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Diskutiere im Thema Wie "schlimm" ist es beim Psycho-Doc? :/ im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 5

    Unglücklich Wie "schlimm" ist es beim Psycho-Doc? :/

    Hallo ihr Lieben...ich bin neu hier und zufällig auf das Forum gestoßen...

    ich bin schon seit Jahren eine intensive Tagträumerin, weshalb ich glaube, dass ich evtl. unter ADS leiden könnte. Ich habe durch Recherche im Internet erfahren, dass Tagträume oft im Zusammenhang mit ADS stehen...ich wusste das vorher gar nicht und war mir auch nie im Klaren darüber, dass das so etwas sein könnte. Auch die anderen Kriterien treffen quasi alle auf mich zu: Ich bin chaotisch, stimmungslabil, mache viele flüchtigkeitsfehler (meine leistungen stehen leider nie im Verhältnis zum Ergebnis ), verlege dauernd meine Sachen usw..

    Ich habe aber total Angst zum Therapeuten zu gehen....habe Angst vor Leistungstests (HAWIE usw) ... ich möchte doch nicht wissen, wie "dumm" ich bin!

    Außerdem habe ich Angst, dass zu viel herumdiagnostiziert wird und meine Tagträume evtl. noch als Psychose o.ä. abgestempelt werden!!

    Wie geht es euch damit? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?
    wie wirken den Medikamente bei euch? Ich bin mir sicher, dass im Nachhinein viele meiner "Fehlversagen" wegen meinen Konzentrationsschwierigkeiten und Tagträumerei passiert sind und ich ärgere mich so...weil ich echt jemand bin, der sehr fleißig ist und die Relation Fleiß-Ergebnis einfach nie stimmt :-(

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 311

    AW: Wie "schlimm" ist es beim Psycho-Doc? :/

    Hi, also das Gefühl kenne ich nur all zu gut!

    Hab auch ein wenig bammel vor dem anstehenden Termin. Nur da darf man nicht den Kopf in den Sand stecken. Nur so wirst du Gewissheit bekommen.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Wie "schlimm" ist es beim Psycho-Doc? :/

    Wenn du vermeiden willst, als irgendwas 'abgestempelt' zu werden, würde ich nach Spezialisten für Ad(h)s gucken und dich gründlich testen/durchleuchten lassen. Denn das ist zwar evtl. langfristig und mit finanziellem Eigenanteil, aber dafür auch relativ genau und nicht zwischen Tür und Angel als Patient Nummer 92 an dem Tag.

    Welche Ergebnisse dabei nachher herauskommen lässt sich sowieso nicht selbst abschätzen, weil es ziemlich viel gibt, dass sehr ähnliche Probleme auslöst. Ich kann mich nicht erinnern wie die Tests heißen die ich gemacht habe, aber mir wurden keine Ergebnisse vorgelegt, d.h. ob dumm oder schlau da wusste ich genauso viel wie vorher. Und es hat danach auch keiner dort plötzlich angefangen in einfacheren Sätzen mit mir zu reden.

    Kann natürlich sein, dass du dann als Ergebnis nicht Ad(h)s bekommst. Aber damit wäre dir dann doch auch besser geholfen oder nicht? Bringt ja nichts wenn man Medis nimmt oder Therapien macht, die garnicht zu dem was man hat passen. Im Zweifelsfall kannst du immernoch selbst entscheiden ob du das so annehmen magst oder nicht.
    Mein Eindruck war jedenfalls, dass diese ganze Testerei sehr viel gründlicher war, als alles was ich vorher erlebt habe und damit das Risiko das man mal eben im Eilverfahren in irgendeine gängige Schublade gequetscht wird erheblich sinkt.

    Falls noch nicht getan, würd ich dir raten, nicht zuviel vorab über Adhs zu lesen, sondern da ganz neutral hinzugehen so wie du bist. Und das möglichst bevor du dich so richtig in mögliche Befürchtungen hineinsteigerst und dann tatsächlich ziemlich angstgestört rüberkommen könntest statt so wie du normal im Alltag bist.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Wie "schlimm" ist es beim Psycho-Doc? :/

    Habe auch bald meinen ersten Termin beim Psychotherapeuten und bin jetzt schon extrem aufgeregt. Meine Erfahrung mit Ärzten ist allgemein eher, naja sagen wir mal, bescheiden. Wenn ich mal was hatte, konnten sie mir kaum helfen und auch ernst genommen habe ich mich nicht gefühlt, eher so als würde ich Ihnen grundlos Zeit stehlen. Davor habe ich wirklich Bedenken, dass man mich abstempelt, nach dem Motto so akut schlecht gehts ihr ja nicht (im moment ist alles zumindest ok)...

    Wie lief das bei euch ab?

  5. #5
    Allanon

    Gast

    AW: Wie "schlimm" ist es beim Psycho-Doc? :/

    Hi,

    wirklich helfen kann ich Dir leider auch nicht, aber es geht mir ganz genau so:

    dieträumerin schreibt:
    ...habe Angst vor Leistungstests (HAWIE usw) ... ich möchte doch nicht wissen, wie "dumm" ich bin!
    Ich wuerde auch nicht wirklich wissen wollen, was der IQ so misst, ich vermute auch was schlechtes bei mir !
    Aber um den test werde ich wohl nicht drum kommen.

    Wenn du es nicht wissen moechtest, koenntes du zu not der Psychologin sagten, dass du den Ergebnis des Test nicht wissen willst, sondern nur die Diagnosen ?
    Also so werde ich es zu not auch machen, wenn ich mich dazu zu selbstunsicher fuehle.
    Das kann ich Heute nicht sagen, da es von der Tagesform abhaengt

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Wie "schlimm" ist es beim Psycho-Doc? :/

    Hallo, ich bin ein Frischling in diesem Forum und wollte dir gerne meine Erfahrungen anbieten, weshalb ich mich registrierte.

    Ich kann deine Bedenken bzgl. der Psychologen gut nachvollziehen und verstehen. Mich hätten früher keine 10 Pferde zu diesen Leuten gebracht. Was mir geholfen hat war Psychoedukation. Einfach selbst wissen worum es geht, das hilft einem oft viel mehr. Im Laufe dieser autodidaktischen Schule fand ich schon vieles heraus und darauf konnte ich dann mit Therapeuten quasi auf Augenhöhe sprechen. Heute ist ein Therapeutengespräch für mich nichts besonderes mehr. Aber es hat Jahre gedauert diese Hemmungen zu überwinden und etwas offener zu werden. Das ist ein notwendiger Lernprozess, in dem es auch um das Erwerben von Vertrauen zu sich selbst und eine gewisse Selbstsicherheit im Umgang mit den eigenen Problemen geht.

    Zu den Tagträumen möchte ich dir sagen, das sie oft, nicht immer, aber oft eine Art Kommunikation des Unbewußten mit dem Bewußtsein sind. Sie zeigen in einer Art symbolisch beladener Bilder eine Darbietung verinnerlichter Problemstellungen. Es ist eine Kunst für sich diese Tagträume zu verstehen und niemand anders als du selbst hast den korrekten Verständnissschlüssel dafür. Ich habe die Erfahrung gemacht, das, wenn ich einen Tagtraum verstanden habe, war er nicht mehr aufdringlich vorhanden. Im Zuge einiger Lern- und Entwicklungsprozesse verstehe ich meine eigenen Tagträume nun recht schnell, oft erschließen sich mir auch die von anderen.

    Das kannst du ja einmal durchdenken und vielleicht helfen dir diese Hinweise ein klein wenig.

    Therapeuten sind nur Menschen, meist mit technokratisch-ideellem Rüstzeug um die Probleme anderer Menschen zu deuten. Ob sie das richtig tun, hängt von ihrer menschlichen Qualität ab. Achte auf dein eigenes inneres Gefühl bei dem, wie man dich stempelt. Du hast meiner Meinung nach zu Recht ein ungutes Gefühl bei der Sache. Schließlich ist es nicht alltäglich das man einen Fremden Menschen in innerste Konflikte einweiht und bisher war doch noch jeder ernsthafte Arztbesuch irgendwie mit Überwindung verbunden, oder? Und bei deinen "durchwachsenen" Erfahrungen wie ich dich verstehe, sind Bedenken durchaus normal. Ging mir auch immer so und ist auch heute noch nicht anders.

    Achso, und was mir auch sehr geholfen hat, waren vorbereitete Notizen. So konnte ich das Gespräch oft selbst in der Hand behalten und war nicht Spielball des Therapeuten. Alle meine Fragen kamen immer auf den Tisch. Vorbereitung auf jede Stunde war mir immer nützlich. Die Zeit ist ja eh immer viel zu schnell vorbei, so nutzt man sie intensiver und es macht einen Selbstsicherer in der Sache.

    Alles Gute und viel Erfolg dir!

    MFG

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Wie "schlimm" ist es beim Psycho-Doc? :/

    Keine Angst, das ist alles halb so schlimm.

    Ein Psychiater ist erstmal nicht viel anders als jeder andere Arzt.
    Du gehst dorthin, erzählst, was deine Beschwerden sind, der Psychiater stellt Fragen.
    Dann wird man dir die weitere Vorgehensweise erklären. Das macht jeder Arzt anders. Bei manchen kriegst du vor dem Termin schon Fragebögen zugeschickt oder du wirst gebeten, gleich zum Erstgespräch Zeugnisse etc. mitzubringen.
    Bei mir wurden im Erstgespräch fast ausschließlich "Fakten" abgefragt. Also wie mein bisheriges Leben verlaufen ist, welche Probleme ich hatte, wie mich andere sehen, etc.

    Bei ADHS Verdacht gehst du am Besten direkt zu einem Spezialisten dafür.

    Bei einer ausführlichen ADHS Diagnose werden natürlich auch andere psychische Erkankungen abgeklärt. Und ja, da kann es sein, dass man da eine Erkankung diagnostiziert bekommt, die man nicht wahrhaben will. Es kann natürlich auch sein, dass es sich dabei um eine Fehldiagnose handelt. Aber das kann dir bei jedem "normalen" Arzt auch passieren.

    Sich vorher schon einen Kopf zu machen, was wäre wenn... ist vergeudete Zeit und Kraft. Das kannst du machen, wenn es soweit ist.

    Du bestimmst bei deinem Termin, was du erzählen möchtest.
    Mein Innerstes preisgeben musste ich nicht. Und das habe ich auch nicht getan.
    Ein kompletter Intelligenztest wurde bei mir nicht gemacht. Nur Teile davon. Wie ich dabei abgeschnitten habe, weiß ich nicht, weil ich das nicht wissen wollte.

    Wenn du deinen Arzttermin vereinbarst, kannst du am Telefon direkt nachfragen, wie die Diagnostik dort abläuft. So habe ich das auch gemacht. Da wusste ich dann schon ungefähr, was auf mich zukommt.

    Ich würde mich aber nicht zu sehr auf die ADHS Diagnose versteifen. Es kann sein, dass du kein ADHS hast. Es kann sein, dass du eine andere Erkankung hast. Es kann auch sein, dass du neben dem ADHS noch eine andere Erkankung hast.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Wie "schlimm" ist es beim Psycho-Doc? :/

    Hallo

    das mit der Psychodeukation kann ich nur unterstützen.!!!

    Ich selber habe sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Psychologen und Psychiatern gemacht - gute und schlechte. Ein guter Psychiater und/oder Psychologe stellt z. B. nicht nach ein paar MInuten eine
    Diagnose oder gibt dir einen Stempel. Wenn du an einen gerätst, der dies tut, dann wechsel zu einem anderen.

    Wichtig ist es auch, dass der Psychologe oder Psychiarter Erfahrungen mit AD(H)Slern hat. Einige Psychologen streiten z. B. bis heute ab, das es eine AD(H)S überhaupt gibt. An so jemanden bin ich z. B. geraten und habe mir dort 80 Therapiestunden einen Müll angehört und in den Tiefen meiner Psyche nach Dingen gesucht, die da gar nicht sind.

    Ich selber halte am Meisten von Psychiatern, die zusätzlich noch eine theprapeutische Qualifikation haben. Die Psychologen sind mir zu "windig" (bitte jetzt nicht schlagen c- ist ja nur meine Meinung).

    Ich nehme zu meinen Terminen jetzt immer einen Zettel mit, auf dem ich aufgeschrieben habe, was ich besprechen will. Das gibt mir Sicherheit und ich verhäddere mich nicht mehr so sehr.

    bis denne Elwirrwarr

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie "schlimm" ist es beim Psycho-Doc? :/

    Hallö
    ich hab jetzt auch meinen ersten Termin hinter mir und hab heute meinen Test. Da ich mir ziemlich sicher bin das es ADS ist bin ich auch zu einem Spezialisten gegangen. Ich bin in einer Klinik.
    Es ist zwar ein sehr merkwürdiges Gefühl gleich in eine Klinik zu gehen, aber da fühle ich mich anonymer. Weiß nicht wie ich das anders beschreiben soll.
    Und falls es doch was anderes sein sollte gibt es dort lauter andere Fachbereiche, dann muss ich mir nicht nochmal jemand neues suchen.
    Das mit dem Zettel ist ne gute Idee, hätte ich vielleicht auch machen sollen
    Ich war nämlich so aufgeregt das ich das meiste was mir wichtig war vergessen habe.
    Es war sehr sachlich um einen ersten Eindruck zu erhalten.
    Ich hatte auch lange Angst davor, aber irgendwann muss man ja mal anfangen. Es bringt ja nichts wenn man darunter leidet und nichts dagegen tut.
    Im Prinzip ist es nicht anders gewesen wie beim Hausarzt. Er hat mich gefragt warum ich bei ihm bin und mir dann erklärt wie die Diagnostik von Statten geht.
    Nur Mut

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