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Diskutiere im Thema ADHS & Buddhismus & Trauma im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #101
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 10

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    vielen dank: Waldsteinie fur deine meditationserfahrungen. wirklich interessant.
    ich hatte vor langen jahren wohl 25, einige erfahrungen mit meditations schulen. aber das ist wohl nicht mehr vergleichbar mit heute?! ja ich kann mir vorstellen, dass dieses 'wir folgen der einzig wahren philosophy' andere suchende abschreckt.
    ich versuche das alles ohne lehrer zu machen, bucher, youtubes, internet allgemein.
    mein mann, kein ADHS-ler ist meilen voraus und kann fur stunden/tage sitzen, ohne probleme aber mit wachsenden 'insights' und glucksgefuhlen.
    das ist auch mein wunsch, die achtsamkeit ist auf jeden fall hilfreich, aber ohne meditation lerne ich dieses loslassen nicht

    danke fur den tip mit dem neurologen, werde es einfach mal morgen beim arzt versuchen.
    schonen sonntag - hier ist nebel angesagt....brrrr


    Waldsteinie schreibt:
    Ich habe reichlich Meditationserfahrung und bin mir nicht mehr so sicher, dass sie wirklich hilft.

    Zumindest von mir kann ich sagen, dass z.B. die Zen-Meditation immer gut abgelaufen ist. Ich kann das so gut mit dem Atmen und dem Zählen, dass ich kaum Fehler mache. Zugleich lief aber mein "zweites Gehirn" einfach weiter, so dass ich oft nicht wirklich zu Ruhe gekommen bin!

    Ich bin einfach in den Hyperfokus gerutscht und habe die anderen Gedankengänge nicht mehr wahrgenommen. Kennzeichen war immer ein Zusammenzucken, wenn der Gong ertönte - ich war soweit weg, dass ich einfach nichts mehr mitgekriegt habe.

    Manchmal war ich abends dann total verpeilt und wusste nicht, was mit mir los ist! Das ist aber nicht immer so! Es gab auch Zeiten, da lief es ganz toll und gelegentlich war dann auch mal Ruhe im Koppe!

    Das hab ich erst verstanden, nachdem ich das Buch von Walter Beerwerth gelesen hab, er beschreibt genau diesen Vorgang mit Hyperfokus und Meditation und geht auch drauf ein, dass es nicht immer wirklich hilft, sondern auch leicht ins Gegenteil Gegenteil umschlagen kann.

    Heute gehe ich nur noch zur Vipassana-Meditation, die finde ich doch angenehmer. Meine Gruppe ist kein bisschen dogmatisch - wir machen zwischendurch immer noch Yoga, Tönen und wir quatschen auch mal miteinander.

    Im Vipassana hab ich gelernt, die Gedanken zwar wahrzunehmen, sie aber einfach vorbei ziehen zu lassen, nicht werten usw.

    Für mich sind die zwei Mal drei Tage im Jahr total anstrengend - was ich im Zen so nicht erlebt habe.

    Zudem bin ich mittlerweile in Sachen Meditation doch sehr vorsichtig geworden. Als es noch nicht so in "Mode" war, wurde noch viel mehr drauf geachtet, ob der "Schüler" überhaupt damit klar gekommen ist oder klarkommen konnte. Heute ist das leider nicht mehr so - der ökonomische Druck lastet auch auf den verschiedenen Meditations-Zentren usw. und viele der Lehrer haben überhaupt keine Ahnung, wann sie eingreifen müssen oder einen Schüler ablehnen.

    Ich hab da schon bizarre Erlebnisse in so manchem dieser Zentren gehabt.

    Ein Mal bin ich aus einem Retreat regelrecht ausgestiegen. Es war in einem Zentrum von Thích Nhất Hạnh. Mir hat zwar die Entspannung usw. sehr gut getan, aber wir haben uns in dieser Zeit viel zu wenig bewegt - irgendwann war ich nur noch von den Gruppengesprächen und dem ganzen DrumRum völlig überangestrengt und musste einfach raus - kam nicht sog gut an. Zumal diese Gemeinde ja regelrecht ne eingeschworene Gemeinde mit Weltverbesserungsanspruch ist - für mich einfach nur ätzend.

    Ich gehe jetzt noch zum Feldenkrais - hilft auch in Sachen Achtsamkeit. Dort kann ich auch nicht so leicht wegdriften, der Trainer gibt ja klare Anweisungen und die zugehörigen Bewegungen bringen mich besser in's Hier und Jetzt.

    Für eine Diagnose wäre der Besuch beim Neurologen schon angesagt, versuch doch Deinen Hausarzt zu einer Überweisung zu überreden. Alternativ gäbe es ja auch noch die Möglichkeit, wenn Du Dir einen Termin in Deutschland besorgst und über diesen Umweg Hilfe bekommst. Ist aber eine Frage der Organisation bzw. des Geldes und der verfügbaren Zeit - da sehe ich schon Probleme.

    Alles Gute Waldsteinie
    - - - Aktualisiert - - -
    Geändert von Yanima ( 6.10.2013 um 16:14 Uhr)

  2. #102
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Yanima schreibt:
    ciao mj71 , DANKE furs willkommen
    mein problem ist leider auch die sprache, ich muss alles google ubersetzen, bevor ich zu meinem hausarzt gehe. muss ich dann zu einem neurologen gehen? oder was ist die bezeichnung fur den facharzt?
    ja die 'achtsamkeit' ist auf jeden fall eine super sache. aber selbst beim atmen/zählen ist das gehirn am ackern...

    lg
    Wenn du mit italienisch mühe hast, ist für eine diagnose nicht günstig, da es im muttersprache passieren kann. Aber eben, in der CH (aber ein bisschen reisen muss du halt und bezahlen auch) wird auch deutsch geredet...

    Wegen achtsamkeit: ich habe am liebsten wirklich die einfachsten übungen... Wenn es um atmen und zählen finde ich auch zu anstregend... Aber es gibt so viele verschieden möglichkeiten dass jeden etwas finden kann. Ich tue gerne meine atem beobachten ohne zählen und vielleicht dazu noch im körper mit die aufmerksamkeit wandern um zu schauen was da los ist...

    Es gibt auch fèr die hypies die gehmeditation: im laufen achtest du einfach was du machst, wie deine füssen der boden berühren, was um dich los ist...

    Was ich gerne mache, ist achtsamkeit bei frühstück vorbereiten: ich versuche einfach dort zu sein, im was ich mache und so weit wie möglich dabei sein an was ich mache. Ich achte auf alles sinneindrücken. Als start für der tag finde ich toll... Nur vergesse ich es sehr oft! So eine übung mache ich manchmal auch gerade am arbeit (während ich arbeite) wenn ich merke, dass ich schweifele zu viel ab und mache deswegen viele fehler. Es hilft!

    @ Alle: In der schweiz hat mal jemand angefangen yoga für ADSler zu anbieten, und wenn es nicht so weit weg wäre (etwa 1 stunde mit zug)... Ich denke, wenn bei solche sachen auf unsere besonderheiten rücksicht genommen wird (wobei yoga auch etwas mit bewegung zu tun hat) kann es klappen.

    Sowieso, immer mehr, auch bei solche sachen, schaue ich auch ob es mit meine art zu sein passt und eben auch wie flexibel und einfühlsam der kursleiter ist... In diese bereich kann es auch manchmal eine undiagnostisierte ADSler der da eben gerade verständnis haben kann... Wer weiss?

  3. #103
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 16

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Hey,

    ich bin seit 1,5 Jahren Buddhistin und die Dinge, die ich dadurch gelernt habe, sind einfach nur der Wahnsinn. So damals war ich noch depressiv und inzwischen bin ich glücklich und hab quasi alles, was ich mir so erträumt hab :-) Die Weisheiten, die der alte Buddha so rausgefunden hat, sind mit Sicherheit nicht einfach umzusetzen und bedürfen doch ner Menge Arbeit an sich selbst, aber jeder kleine Erfolg auf dem Weg bringt einen schon weiter!


    lg, Kira

  4. #104
    Simönchen

    Gast

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Kiralein schreibt:
    Hey,

    ich bin seit 1,5 Jahren Buddhistin und die Dinge, die ich dadurch gelernt habe, sind einfach nur der Wahnsinn. So damals war ich noch depressiv und inzwischen bin ich glücklich und hab quasi alles, was ich mir so erträumt hab :-) Die Weisheiten, die der alte Buddha so rausgefunden hat, sind mit Sicherheit nicht einfach umzusetzen und bedürfen doch ner Menge Arbeit an sich selbst, aber jeder kleine Erfolg auf dem Weg bringt einen schon weiter!


    lg, Kira
    Naja, er sieht zumindest recht zufrieden aus, so fett und grinsend wie er da auf meinem Regal sitzt und seine Wampe raushängen lässt

    Gruß,

    S.
    Geändert von Simönchen ( 7.10.2013 um 02:53 Uhr) Grund: was verändert

  5. #105
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 48

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    @ Yanima

    Ich denke, die einzige Hürde ist der Kopf selber, der versucht "in Meditation" zu sein. Die sog. Haupthürde, Haupblockade. Es geht nur darum. Meditation ist nur ein Begriff und dieser besagt im Wesentlichen, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit UND keine Stille, KEINE Ruhe oder ähnliches. Stille und Ruhe stellen sich von selber ein. D.h. hier kannst du (falls ADHS ein Thema für Dich ist) nicht auf klassische Methoden oder Techniken zugreifen. Vermutlich nicht unmittelbar (so war und ist es für mich)

    Das einzige, was ich immer mache ist, mich intuitiv hinzustellen oder zu setzen, wo ich gerade sitzen möchte und zu schauen,was zieht mich an. Womit möchte ich arbeiten. Welche Technik, welche Methode will ich jetzt anweden. Oder, was will ich essen, oder wo schaue ich jetzt hin. Und dann kann alles nach dem anderen kommen. Oder auch nicht. Falls das Monster, der Verstand einsetzt ,braucht es etwas Stehvermögen um nicht abzukommen (davon haben Frauen mehr als Männer!) um den Verstand zu beobachten. Dadurch verlangsamt sich alles im Kopf. Und falls Deine Aufmerksamkeit irgendwo hin geht, und es Dir keine Schwierigkeiten bereitete, dann beobachte Dich dabei, wie Du etwas tust. Nehme es einfach nur wahr. Und schau, wie lange Du "da" bist. Eine nur bewusst sein.
    Das ist aktives Vipassana für ADHSler... (meistens möchte man diese Meditation als ADHSler gar nicht mehr abbrechen, weil es soooo gut tut :-)).
    Meditation ist keine ernste Angelegenheit, sondern wirkt erst dann, wenn es Spaß macht und es nicht ernst ist.

    Und ja, die Medikation hilft Dir, solange Du sie nimmst. Und sobald Du sie nicht nimmst, fängt der Kopf, der Körper etc. an wieder chaotischer zu werden. Die Medizin und die Meditation können Dir helfen, eine neue Ebene der Wahrnehmung oder des Seins zu erreichen und es zu etablieren. Denn genau das habe ich auch gemacht.

    Eine intuitive und fühlende Wahrnehmung stellt sich mit der Zeit ganz von alleine ein (auch ohne Medi; Medi fiel von mir selber mit der Zeit einfach so weg). Aber das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Der eine braucht 10 Jahre, der andere mehrere Leben. Der oder die andere braucht ADHS. Der andere braucht verschiedene Heilmethoden zur Anwendung. Das ist sehr sehr individuell und unterschiedlich.

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