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Diskutiere im Thema ADHS & Buddhismus & Trauma im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Zotti

    Gast

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Hallo guten abend, aber dann müßte ich jetzt den ganzen Abend und die ganze Nacht durch schreiben.
    Ich habe da soviel erlebt, das sind auch teilweise Dinge, die kann ich nicht schreiben, wenn die jemand
    liest na ja, aber jetzt bin ich auch vom Tag erschöpft und mir kommt nichts mehr von früher in den Kopf.

    Ich habe auch mal Reiki gemacht, vielmehr dies Einweihungen 1.2. und 3. Grad aber ohne selber einweihen
    zu können. Darüber könnte ich nochmal extra Geschichten schreiben.

    Ich glaube ich habe mich in den spirituellen Kreisen bewegt, weil die eben alle anders waren und man als
    ADSler auch anders ist und sich da ein bißchen akzeptierter fühlte. Obwohl wenn ich jetzt weiter schreibe
    erinnere ich mich, da war ich auch schonmal auf so Wochenendworkshops und da fühlte ich mich dann
    oft als Außenseiter, wußte natürlich nicht woran das lag.

    Ach ja, heute bin ich ziemlich allergisch gegenüber solch spirituellen Maßenveranstaltungen.

    Ich gehe hier auch zu einer Tierheilerin so nenne ich die, die ist eine Schamanin, und da bin ich immer mit
    den Meerschweinchen hingegangen. Das war in Ordnung, sie ist auch ganz bodenständig, hat 4 Kinder, raucht
    auch Zigaretten, doch wenn da die anderen Leute sind, die alle so spirituell sind, dann erscheint mir das alles
    irgendwie so unecht und manchmal auch lächerlich. Kann ich jetzt nicht so erklären.

    Vor allen Dingen gibt es da so viele unmenschliche Sprüche auch, alles kann damit entschuldigt werden, daß es
    dein schlechtes Karma ist aus Vorleben und daß hast du dir so ausgesucht, schon bevor du geboren bist und soweiter
    und sofort.

    Jetzt höre ich auf zu schreiben, kann aber später nochmal weiterschreiben. Auf jeden Fall bin ich schon so oft angeblich
    eingeweiht worden und mir wurde soviel Karma abgenommen und da müßte ich ja schon dreimal erleuchtet sein.

    Wie gesagt, als ich das erstemal im Leben meinen erste Ritalintablette nahm im Jahre 2000 da hatte ich ein Gefühl, daß
    ich jetzt ein wenig erleuchtet bin, vielleicht weil ich dann angefangen habe durchzublicken und jetzt verliere ich den Faden.

    also bis dann mal, Gruß Zotti

    P.S. Da fällt mir gerade noch ein, der Vater meiner Söhne hat heute (gestern) Geburtstag, der war damals angeblich hoch-
    spirituell und mußte durch die Welt reisen, da es sehr wichtig war den anderen Menschen zu helfen und die zu heilen und
    ich saß da alleine in der Großstadt Berlin mit den Zwillingen und konnte gucken wie ich zurecht kam.

  2. #42
    Zotti

    Gast

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Liebe Waldsteinie ich lese das morgen, doch beim überfliegen ist das sehr gut erkannt.

    Gruß Zotti

  3. #43
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    'Michi schreibt:
    Es ist ein großer Unterschied, ob ich Fakten akzeptiere oder ob ich mit meinem Herzen
    mein Einverständnis dazu gebe.
    Nur wenn ich mit meinem Herzen verstehe, Ein-Verständnis entwickele,
    kann ich Veränderungen bewirken, nicht was mein Sein, sondern was meine Beziehung
    zu meinem Sein, zu mir selbst und meine Beziehung zur Welt angeht
    .
    Genau darin liegt für mich auch der Kern, der Aussagen/Überlegungen/Weisheit....

    Mit dem Herzen verstehen - ich glaube das ist eine der schwersten Übungen, weil ich mich dazu selbst annehmen muss... und so wie du sehe ich auch hier die Brücke

    Für mich geht es nicht um "eingefangen" werden, sondern um meine innere Freiheit - die erlange ich eben durch diesen Weg

    LG
    Erika

  4. #44
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    'Michi schreibt:
    Ihr Lieben,

    ich möchte hier eigentlich nicht einsteigen, was die einen oder anderen Missverständnisse betrifft.

    Das Herz von Buddhas Lehre" von Thich Nhat Hanh ist eine prägnante und doch umfassende
    Einführung in den achtfachen Pfad, in die buddhistische Psychologie und Ontologie.
    Und in die wesentlichen Lehrreden Buddhas.

    Och, ich denke nicht, dass ich das grundsätzlich missverstanden habe. Gerade die Achtsamkeit (bzw. das Loslassen) ist doch Basis jedweder Gesundung.

    In diesem Sinne sind sich ja auch alle diese Lehren sehr ähnlich, nur die Methoden sind etwas unterschiedlich.


    'Michi schreibt:
    Jesus und Buddha zeigen denselben Weg.
    Sehe ich auch so, im Grunde zeigen die zehn Gebote mit anderen Worten auch die Buddhistische Lehre auf. Die einen reden von den zehn Geboten und die anderen vom achtfachen Pfad. Welcher Weg zur inneren Ruhe führt, ist jetzt nicht wirklich wichtig.

    Die etwas strengeren buddhistischen Rituale geben eventuell auch deutlich mehr Halt. Auch andere Lehren enthalten ja dieses Element der meditativen Strukturierung. Dabei halte ich es auch für unwichtig, ob es heißt: Am siebten Tage sollst Du ruhen! Oder: Du sollst täglich meditieren.

    Das Prinzip ist immer: du sollst inne halten - ob jede Stunde mal oder an bestimmten Tagen oder zu einer bestimmten Uhrzeit täglich oder bei jedem dritten Atemzug.

    Und alle Lehren haben das Prinzip "Annehmen, was ist", "Nicht-Werten" "Präsenz".

    Ich bin der Meinung, dass diese Lehrer durch Innenschau vieles erkannt haben, was sich heute teilweise mit der vorhandenen Technik nachweisen lässt. Möchte hier nur drauf verweisen, dass die Meditation in der Grundlagenforschung angekommen ist. Veränderungen der Hirnfunktion nach langer Meditation wurden durchaus schon nachgewiesen.

    Ich geh sogar soweit in meiner Behauptung, dass Bezeichnungen mit dem "Herzen sehen" heute im Stammhirn bzw. in der Funktion des limbischen Systems lokalisiert werden können.

    Jede dieser Lehren nutzte die Bilder und die Sprache ihrer Zeit. Macht man sich dann mal die Mühe der Übersetzung oder der Transformation in die heutige Sprache findet man doch einige Gemeinsamkeiten!

    Problematisch wird es eben nur, wenn sich solche Sektenstrukturen herausbilden. Oder wenn gar gesagt wird, man müsse sich der Lehre nur ganz unterwerfen, dann klappt der Rest schon!

    Kenne selbst sehr bodenständige Anhänger solcher Lehren und Zen ist auch für mich ne wichtige Hilfe im Alltag.

    Gleichwohl finde ich es erschütternd, wie viele Menschen ich bei Sesshins oder auch in anderen Retreats getroffen habe, für die der Weg keineswegs geeignet war - im Gegenteil, sie wurden immer verwirrter und kamen nichtmal für ein paar Minuten in den Zustand des Gewahrseins.

    Was mir zudem einfach nicht gefällt: Früher gab es vergleichsweise strenge Kriterien für die Teilnahme an solchen Veranstaltungen bzw. generell für die Teilnahme an Meditationen jedweder Art.

    Heute ist das leider nicht mehr so und es werden immer mehr Menschen in die Psychiatrischen Kliniken eingeliefert, die mit diesen Methoden regelrecht in die Psychose abgerauscht sind.

    Hier setzt meine harsche Kritik an! Möchte in diesem Zusammenhang drauf hinweisen, dass Johannes in der Anleitung für emoflex ganz ausdrücklich darauf hinweist, dass man auf keinen Fall trancen soll! Die Trance ist ja ein ähnlicher Zustand wie er auch in der Meditation auftreten kann oder sogar auftritt.

    Und letztendlich ist es auch ein Zustand wie er in der Dissoziation auftritt, der Bewusstseinszustand verändert sich. Wenn die Dissoziation aber dein Leben erschwert bzw. Dir Leiden verursacht, dann sollte genau dies verhindert werden! Wer aber sein ganzes Leben schon dissoziiert, der kann es selbst nicht erkennen - der benötigt den Blick von außen.

    Mit anderen Worten: Du brauchst eine gewisse Fähigkeit zum Hier und Jetzt, um das Hier und Jetzt üben zu können! Sonst schlägt die Geschichte ganz schnell in's Gegenteil um.

    Ist nicht anders als mit der Psychotherapie - sie hilft nicht immer! Und es gibt Störungen, die müssen erstmal biologisch stabilisiert werden, um eine effektive Psychotherapie machen zu können. Wenn der nötige Betriebsstoff fehlt, klappt es eben nicht mit dem Hier und Jetzt.

    Und das erwarte ich auch von den diversen Gurus und Lehrern, dass sie erkennen, wann ihre Methode nicht geeignet ist und dann auch rasch eingreifen und nicht stur darauf beharren, dass man nur weiter üben muss, dann wird es besser! Da fehlt dann oft ein wenig Achtsamkeit .

    LG
    Waldsteinie

  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 84

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    @Michi

    Danke erstmal für deinen Beitrag

    Dafür, dass du eigentlich nicht in das Thread einsteigen wolltest, hast du doch ein ganz ordentliches Paket geschnürt,
    welches sich durch seine Einleitung erstmal von den anderen abhebt^^
    Man liest auch schnell dass du dich auskennst und dich damit umfangreich beschäftigt hast!

    Ich schröpfe im Endeffekt nur die Oberfläche dieser Thematik, profitiere aber dennoch vom gewünschten Effekt und habe für mich "verstanden".
    Es gestaltet meine Gedanken&Verhalten auf eine positive Art&Weise mit.

    Mich da stärker durch definieren oder vertiefen, vermeide ich und habe auch keinen Drang danach
    Viele Leute die ich kennengelernt habe, die sich damit intensiv beschäftigt haben und dadurch definieren, erwecken einen "fremden" Eindruck auf mich.
    Da kamen häufig keine richtigen Gespräche zustande, weil vom vermeintlich "Erleuchteten" eine allsagende & Endgültige Weisheit alles erstickte.^^

    Beschränke mich im Groben auf Ursache/Wirkung, Achtsamkeit, "bewerten", Umgang mit unangenehmen Gefühlen, und noch paar Kleinigkeiten & Aspekte die die Wahrnehmung betreffen.
    Dass ganze versuche ich leicht dosiert in den Alltag einzubauen
    Mir war klar, dass ich durch mein unzureichendes Wissen manche Dinge evtl. nicht richtig erfasse und dadurch "falsch" wiedergebe und ein Missverständnis entsteht
    Daher ergänzen Beiträge wie Deiner, so wie alle Beiträge ein Thread wunderbar und kein Grund nicht mit einzusteigen

    lg, p

    Achtsamkeit zum Beispiel für mich: setzt nichts vorraus, es bedeutet lediglich wahrzunehmen, was schon da ist.
    Geändert von the-p (12.07.2012 um 19:08 Uhr)

  6. #46
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Ihr Lieben!

    Mit "nicht einsteigen wollen" wollte ich ausdrücken, dass ich nicht auf jedes inhaltliche Missverständnis
    eines Beitrags eingehen kann, weil ich zuviel Zeit dafür investieren müsste.
    Bin so wie so, viel zu oft und viel zu lange hier.
    Das nur am Rande, was meine Achtsamkeit betrifft und meine Antwort darauf.

    Daher hatte ich mich entschlossen meine Praxis zu beschreiben,
    damit deutlich wird, um was es geht,
    mein Erleben schildere,
    als "Korrekturbeitrag" sozusagen.


    Meditation und Trance

    Wiki schreibt:
    Unter einer Trance (lat. transire hinübergehen, überschreiten) versteht man einen schlafähnlichen Bewusstseinszustand, aber auch einen höchst konzentrierten Bewusstseinszustand,
    bei dem man intensiv mit einer Thematik beschäftigt ist.

    Meditation und Trance hat nichts miteinander zu tun.

    Denn bei der Meditation geht es um NICHTTUN.
    Bei der ACHTSAMKEIT geht es um FÜHLEN, EMPFINDEN, WAHRNEHMEN, was IST
    und nicht um die intensive Beschäftigung mit einer Thematik.

    Achtsamkeit ist eben keine Form der Dissoziation, sondern eine Methode,
    um mit dem in Kontakt zu bleiben, was ist und sich doch nicht davon gefangen nehmen zu lassen.
    In der buddhistischen Psychologie wird das Anhaften genannt.

    Und ADHSler sind Meister im Anhaften....
    wenn wir anhaften, dann bleiben wir dran, dann wird es nicht langweilig oder unangenehm oder mühsam,
    aber wir können dann auch nicht loslassen, bemerken nicht, was das Anhaften mit uns macht....
    Es hat fast suchtähnliche Züge,
    aber dadurch sind wir zu Höchstleistungen in der Lage...
    physisch und psychisch.
    Aber auf der anderen Seite haben wir kaum Selbstregulation,
    schaffen es kaum auszusteigen, loszulassen
    bis zur Erschöpfung.

    Das ist meiner Meinung nach der Grund, warum wir ADHSler prädestiniert sind für Stresserkrankungen.

    Die Methode der Achtsamkeit lässt mich mir meiner selbst bewusst werden,
    lässt mich wahrnehmen, was ich JETZT gerade tue, denke, fühle,
    was gerade geschieht.
    Ich spalte mich aber nicht von mir selbst ab, sondern ich bin eins mit dem, was ist
    und doch habe ich Abstand.
    Bin draußen und trotzdem drinnen.
    Verbundenheit,
    Einssein.

    Und deshalb löst sich der Zustand der Anhaftung auf.
    durch Üben, nicht nur Denken, intellektuellem Verstehen....
    Es ist kein AKT der Entscheidung, der Kontrolle,
    Es geschieht einfach.

    Das ist der spirituelle Aspekt.
    Das ist der religiöse Aspekt,
    erst einmal zu vertrauen, was die Lehrer sagen
    und dann durch eigenes Erleben
    Wissen.

    So wird Glaube zu Wissen.

    Dieses Wissen kann aber nie zu Ausgrenzung und zu Überheblichkeit führen,
    zu: Ich habe recht, ich bin erleuchtet....

    Ich habe schon Zustände von tiefer Konzentration erfahren...
    ich glaube meine ADHS Struktur plus MPH befähigt mich nach so kurzer Zeit dazu,
    aber diese Zustände bedeuten nichts,
    wenn ich nicht im Alltag Achtsamkeit üben kann.

    Und das bedeutet mühsame tägliche Praxis.
    Im Moment bin ich noch motiviert?
    Ich hoffe, dass ich so lange motiviert bin,
    bis das Üben zu meinem Alltag geworden ist.

    Und deshalb ist eine Gemeinschaft so wichtig,
    die mich trägt und unterstützt.
    Hoffe, dass meine Achtsamkeitsgruppe sich über das Jahrestraining hinaus
    weiterhin treffen wird.

    Ich bin keine Einzelkämpferin.
    Sind jetzt drei jahre, nach fünf Jahren geht mir meistens die Luft aus.
    Das ist so mein Rhythmus.
    Aber jetzt ist mir das ja bewusst.

    HG
    Michi
    Geändert von 'Michi (12.07.2012 um 20:36 Uhr)

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 84

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    @Michi

    Es war auch kein Angriff oder so

    Mir erging es aber in den letzter Zeit häufig so, dass Ich Leuten begegne (ob im Netz oder Live) die denken dass NUR SIE verstanden haben, um was es geht.
    Dabei ernte ich oft Blicke oder Anmerkungen in Richtung "Ey du Kacknoob hast doch keine Ahnung von Buddhismus, Karma, usw....NUR SIE wissen, wie der Haase läuft mit der Spiritualität.
    Und da muss ich ganz klar sagen...NEIN!...Leute die sich so abheben, haben keine Ahnung von der ganzen Materie...

    Um solche Zügen in diesem Thread vorzubeugen, habe ich versucht deutlich zu machen, dass es kein "richtig & falsch" und somit KEINE Missverständnisse gibt.
    Egal wie viel oder wie wenig sich damit Jemand auseinandergesetzt hat. Wenn jemand für sich sagt er hat "verstanden"...dann hat man das so hinzunehmen.
    Ob er es nun wirklich alles durchleuchtet, mit dem Herz verstanden oder mit dem rechten Ohrläppchen...ist absolut irrelevant. Das Ergebnis zählt.

    Dieser Beitrag, gilt jetzt nicht speziell DIR, sondern Denjenigen die grundsätzlich mit einem "Hauptsache Dagegen" in ein Thread einsteigen und versuchen die "Masse" darüber zu informieren was Buddhismus & Co. in Wirklichkeit ist.

    Gerade Glaube kann so unterschiedlich ausgelegt werden, wie die Menschen, die ihn ausüben...Wenn ich mir manche Threads so durchlese bin ich auch ganz froh darum nicht alles vom Buddhismus zu wissen und anzuwenden^^ Wie heist es so schön in dem Film Matrix: "Unwissenheit, kann auch ein Segen sein"

    Außerdem bewahre ich mir damit mein "mojo" - baby

    lg, p


    Kennt jemand nette Wats in Nordthailand, wo man als "Farang" und somit als Tourist ein paar Tage willkommen ist?
    Auch anderen Ländern bin ich nicht abgeneigt...Hauptsache heiß & tropisch^^
    Freue mich auf Tips und Ideen, Dankö!

  8. #48
    Zotti

    Gast

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Liebe Waldsteinie
    du bist sehr schlau. Ich lese das hier in dem Thema gar nicht alles. Ich merke bei diesem Thema geht es mir plötzlich schlecht,
    ich fühle mich nicht wohl, wenn ich so einiges hier lese.
    Ich selber kenne Fälle, also ich kenne die Menschen nicht persönlich, die durch spritituelle Seminare durchgedrecht sind und in die Psychiatrie gelandet.

    Dann ein Fall von einer damaligen Freundin aus Düsseldorf, deren jüngerer Bruder ist auch in der Psychiatrie gelandet, er hat einfach nie mehr geredet.
    Doch jetzt wohne ich ja wieder hier in der Nähe und sie hat mir erzählt, der Bruder ist wieder gesund geworden und hat eine Familie und sogar Kinder.

    Dann sind einige damalige Bekannte von mir in Berlin durch ein bestimmtes Seminar, z.B. war das damals auch so, daß man was unterschreiben mußte, das das alles auf eigene Verantwortung geschieht. Das war ein Seminar mit über 100 Leuten. Es gab danach noch nachfolgende Seminare und darauf aufbauende und da waren dann weniger Leute.

    Also auf jeden Fall bei dem ersten Seminar hat sich einer der Teilnehmer ein junger Mann dann am zweiten Tag umgebracht, nicht beim Seminar, doch dann zu Hause, er war am zweiten oder dritten Tag nicht mehr da, es wurde dann sehr schon gesagt von den Leitern, die Leute haben erstmal alle aufgemuckt, also es wollten viele etwas sagen, doch dann konnte eine bestimmte Frau das so schön erklären, die Verantwortung liegt bei ihm, wir haben da nichts mit zu tun, daß hat er sich so ausgesucht.

    Damals habe ich auch nichts gesagt, doch heute würde ich diese Sache anzeigen, daß wäre mir egal, ich würde nach meinem Gefühl und meinem Gerechtigkeitssinn handeln.

    Andere damalige Bekannte von mir sind nach diesem Seminar in der Weise durchgedreht, daß eine von Ihnen eine Sekte geraten ist und war dann in Amerika und schickte und allen Briefe, daß wir Geld senden sollen usw. Die Eltern haben sie da aber wieder herausgeholt zum Glück. Auch sie hat heute ein Kind, habe jedoch keinen Kontakt mir zu ihr.Ich kann mir sogar vorstellen, daß sie eine ADSlerin ist oder war oder so.

    Eine andere die war psychisch krank hat nach dem Seminar mit einem Schild auf der Straße gesessen, ich weiß nicht mehr was da genau war. Naja,
    dann ist sie in eine Kirchengemeinde geraten danach, die hatten ganz strenge Regeln. Ich war da mal mit, daß ist in Berlin Kreuzberg glaube ich eine riesige Kirchengemeinde, und da hatte ich dann die Heftchen mitbekommen und Kassetten. Und da war es mir nun verboten, Bauchtanz zu machen,
    und auch Reiki (das habe ich schon damals 1989 in Düsseldorf gemacht) und auch sollten Frauen lieber Kleider und Röcke tragen. Ach ja, der Bauchtanz sollte vomTeufel sein und so einiges mehr. Tja mit dieser Freundin habe ich natürlich den Kontakt abgebrochen.Ich muß dazu sagen, daß ich aus ihrer Vergangenheit weiß, daß sie sehr geschädigt war von ihrer Kindheit.

    Ich selber war von dem Seminar so beeinflußt, daß ich über ein Jahr lang immer wieder ein schlechtes Gewissen hatte, wenn was nicht klappte in meinem Leben, erstens dachte ich immer jetzt werde ich wieder dafür und dafür bestraft oder ich bin ein Verlierer (Loser). Jetzt erinnere ich mich wieder, es gab da nur Winners und Losers. Toll, ist ja fast Borderline - Schwarz undWeiß und nichts dazwischen.

    Das war in Berlin, ich kann jetzt nicht weiterschreiben, ich merke wie mich das zu sehr aufregt. Ich erinnere mich aber noch an etwas, da war mal ein Seminar in Düsseldorf, das muß dannn so 1989 gewesen sein bevor ich nach Berlin zog. Also das ging über 3 Tage und sollte ein Erleuchtungsseminar sein. Sorry, hatte zwischendurch ein Telefonat, jetzt bin ich nicht mehr bei der Sache, also bei diesem Seminar mußte man sich reihum wechselweise jede halbe Stunde mit einer anderen Person gegenübersitzen, in die Augen gucken und immer wieder fragte die eine Person: "Wer bist du", dann wurde gewechselt und ich fragte die andere Person : "Wer bist du". Das war für mich sehr anstrengend, vor allem wenn eine Person gegenübersaß, die ich nicht mochte. Tja, daß ging dann drei Tage so und alle waren hellauf begeistert. Wir haben irgendwo in einem Tagungshaus dies Veranstaltung gehabt,
    ich erinnere mich noch ganz genau, daß dann alle abends noch in einem Raum waren und sich unterhielten und lachten und alles toll fanden und ich
    habe mich schon im Saal schlafen gelegt und hörte die anderen lachen und fühlte mich vollkommen schlecht, sowie früher als Kind wenn ich im Bett lag und der Alte (Vater alkoholisiert) schrie wieder mal mit der Oma in der Küche herum und tobte und ich konnte vor Angst nicht einschlafen.

    So, jetzt das eigentliche was ich sagen wollte, also dieses Seminar hatte ich empfohlen bekommen von einem sehr netten Bekannten der auch dabei war.
    Der war wirklich ganz ganz lieb. Als ich dann in Berlin wohnte, bekam ich einen Anruf von seiner Schwester in der Weihnachtszeit, daß dieser gute Bekannte sich umgebracht hatte, er ist mit dem Auto einfach vor eine Mauer gefahren, daß war einSChock. Das problem war, er war in eine die ich auch kannte sehr verliebt, doch die wollte nichts von ihm. Eine Therapie wäre da bestimmt besser gewesen.

    Na ja, vielleicht war er ja dann von dem Seminar so erleuchtet, daß er sich dann umbringen konnte.(ist das jetzt zu makaber??)

    Liebe Waldsteinie, jetzt muß ich aufhören, ich könnte unendlich schreiben und mir fällt immer wieder was neues ein.

    Muß jetzt die Haare waschen und ansonsten bis dann alles Gute

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 84

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    boah is das heftig

    Was sollen das bitte für Seminare sein?!?
    Ich würde niemals in irgendein spirituelles "Seminar" gehen, da hab ich zu arg Paranoia, dass ich im Endeffekt bei Scientoligy lande
    Hier aufm Land sind solche Geschichten weit weit weg.
    Sind diese Vorfälle, die viele beschreiben wirklich im Namen Buddhistischer Praktiken & Denkansätze "verkauft" worden?

    Das ist schlimm was ich da über diverse Praktiken in Form von Seminaren usw. lesen muss...echt heftig...aber ich weis nicht ob das alles zu Ende erzählt wurde?

    Sind da wirklich die Seminare o.Ä daran Schuld?Oder finden sich da einfach mehr Menschen, die verzweifelt sind,
    in dieser und jener Praktik erhoffen, Linderung zu finden und dann merken dass die Suche erfolglos war und sie wieder vor dem Punkt X stehen.
    Und was mich auch interessiert ist. Wenn sich bei solch bewusstseinsverändernden Seminaren danach immer jemand umbringt.
    wie geht es den anderen? Konnten sie aus dem Seminar profitieren?
    Ich frage wegen dem Grundsatz "was für den Einen richtig ist, kann für den Anderen..."
    und was waren das für Leute die sich umgebracht haben, oder abgestürzt sind?
    Könnte es sein, dass sich die Rate in so "Kreisen" durch den psychischen Faktor einfach erhöht.
    Vielleicht hätten diese Leute sich so oder so umgebracht, oder ihr Leben den Bach runtergekippt. Und das Seminar hat das ganze lediglich beschleunigt?

    Also ihr merkt...Fragen über Fragen

    lg, p
    Geändert von the-p (13.07.2012 um 15:24 Uhr)

  10. #50
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    ich schleich mich hier mal rein.... ohne alles durchgelesen zu haben (sorry )
    und vom buddhismus keine ahnung zu haben.... (ich ziehe aus allem was ich suche/finde, das was ich für mich
    brauchen kann ohne mich zu verkaufen....)

    ..... betrf. meditation / ich glaube, dass ich vom typ her, eher mich ins jetzt holen muss. wenn ich nicht "aufpasse" schweifen
    meine gedanken weg.... ich beame mich weg :-)

    bewusst da sein ist für mich schwerer als "in gedanken" - daher, so glaube ich, wäre meditation eher eine verstärkung
    meines problems.

    aus diesem buch, konnte ich aber so einiges für mich hilfreiches "rausziehen" - Shaolin von Bernhard Moestl - Buch portofrei bei Weltbild.ch kaufen

    lg

    was ich mich frage.... betrf. seminare??..... also bei einem psychologen / psychater.... gibt es ein fangnetz.... damit meine ich, wird darauf acht gegeben.... jeder trägt seinen rucksack.... was drinn steckt, ev. noch in vergessenheit versteckt wurde... einfach mal so raus zu nehmen... um dann den menschen mit diesen dingen alleine zu lassen.... ist gemeingefährlich!..... viele sind in ihrem "idiologie-ding" so drinn, dass sie die objektivität verlieren um das normale zu erkennen... daher glaube ist nicht wissen.... und wenn man nicht weiss, bleibt nur der glaube.... ich fühle mich beim bewiesenem wissen besser aufgehoben als im glaube (anderer)....
    Geändert von Smile (13.07.2012 um 16:25 Uhr)

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