Seite 10 von 11 Erste ... 567891011 Letzte
Zeige Ergebnis 91 bis 100 von 105

Diskutiere im Thema ADHS & Buddhismus & Trauma im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #91
    Zotti

    Gast

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Leben und leben lassen, ich glaube die neue Generation ist ganz anders programmiert und denen schadet Computer, Handy und all das Zeug nicht so wie uns.
    Ich finde ab 12 Jahr so ungefähr, wenn man es länge hinhalten kann ist auch o.k. können die kinder Fernseh gucken und Computer spielen.Ich vertraue da auf die Kräfte die im Universum sind, sonst gäbe es da alles nicht, diese Handys, Telefone
    und all das Zeug, was ich nicht verstehe.

    Ich versuche alles mit meiner inneren Stimme zu hinterfragen und auf mich zu achten und nicht zu versuchen meinen Kindern vielemehr Jugendlichen was vorzuschreiben. Mir fällt das auch schwer, all das elektonische Zeugs, doch es muß ja auch irgendeinen Sinn haben wenn es erfunden wurde, kommt doch auch von Gott oder nicht?

    Hauptsache es geht alles friedlich zu und da ist so bei uns, beide meine Söhne sind soziale, friedlich Menschen und das ist für mich das wichtigste, egal ob Computer oder nicht. Ich glaube jetzt schreibe ich am Thema vorbei, also dann noch gute Nacht.

    Gruß ZOTTI

  2. #92
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 3

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    hey the-p,


    habe jetzt eigentlich garnicht groß gelesen was hier steht .... aber wollt mal loswerden, dass ich mich nach einer aus verzweiflung bedingte abgefahrene außerkoerperlichen erfahrung die ich zu beginn meines adhs-burnouts gemacht habe auch zum buddhismus "bekannt" habe. ich will es nicht beschwoeren, aber ich wuerde schon irgendwo sagen das gerade bei ad(h)s eine art verbindung zum buddhismus erkennt ... oder besser gesagt, es wuerde mich aufjedenfall nicht wundern wenn der ein oder andere adhsler dabei ist :p ..... vorallem dann wenn die diagnose erst im erwachsenen alter bekannt wird und es garnicht fassen kann und nochmal irgendwo sich bei 0 versucht einzuordnen .... und vorallemallem dann, wenn man sich selbst so lange verkennt, sich unbewusst durch totale reizueberflutung irgendwo automatisch *fuer andere* verstellt, dich quasi gezwungenermaßen versuchst dich dem heute nicht mehr definierbarem "standard" anzupassen, es niemals vermutet haettest das es ein ad(h)s sein koennte! ..... vorallem spreche ich hier fuer die hypoaktiven adhsler die ohnehin schon zwei mal mehr in sich hineinfressen muessen, denn leider leider findet man erst nachdem man gaanz ganz genau hinschaut informationen darüber das es adhs auch als das absolute gegenteil eines "hyper"aktiven gibt...den hypo halt. vorallem heute, wo man der meinung ist, alles was es zu wissen gibt, steht geschrieben im internet oder sonst wo. das typische hyperaktive adhs bild wird auch immer dieses bleiben, weil dies halt mit offenen karten da liegt und halt auffaellig ist.....

    Bei mir war es zum Beispiel so (nicht lange her) das ich mich sehr sehr intensiv mit dem thema adhs beschaeftigt habe ich wuerde sogar sagen wirklich krankhaft damit beschaeftigt, dass ich
    nun behaupten kann, alles darüber zu wissen. Nach dieser außerkoerpelichen erfahrung die ich gemacht habe hatte ich auch echt einen verwirrten zustand und war gar orientierungslos und habe mich letzendlich selbst eingewiesen. Diese verwirrtheit legte sich nach ca. 10 tagen wieder von ganz alleine ........ nie im leben haette ich mich damit abfinden wollen wirklich "krank" geworden zu sein, nur weil man eben schuechtern, hoeflich und vorsichtig ist, denn man munkelte das leben soll doch schoen sein oder nicht? ....... naja aufjedenfall nach langem hin und her und dies und jenes, trotz allen moeglichen medikamenten die mir ueberhaupt nicht bekamen trotzdem irgendwo hartnäckig geblieben und mir die (fehl?!)-diagnose "psychose" (was sich so schlecht anhoert) eeher als eine art "spirituelle krise" begründet habe. Nunja wie gesagt hab ich mich mit dem adhs so sehr beschaeftigt das ich mir heute zu 99% sicher bin, dass dies bei mir der fall ist und nach langer suche irgendwie irgendwo schnellstmoeglich einen adhs spezialisten zu finden, ohne erfolg -> das verfolgte mich halt sehr lang und am ende der geschichte, wurde mir das alles viel zu bloed einen arzt aufzusuchen usw. und vorallem hatte ich alles schon 100 mal im kopf durchgerasselt und habe aufgehoert mit der arzt suche ... habe es garnicht mehr eingesehen dies irgendwem ueberhaupt zu erzaehlen und der meinung das ich es eh besser weiß wie er hat das ganze verstärkt ^^ .... und so etwas nachvollziehen kann doch sowieso kein mensch ;d ...... letztendlich habe ich also gekonnt auf die diagnose verzichtet und auf die medikation auf die ichs eigentlich "nur" abgesehen hatte ebenfalls verzichtet, ohne diagnose kommste sowieso nicht dadran.


    Buddhistische Weisheit: halte innen, wenn es an der Zeit ist innen zu halten <--- habe ich doch am ende mal glatt genutzt fuer das thema adhs .. spaß bei seite



    Ich komme aus einer mehr oder weniger strengen christlichen familie (neuapostolisch bin ich getauft) .... meiner meinung nach ein fieser verkannter fehler fuer den bewusst eigentlich niemand was kann, einem adhs betroffenen, von kindheit an beigebracht wird sich das leben mit gut und böse, dem himmel und hölle dem teuflischen und dem goettlichen schoen zu reden <-- adhs ist ja auch eine art von wahrnehmungsstörung und haben somit vielleicht nicht unbedingt das größte verstaendnis sich etwas wahrhaftig vorzustellen was man garnicht sieht, aber aufjedenfall beschaeftigt sie dieses thema sehr.

    aus der kirche bin ich aber nicht ausgetreten, meine familie wuerde dies nicht verstehen oder nachvollziehen koennen, deswegen beließ ich das dabei. jeder soll halt an das glauben was er glauben moechte.




    ich beschaeftige mich halt nun auch viel mit dem buddhismus, male mir aber gleichzeitig nicht zu viel darauf aus .... mir war wichtig endlich zu wissen was los ist und hey ich konnte nicht nur einfach daran glauben was der buddhismus besagt, sondern ich habe es erlebt




    liebe grüße aus kassel

  3. #93
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    hola compañeras y compañeros

    falls noch aktuell:

    fürs iphone gibts ne super app: "achtsamkeit" mit angeleiteten achtsamkeitsübungen so a la jon kabat zinn,

    sehr hilfreich und ganz einfach: atem wahrnehmen, körper wahrnehmen
    3, 5, 15, 30 minuten oder nur mit klängen zeit selber einstellen

    gibts glaub nicht für android

    auch nachhaltig: kurse in "mbsr*(mindfulness based stress reduction) - hilft schon solang ichs mache

    grüessli
    universa

  4. #94
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 22

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    universa schreibt:
    hola compañeras y compañeros

    falls noch aktuell:

    fürs iphone gibts ne super app: "achtsamkeit" mit angeleiteten achtsamkeitsübungen so a la jon kabat zinn,

    sehr hilfreich und ganz einfach: atem wahrnehmen, körper wahrnehmen
    3, 5, 15, 30 minuten oder nur mit klängen zeit selber einstellen

    gibts glaub nicht für android

    auch nachhaltig: kurse in "mbsr*(mindfulness based stress reduction) - hilft schon solang ichs mache

    grüessli
    universa
    Ich glaube, das will ich nicht. Das Handy ist bei mir praktisch abgeschafft. Ich besitze zwar noch eins, dass liegt aber unbenutzt in der Schublade und geht nur noch mit in den Urlaub oder auf sonstiige lange Autofahrten. Da ich eine Telefonphobie habe, kommuniziere ich nur mit bekannten Tel. oder per Rückruf auf AB oder emails. DAs macht das Leben leichter und unabhängiger. Nichts ist blöder, wenn ständig das Tel., bimmelt und man abgelenkt wird.

    Als Alternative zu all diesen fernöstlichen Übungen und Techniken (bei denen ich mir schrecklich lächerlich vorkomme) schlage ich ein einfaches "Gerät" mit 52 Perlen und einem Kreuz vor, bekannt unter dem Namen "Rosenkranz". Ungemein meditativ, leicht zu erlernen und vor allem ohne finanzielle Kosten und Risiken überall zu verwenden. Es ist gut, immer einen in der Tasche zu haben, denn man kann sich wunderbar in allen schwierigen Situationen daran festhalten. Ein Griff in die Tasche sagt mir: Der Herr ist immer bei mir, auch jetzt, und er wird mir beistehen.

  5. #95
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Eine Wolke beobachten, mit all dem Licht der Welt darin.
    Einem Fluss folgen, der den Hügel hinabströmt.
    Einen Freund mit Empfindsamkeit ansehen.
    Sich selber sehen, wie man ist, ohne einen Schatten der Ablehnung.
    Sich selber als Teil des Ganzen sehen.
    Die Unermesslichkeit des Universums schauen.
    Das ist Achtsamkeit.

    Jiddu Krishnamurti




    Die wichtigste Stunde in unserem Leben
    ist immer der gegenwärtige Augenblick.
    Der bedeutsamste Mensch ist immer der,
    der uns gerade gegenübersteht;
    Das notwendigste Werk ist stets die Liebe.

    Hast du dich selbst lieb, so hast du alle Menschen lieb wie dich selbst.
    Solange du einen einzigen Menschen weniger lieb hast als dich selbst,
    so hast du dich selbst nie wahrhaft lieb gewonnen.

    Die Menschen sollen nicht so viel nachdenken,
    was sie tun sollen,
    Sie sollen vielmehr bedenken,
    was sie sind.

    Wir hören viel, aber wir hören erst eigentlich,
    wenn wir die wirren Stimmen haben sterben lassen,
    und nur noch eine spricht.
    Wir sehen viel, doch wir sehen erst eigentlich,
    wenn wir die wirren Lichter alle ausgeblasen haben
    und nur das eine klare, große
    in der Seele leuchtet.

    Das Ineinanderfließen in der Gottheit ist ein Sprechen
    sonder Wort und sonder Laut,
    ein Hören sonder Ohren,
    ein Sehen sonder Augen.

    Gott ist dreifach von Person und doch
    einfach von Natur.
    Gott ist auch an allen Orten, und an
    jedem Ort ist Gott ganz.
    Das will so viel sagen, dass
    alle Orte ein Ort
    Gottes sind.

    Gott ist in uns daheim -
    Wir sind in der Fremde.

    Meister Eckehart




    Hallo Lucy,

    als ich zum ersten Mal Kontakt hatte zu den fernöstlichen Techniken, aber vor allem zur fernöstlichen Vorstellung vom Sein
    und dies vor allem nicht durch Lehre, sondern durch Erleben, da öffnete sich mir ein neuer Blickwinkel auf meine Religion.
    Und ich fand immer mehr Schnittstellen und ich erkenne und erlebe, dass die tiefen Weisheiten überall dieselben sind.

    Die Kirche hat seit Jahrhunderten die spirituellen Lehrer belächelt oder verfolgt, je nach dem wie "gefährlich" sie den Machthabenden schienen.
    Der Rosenkranz, die Litaneien unterscheiden sich nicht wesentlich von der Mala und den Mantren des Buddhismus.
    Die katholischen Rituale öffnen Tore in spirituelle Räume, was mir ohne die Achtsamkeitsübungen,
    ohne buddhistisch-tantrische Rituale nie bewusst geworden wäre.
    Leider ist es so, dass die wenigsten Katholiken noch Zugang haben zu ihren Ritualen und/oder zum Beten des Rosenkranzes.
    zur Essenz des Glaubens.

    Das Spirituelle und Mystische im christlichen Glauben ist der Lehre von Schuld und Vergebung als Voraussetzung für das ewige Leben gewichen.
    Über Jahrhunderte hat die Kirche dies in den Vordergrund gerückt und so die Menschen im (Würge-)Griff gehalten.
    Nicht erst mit der Trennung von Kirche und Staat hat die Kirche die Menschen verloren, sondern weil sie sich wegen der Aufklärung
    in dogmatische und philosophische Abgrenzungsgefechte verstrickt hat statt zurückzufinden zur Essenz des Glaubens.

    Ob Kontemplation oder Meditation,
    ob Mantren- oder Rosenkranz beten

    Es sind unterschiedliche Tore in den
    einen Raum der Stille....

    Gruß
    Michi

    p.s.
    Auch für Kontemplation braucht es eine Einführung, Übung und Gemeinschaft.
    Geändert von 'Michi (29.11.2012 um 23:46 Uhr)

  6. #96
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Hallo,
    na, diese Diskussion ging bisher völlig an mir vorbei.
    Zugegebenermaßen habe ich die Beiträge von Michi nur überflogen Die Geduld, ihr kennts ja...
    Aber besonders die von Eiselein fand ich sehr schön.
    Ich habe mich die letzten Wochen auch intensiver mit Buddhismus beschäftigt und ich habe das Gefühl, dass es auch nach wenigen Wochen schon wirklich gut tut.

    Warum ich mich hier einschalte:
    Hier wurden einige Sätze gebracht, die ich nicht stehen lassen möchte.
    Zum einen wurde mehrfach im Zusammenhang mit dem Karma erwähnt, dass schlechte Dinge auf das vorangegangene Leben zurückgehen können (nach Motto: du hast ne schwere Krankheit bekommen, weil du im vorherigen Leben ein schlechter Mensch warst! o.ä.).
    Mag sein, dass es Buddhisten gibt, die es wirklich so weitergeben, aber so sollte das Prinzip des Karmas nicht verstanden werden.
    Dieser Glaube entstammt aus dem Hinduismus, genauer aus dem dortigen Kastensystem. Hinduismus =/= Buddhismus sollte allerdings klar sein.

    Zum anderen meinte hier einer, dass Buddhismus lebensfeindlich sei, u.a. weil man z.B. keine Ziele im Leben haben darf, eigener Nachwuchs, Beziehungen u.s.w. nicht erwünscht sind etc..
    Kann es sein, dass hier einiges überinterpretiert wurde?
    Zum einen sollte man sich immer im Geiste behalten, dass Buddha selber dazu anhielt, seine Worte kritisch zu hinterfragen.
    Ein Buddhist, der stur die Lehren auswendig lernt und alles propagiert, ohne Skepsis zuzulassen, ist in sofern kein Buddhist.
    Zum anderen: Nehme man das Beispiel Dalai Lama.
    Ich gehe einfach mal naiv davon aus, dass er als buddhistischer Oberhaupt durchaus auch praktizierender Buddhist ist.
    Als ein Mann ohne Ziele kommt er mir hingegen nicht vor, ganz im Gegenteil.
    Ich habe das Gefühl, dass gerade Buddhisten oft sehr weitreichende Ziele verfolgen.
    Natürlich sind Ziele wie "Ich möchte einen tollen Job haben und viel Geld verdienen, damit ich mir den Ferrari leisten kann" möglicherweise keine angesehene Ziele im Buddhismus.
    Aber sich vor Augen zu führen, wie man selber als Mensch handelt und wie man selber dazu beitragen kann, die Welt ein Stück lebenswerter (siehe ökologischer Aspekt, siehe sozialer Aspekt) zu gestalten, das eröffnet einem ziemlich viele Ziele, die in keinerlei Widerspruch zum Buddhismus stehen.

    Auch das "alleine sein" verstehe ich anders.
    Setzt euch mal in die Bahn.
    Wie viele Leute seht ihr dort, die 15 Minuten und mehr auf ihrem Platz sitzen können, ohne Musik zu hören, ohne mit dem Smartphone zu spielen, ohne zu lesen etc.
    Es gibt nicht viele, die sich für längere Zeit nur mit sich selbst beschäftigen können.
    Ich glaube jedoch, dass dies sehr wichtig ist (auch aus rein psychologischer Sicht, denn Menschen, die mit dieser Art von "Langeweile" nicht klar kommen, haben oft mit weiteren Problemen zu kämpfen) und es sehr hilfreich ist, wenn man seine Umgebung, sich Selbst und seine Gedanken bewusst wahrnehmen kann - für mehr als 10 Minuten am Stück. Ohne Buch, ohne Handy, ohne ein Nintendo DS in der Hand.

  7. #97
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 10

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    hallo liebe chaoten


    auf meine suche ADHS + Meditation bin ich in euer tolles Forum gestolpert.
    und dieser thread ist ja schon etwas betagt, aber womöglich hat ja jemand eine Idee für mich.
    seit 5 jahren lebe ich in Italien und das Gesundheitssystem ist hier etwas seltsam. ich habe meine bedenken, dass ich eine Diagnose /Therapie für ADHS hier bekomme. ich habe mehrere Tests durchgeschaut und es sieht so aus als bin ich einer von euch :-)


    seit Jahren versuche ich mit meiner Meditation weiter zu kommen, aber mein super wildes geadanken-monster laesst mich nur wenige Sekunden abschalten.
    bei einem 10 tagigen klassischen buddhistischen retreat vor einem jahr ( mit 14 stunden Meditation täglich) habe ich es mal zu 3 Minuten stille gebracht - hat sich aber leider nicht wiederholt…


    nun, meine Idee ist, wenn ich durch Medikation mich besser konzentrieren kann, kann ich womöglich über meine Hürde/Blockade kommen und die fortschritte, die ich dann mache, bleiben ja erhalten und sind dann eine neue Grundlage für meine meditations- praktis.


    hat jemand Erfahrungen / Anregungen
    würde mich sehr freuen was von euch zu lesen

  8. #98
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Hallo Yanima,

    Willkommen hier auf der forum!

    Vielleicht ist doch möglich in italien die diagnose zu bekommen, auch wenn ich der eindruck habe, es ist wenig bekannt dort... Oder mal, wenn es nicht zu weit weg, in der schweiz? Nun, kostet es etwas...

    Mit meditation, habe ich einige probiert... Ich bringe selten die geduld lange es zu machen. Aber was mich hilft ist wie im erste beitrag erwähnt, die achtsamkeit im alltag. Wenn ich daran denke und lust darauf habe (es ist so unregelmässig!) versuche ich nun im hier und jetzt zu sein, bei was ich gerade mache... Auf dauer bringt mich auch etwas.

    lg

  9. #99
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 10

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    ciao mj71 , DANKE furs willkommen
    mein problem ist leider auch die sprache, ich muss alles google ubersetzen, bevor ich zu meinem hausarzt gehe. muss ich dann zu einem neurologen gehen? oder was ist die bezeichnung fur den facharzt?
    ja die 'achtsamkeit' ist auf jeden fall eine super sache. aber selbst beim atmen/zählen ist das gehirn am ackern...

    lg

  10. #100
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: ADHS & Buddhismus & Trauma

    Yanima schreibt:
    hallo liebe chaoten


    auf meine suche ADHS + Meditation bin ich in euer tolles Forum gestolpert.
    und dieser thread ist ja schon etwas betagt, aber womöglich hat ja jemand eine Idee für mich.
    seit 5 jahren lebe ich in Italien und das Gesundheitssystem ist hier etwas seltsam. ich habe meine bedenken, dass ich eine Diagnose /Therapie für ADHS hier bekomme. ich habe mehrere Tests durchgeschaut und es sieht so aus als bin ich einer von euch :-)


    seit Jahren versuche ich mit meiner Meditation weiter zu kommen, aber mein super wildes geadanken-monster laesst mich nur wenige Sekunden abschalten.
    bei einem 10 tagigen klassischen buddhistischen retreat vor einem jahr ( mit 14 stunden Meditation täglich) habe ich es mal zu 3 Minuten stille gebracht - hat sich aber leider nicht wiederholt…


    nun, meine Idee ist, wenn ich durch Medikation mich besser konzentrieren kann, kann ich womöglich über meine Hürde/Blockade kommen und die fortschritte, die ich dann mache, bleiben ja erhalten und sind dann eine neue Grundlage für meine meditations- praktis.


    hat jemand Erfahrungen / Anregungen
    würde mich sehr freuen was von euch zu lesen
    Ich habe reichlich Meditationserfahrung und bin mir nicht mehr so sicher, dass sie wirklich hilft.

    Zumindest von mir kann ich sagen, dass z.B. die Zen-Meditation immer gut abgelaufen ist. Ich kann das so gut mit dem Atmen und dem Zählen, dass ich kaum Fehler mache. Zugleich lief aber mein "zweites Gehirn" einfach weiter, so dass ich oft nicht wirklich zu Ruhe gekommen bin!

    Ich bin einfach in den Hyperfokus gerutscht und habe die anderen Gedankengänge nicht mehr wahrgenommen. Kennzeichen war immer ein Zusammenzucken, wenn der Gong ertönte - ich war soweit weg, dass ich einfach nichts mehr mitgekriegt habe.

    Manchmal war ich abends dann total verpeilt und wusste nicht, was mit mir los ist! Das ist aber nicht immer so! Es gab auch Zeiten, da lief es ganz toll und gelegentlich war dann auch mal Ruhe im Koppe!

    Das hab ich erst verstanden, nachdem ich das Buch von Walter Beerwerth gelesen hab, er beschreibt genau diesen Vorgang mit Hyperfokus und Meditation und geht auch drauf ein, dass es nicht immer wirklich hilft, sondern auch leicht ins Gegenteil Gegenteil umschlagen kann.

    Heute gehe ich nur noch zur Vipassana-Meditation, die finde ich doch angenehmer. Meine Gruppe ist kein bisschen dogmatisch - wir machen zwischendurch immer noch Yoga, Tönen und wir quatschen auch mal miteinander.

    Im Vipassana hab ich gelernt, die Gedanken zwar wahrzunehmen, sie aber einfach vorbei ziehen zu lassen, nicht werten usw.

    Für mich sind die zwei Mal drei Tage im Jahr total anstrengend - was ich im Zen so nicht erlebt habe.

    Zudem bin ich mittlerweile in Sachen Meditation doch sehr vorsichtig geworden. Als es noch nicht so in "Mode" war, wurde noch viel mehr drauf geachtet, ob der "Schüler" überhaupt damit klar gekommen ist oder klarkommen konnte. Heute ist das leider nicht mehr so - der ökonomische Druck lastet auch auf den verschiedenen Meditations-Zentren usw. und viele der Lehrer haben überhaupt keine Ahnung, wann sie eingreifen müssen oder einen Schüler ablehnen.

    Ich hab da schon bizarre Erlebnisse in so manchem dieser Zentren gehabt.

    Ein Mal bin ich aus einem Retreat regelrecht ausgestiegen. Es war in einem Zentrum von Thích Nhất Hạnh. Mir hat zwar die Entspannung usw. sehr gut getan, aber wir haben uns in dieser Zeit viel zu wenig bewegt - irgendwann war ich nur noch von den Gruppengesprächen und dem ganzen DrumRum völlig überangestrengt und musste einfach raus - kam nicht sog gut an. Zumal diese Gemeinde ja regelrecht ne eingeschworene Gemeinde mit Weltverbesserungsanspruch ist - für mich einfach nur ätzend.

    Ich gehe jetzt noch zum Feldenkrais - hilft auch in Sachen Achtsamkeit. Dort kann ich auch nicht so leicht wegdriften, der Trainer gibt ja klare Anweisungen und die zugehörigen Bewegungen bringen mich besser in's Hier und Jetzt.

    Für eine Diagnose wäre der Besuch beim Neurologen schon angesagt, versuch doch Deinen Hausarzt zu einer Überweisung zu überreden. Alternativ gäbe es ja auch noch die Möglichkeit, wenn Du Dir einen Termin in Deutschland besorgst und über diesen Umweg Hilfe bekommst. Ist aber eine Frage der Organisation bzw. des Geldes und der verfügbaren Zeit - da sehe ich schon Probleme.

    Alles Gute Waldsteinie

Seite 10 von 11 Erste ... 567891011 Letzte

Ähnliche Themen

  1. "Trauma Folgen erkennen, überwinden ...", Luise Reddemann; Cornelia Dehner-Rau
    Von Patty im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 6.06.2010, 15:22
  2. Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 16.12.2009, 00:15

Stichworte

Thema: ADHS & Buddhismus & Trauma im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum