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Diskutiere im Thema Was "bringt" euch die Diagnose?? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Was "bringt" euch die Diagnose??

    Seit zwei Jahren Klarheit. Neben der MPH-Tablettentherapie konnte ich rückblickend betrachtet, einige Gruppenangebote nutzen und stelle fest, das es für jede/jeden verschiedene

    Anregungen/Angebote gibt, für mich war diese Vielfalt phasenweise zuviel, andererseits habe ich festgestellt, das ich mit einigen Bewältigungsstratetgien (Depressions-,

    Stressbewältigung) eine Zeit nahe Entscheidung treffen kann ich brauche Zeit, die nehme ich mir und ... ich vergleiche mich nicht mehr mit Leistungen anderer, weniger ist mehr,

    ein Schritt nach dem anderen, dazwischen gönne ich mir eine Pause, momentan probiere ich meine neue Struktur jeden Tag ein, bis ich meinen Weg gefunden habe .. diese Zeit

    habe ich, ab und an gibts mal ´nen Nervtag, mein innnerer Schweinhund tobt sich dann mit mir aus, solche Situationen schreibe ich mir auf, mittlerweile erkenne ich selbst frühzeitig,

    diese Kombination aus von mir selbst verstärkten depressiv verlaufenden Situationen und ich nehme mir dann eine Auszeit, und beende diese Entwicklung, kann mich ablenken.

    Das bringt mir seit 05/2010 endlich Klarheit. Es gibt Tage, da erkenne ich Abends während meiner Selbstreflexion, das ich mal wieder ´nen Stück altbekannten Weg gegangen bin,

    ich brauchte mal wieder mein spezielles Gefühl, das ist jetzt für mich in Ordnung, den begonnenen neuen Weg gehe ich nach dieser Erkenntnis weiter, das bringt mir jetzt Spaß.

    Spaß haben ist meine Lernmotivation.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Was "bringt" euch die Diagnose??

    Toocrazy schreibt:
    Aber nun, wie ist das: was nutzt es mir zu wissen, ob ich ADHS habe?
    Wenn du keinen Leidensdruck hast, ist es vielleicht wirklich nicht so wichtig, besonders wenn du es als belastend empfinden würdest, so eine Diagnose zu haben.
    Aber wenn es den Druck gibt, könnte eine klärende Diagnose dir Wege zeigen, wie du mit dem was nicht funktioniert anders/besser umgehen kannst.


    Ich weiß, dass es individuell sehr verschieden ist wie man sich mit der Diagnose fühlt. Ich habe mir auch lange Zeit die gleiche Frage gestellt wie du.
    Doch inzwischen sehe ich das 'go' für die Diagnostik als eine der besten Entscheidungen meines Lebens an.

    Weil...

    ....ich so lernen konnte, dass ich vieles was ich überhaupt nicht als Symptom erkannt hätte, garnicht aus Faulheit oder Dummheit vermasselt hatte
    ....ich plötzlich nicht mehr die Einzige bin, die auf diese Art 'anders' ist, was sich ziemlich gut anfühlt
    ....das MPH mein Chaos von katastrophal zu kreativ-organisiert verändert
    ....ich mich jetzt ganz entspannt als normal sehen kann, egal wieviele Leute um mich herum anders-normal sind
    ....ich mir paradoxe Reaktionen auf bestimmte Medikamenten nicht mehr zum Vorwurf machen lassen muss
    ....das MPH nebenbei auch noch meine Migräne auf ein Minimum reduziert
    ....es toll ist, immer wieder Antworten auf Fragen zu finden, die ich mich kaum noch zu stellen getraut hatte

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Was "bringt" euch die Diagnose??

    Danke für eure Antworten! Ich finds spannend das zu lesen, was es bei euch war und was ihr dann mit der Diagnose gemacht habt!

    Natalie, Elterntraining kenn ich noch nicht. Wir sind seit ein paar Jahren bezüglich unseres Sohnes schon auf einem Ärztemartathon und ich denke nun endlich an kompetente Ärzte gekommen zu sein. Er wird bei uns in der Uniklinik behandelt und die Psychologin ist auch auf ADHS und Autismus spezialisiert. Wusste das früher auch nicht, dass es das gibt und war leider bei "normalen" Ärzten, die glaubten, damit umgehen zu können.

    Und für Kinder gibt es ja einiges an therapeutischen Angebot, ob's das dann so für Erwachsene gibt, weiß ich ja nicht. Ich muss mich auch erst schlau machen wie ich weiter tu. Wo ich am besten die Austestung mache. Denn so einen Marathon wie bei meinem Sohn kann ich nicht nochmals durchmachen, dazu fehlt auch die Zeit!

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 187

    AW: Was "bringt" euch die Diagnose??

    Ja gibts auch für Erwachsene *g*

    Sollte die Ärzte deines Sohnes nur auf Kinder spezialisiert sein, dann frag die doch einfach mal? Sollten die nur Kinder betreuen oder behandeln, dann kennen die doch bestimmt jemanden der sowas für Erwachsene macht. Ich kenne das immer so, dass sich Ärzte unter einander kennen, ehemalige Studienkollegen mit ähnlichen Spezialisierungen oder man kennt sich von Treffen oder Fortbildungen. Ich gehe mal davon aus, dass in einer Stadt wie Wien, die ja nun auch nicht unbedingt das kleinste Kuhkaff ist schon ein paar Ärzte sind die sich kennen innerhalb ihrer Fachrichtung und dich da an jemanden verweisen können der dir helfen kann.

    Ein guter Arzt nimmt sich ja auch für die Eltern Zeit. Ich kann zu meinem Hausarzt sogar hingehen wenn ich einfach ein paar medizinische Fragen habe und mit ihm darüber reden, ohne dass er mich irgendwie behandeln müsste, was ich sehr gut finde. Hätte mein Psychiater nicht von sich aus zugestimmt mir wenn ich fertig eingestellt bin Rezepte auch per Post zuzustellen (da ich sonst nur für ein Rezept 2 1/2 Stunden unterwegs wäre), hätte der auch dort mal angerufen und sich mit ihm unterhalten, ob es nicht doch irgendwie möglich wäre, weil das eigentlich quatsch ist. Meine erste Psychotherapeutin hatte ich auch von ihm. DAS ist ein guter Arzt. Und würde ich einen bestimmten Facharzt brauchen oder jemanden der sich mit etwas das ich habe besser auskennt als er, dann würde er mir auch gleich jemanden nennen und mich dort hin schicken.

    Also lange Rede, kurzer Sinn: Sprich einfach mal mit den Ärzten deines Sohnes über deine Probleme, dann werden sie, wenn sie nicht nur fachlich sondern auch irgendwie menschlich kompetent sind sicher sehr hilfreich sein

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 66
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Was "bringt" euch die Diagnose??

    Ich bin eine spät-Diagnostizierte. Und ich habe es nicht bereut.
    Du fragst, was es bringt...... nur Vorteile, weil du Klarheit hast. Und weil du im Zusammenleben mit deinem Sohn Kraft und Stressbewältigung brauchst.
    Das klappt besser, wenn du verstehst, wie deine eigenen Reaktionen und Verhaltensweisen zustandekommen und wie du sie bewältigen kannst.
    Ich habe vieles rückwirkend besser verstanden und kann "kräfteschonender" den Alltag bewältigen. Das wünsche ich dir auch.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Was "bringt" euch die Diagnose??

    Hallo Toocrazy,

    ich habe mal im Internet recherchiert, in Österreich ist das AD(H)S-Problem auch nicht unbekannt, da gibt es viele Adressen,
    auch für Erwachsene.

    Ich darf dir ja keine Ärzte nennen, aber das Elterntraining was ich besucht habe ist von C. Neuhaus. Unter der Internettadresse: Adhs (ich hoffe ich darf dir diesen Link schreiben) findest du Ärzte in Wien, die nach genau der gleichen Methode (nach C. Neuhaus, steht dabei), ein Elterntraining anbieten. Ärtzte für deine Diagnose findest du da glaube ich auch.
    Ansonsten gab es noch viele andere Internetadressen, die vielleicht für dich interessant sein könnten, du musst einfach mal ein bißchen "googeln".

    Gruß
    Natalie

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Was "bringt" euch die Diagnose??

    Juhuu!

    Ich hab schon einen Termin - in 3 1/2 Wochen! Juhuu!! Dachte, das dauert viel länger bis ich einen Termin hab! Lass mich in demselben Spital testen, indem mein Sohn in Behandlung ist. @ Zork: du hast ja soo recht!

    @margagam: Kräfteschonend - das wäre toll! Habe heute mit ihm einige Seiten im Rätselblock durchgemacht und ich bin voll unruhig geworden...grr.... das ärgert mich dann auch, wenn mein Sohn mal nicht zappelig ist, dass ich das dann werd..

    @Natalie: ja links sind meines Wissens nach erlaubt - den kannte ich sogar. Wollte mit dem Verein sogar schon Kontakt aufnehmen, aber hab nie jemanden erreicht.. Das Elterntraining behalt ich mir mal im Hinterkopf, momentan haben wir eh soviel am Programm mit unsrem Sohn..

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Was "bringt" euch die Diagnose??

    Hallo Toocrazy,

    Glückwunsch zu deinem Termin, wir sind ja eigentlich nicht so die Großen im Termine machen.
    Die Diagnose bringt dich bestimmt ein gutes Stück weiter.

    Gruss
    Natalie

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Was "bringt" euch die Diagnose??

    ich schon! Da bin ich fast übereifrig!

  10. #20
    m-s


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 296
    Für mich war das mit der Diagnose auch eine mehr als wichtige und richtige Entscheidung.

    Mir wird erst so langsam klar was ich in den letzten Jahren alles vernachlässigt habe. Ich denke von den 45 Jahren die ich ohne Diagnose auf der Welt war
    Habe ich vielleicht 10 (vielleicht von 30 bis 40) recht gut im Griff gehabt. Dann hatte ich keine Kraft mehr.

    Von Außen war das vermutlich kaum zu sehen, aber anhand der Dinge die ich jetzt aufzuarbeiten habe, wird mir das schmerzhaft bewusst.

    So weit ich das bisher überblicken kann werde ich wohl mindestens mehrere Monate damit zubringen erst mal auf einen aktuellen Stand zu kommen.

    Wie vielen anderen hier, wird mir auch erst jetzt klar, dass ich so einiges in der Vergangenheit falsch erkannt oder bewertet habe.
    Also habe ich mich daran gemacht die Altlasten aufzuarbeiten und versuche während dessen eine neue Normalität zu finden um mein weiteres Leben in anderen Bahnen leben zu können.

    Ich denke ich hatte auch bisher genug Scheiße und wäre durchaus bereit ein angenehmeres, geraderes Leben zu führen

    Also was hat die Diagnose mir gebracht?
    Eine Chance mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

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