Seite 5 von 14 Erste 12345678910 ... Letzte
Zeige Ergebnis 41 bis 50 von 131

Diskutiere im Thema Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Hallo Waldsteinie,

    auf welchen Beitrag beziehst Du DIch?

  2. #42
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.148

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Fliegerlein schreibt:
    Hallo Waldsteinie,

    auf welchen Beitrag beziehst Du DIch?
    Oh mann, schon wieder verpeilt - vielleicht doch ne beginnenden Demenz .

    Mein erster Beitrag heute bezog sich auf auf den von Martin um 9:41 - Sorry, kriege das gerade alles nicht geregelt, den einzufügen. MPH flutet ab .

    Und mein letzter Beitrag bezog sich auf den von Fliegenpilz - den ich mit Dir verwechselt habe!

    Ich sollte jetzt unbedingt aufhören, vielleicht sollte ich mich auf meine Hände setzen - damit mich der Handlungsimpuls nicht mehr mitreißen kann.

    LG Waldsteinie

  3. #43
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Hallo Fliegerlein,

    was schliesst bei dir das zusammentreffen von traumabedingter Dissoziation und ADHS-bedingten Dissoziationen aus.

    Ich bin nämlich so ein Fall.

    Jahre lang wurde ich ohne Erfolg nur auf PTBS therapiert, aber leider ohne Erfolg. Es wurde nur alles noch schlimmer.

    Vor eineinhalb Jahren hat dann mein behandelner Psychiater nochmals eine gründliche Diagnostik veranlasst und dabei kam heraus, dass ich als Grunderkrankung ein ADHS habe. Die Traumas sind dann noch dazugekommen. Das ADHS hat die intensität der erlebten Traumas noch verstärkt.

    Ich habe den ADHS-Spezialist gefragt, wie es denn sein könnte, dass mein ADHS vorher nicht erkannt wurde:
    Er antwortete darauf: " Bei einem Kind das Läuse hat, schaut man nicht, ob es auch noch Flöhe hat."

    Damit hatte er sehr recht.

    LG Nicci

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Nicci schreibt:
    Hallo Fliegerlein,

    was schliesst bei dir das zusammentreffen von traumabedingter Dissoziation und ADHS-bedingten Dissoziationen aus.
    Gar nichts.
    Es wäre natürlich schöner, wenn's nur eines wäre, ist ja auch schon schlimm genug, aber ausschließen würde ich es nicht.

    Es ist nur, dass der Gutachter wohl eher jemand ist, der nicht an ADHS glaubt, sondern vielmehr der Meinung ist, dass das alles auf einer Traumafolgestörung beruht und nix ADS ist.

    Ich selber würde es schon eher sehen wie Du.
    Ursachen für eine Traumafolgestörung sind genug vorhanden, aber die erklären einfach zu wenig.
    Das ergab für mich schon als ich noch Kind war, keinen wirklichen Sinn.
    Da haben alle nur auf genau das geschaut, es lag ja nun mal auch auf der Hand und war das Offensichtliche, aber ich war mir schon damals sicher, dass das irgendwie nicht passt.

    LG
    Marcus

  5. #45
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.867

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Waldsteinie schreibt:
    Allerdings habe ich schon eine leichte Wut auf die ganzen Wirrungen und die langen Irrwege in den Psychiatrien vor allem auch deshalb, weil ich die zu Rate gezogenen Fachleute mitunter sogar ziemlich direkt mit der Nase auf meine Probleme gestoßen habe!

    ......

    Na ja, mir ging es in meiner Antwort auf Martins Aussagen eher um die Frage der Reflektion im Erkenntnisprozess.

    Ich glaube an diesem Punkt schreiben wir beide gerade aneinander vorbei.
    Ne, ich denke wir sind da beide schon zusammen unterwegs.

    Ich denke auch, dass es vieles gibt, was gerade psychiatrisch und psychotherapeutisch tätige Ärzte, sowie Psychotherapeuten noch lernen können und müssen.
    Allerdings habe ich bei dir den Eindruck, dass du dich (versändlicherweise) sehr auf deine eigenen Erfahrungen beziehst und dass du dich damit meine Meinungn nach sehr auf etwas versteifst. Und das wirkt auf mich sehr verallgemeinernd und wird der Komplexität der Problemstellung nicht gerecht.
    Und dann hatte ich den Eindruck, dass du voraussetzt, was (angehende) Psychiater im Studium und in ihrer Facharztausbildung lernen. Das ist aber oft eben nicht so. Sicher ist das für uns als Patienten nicht gut und ich wünsche mir auch Ärzte, die auf dem neuesten Stand der Forschung sind. Aber das ist in der Realität aus unterschiedlichen Gründen nciht realisierbar.

    Und dann kommt noch ein Punkt dazu, der meine ganz eigene persönliche Meinung und Sichtweise widerspiegelt und die zugegeben sehr verallgemeinernd ist: Ich habe den Eindruck, dass gerade Betroffene mit einer psychischen Erkankung dazu neigen, Ärzte und Therapeuten insbesondere Psychiater und Psychotherapeuten als "den Feind" zu sehen. Da werden oft Dinge gefordert, die der Arzt machen sollte, aber im Gegenzug sind die Betroffenen nicht bereit die Diagnose und Behandlung des Arztes/Therapeuten anzunehmen. Wenn dem Betroffenen die oft unbequeme Diagnose nicht passt, dann wird da eben auch oft keinerlei Selbstreflexion betrieben, sondern der Arzt oder Therapeut ist der Unfähige.
    Ja, es gibt Ärzte und Therapeuten, die in der Tat unfähig sind. Aber mich stört es, wenn alle über einen Kamm geschert werden.
    Ich spreche damit jetzt nicht dich, Waldsteinie an, sondern möchte damit begründen, warum es mir wichtig ist, ab und an auch die Sichtweise und den Standpunkt der Ärzte zu verdeutlichen.

    Sorry, Fliegerlein, kurzer Ausflug ins OT.

  6. #46
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.148

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Fliegenpilz schreibt:
    Ne, ich denke wir sind da beide schon zusammen unterwegs.


    Fliegenpilz schreibt:
    Ich denke auch, dass es vieles gibt, was gerade psychiatrisch und psychotherapeutisch tätige Ärzte, sowie Psychotherapeuten noch lernen können und müssen.
    Na, ja wir lernen unser Leben lang. Betrifft uns in allen Berufen - darum geht es mir aber nicht.

    Fliegenpilz schreibt:
    Allerdings habe ich bei dir den Eindruck, dass du dich (versändlicherweise) sehr auf deine eigenen Erfahrungen beziehst und dass du dich damit meine Meinungn nach sehr auf etwas versteifst. Und das wirkt auf mich sehr verallgemeinernd und wird der Komplexität der Problemstellung nicht gerecht.
    Widerspruch: ich hab die eigenen Erfahrungen erst kennen gelernt, nachdem ich die vielen anderen Geschichten gelesen und mitgekriegt hab. So gesehen hab ich ne heftige PTBS oder auch reaktive (bzw. resignative) Depression!

    Fliegenpilz schreibt:
    Und dann hatte ich den Eindruck, dass du voraussetzt, was (angehende) Psychiater im Studium und in ihrer Facharztausbildung lernen. Das ist aber oft eben nicht so. Sicher ist das für uns als Patienten nicht gut und ich wünsche mir auch Ärzte, die auf dem neuesten Stand der Forschung sind. Aber das ist in der Realität aus unterschiedlichen Gründen nciht realisierbar.
    Da widerspreche ich ebenfalls, ich hab in meinem Grundstudium (bei Medizinern Vorklinik) auch nur Grundlagen beigebracht bekommen. Im Hauptstudium (Klinik) kommt dann die Anwendung der Grundlagen und da kommt noch einiges Neue dazu und in der Praxis war nochmal alles anders. Auch ich konnte nicht immer auf mein altes Wissen zurück greifen und musste oft genug die Frage stellen, ob der Erfolg vielleicht deshalb ausbleibt, weil ich was übersehen, falsche Zusammenhänge gesehen oder bestimmte Zusammenhänge nicht bedacht habe. Dann musste ich eben mal recherchieren - das zeichnet meiner Meinung nach einen Profi aus.

    [QUOTE=Fliegenpilz;243260]Und dann kommt noch ein Punkt dazu, der meine ganz eigene persönliche Meinung und Sichtweise widerspiegelt und die zugegeben sehr verallgemeinernd ist: Ich habe den Eindruck, dass gerade Betroffene mit einer psychischen Erkankung dazu neigen, Ärzte und Therapeuten insbesondere Psychiater und Psychotherapeuten als "den Feind" zu sehen.[QUOTE=Fliegenpilz;243260]

    Zumindest kann ich von mir sagen, dass dem nicht so ist. Ich hab sogar die Diagnose bipo einfach angenommen, fand ich ok, was der da behauptet hat. Hab brav die Medis geschluckt, obwohl ich immer verpeilter wurde, hab mich belesen, bin beim Sozialpsychiatrischen Dienst aufgeschlagen, um in einer guten Phase für mich zu sorgen und hab mir ne SHG gesucht. Alles das, was man unter dem Begriff Compliance zusammenfasst. Dort hab ich allerdings so langsam kapiert, dass ich wohl doch nicht so richtig dazu gehöre.

    Bin zum Shrink gekommen und meinte, da stimmt was nicht. Mir geht es ja nicht wirklich besser. Schlug selbst ne stationäre Aufnahme vor und er wollte mich umgehend für eine Reha-Maßnahme so in nem halben Jahr anmelden - natürlich ohne eine Aufklärung, wieso, warum und weshalb es gerade diese eine bestimmte Klinik sein sollte usw. Da wird es tatsächlich komplex, da stellt sich die Frage, wo die fachliche Begründung blieb. Da fließen wohl deutlich mehr und andere Details in die Komplexität der Diagnosen mit ein!

    Fliegenpilz schreibt:
    Da werden oft Dinge gefordert, die der Arzt machen sollte, aber im Gegenzug sind die Betroffenen nicht bereit die Diagnose und Behandlung des Arztes/Therapeuten anzunehmen. Wenn dem Betroffenen die oft unbequeme Diagnose nicht passt, dann wird da eben auch oft keinerlei Selbstreflexion betrieben, sondern der Arzt oder Therapeut ist der Unfähige.
    Auch da widerspreche ich - und verweise nochmals auf die diversen Tests, die es gibt, um die Störungen etwas einzuschränken bzw. das Bild ein wenig zu verifizieren oder eben zu falsifizieren .

    Fliegenpilz schreibt:
    Ja, es gibt Ärzte und Therapeuten, die in der Tat unfähig sind.
    Ist in allen Berufen so! Aber gerade bei lang anhaltendem Misserfolg in der Behandlung, muss auch mal die Diagnose in Frage gestellt werden. Es heißt für mich eben nicht, dass jeder Arzt ADHS kennen muss - aber er muss seine Grenzen kennen und mal einen Rat bzw. ein Konsil einholen. Da hapert es.

    Die Unfähigkeit liegt nicht in der Unkenntnis von ADHS - die Unfähigkeit liegt in einer mangelhaften Bereitschaft zum Umdenken. Kann nicht sein, dass ich nach ner Notfallbehandlung bei meinem Shrink auftauche und in dem Brief steht drin, dass ich keine Wahnsymptomatik habe und mein Shrink sagt ungeprüft - die hat nen Wahn. Die ist bipo, weil sie mit 50 mg Sero schlafen kann.

    Und ich wehr mich gegen ne Wahndiagnose, wenn in allen Leitlinien harte diagnostische Kriterien für eine Wahndiagnose aufgeführt sind! Diese Kriterien werden einfach außer acht gelassen nach dem Motto: Verstehe das Detail nicht, dann ist es ein Wahn. Geht gar nicht!

    Fliegenpilz schreibt:
    Aber mich stört es, wenn alle über einen Kamm geschert werden.
    Ich spreche damit jetzt nicht dich, Waldsteinie an, sondern möchte damit begründen, warum es mir wichtig ist, ab und an auch die Sichtweise und den Standpunkt der Ärzte zu verdeutlichen.
    Leider hab ich den Standpunkt der Ärzte viel zu lange eingenommen und immer die Schuld bei mir gesucht. Meine Strategien wurden immer ausgefeilter, mit denen ich versuchte, jedes erdenkliche Missverständnis schon im Vorfeld auszuschalten. Hat leider nichts geholfen. Übrigens lange bervor ich mich mit ADHS beschäftigt habe - ich wusste selbst keine Diagnose (deshalb bin ich ja zum Fachmann gegangen) und hab meine Symptome akribisch notiert. War auch ganz vorsichtig, dass ich bloß keine eigene Verdachtsdiagnose geäußert habe, um die Fachleute ja nicht auf die falsche Fährte zu schicken.

    Regelrechte Listen erstellt und meine Art der Darstellung laufend geändert, immer orientiert an den Fehlern, die ich meinte zuvor gemacht zu haben!

    Ist das jetzt mangelhafte Selbstreflektion?
    Schade eigentlich, die bipos hielten mich auch für ne Ärztehasserin. Bis mich einer mal fragte, was ich denn so erlebt hätte! Plötzlich änderte sich alles . Ging aber nur, weil er die Zusammenhänge ein wenig kannte .

    Ich schere die Ärzte nicht über einen Kamm, allenfalls schere ich eine gewisse Sturheit bei Ärzten über einen Kamm. Das tue ich aber auch bei jedem anderen Dienstleister - da bin ich aber in aller Regel nicht so hilflos!

    Dazu ein sinngemäßes Zitat eines langjährig depressiven Mannes, der auch viele Odysseen hinter sich gebracht hat. Die psychiatrische Versorgung ist skandalös, Von den depressiven Menschen wird erwartet, dass sie beim Arzt Behandlungsalternativen einfordern - dabei kann der Depressive genau diese Forderungen nicht erfüllen - sonst hätte er keine Depression!

    Fliegenpilz schreibt:
    Sorry, Fliegerlein, kurzer Ausflug ins OT.
    Ja, sorry Fliegerlein, bin wohl noch zu befangen in meiner PTBS - weil nie verstanden werden . Werd es aber noch lernen, dies einfach anzunehmen!
    Geändert von Waldsteinie ( 3.07.2012 um 11:43 Uhr)

  7. #47
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Hi Ihr Beiden,

    keine Sorge, das sehe ich gar nicht mal so OT, ganz im Gegenteil!

    Ich sehe ja selber auch, dass ich gerne auf Abwehr gehe.
    Und natürlich frage ich mich dabei anschließend (wenn ich erstmal wieder ein wenig runter gekommen bin), ob Derjenige nicht Recht hat/ haben kann.

    Aber das wünsche ich mir umgekehrt auch, dass Diejenigen, die mir das sagen, den Horizont und die Größe haben, zumindest die Möglichkeit einzugestehen, dass auch ich richtig liegen könnte, bzw. in meinem Fall ja nicht mal ich, sondern eben die drei bisherigen Diagnosestellen.

    Dummerweise kann ich Martins Anmerkung genauso verstehen, in der er sagt, dass der Gutachter einen verdammt guten Job gemacht hat.
    Einerseits ja, andererseits hat er aber auch nicht hinterfragt, ob die anderen die PTBS so gar nicht gesehen, bemerkt, hinterfragt haben.
    Immerhin hat er in seinem Gutachten eingeschränkt mit "Möglicherweise erklärt sich dadurch die AHDS-Symptomatik und die zwanghaft anmutende Persönlichkeitsveränderung)

    Wobei er hier schon nicht gesehen hat, dass die Persönlichkeit schon seit der Kindheit besteht ...

    Aber unterm Strich Ihr Beiden:
    Das finde ich ganz und gar nicht OT, sondern hochinteressant und ich freue mich, Eure Standpunkte weiter zu lesen!
    Ich finde das sehr wertvoll, auch im Rahmen dieses Themas!

    LG
    Marcus

  8. #48
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 329

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Waldsteinie schreibt:




    Dazu ein sinngemäßes Zitat eines langjährig depressiven Mannes, der auch viele Odysseen hinter sich gebracht hat. Die psychiatrische Versorgung ist skandalös, Von den depressiven Menschen wird erwartet, dass sie beim Arzt Behandlungsalternativen einfordern - dabei kann der Depressive genau diese Forderungen nicht erfüllen - sonst hätte er keine Depression!


    Stimmt 100%, wenn ich nur einkaputtes Knie hab, dann hab ich normalerweise die Kraft, zum Doc, Orthopäde und Heilpraktiker zu rennen, bis was hilft.
    Jmd. mit einer psychischen Störung hat die Kraft nicht dazu, er ist den Arzten ausgeliefert.
    Die beste Erfindung für Betroffene ist das Internet, das man wenigstens selber recherchieren kann.

  9. #49
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Hallo Fliegenpilz,

    Ich habe den Eindruck, dass gerade Betroffene mit einer psychischen Erkankung dazu neigen, Ärzte und Therapeuten insbesondere Psychiater und Psychotherapeuten als "den Feind" zu sehen. Da werden oft Dinge gefordert, die der Arzt machen sollte, aber im Gegenzug sind die Betroffenen nicht bereit die Diagnose und Behandlung des Arztes/Therapeuten anzunehmen. Wenn dem Betroffenen die oft unbequeme Diagnose nicht passt, dann wird da eben auch oft keinerlei Selbstreflexion betrieben, sondern der Arzt oder Therapeut ist der Unfähige.
    Ja, es gibt Ärzte und Therapeuten, die in der Tat unfähig sind. Aber mich stört es, wenn alle über einen Kamm geschert werden.
    Hmm, sicher hast du da recht.
    Ich glaub aber auch, dass besonders viele ADHSler schlechte Erfahrungen mit Theras und Psychiatern gemacht haben, weil oft ein ADHS jahrelang nicht erkannt und die betreffenden Personen jahrelang unzureichend oder falsch behandelt wurden.
    Viele AD(H)Sler haben demnach oft eine jahrelange Leidensgeschichte hinter sich, die auch durch eine schliessliche Diagnosestellung nicht einfach gelöscht werden kann.
    Leider.


    Dann @Fliegerlein,

    Ich glaube, ein ADHS zu diagnostizieren und eine vorhandene PTBS ausser Acht zu lassen ist genauso schlimm wie umgekehrt.
    Bei mir war es halt einfach so, dass die gängigen Therapieverfahren bei PTBS und Borderline nicht gewirkt haben, bzw. dass ich durch mein ADHS-Chaos die Therapien gar nicht auf die Reihe gekriegt habe.
    Erst zB. seit MPH schaffe ich es, zu den regelmässigen Therapieterminen pünktlich zu erscheinen.

    Aber ich verstehe sehr sehr gut, wies dir grad so gehen könnte.

    So Diagnoseunsicherheiten machen einem irgendwie ganz Orientierungslos und lösen xxx-Fragezeichen auf.
    Bei mir in den Akten steht immer noch die Diagnose Borderline, PTBS und ADHS.
    Mir ist das aber nun eigentlich egal, denn ich weiss für mich, das die Diagnose Borderline eine Falschdiagnose war.

    LG Nicci

  10. #50
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.621

    AW: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie?

    Fliegerlein schreibt:
    Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich mich mit Barkley nicht sonderlich beschäftigt habe, keines seiner Bücher gelesen habe.
    Ja, das scheint mir auch so zum sein.

    Es gibt unter den so genannten ADHS-Spezialisten in Europa sogar noch schlimmere Fälle, die nur ein Buch gelesen zu haben scheinen.
    Pille schlucken und Mund halten – zu Barkley’s neuem Buch über ADHS bei Erwachsenen « ADHS-Spektrum: Neues und Altes aus der ADHS-Welt

    Andererseits lässt sich eine solche Anhäufung von *Ich sage hier nichts, weils eh wieder zensiert wird*, gar nicht erklären.

    In den wenigen Veröffentlichungen, die wir von unseren so genannten ADHS-Spezialisten kennen, finden sich kaum Verweise auf "ADHD in adults" und "ADHD and the nature of self-control".

    Ich selbst habe einmal den Versuch unternommen, einen deutschen ADHS-Experten mit diesen Schriften vertraut zu machen, bin also wild fuchtelnd mit diesen Schriften in der Praxis erschienen: :rulez:.

    Der Effekt war gleich null.

    Es gibt also bei deutschen ADHS-Spezialisten ein interessantes Phänomen, einerseits eine durchaus offene, wenn auch nicht offen geäußerte Bewunderung Barkleys, andererseits eine eingebaute Komplettignoranz gegenüber seinen Schriften.

    Wie lässt sich das erklären?

    Seltsam ist es schon. Aber zweifellos gehen einige ADHS-Spezialisten hierzulande davon aus, das Phänomen sozusagen erfunden zu haben. Dann zuzugeben, dass da einer schon 20 Jahre früher dran war, fällt vielen schwer.

    Dann sind dieselben Leute der Meinung, das Ei des Kolumbus gefunden zu haben. Dass da einer früher dran war, ist ebenfalls schwer zuzugeben.

    Dann muss man die prinzipielle Amerikafeindlichkeit der deutschen Intellektuellen anrechnen. Die ersten Leute, die sich in Deutschland mit ADHS beschäftigt haben, enstammen der so genannten 68er Generation, wo eine Amerika-Verachtung fast schon zum Seminarprogramm gehörte.

    Dass ein deutscher ADHS-Spezialist vor irgendeinem politischen Greminum (was in diesem Forum ja auch zu kurz kommt, die Tatsache, dass es sich bei ADHS nicht vorerst um ein Krankheitsphänomen, sondern um ein reines Politikum handelt) erscheint und sagt: "Wollt ihr diese Leute behandeln, das kostet so und so viele Milliarden. Wollt ihr diese Leute nicht behandeln, das kostet euch so und so viele Milliarden" wie es Barkley mehrfach gemacht hat - das geht den deutschen ADHS-Ärzten prinzipiell gegen den Strich, die erstens eher im verborgenen wirken wollen, insofern ist web4health eine absolute Ausnahme, und zweitens natürlich auch, weil bei diesen sogenannten Studierten unserer Breitengrade eine rein materialistische Sicht auf ADHS, wie sie Barkley als die einzig zielführende erkannt hat, auf breiter Front, auf breiter idealistischer Front, möchte man sagen, abgelehnt wird. Insofern wir sagen müssen, dass die Schuld des ganzen nicht nur an den prinzipiell leisen Tönen liegt, die die ADHS-Betroffenen von sich geben. Sondern auch am Verhalten bzw. Gebahren der so genannten ADHS-Spezialisten (europaweit), das man auch als ein totales Absolut-Versagen beschreiben könnte.

    Dass solche Versager einen gewissen Neid auf einen Nicht-Versager wie Barkley hegen, der schon einiges erreicht hat in seinem Land, und dessen Verdienste (weil die eigenen Verdienste demgegenüber als Nullkommanull aussehen) irgendwie und ums Verrecken klein reden müssen, ist also psychologisch betrachtet nur allzu verständlich.

    Was uns das aber bringen soll, ist eine Frage, die ich an die Runde hier richten will?

Seite 5 von 14 Erste 12345678910 ... Letzte

Ähnliche Themen

  1. Hochsensibilität (und wirre Gedanken)
    Von Monedula im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 18.04.2012, 10:17
  2. Übersensibel, PTBS - oder wenn das Leben hochkommt...
    Von SweetChilli im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 5.12.2011, 19:51
  3. ADHS und PTBS
    Von Patty im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 24.06.2010, 22:05
  4. Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) durch den Beruf
    Von Sunshine im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 20.09.2009, 20:08

Stichworte

Thema: Unterscheidung AD(H)S, Disso, Hochsensibilität, PTBS etc: Wie? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum