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Diskutiere im Thema Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Hallo Ihr Lieben,

    ich muss zugeben, ziemlich verunsichert zu sein, sehr sogar.

    Der Disso- Thread und u.a. dieser Artikel haben mir schon arg zu denken gegeben, wie man denn nun zwischen einer hypokativen ADS und z.B. einer dissoziativen Störung auf der Basis einer Traumafolgestörung und oder Hochsensibilität unterscheiden kann?

    Dem Dissothread ist zu entnehmen, dass es wohl auch viele männliche Hypo's gibt, die eigentlich eher unter dissoziative Störungen fallen würden.
    Der verlinkte Artikel gibt ja auch Auskunft über die Möglichkeit, dass bei Hochsensibilität und dissoziativen Störungen und vor allem Reizüberflutung eine Folge von Traumata sein können/ sind und sich dies durch ADS-Symptome zeigt.

    Gerade erst musste ich zu einem Gutachter der Rentenversicherung und laut dem mir hier vorliegenden Bericht scheint er das ADS wohl eher anzuzweifeln und sieht stattdessen eine Traumafolgestörung mit Dissoziationen als Hauptursache meiner Probleme.

    Nun sitz ich mal wieder da und weiß nicht, was ich denken und/ oder glauben soll.

    Das war immer wieder in der Vergangenheit und auch in der Kindheit Thema, denn da gibt es durchaus reichlich Anlässe, die da rein passen, besonders Gewalt seitens des Vaters, aber es hat nie alles erklärt.

    Zu viele Fragen blieben offen, besonders in Hinblick darauf, dass einige Hinweise schon weit vor all den elterlichen Problemen vorhanden waren, Hochsensibilitätsanzeichen sogar schon im Säuglingsalter...

    Die Diagnose ADS war das Erste, das wirklich eine Erklärung bietet, die ich verstehen und nachvollziehen kann, ja, .. vielleicht oder gewiss auch mit einem Aspergereinschlag, wenngleich sich das immer wieder auch deutlich widerspricht ...

    Jetzt heißt es wieder "hochgradiger Verdacht auf eine Traumafolgestörung" ( sogar "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" ...), "Hinweise auf Dissoziation" und dem Satz "Möglicherweise erklärt sich in diesem Zusammenhang auch das Vorliegen eines symptomatischen ADHS sowie der zwanghaft anmutenden Persönlichkeitsveränderung")

    Aber das passt alles nicht.

    Ich kann nicht glauben, dass Jemand, nach 45 Mintuen Gespräch, in welchem ich zudem sehr im Hochstress stand, eine oder mehrere Diagnosen kippen kann, welche nun inzwischen dreifach bestätigt sind und in einer Fachklinik (Bad Bramstedt) auch gründlich durchgetestet und durch Anamnese und Fremdanamnesen validiert wurden.

    Trotzdem bin ich am Zweifeln, denn wirklich von der Hand weisen kann ich es auch nicht.
    Dummerweise würde man sogar auch ein postnatales Trauma finden, sofern die Theorie stimmt, dass da schon Auslöser liegen können ...

    Wie kann ich das alles unterscheiden?

    Macht es überhaupt einen Unterschied, ob es nun dies oder jenes ist?

    Dieses Diagnoselotto, das ja viele andere hier auch kennen, ist so ermüdend und anstrengend und zermürbend.

    Natürlich werde ich diese Frage auch mit meinem Thera besprechen, aber ich denke, dass es Vielen hier ganz ähnlich geht und ich für mich selbst, möchte doch einfach wissen, was genau ich nun bin.


    Liebe Grüße
    Marcus
    Geändert von Fliegerlein (25.06.2012 um 19:35 Uhr)

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 665

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Definitionsgemäss ist ADHS eine genetisch vorbestimmte, d.h. neurobiologische Veranlagung. Daher sollten sich
    a) entweder weitere Familienmitglieder mit typischen ADHS-Symptomen (des gemischten bzw. hyperaktiven) Subtyps zeigen
    b) typische Entwicklungsbesonderheiten (d.h. eine Regulationsstörung z.B. als Schreikind, Motorische Auffälligkeiten in der Entwicklung, sehr häufig Sprachentwicklungsbesonderheit en, Temperaturbesonderheiten im Sinne, dass man im Winter kurze Hosen trägt etc).
    c) Weitere Teilleistungsstörungen wie Legasthenie, Dyskalkulie oder aber andere Lernstörungen bestehen
    d) Symptome vor dem 7. Lebensjahr nachweisen lassen

    Anders ausgedrückt : ADS (auch vom unaufmerksamen Subtyp) kommt selten allein

    Dann kann man in aller Regel auch mit Emoflex / SRD "sehen", ob nun eher Trauma oder ADHS vorliegt. Dazu lasse ich eine virtuelle Linie vom Orientierungspunkt (Hinterkopf) zur Nasenspitze visualisieren und darauf eine übersetzte Form (z.B. für ein "gutes Gefühl") vorstellen. Das ist jetzt stark vereinfacht, es geht um Wahrnehmung des "Ich".
    Bei ADS "sieht" man häufig, dass diese Form im Bereich des Hinterkopfes (im Bereich Tagträumerei) zu finden ist und man quasi wie gegen einen aktiven Widerstand in Richtung Aufmerksamkeit / Konzentration arbeiten muss (das wäre dann eher im Bereich der Nasenspitze). Typisch ist eben, dass die Aufmerksamkeitssteuerung nicht flexibel läuft.

    Bei Traumata / Dissoziation sieht man auf dieser Linie Lücken / Nebel / Widerstände etc.

    Ist jetzt vielleicht blöd ausgedrückt. Aber man kann es schon allein so unterscheiden.... Meine ich jedenfalls

  3. #3
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Fliegerlein schreibt:
    Hallo Ihr Lieben,

    ich muss zugeben, ziemlich verunsichert zu sein, sehr sogar.

    Macht es überhaupt einen Unterschied, ob es nun dies oder jenes ist?

    Dieses Diagnoselotto, das ja viele andere hier auch kennen, ist so ermüdend und anstrengend und zermürbend.

    Natürlich werde ich diese Frage auch mit meinem Thera besprechen, aber ich denke, dass es Vielen hier ganz ähnlich geht und ich für mich selbst, möchte doch einfach wissen, was genau ich nun bin.


    Liebe Grüße
    Marcus
    Jo, Fliegerlein. Das kenne ich auch. Je nach Gemütslage mal stärker, dann weniger stark.
    Aber weißt du, wenn man zuviel an einem Computer herumschraubt..ne, besser, wenn man zuviel über sich nachdenkt,
    dann ist das ebensowenig zielführend, als wenn man zuwenig über sich nachdenkt.
    Daß es tausend Gründe geben kann, über die man bei Recherchen stolpert, wenn man unbedingt 'wissen' will,
    das ist klar. Du hast dir zuviel aufgebürdet und kannst jetzt die Einzelheiten der Fülle nicht mehr sehen.
    Allein dieses Dissoziationsthema ist ja schon zum Einwecken. Etwas ganz normales als pathologischen Schamanenschwingel
    zu euphemieren, um es dann mit Hullihulli-Worten verängstigten Hasen zu verkaufen ist doch schon Beweis genug,
    wie man als Patient verschaukelt wird.
    Weißt du, ich mag deine Schreibe und deine Beiträge. Die sind offen und direkt.
    Und nun zu deiner Frage. Du möchtest gerne wissen, was genau du bist.
    In erster Linie bist du Mensch. Was dann noch kommt, das mag der Marcus sein, der für die Gesellschaft Mensch bleibt.

    LG --hirnbeiß--

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    danke Euch Beiden

    web4health schreibt:
    Definitionsgemäss ist ADHS eine genetisch vorbestimmte, d.h. neurobiologische Veranlagung. Daher sollten sich
    a) entweder weitere Familienmitglieder mit typischen ADHS-Symptomen (des gemischten bzw. hyperaktiven) Subtyps zeigen
    Zutreffend: Vater.
    Ich hatte das Glück, vor seinem Tod im letzten Jahr noch viel mit ihm darüber reden zu können.
    Da zeigten sich sehr sehr viele Parallelen.
    Außerdem fand er sein erstes Grundschulzeugnis, aus dem Jahre 1942, einziger Kommentar in den Bemerkungen "XXX ist zu unruhig".
    Aufgewachsen auf dem Land, nix Fernsehen, nix Computer, nix Handy ...

    b) typische Entwicklungsbesonderheiten (d.h. eine Regulationsstörung z.B. als Schreikind, Motorische Auffälligkeiten in der Entwicklung, sehr häufig Sprachentwicklungsbesonderheit en, Temperaturbesonderheiten im Sinne, dass man im Winter kurze Hosen trägt etc).
    Jo, ... Schreikind war ich wohl, besonders bei Verlust des Sichtkontaktes zur Mutter.
    Sprache, eher spät, dafür aber eher das Modell "kleiner Klugscheißer, junger Erwachsener.
    Motorisch, ja, spät laufen gelernt, hab dafür das High-Speed-Krabbeln perfektioniert

    c) Weitere Teilleistungsstörungen wie Legasthenie, Dyskalkulie oder aber andere Lernstörungen bestehen
    Ja, Dyskalkulie.
    Wobei Kritiker da ja auch immer wieder sagen, dass es auch eine Frage der Förderung hätte gewesen sein können.
    Ich bin der Meinung, dass ich das eben einfach nicht in den Kopf bekomme.
    Zum einen erschließt sich mir das einfach nicht und zum anderen vergesse ich bei mehr als 3 Zahlen im Kopfrechnen immer mindestens eine und dann dauert so eine Rechnung schon mal seehr lange...

    d) Symptome vor dem 7. Lebensjahr nachweisen lassen
    Ebenfalls bestätigt ...
    So gesehen passt alles, aber der dominante Vater kann auch schon vorher Einfluss gehabt haben oder?
    Genauso wie eine geburtstraumatische Hinterlassenschaft ...

    Dann kann man in aller Regel auch mit Emoflex / SRD "sehen", ob nun eher Trauma oder ADHS vorliegt. Dazu lasse ich eine virtuelle Linie vom Orientierungspunkt (Hinterkopf) zur Nasenspitze visualisieren und darauf eine übersetzte Form (z.B. für ein "gutes Gefühl") vorstellen. Das ist jetzt stark vereinfacht, es geht um Wahrnehmung des "Ich".
    Bei ADS "sieht" man häufig, dass diese Form im Bereich des Hinterkopfes (im Bereich Tagträumerei) zu finden ist und man quasi wie gegen einen aktiven Widerstand in Richtung Aufmerksamkeit / Konzentration arbeiten muss (das wäre dann eher im Bereich der Nasenspitze). Typisch ist eben, dass die Aufmerksamkeitssteuerung nicht flexibel läuft.

    Bei Traumata / Dissoziation sieht man auf dieser Linie Lücken / Nebel / Widerstände etc.
    Ich muss leider gestehen, dass ich das nicht verstehe, die gesamte Emoflexgeschichte.
    So sehr ich mir das auch wünsche, es erschließt sich mir nicht, es ist so unglaublich abstrakt für mich und ich möchte das gerne verstehen.



    hirnbeiß schreibt:
    Du hast dir zuviel aufgebürdet und kannst jetzt die Einzelheiten der Fülle nicht mehr sehen.
    Allein dieses Dissoziationsthema ist ja schon zum Einwecken. Etwas ganz normales als pathologischen Schamanenschwingel
    zu euphemieren, um es dann mit Hullihulli-Worten verängstigten Hasen zu verkaufen ist doch schon Beweis genug,
    wie man als Patient verschaukelt wird.
    Ja, ... aber ich brauche den Überblick leider.
    Dazu kommt, dass ich hier gerade ganz gewaltig zum Spielball von Kostenträgern und Gutachtern werde.
    Ich denke darüber nach, dem Gutachten zu widersprechen, aber dann denke ich wieder, es hat ja doch keinen Zweck und am Ende bin ich wieder der Narzisst der alles besser weiß und gegenan geht und ich bin ja nun mal auch kein studierter Fachmann...


    In erster Linie bist du Mensch. Was dann noch kommt, das mag der Marcus sein, der für die Gesellschaft Mensch bleibt.
    Da bin ich mir nicht immer so sicher ...
    Aber Danke

    LG
    Marcus

  5. #5
    Allanon

    Gast

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    @Fliegerlein:

    ne ganz dumme frage, aber mich interessiert es:

    was genau zeichtet ne "Dyskalkulie" denn aus oder anders gefragt: wie "schlecht" muss man da in Mathe sein ?

    gerne auch per pn.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Hallo Allanon,

    das ist eigentlich sogar eine sehr gute Frage, denn so ganz einfach ist die gar nicht zu beantworten.

    Ich versuche das jetzt mal rein aus dem Gedächtnis heraus:

    Es ist ein grundlegender Mangel, die Rechenoperationen an sich, also die mathematischen Regeln zu verstehen.

    Ein Mensch ohne Dyskalkulie hat keine Probleme damit, z.B. Formeln umzustellen, aufgrund des Verständnisses und der Logik der Mathematik.
    Dagegen wird ein Mensch mit Dyskalkulie die Regeln lediglich auswendig lernen.
    Ich kann z.B. einen Dreisatz nur dann berechnen, wenn ich mir vorher die Grundformel aufgeschrieben habe, dann Musterwerte eingetragen habe und dann berechne ich die tatsächliche Aufgabe.
    Ich kanns einfach nicht anders, weil mir der Krempel schlicht nicht in den Kopf geht.

    Ich würde sagen, dass ich rein "mechanisch" rechne, aber nicht wirklich das Verständnis für die Rechenoperationen besitze.
    Meistens rechne ich auch heute noch mit den Fingern.

    Auch ist es ein großes Problem, dass Rechenaufgaben doch recht hohe Ansprüche an das Arbeitsgedächtnis stellen, ...

    Es ist nicht so, dass ich Mathe gar nicht kann, ... immerhin hab ich auch 'ne Elektronikerausbildung geschafft (wenn auch nicht ganz ohne Hilfe ) und für 'ne Zilotenpilenz muss man auch ein wenig rechnen können (obwohl es da Rechenschieber gibt, damit kann ich prima umgehen ...).
    Ich kann Mathe ein bisschen, aber es erschließt sich mir nicht wirklich.

    Wenn ich sehe, wie meine Frau rechnet, oftmals einfach Rechenoperationen umstellt um einfacher und schneller zu rechnen, ... da schau ich nur blöd.

    Es ist nicht so, dass ich ihre Umstellung dann nicht nachvollziehen könnte, aber ich würde sie selbst nicht bilden können.

    Kleines Beispiel:
    In der Luftfahrt sind die Startbahnen mit Nummern markiert, die sich auf die Ausrichtung der Piste beziehen.
    29 bedeutet 290 Grad, also eine Himmelsrichtung.
    Die gegenüberliegende Seite hat demnach eine um 180° verschobene Ausrichtung, denn sie liegt ja genau gegenüber.
    Jetzt kann ich natürlich jedesmal versuchen,n 290 - 180 zu rechnen, das würde ich im Kopf aber nur schwerlich hinbekommen.
    Sie rechnet dann einfach 290 minus 200 plus 20.
    Das ist einfach und logisch, aber ich wäre da nicht drauf gekommen.

    Da gibt es tausende Beispiele.

    Hoffe, das war jetzt nicht zu verquer erklärt und halbwegs zutreffend.

    LG
    Fliegerlein

  7. #7
    Zotti

    Gast

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Ja, laß dich nicht verunsichern, ich lerne immer mehr ADSler und auch Asperger kennen.
    Ich kann das nur beurteilen wenn dich diese dann länger sehe und öfter mit Ihnen in gewissen
    Situationen zu tun habe.
    Ich kenne ADSler die wirken manchmal wie Asperger. Ein ADSler kann alles haben, also dazu
    noch Borderline und auch Traumata usw.
    Die ADSler die eine gute Kindheit hatten, sind viel optimistischer.
    Dann gibt es noch ADSler die kommen fühlen anders, also nicht so wie ich, ich bin immer so
    überempfindlich und muß mich trotz all meiner ADS-FreundInnen zusammenreißen und könnte
    manchmal heulen oder traurig sein, wo auch die andern ADSler daß nicht verstehen.

    Es gibt auch ADSler mit Sozial Phobie. Dann gibt es noch die schizoide Persönlichkeitsstörung,
    die wird oft mit Asperger-Störung verwechselt. Ich habe dann mal einen Berater gefunden, der konnte
    mich darüber aufklären und lief selber immer unter Asperger, bis man das in einer Klinik in Köln heraus-
    gefunden hat.

    Ich kenne also auch eine Person mit schizoider Persönlichkeitsstörung und dachte auch erst es wäre ein
    Asperger, da diese Person viele Gemeinsamkeiten mit meinem Asperger-Sohn hatte und die sich auch
    blendend verstanden und immer noch verstehen. Jetzt nachdem ich diese Störung kennen und mich etwas
    informiert habe, sehe ich auch da die Unterschiede.
    Der Schizoide hat nichts mit Schizophrenie zu tun, darum habe ich mich damals erschrocken als ich dieses
    Wort hörte. Meistens hat der Schizoide eine ganz lieblose kalte Kindheit gehabt.

    Ich weiß nicht ob es auch ADSler gibt die schizoide sein können. Es gibt aber ADSler die auch manchmal
    in gewissen Dingen gefühlskalt wirken. Ich finde das alles sehr interessant, doch manchmal bin ich auch
    traurig, weil ich da gar nicht mehr durchblicke.

    Jetzt hör ich mal auf ich glaube das ist zuviel durcheinander. Vielleicht bist du auch ein Asperger mit ADS-Symptomen,
    da müßte ich dich persönlich kennenlernen. Ach ja, jetzt reichts, sonst schreib ich noch seiten. Wenn mir noch was
    einfällt dann schreib ich dir noch ein ander Mal.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Noch mal kurz zur Dyskalkulie:
    Ich mache es mir mal einfach und ergänze mit einem Wikipedia Link dazu.
    Den finde ich recht gut beschrieben, zumindest finde ich mich darin wieder und er ist nicht allzu lang.


    Zotti schreibt:
    Dann gibt es noch die schizoide Persönlichkeitsstörung,
    die wird oft mit Asperger-Störung verwechselt.
    Ja, darüber habe ich auch gelesen und in Bad Bramstedt wurde im Rahmen der Differentialdiagnostik auch die schizoide (oder schizotypische oder beide, das weiß ich nicht mehr genau) PS getestet, aber ausgeschlossen.
    Ich erfüllte nicht genug Kriterien, welche diese Diagnosen bestätigen würden und das Gesamtbild passte nicht in diese PS, sondern ließe sich eher durch Asperger-Anteile erklären.
    Allerdings konnte man dort den Asperger nicht gezielt und gesichert diagnostizieren, da man dort darauf nicht eingerichtet/ ausgerüstet ist.
    Das war auch in Ordnung für mich.

    Ist halt der ADS'ler, ... ein Universaldilletant, der nicht mal eine PS richtig hinbekommt
    ('Tschuldige Martin, ich schlachte diese, in meinen Augen sehr nette und sympathische Bezeichnung ziemlich aus, aber sie gefällt mir so gut )

    Jetzt hör ich mal auf ich glaube das ist zuviel durcheinander. Vielleicht bist du auch ein Asperger mit ADS-Symptomen,
    da müßte ich dich persönlich kennenlernen. Ach ja, jetzt reichts, sonst schreib ich noch seiten. Wenn mir noch was
    einfällt dann schreib ich dir noch ein ander Mal.
    Gerne!

    Ich selber würde eher vermuten, dass es umgekehrt ist: Ein ADS'ler mit ein bisschen Asperger.
    Keine Ahnung, ob das auch so rum geht
    Aber passen würd's

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Hmmm, ... mal so als Scherz am Rande, denn ich muss grad doch etwas grinsen.

    Irgendwo habe ich schon immer wieder mal gelesen, dass AD(H)S'ler und Formulare nicht wirklich zusammenpassen ...

    Gerade schaue ich auf ein amtliches Formular und naja, ..:
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Formular.jpg
Hits:	268
Größe:	100,9 KB
ID:	5944

    Und das ist wirklich noch harmlos, ... wenn ich da an die Fragebögen der Kliniken denke und so manch anderes Formular ... da hab ich schon Zusatzseiten oder -zettel angeheftet.
    Passt irgendwie mehr zu 'nem ADS'ler oder?

    Wie gesagt: Nicht ganz ernst gemeint, aber es passt gerade irgendwie

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.867

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Ich fasse das einfach mal zusammen:

    Fliegerlein schreibt:
    Das war immer wieder in der Vergangenheit und auch in der Kindheit Thema, denn da gibt es durchaus reichlich Anlässe, die da rein passen, besonders Gewalt seitens des Vaters, aber es hat nie alles erklärt.

    Zu viele Fragen blieben offen, besonders in Hinblick darauf, dass einige Hinweise schon weit vor all den elterlichen Problemen vorhanden waren, Hochsensibilitätsanzeichen sogar schon im Säuglingsalter...

    Die Diagnose ADS war das Erste, das wirklich eine Erklärung bietet, die ich verstehen und nachvollziehen kann, ja, .. vielleicht oder gewiss auch mit einem Aspergereinschlag, wenngleich sich das immer wieder auch deutlich widerspricht ...
    In der Kindheit gab es bei dir einige traumatische Ereignisse.
    Hochsensibilität konnte man schon im Säuglingsalter feststellen.

    Jetzt heißt es wieder "hochgradiger Verdacht auf eine Traumafolgestörung" ( sogar "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" ...), "Hinweise auf Dissoziation" und dem Satz "Möglicherweise erklärt sich in diesem Zusammenhang auch das Vorliegen eines symptomatischen ADHS sowie der zwanghaft anmutenden Persönlichkeitsveränderung")
    Der Gutachter-Psychiater hat den Verdacht auf eine Traumafolgestörung mit Dissoziationen.
    Die Traumafolgestörung passt zu deinen Erlebnissen in der Kindheit.
    Dass du dissoziiierst, hast du selber schon im Disso-Thread geschrieben. Deine Frau hat das bemerkt und in deiner Therapie wurde das auch schon besprochen. Ich hoffe, ich bringe da jetzt nix durcheinander.

    Der Gutachter-Psychiaterspricht dir die ADHS Symptomatik nicht ab.
    Er meint nur, dass das eventuell Folgen der Traumata sein können.

    Ich kann nicht glauben, dass Jemand, nach 45 Mintuen Gespräch, in welchem ich zudem sehr im Hochstress stand, eine oder mehrere Diagnosen kippen kann, welche nun inzwischen dreifach bestätigt sind und in einer Fachklinik (Bad Bramstedt) auch gründlich durchgetestet und durch Anamnese und Fremdanamnesen validiert wurden.
    Nein, das kann er auch nicht. Aber das ist egal, denn er muss in diesen 45 Minuten zu einem Ergebnis bzw. zu einer Diagnose kommen.
    Du weißt, was alles zu einer ADHS-Diagnose gehört. Der Gutachter-Psychiater kann in diesen 45 Minuten werder ADHS sauber diagnostizieren noch es ausschließen.
    Dazu kommt, dass den meisten Psychiatern ADHS sehr suspekt ist und dass sie das nicht kennen. Und diagnostizieren, bzw, es ausschließen können sie es daher auch nicht.
    Daher würde ich in der Hinsicht auf die Meinung des Psychiaters echt nicht viel geben.
    Du hast das ADHS bzw. ADS dreimal bestätigt bekommen. Und das von Leuten, die wirklich Ahnung davon haben. Auf deren Meinung bzw. Diagnose kannst du dich verlassen. Und du selber kannst dich mit der ADHS Diagnose ja auch identifizieren.

    Aber das passt alles nicht.
    Meiner Meinung nach passt das sehr gut.
    Es gab in deiner Kindheit Traumata. Du hast Dissos.
    Und du hast ADHS.
    Man kann ja beides haben. Und traumatische Ereignisse in der Kindheit können ADHS begünstigen. Von daher passt das für mich sehr gut zusammen.

    Trotzdem bin ich am Zweifeln, denn wirklich von der Hand weisen kann ich es auch nicht.
    Dummerweise würde man sogar auch ein postnatales Trauma finden, sofern die Theorie stimmt, dass da schon Auslöser liegen können ...
    Den Link zu dem Artikel hatte ich ja gepostet, weil er genau diese konträre Ansicht vertritt: Zuerst ist das Trauma, dann die Hochsensibilität bzw. das ADHS.
    Und die erklären das da auch ganz schlüssig.
    Das Ding ist nur, dass diese Sache noch in den Kinderschuhen steckt. Keiner kann sagen, dass es genauso ist. Und insbesondere kann keiner speziell bei dir sagen, dass das genauso abgelaufen ist.
    Vielleicht hättest du auch als Kind mit einer nahezu perfekten Kindheit ADHS bekommen. Oder vielleicht wäre es dann nur latent vorhanden gewesen und die Eltern hätten alleine mit einer passenden Erziehung gegensteuern können.
    Es kann aber auch sein, dass von Geburt an bzw. noch im Mutterleib dein Gehirn ein klitzekleines bisschen anders war als das von gesunden Kindern. Dass da eventuell schon die Weichen für eine Hochsensibilität gelegt wurden.
    Das kann keiner so genau sagen.

    Wie kann ich das alles unterscheiden?
    Anhand der Diagnosekriterien kann man ADHS und Traumata mit Dissos sehr eindeutig diagnostizieren oder aber ausschließen, wenn das ein halbwegs fähiger Arzt macht.
    Du selber dürftest das nicht unterscheiden können. Du steckst ja in dir selber drin und kannst dich nicht von außen wahrnehmen. Dafür gibt es ja Ärzte, die die Diagnosen machen. Einen entzüdenten Blinddarm operierst du dir ja auch nicht selber.
    Du kannst nur schauen, ob du den Arzt für kompetent hältst und du kannst dir die Diagnosekriterien anschauen und das dann mit dem vergleichen, was der Arzt macht. Wenn das alles sauber und ordentlich abläuft, dann kann man der Diagnose schon trauen, denke ich.


    Macht es überhaupt einen Unterschied, ob es nun dies oder jenes ist?
    Es spielt natürlich für die weitere Behandlung eine Rolle.
    Da weiß ich nicht, wie dein Thera so tickt und wieviel Wert der auf ärztliche Diagnosen legt.
    Wenn dein Thera bereit ist, über den Tellerrand zu schauen und mir dir gemeinsam herausfinden kann, wo es bei dir hakt und wie er dir helfen kann und wie du dir helfen kannst, dann wäre es mir egal, wie das Kind nun heißt.
    Die Diagnose ADHS sagt erstmal ja nichts über deine genauen Symptome und Schwierigkeiten aus. Ebensowenig wie die Trauma und Disso Diagnose.

    Und dann spielt es für die Kostenträger eine Rolle. Da weiß ich aber nicht, wie das ist und welche Diagnose für dich aus dieser Sicht "besser" wäre.

    Natürlich werde ich diese Frage auch mit meinem Thera besprechen, aber ich denke, dass es Vielen hier ganz ähnlich geht und ich für mich selbst, möchte doch einfach wissen, was genau ich nun bin.
    Meine laienhafte hobbypsychologisch orientierte Meinung: ADHSler mit einer weniger schönen Kindheit und daraus resultierenden Traumata mit Dissoziationen. Leichte Asperzüge, die eventuell bei einer "normalen" Kindheit nicht zu Tage gekommen wären.

    Meine aus dem Bauch-raus-Meinung: Liebenswerter Mensch, hilfsbereit und sympathisch. Bisschen durchgeknallter als andere vielleicht, was aber irgendwie auch verständlich ist.

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