich zu verstehen, ein anderes Denken zu bekommen.
    Verständnis zu entwickeln ist es notwendig, die Perspektive zu wechseln,
    versuchen, mich hineinzuversetzen in das, was der andere meint.

    Und nicht immer wieder zu wiederholen, gebetsmühlenartig, was man schon in den vorherigen Texten gesagt hat!!!!!
    Und ich frage mich, wie vermeide ich das selbst?

    Da sind also die Skeptiker, die der Menschheit sagen,
    dass das Leben Leiden ist und dass das so ist
    und dass du daran nichts ändern kannst.
    Und wer auch immer was anderes sagt, der betreibt Augenwischerei.
    Ist ein Scharlatan, der dir nur etwas vormacht.
    Und sich den Tatsachen des Lebens nicht stellen will.

    Da sind die, die die Anhänger einer Religion und deren Verhalten
    der Religion selbst anlasten oder gar der Lehre.

    Und da gibt es die, die nicht wissen, von was sie sprechen.
    Sie denken zwar, es verstanden zu haben, aber dem ist nicht so.

    Und ich erkenne mein Bedürfnis, Ihnen ihr Missverstehen deutlich zu machen,
    damit auch sie wirklich verstehen.
    Denn sie sind gar nicht so weit davon entfernt.
    Es ist nur ein winziger Schritt.

    Warum ich das weiß?
    Weil ich auch mal dort stand!
    Bevor ich den ersten Schritt tat.

    Und diesen Schritt gehe ich immer wieder von neuem.
    In der Gehmeditation kommt es immer auf diesen Schritt an,
    nicht auf den vergangenen, nicht auf den zukünftigen,
    auf diesen Schritt jetzt.


    Ich habe in der Schule gelernt,
    dass Nichtwissen Glaube wäre.

    Das ist Blödsinn!!!!!!

    Wissen ist Glaube.
    Und Glaube ist Wissen.

    DIe Geschichte vom ungläubigen Thomas muss für dieses Missverständnis herhalten.
    Er sah und konnte seinen Augen nicht trauen,
    er musste berühren, erleben, denn das Offensichtliche war für ihn noch lange nicht offensichtlich.

    Diese Geschichte hat mehr als tausend Jahre dieses Missverständnis tradiert,
    dass du ohne Beweise glauben sollst.
    Dass das der wahre Glaube sei: ohne Beweise glauben.

    Doch geht es wirklich bei der Geschichte des Thomas um dieses Vertrauen ohne Beweise?
    Oder geht es nicht darum, dass das Offensichtliche oft nicht anerkannt wird,
    bevor man(n) es nicht selbst erlebt hat?


    Wenn ich mir etwas sehnlichst wünsche, dann ist das Gelassenheit,
    nicht immer so schnell auszuticken,
    mich nicht so triggern zu lassen.....

    Wenn ich austicke, dann bin ich getrennt von mir selbst
    und wenn es dann vorbei ist und ich zurückblicke,
    habe ich oft nicht verstanden, warum mich diese Kleinigkeit so hat austicken lassen.

    Heute weiss ich, dass ich getriggert wurde/werde.....
    und dass das Austicken begünstigt wurde/wird durch Gedanken und Gefühle,
    die oft gar nicht an die Oberfläche kommen....
    derer ich mir gar nicht bewusst bin.

    Und ich leide darunter.... aber nicht nur ich,
    auch mein Umfeld.... in erster Linie mein Sohn.

    Für mich ist getriggert werden nur ein anderes Wort für anhaften.
    Wenn ich mir meiner Trigger bewusster werde, dann kann ich auch Abstand gewinnen,
    und sie dadurch auflösen....
    und dann hafte ich nicht mehr an.
    Jeder einzelne Trigger führt zu Leiden
    und mit seiner Auflösung bin ich von ihm geheilt.

    Unsere Interaktion wird zum größten Teil durch Trigger bestimmt,
    die angenehmes oder unangenehmes Erleben erinnern
    und unsere gelernten Reaktionsweisen sollen uns vor diesem Erleben schützen oder öffnen
    je nach dem.

    Wenn ich Eis esse, dann wird angenehmes Erleben getriggert,
    aber dieses Erleben bin ich mir meist gar nicht bewusst,
    genieße nicht wirklich,
    bin während ich es esse, schon beim Bedauern, dass das Eis bald aufgegessen sein wird
    oder bin in Gedanken abgeschweift, habe dissoziiert und das Eis ist aufgegessen,
    ohne es bemerkt zu haben
    ohne dass ich wirklich Genuss erlebt hätte.

    Der buddhistische Pfad ist nicht gegen Genuss, sondern er möchte darauft aufmerksam machen,
    dass die meisten gar nicht wirklich genießen können
    und dass aus diesem Mangel an wirklichem Erleben Leiden entsteht.
    Wer wirklich genießt, leidet nicht, wenn das Eis aufgegessen ist,
    sondern freut sich über den Genuss.

    Und ist neugierig auf das, was er jetzt erleben darf.

    "Nur wer die Sehnsucht kennt, weiss, was ich leide."
    Und zwar die Sehnsucht nach dem Eis vor dem Eis während des Eises
    nie dahin kommend, wirklich Eis zu essen,
    weil die Sehnsucht, sich auf gestern, heute und morgen richtet
    und nicht auf das Hier und Jetzt.
    So wird der Genuss einfach verpasst.

    Und es bleibt nur die Sehnsucht und das Leiden.

    Das Leben ist so schön.
    Es wirklich genießen können,
    das Leben er-leben

    Das lehrte Buddha.....


    Er sah gerade in der Askese keinen Weg.
    Sondern im mittleren Weg.


    Schließlich möchte ich an diese Weisheit erinnern:
    Der Weg ist das Ziel.



    Michi
    Geändert von 'Michi (23.07.2012 um 23:30 Uhr)

  4. #74
    Zotti

    Gast

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Hallo, ja alleine habe ich gelebt schon immer als Kind, da war ich mit der Natur und den Tieren verbunden.
    Ich habe eigentlich alles alleine durchgekämpft und ich weiß auch nicht ob alles immer stimmt was von
    irgendwelchen Therapeuten und wie die alle heißen gesagt wird. Woher will einer alles wissen, wo war den
    der Ursprung, woher weiß man, daß man Traumata aufarbeiten muß, vielleicht hatte ja alles einenSinn
    und was soll man wann aufarbeiten.

    Das habe ich glaube ich schonmal geschrieben, da gibt es soviel da mußte ich jahrelang Therapie machen
    und aufarbeiten und dann kann wieder etwas neues passieren und das muß dann auch wieder aufgearbeitet
    werden.

    Ich bin dabei herauszufinden, wie fühle ich mich wann und wo und versuche mich alleine zu hinterfragen.

    Ach ich kann das jetzt nicht so genau beschreiben, doch ich versuche mich wohl zu fühlen, kein schlechtes Gewissen
    mehr zu haben auf meine innere Stimme zu hören, auf meine Intution und manchmal zu denken, so wie es ist, so ist
    es in Ordnung. Wer kann das beurteilen.

    So ich muß jetzt mal weiterlesen in den anderen Threads. Liebe Grüße von Zotti

  5. #75
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    @zotti
    ich finde dieses sprichwort aus *china passend:

    "Bevor du lernen kannst, andere zu besiegen,
    musst du erstmal lernen, gut zu stehen"

    ich glaube, bevor man sich in den kampf macht.... unveränderbare dinge, die in der vergangenheit liegen, aufzuarbeiten...
    ist es wichtig: "nicht zu hoffen, dass der feind nicht kommt.... sondern darauf zu bauen, dass wir bereit sind ihn zu empfangen....
    nicht auf die möglichkeit, dass er nicht angreift, sonder die tatsache, dass wir unsere stellung uneinnehmbar gemacht haben...(suzi, die kunst des krieges)

    ich glaube, nietzsche.... "gott ist tod".... wollte mit seiner kritik in bezug auf die religionen auch sagen, dass die gesellschaft
    den "glauben" schon lange missbraucht um dinge zu rechtfertigen, die weit weg vom eigentlichen sind.

    die menschen "brauchen" eine orientierung - ein sinn.... wir orientieren uns mehr am haben als am sein (erich fromm).... kommen wir zurück
    zum ursprung, die angst vor dem unerklärlichem.... die angst vor der vergänglichkeit..... füllt der "glaube" dieses vacum der haltlosigkeit.

    so soll jeder mensch, so glaube ich, seinen weg so bestreiten wie er "glaubt", dass es für ihn das richtige ist.

    ich bin röm-katolisch getauft.... doch ich finde (und das nur oberflächlich) dass der buddismus mir mehr fragen beantwortet....
    ich brauche keine kirche, keine götterstatue.... keine götter...
    doch vieles was im buddhismus weitervermittelt wird.... hilft mir.... in meinem jetzigen moment - so empfinde ich es für gut. es ist die situation,
    mit der ich umgehen will - die muss ich ganz alleine erkennen, die kann mir kein anderer erklären als ich selbst und suchen.... ev. bin ich
    einfach auch nur auf der suche nach HALT? nach orientierung? nach sinn?..... und buddha schreibt: Der geist ist alles. was du denkst, das bist du.
    -

    lg

  6. #76
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Hallo Michi

    Da du dir so viel Muehe gemacht hast meine harschen Worte zu lesen und zu kommentieren, obwohl es fuer dich scheinbar ein sehr schweres thema ist, moechte ich dir mal schreiben, das ich dich aufrichtig bewunder fuer die hohe Stufe von Erkenntnis, die du hast. Es gehoert viel Mut und Disziplin dazu den buddhistischen Pfad zu wandeln. Von allen Pfaden, ist dies wirklich der einzige ueber den ich mich nur sehr schwer lustig machen kann, und den ich anders als das Christentum ehrlich respektieren kann.

    Aber der Buddhismus hat mir sehr weh getan und mich lange unangeneh, beschaeftigt. Jetzt reagiere ich trigger-artig auf Lobpreisungen des Buddhismuses.

    Ich denke wir kommen hier wirklich ins Argumentieren, lass mich nochmal mit einem Zitat von Shunryu Suzuki vermitteln, dass wir hier nicht streiten muessen, und ich weiss ich habe alles falsch gemacht, was dort vorgeschlagen wird aber das was wir hier so geschrieben haben, auch gegen den anderens Strich, ist eben Ausdruck von "Big Mind" wenn man so will, das hat schon seine Richtigkeit
    When you say something to someone, he may not accept it, but do not try to make him understand intellectually. Do not argue with him; just listen to his objections until he himself finds something wrong with them. [...] Try not to force your idea on someone, but rather think about it with him. If you feel you have won the discussion, that also is the wrong attitude. Try not to win the argument; just listen to it; but it is also wrong to behave as if you have lost. Usually when we say something, we are apt to try to sell our teaching or force our idea. But between Zen students there is no special purpose in speaking or in listening. Sometimes we listen, sometimes we talk; that is all;[...] Not to say anything may be very good, but there is no reason why we should always be silent. Whatever you do, even including not-doing, that is our practice. That is an expression of Big Mind.
    Ich will den Buddhismus nicht dazu benutzt um noch viel mehr "ich" zu produzieren. Ich versuche frei von ideologie zu werden, weil diese Anhaftung in Hoechster Konzentration ist, daraus folgt natuerlicherweise, dass ich keine Religion haben kann, selbst wenn ich, weil - und solange - ich es fuer richtig halte buddhistisch Praktiziere.

    "Buddhismus" ist ein Oximoron.


    'Michi schreibt:
    Und sie drehen sich mit jedem geschriebenen Wort im Kreise....
    Das kann man gar nicht oft genug unterstreichen.

    Zitat aus "Zen Mind Beginners Mind":
    Our Way is not something to talk about, but something to practise.
    Ich gebe zu ich habe mich hinreissen lassen in der Welt der Worte und der Ratio zu Argumentieren, und dabei das grosse ganze aus den Augen verloren.
    'Michi schreibt:
    Rechte Rede....
    in diesem Zusammenhang vielleicht besser rechtes Zulesen!!!!!
    Ja du hast recht ich habe dich oft nicht richtig verstanden, aber du schreibst immer so viel, und dann oft auch noch so trigger dinger fuer mich, und dann muss ich sofort was zurueckschreiben. entschuldigung.

    'Michi schreibt:
    Wir sind geprägt durch unsere Sozialisation und unsere Erfahrungen, die wir gemacht haben.
    Um wirklich zu verstehen, ein anderes Denken zu bekommen.
    Verständnis zu entwickeln ist es notwendig, die Perspektive zu wechseln,
    versuchen, mich hineinzuversetzen in das, was der andere meint.
    Ich glaub immer, ich kann mich ganz gut in Andere hineinversetzen, aber dann merke ich irgendwann, so wie bei dir jetzt, scheisse, irgendwie war ich ganz schoen unaufmerksam und der andere ist vielleicht verletzt... passiert mir ganz schoen oft, auch dass ich mich dann nicht in dich reinversetzt habe, weil ich deine Posts oft nur ueberflogen habe, und dann irgendwelche "trigger" gelesen habe, die mich sofort dazu veranlasst haben, den mit Worten gelehrten, und den Institutionalisierten Buddhismus mit allem was da dranhaengt niederzureissen.

    'Michi schreibt:
    Und nicht immer wieder zu wiederholen, gebetsmühlenartig, was man schon in den vorherigen Texten gesagt hat!!!!!
    Und ich frage mich, wie vermeide ich das selbst?
    ich habe das gefuehl als ob du deine religion genauso religioes verteidigst, so wie ich es immer mache
    und das fuehrt zu so einer Art Trigger Ping-Pong oder?

    Hinzukommt das wir beide sooo viel texten, dass wahrscheinlich (jedenfalls ich) keiner alles ganz genau gelesen/verstanden hat, was der andere geschrieben hat.

    'Michi schreibt:
    Da sind also die Skeptiker, die der Menschheit sagen,
    dass das Leben Leiden ist und dass das so ist
    und dass du daran nichts ändern kannst.
    Und wer auch immer was anderes sagt, der betreibt Augenwischerei.
    Ist ein Scharlatan, der dir nur etwas vormacht.
    Und sich den Tatsachen des Lebens nicht stellen will.
    Es ist GENAU DAS was ich sinnvolles vom Buddhismus gelernt habe. Man soll ihn ohne Erwartung praktizieren.
    Man soll akzeptieren was ist, auhc wenn es leiden ist. dann ist es doch sehr widerspruechlich dass alles zu tun weil man insgeheim erwartet vom leiden befreit zu werden, oder??

    Vom Leiden befreit zu werden passiert, wenn man nicht darauf zuarbeitet. Um Gluecklich zu werden darf man es sozusagen nicht versuchen.

    Daher ist es natuerlich Quatsch von mir zu sagen das das Leben leiden uns und man nichts dagegen tun kann, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Angst vor dem Leid mehr Leid erzeugt als die Akzpetanz vom Leid, und daher ist es besser fuer mich, wenn ich so denke: "da kann man sowiesonix gegen machen", weil dann die akzeptanz kommt, sonst kommt nur spritiuelle anstrengung die letzlendlich das leiden fuettert.

    ich mag nochmal was vom shunrio suzuki zitieren:
    try not to achieve something in particular, try not to achieve something special, you already have everything in your own pure quality. If you understand this ultimate fact, there is no fear. [...] if your effort is in the right direction, there is no fear of losing anything
    'Michi schreibt:
    Da sind die, die die Anhänger einer Religion und deren Verhalten
    der Religion selbst anlasten oder gar der Lehre.

    Und da gibt es die, die nicht wissen, von was sie sprechen.
    Sie denken zwar, es verstanden zu haben, aber dem ist nicht so.
    Also das ich nicht verstehen kann, und auch wahrscheinlich NIE verstehen werde wovon ich spreche wenn es um Buddhismus geht, zeigt ganz deutlich, dass ich kein Anfaenger auf dem Gebiet bin

    'Michi schreibt:
    Und ich erkenne mein Bedürfnis, Ihnen ihr Missverstehen deutlich zu machen,damit auch sie wirklich verstehen.
    Liebe Michi, ich moechte wirklich verstehen was du denkst, egal wie geschickt/umstaendlich/ungeschickt du es ausdrueckst, ich finde es wichtig.

    Auf der Anderen Seite habe ich einfach eine Meinung vom Buddhismus, und "wirklich verstehen" heisst nicht nur deine Meinung vom Buddhismus zu haben.

    'Michi schreibt:
    Denn sie sind gar nicht so weit davon entfernt.
    Es ist nur ein winziger Schritt.

    Warum ich das weiß?
    Weil ich auch mal dort stand!
    Bevor ich den ersten Schritt tat.
    Angenommen wir wuerden nicht ungefaehr das gleiche denken ... glaubst du, ich kann dich ueberzeugen, wenn du es nicht selbst merkst?

    Glaubst du, du kannst mich ueberzeugen, wenn ich es nicht selbst merk?

    'Michi schreibt:
    Und diesen Schritt gehe ich immer wieder von neuem.
    In der Gehmeditation kommt es immer auf diesen Schritt an,
    nicht auf den vergangenen, nicht auf den zukünftigen,
    auf diesen Schritt jetzt.
    Ich liebe gehmeditation!! Hatte schon ganz tolle erfahrungen damit gemacht.
    'Michi schreibt:
    Ich habe in der Schule gelernt,
    dass Nichtwissen Glaube wäre.

    Das ist Blödsinn!!!!!!

    Wissen ist Glaube.
    Und Glaube ist Wissen.

    DIe Geschichte vom ungläubigen Thomas muss für dieses Missverständnis herhalten.
    Er sah und konnte seinen Augen nicht trauen,
    er musste berühren, erleben, denn das Offensichtliche war für ihn noch lange nicht offensichtlich.

    Diese Geschichte hat mehr als tausend Jahre dieses Missverständnis tradiert,
    dass du ohne Beweise glauben sollst.
    Dass das der wahre Glaube sei: ohne Beweise glauben.

    Doch geht es wirklich bei der Geschichte des Thomas um dieses Vertrauen ohne Beweise?
    Oder geht es nicht darum, dass das Offensichtliche oft nicht anerkannt wird,
    bevor man(n) es nicht selbst erlebt hat?
    Doch klar du hast voll recht! Das stimmt. Aber fuer mich sind andere Dinge offensichtlich als fuer dich, und schon beginnt das dilemma aus dem die (auch von Buddha sehr hochgehaltene) Logik und die Ratio einen Rahmen liefern in dem wir die subjektiv aufgenommenen offensichtlichkeiten objektiver austauschen und vergleichen koennen.

    Wenn ich mir etwas sehnlichst wünsche, dann ist das Gelassenheit,
    nicht immer so schnell auszuticken,
    mich nicht so triggern zu lassen.....

    Wenn ich austicke, dann bin ich getrennt von mir selbst
    und wenn es dann vorbei ist und ich zurückblicke,
    habe ich oft nicht verstanden, warum mich diese Kleinigkeit so hat austicken lassen.

    Heute weiss ich, dass ich getriggert wurde/werde.....
    und dass das Austicken begünstigt wurde/wird durch Gedanken und Gefühle,
    die oft gar nicht an die Oberfläche kommen....
    derer ich mir gar nicht bewusst bin.

    Und ich leide darunter.... aber nicht nur ich,
    auch mein Umfeld.... in erster Linie mein Sohn.

    Für mich ist getriggert werden nur ein anderes Wort für anhaften.
    Wenn ich mir meiner Trigger bewusster werde, dann kann ich auch Abstand gewinnen,
    und sie dadurch auflösen....
    und dann hafte ich nicht mehr an.
    Jeder einzelne Trigger führt zu Leiden
    und mit seiner Auflösung bin ich von ihm geheilt.

    Unsere Interaktion wird zum größten Teil durch Trigger bestimmt,
    die angenehmes oder unangenehmes Erleben erinnern
    und unsere gelernten Reaktionsweisen sollen uns vor diesem Erleben schützen oder öffnen
    je nach dem.
    Also die Praxis wird dir auf jeden Fall mehr Gelassenehit bringen und allgemein helfen.
    Aber nachdem was ich gehoert habe, veraendert die Meditation das Gehirn tatsaechlich, und ich bin nicht sicher, ob ich diese Veraenderungen gut finde, weil fuer mich Religionen kein hoehere Wahrheit liefern und ich Angst um meine mentale Gesundheit habe.

    Ich kann das SEHR GUT nachvollziehen was du da schreibst. Nicht mit einem Sohn, zum Glueck/leider bin ich kinderlos.
    Aber ich hatte einen leicht Vorgesetzten Kollegen, wir haben am ende nur noch trigger ausgetausch, bewusst/unbewusst ich habe naechtelang vor hass und zorn wachgelegen, ich bin ausgetickt, etc ich achtsamkeit, meditation, mbsr, zen, etc alles versucht ausser therapie und medikamente - und es hat geholfen, aber es war verdammt schwer. irgendwann hat er gekuendigt, und ich hatte angst das ein anderer seinen platz in meinem leben einnimmt wegen des vakuums und so, und das ist auch fast passiert - aber dank achtsamkeit etc habe ich den keim jedesmal erstickt.

    Wenn ich Eis esse, dann wird angenehmes Erleben getriggert,
    aber dieses Erleben bin ich mir meist gar nicht bewusst,
    genieße nicht wirklich,
    bin während ich es esse, schon beim Bedauern, dass das Eis bald aufgegessen sein wird
    oder bin in Gedanken abgeschweift, habe dissoziiert und das Eis ist aufgegessen,
    ohne es bemerkt zu haben
    ohne dass ich wirklich Genuss erlebt hätte.

    Der buddhistische Pfad ist nicht gegen Genuss, sondern er möchte darauft aufmerksam machen,
    dass die meisten gar nicht wirklich genießen können
    und dass aus diesem Mangel an wirklichem Erleben Leiden entsteht.
    Wer wirklich genießt, leidet nicht, wenn das Eis aufgegessen ist,
    sondern freut sich über den Genuss.
    Genau mein Reden, aber was du sagst, egal wer dir das erzaehlt hat ist offiziell nicht buddhistisch
    Schau dir mal die Eight Precepts an, da wird singen und Tanzen verboten. Ok in den Five Precepts fuer die Laien nicht, aber das ist dann so "2. Klasse" Buddhist, und dadurch das es fuer Moenche und fromme Laien, die eben den "8 Precepts" folgen nicht erlaubt ist, wird es in ein negatives Licht gerueckt.

    UND DAS IST FALSCH. Musik ist mein halbes Leben. Ich KANN geniessen und Bhuddismus will das indirekt kaputt machen!!!! Und ich lasse mir von keinem einreden .. dass ... Mist, Sorry das war wieder ein Trigger fuer mich. Ich lasse den Text stehen, normalerweise haette ich ihn geloescht, aber ich will dass du verstehst wo meine Trigger sind....

    Und ist neugierig auf das, was er jetzt erleben darf.

    "Nur wer die Sehnsucht kennt, weiss, was ich leide."
    Und zwar die Sehnsucht nach dem Eis vor dem Eis während des Eises
    nie dahin kommend, wirklich Eis zu essen,
    weil die Sehnsucht, sich auf gestern, heute und morgen richtet
    und nicht auf das Hier und Jetzt.
    So wird der Genuss einfach verpasst.

    Und es bleibt nur die Sehnsucht und das Leiden.

    Das Leben ist so schön.
    Es wirklich genießen können,
    das Leben er-leben

    Das lehrte Buddha.....


    Er sah gerade in der Askese keinen Weg.
    Sondern im mittleren Weg.


    Schließlich möchte ich an diese Weisheit erinnern:
    Der Weg ist das Ziel.



    Michi
    *Mitdenhaendeninderluftwink* DAS ist auch was ich vom Buddhismus mitnehme. Darauf koennen wir uns einigen. Aber wenn du mal auf wikipedia die Precepts etc liest, und "Ask-A-Monk" auf Youtube siehst, die lehren das krasse Gegenteil.

    Und ausserdem warum diese Fixierung auf Buddha? Es ist doch scheiss egal wer was lehren wollte, entweder es war ne gute idee dann macht mans oder es war ne scheiss idee dann laests man.


    Danach war ich kein Buddhist mehr, und will es auch nicht mehr sein. Buddhas Lehre wird durch eine Religion nur zerstoert, weil Religion den Anhaenger festhalten will, ihn besitzen will in dem Sie dem Anhaenger Schuldgefuehle einredet: Genuss, Musik, Tanz, Sex, etc wird als verblendend, von dem wahren Glueck ablenkend beschrieben, aber es gibt fuer mich als Mensch und Laie eben kein Glueck ohne diese Dinge, UND DAS IST GUT SO.

    Der Buddha hat auch viel wichtiges gelehrt, und ein paar brilliante, geniale Dinge, aber er hatte ganz klar grenzen, und heute ist man weiter....und egal er ist kein heiliger allwissender Lehrer gewesen. Wenn duglaubst, dass er eine "heiliger" besonders erleuchteter Lehrer war/ist, dann bist du eben religioes, ok? Kein Problem, hauptsache es hilft dir und deinem Sohn.

    Aber ich sage dir ganz tief von Herzen, ich habe da Angst um dich, weil, wenn du auch nur ein kleines bischen wie ich bist, du damit nur nochmehr trigger in dein Leben einbaust.


    KILL THE BHUDDA(-Trigger).


    Du kannst ja trotzdem den Pfad gehen, denn Buddha ist ja schon tot egal wie oft ihn noch jemand "killed".
    Ich moechte nochmal ein Zitat bringen aus einem Dharma-Talk ueber "strengen/eingeschraenkten Dharma" bringen, der zeigt warum man aus meiner Sicht das Dualistische Denken(tm) beim Thema Buddhistsein/Nicht-Buddhistsein und beim Thema "Leiden/Beenden vom Leiden" ueber Board werfen sollte:

    Enlightenment is not special. Put it all down -- your opinion, your condition, your situation. Then your mind has no inside, no outside, no subject, no object. Just one time, inside and outside become one -- that is getting Enlightenment. If you are still keeping small things inside, you cannot get Enlightenment. Enlightenment is not special. It means when you are doing something, do it. When you see, just see. When you hear, just hear. When you smell, just smell. When you taste, just taste. When you touch, just touch, O.K.? When you're thinking, just think. Just think, O.K.? Don't check your thoughts. Just think. That is Enlightenment. It's not special. Therefore Zen Master Nam Cheon said, "Everyday mind is Zen mind."
    Es ist schwer zu verstehen, aber eigentlich ganz einfach: "Everyday mind is Zen mind." Wenn ich selbst auf retreat war, dann war keiner von uns im "Everyday Mind" wir waren alle was besonderes, aber das ist im buddhistischen Sinne natuerlich nicht gewollt(ja ich weiss der buddhismus will nix schon klar, aber du weisst wie ich mein oder?)

    Es ist wichtig das dualistische Denken aufzugeben, davon ist man aber weit weg wenn man von Leiden oder Nicht-Leiden als Gegensatz spricht.

    Ich lade dich ein mit mir zusammen einen Schritt Richtung Erleuchtung zu gehen, und zu versuchen nicht zwischen Leiden oder Nicht-Leiden als fuer sich existierende Entitaeten im Universum zu sprechen.

    lg
    Geändert von teevorian (25.07.2012 um 02:04 Uhr)

  7. #77
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    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Smile schreibt:
    @zotti
    ich glaube, nietzsche.... "gott ist tod".... wollte mit seiner kritik in bezug auf die religionen auch sagen, dass die gesellschaft
    den "glauben" schon lange missbraucht um dinge zu rechtfertigen, die weit weg vom eigentlichen sind.
    nieztsche kritisiert dass die schwachen sich mit der religion zusammenraufen und eine moral der schwachen schaffen, und damit die wenigen starken unterdrueckt und "ausrottet", wodurch die gesellschaft immer schwaecher wird ...
    natuerlich hat er das so mir nix dir nix frei gedacht ... ohne was boeses zu wollen... iss ja auch nicht soo bloed aufm ersten blick. aber dann haben die nazis das halt adaptiert ... und es entstand eine neue religion vom typ "rassenideologie" der starken rasse ... und nun endlich begreift man warum nietzsches religionskritik ein zweischneidiges schwert ist

    auch ohne religion liebe ich die empfindenden wesen dieser welt, fuehle mich dem ganzen verbunden, teile die welt nicht in starke und schwache ein. mag die begegnung auch mit schwierigen und besonderen menschen, egal ob "geistig behindert" oder nicht. ich bin fuer eine gesellschaft der naechstenliebe und des mitgefuehls und der toleranz gegenueber friedlichen minderheiten

  8. #78
    Ist hier zuhause

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    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    @teevorian

    wenn mann immer wieder am boden liegt.... ist es viel einfacher, dem stein, dem weg, dem nachbar.... einfach überall
    die schuld zu suchen.... und dann kommt jemand, und sagt dir.... wo du deine wut hinprojektieren kannst.... wie du wieder
    "stark" sein kannst.... deine macht wieder bekommst.... zuerst wird dir aber "bewiesen", dass man dich ungerecht geschwächt hat...
    dass du als niemand aus dem krieg degradiert wurdest.... keine autorität, keine kontrolle.... keine wertschätzung deiner....

    ganz egal ob du dich für ein "nickerchen" auf den boden legtes... wenn man die dinge so verdreht... dass du wirklich aus "panik",
    wütend wirst..... ein manipulator verdreht die dinge immer so, wie sie ihm nützen....

    die geschichte schreibt.... und die herdentiere sind nun mal so einfach zu manipulieren.... dass sie immer wieder dem hammel
    in den abrund folgen werden.... mit dem vollen bewusstsein... "stark" zu sein....

    off topic..... wer nicht in der lage ist, selbstständig zu denken.... der lebt in der gefahr, in einer art abhängigkeit zu geraten....
    und wer immer unter einer art autorität lebte, wird es in der unabhängigkeit schwer haben sich zu finden....

    lg

  9. #79
    Wohnt hier

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    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Smile schreibt:
    die geschichte schreibt.... und die herdentiere sind nun mal so einfach zu manipulieren.... dass sie immer wieder dem hammel
    in den abrund folgen werden.... mit dem vollen bewusstsein... "stark" zu sein....
    Und so sieht es auch Einstein:

    „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.“
    Das macht finde ich den Unterschied, kann ich hinterfragen, bin ich in der Lage, zu entscheiden, was mir hilft? Oder bin ich lieber ein Schaf und folge dem Leithammel....

    LG
    Erika

  10. #80
    Neues Forum-Mitglied

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    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma




    LIebe Zuleser,

    vielen Dank für eure letzten Beiträge.....


    Wir drehen uns nicht mehr im Kreise oder sind uns des Triggerrades bewusster?

    Danke teevorian.
    Danke smile
    Danke erika
    Danke zotti


    Ja, Thich Nath Hanh ist in der buddhistischen "Gemeinde" umstritten.....
    Und ja, ich hatte bisher noch keinen Kontakt zu "echten" Buddhisten,
    nur zu MBSR und Zen-Lehrern

    Ach ja, mein Herkommen ist ein buddhistisch-tantrischer......
    mich körperlich erleben ist für mich der Anfang und das Ende meiner Achtsamkeitspraxis !!!!

    Ich würde gerne mit euch, die ihr hier so eifrig schreibt,
    ein eigenes Retreat machen
    und jeder von euch hält dann am Vormittag einen Vortrag über seine Erkenntnisse.

    Verbundenheit spüren mit mir selbt und allem, was ist...
    Dieses Erleben geht über jedes intellektuelle Verständnis hinaus.

    Daher: Wenn du Buddha findest, dann töte ihn.

    Die Religion "Buddhismus" ist mir fremd.....
    die hinduistischer Götter sind mir fremd....
    der strafende Gott ist mir fremd....
    die Erlösung durch Leiden ist mir fremd....


    Und doch ist da Weisheit in allen Religionen, sprirituellen Lehren....
    Wenn ich sie wie Blaupausen über einander lege,
    dann entsteht für mich der Kern der Wahrheit.

    Ich danke dir für deine Sorge!!!!!
    Ich verstehe dieses Bedürfnis.... es ähnelt meinem.....
    diesen Schritt verständlich zu machen....

    Dieses .... und plötzlich macht es klick !

    Obwohl es nicht nur ein Klick gibt.....
    das erste Klick ist nur das erste...


    Ich war so lange ich zurückdenken kann meiner Religion gegenüber kritisch.
    Meine weiteren Namen lauten Zweifel, Kritik, infrage stellen....

    Jedoch in meinen Jahrestrainings Tantra durfte ich endlich er-leben.
    Dort erwachte meine innere Beobachterin,
    erlebte ich einen Zustand vollkommer Achtsamkeit!

    Und daher weiß ich "es".

    Ich habe mich ja gesehnt nach diesem Wissen, das nicht erarbeitet werden kann.
    Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein GESCHENK.

    Tief in mir drinnen weiß ich es, dass dies DER Weg.

    Durch dieses Erleben und auch durch Thich Nhat Hanhs Buch
    "Das Herz von Buddhas Lehre"
    habe ich jetzt auch intellektuellen Zugang zu meinem erlebten Wissen.

    Anfangs habe ich geglaubt, Achtsamkeit wäre DIE Chance, Kontrolle zu gewinnen.
    Endlich etwas tun zu können..... gegen die Trigger....

    Aber das war mein größter Irrtum.

    Durch Achtsamkeit werde ich mir nur meines TUNs bewusster...
    das ist alles und so viel...

    Und ich werde mir meines Seins bewusster.

    Ich möchte mein ADHS umarmen, mein DA SEIN lieben .....
    und nicht mehr mittels Achtsamkeit unter Kontrolle zu bringen versuchen.


    Meine erste große "Erkenntnis" war, dass
    es nicht um die anderen geht,
    sondern nur um mich!!!!!

    Wie ich mit mir umgehe, wie ich von mir denke,
    dies zu erkennen, mich anzuerkennen..
    und anzufangen, mich selbst zu lieben.


    Das ist der Weg raus.


    Mache jetzt hier Schluss.


    In Verbundenheit

    Michi
    Geändert von 'Michi (26.07.2012 um 18:35 Uhr)

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