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Diskutiere im Thema Unterschied zw. Psychiater und Ärztin für Psychotherapie? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3

    Unterschied zw. Psychiater und Ärztin für Psychotherapie?

    Hallo,

    ich hätte mal zwei Fragen an euch. Aber erstmal von vorne, bei mir ist vor ca. einem halben Jahr ADHS diagnostiziert worden. Meine Ärztin die gleichzeitig auch Ärztin für Psychotherapie ist hat den Verdacht geäußert und mich zwecks einer Testung zu Spezialisten überwiesen. Diese haben die Testung durchgeführt und der Verdacht von meiner Ärztin bestätigte sich. Ich bin bei meiner Ärztin in Psychotherapie und sie verschreibt mir auch Medikinet. Heute rief mich dann die Ärztin, die mich getestet hat, an und möchte das ich zu ihr in Behandlung komme, da sie ja Psychiaterin ist und das der normal Weg wäre. Zeit für eine Therapie hat sie allerdings nicht, aber sie möchte das ich vierteljährlich für eine halbe Stunde zu ihr komme und sie mir das Medikinet verschreibt.

    Jetzt zu meinen Fragen:
    1. Macht das Sinn oder ist es nur ein Termin mehr den ich verbaseln kann?
    2. Wo liegt der Unterrschied zw. Psychiater und Arzt mit Psychotherapeutischer Ausbildung?


    Danke für eure Hilfe und Meinungen!
    Flosse

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Unterschied zw. Psychiater und Ärztin für Psychotherapie?

    Bei Wikipedia wird das ganz gut erklärt. Allerdings stimmt das mit dem Neurologen nicht. Ein Neurologe ist nicht automatisch Psychotherapeut. Zumindest nicht nach aktuell geltendem Recht.

    Ein Psychiater ist auch Psychotherapeut. Das wird ein Arzt automatisch, wenn er Psychiater wird. Zumindest ist das der aktuelle Stand bzw. der Stand der letzten Jahre. Wie das ganz früher war, weiß ich nicht.

    Ein Hausarzt kann eine zusätzliche Ausbildung zum Psychotherapeuten machen. Er ist dann Hausarzt und Psychotherapeut.
    Ebenso können Ärzte mit anderen Fachrichtungen (Internist, Neurologe etc.) diese zusätzliche Weiterbildung machen.

    Es kommt jetzt darauf an, in welcher Fachrichtung deine Ärztin, bei der du die PSychotherapie machst, ausgebildet wurde. Ist sie Hausärztin, Psychiaterin, Neurologin...?

    Ein Psychiater kennt sich eventuell besser mit Psychopharmaka aus als ein Hausarzt, der auch PSychotherapeut ist.

    Wenn dir deine Psychotherapeutin das Medikinet ohne Probleme verschreibt und du gut mit ihr klarkommst und ihr vertraust, dann würde ich bei ihr bleiben und nicht zu der Psychiaterin gehen.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Unterschied zw. Psychiater und Ärztin für Psychotherapie?

    flosse schreibt:
    Hallo,

    ich hätte mal zwei Fragen an euch. Aber erstmal von vorne, bei mir ist vor ca. einem halben Jahr ADHS diagnostiziert worden. Meine Ärztin die gleichzeitig auch Ärztin für Psychotherapie ist hat den Verdacht geäußert und mich zwecks einer Testung zu Spezialisten überwiesen. Diese haben die Testung durchgeführt und der Verdacht von meiner Ärztin bestätigte sich. Ich bin bei meiner Ärztin in Psychotherapie und sie verschreibt mir auch Medikinet. Heute rief mich dann die Ärztin, die mich getestet hat, an und möchte das ich zu ihr in Behandlung komme, da sie ja Psychiaterin ist und das der normal Weg wäre. Zeit für eine Therapie hat sie allerdings nicht, aber sie möchte das ich vierteljährlich für eine halbe Stunde zu ihr komme und sie mir das Medikinet verschreibt.

    Jetzt zu meinen Fragen:
    1. Macht das Sinn oder ist es nur ein Termin mehr den ich verbaseln kann?
    2. Wo liegt der Unterrschied zw. Psychiater und Arzt mit Psychotherapeutischer Ausbildung?


    Danke für eure Hilfe und Meinungen!
    Flosse
    Die Frage ist ja schon ziemlich eindeutig beantwortet.

    Wenn Du mich fragst, dann hat die Psychiaterin einfach ein Problem mit Krankenscheinen. Nur weil sie Psychiaterin ist, muss sie nicht zwangsläufig die richtige Psychotherapeutin sein.

    Deine Hausärztin hat einen Verdacht gehabt und ziemlich flott und vernünftig gehandelt, als sie Dich zur Spezialistin geschickt hat. Zu so ner Ärztin würde ich auch immer wieder gehen.

    Immerhin ist sie ne Psychotherapeutin, die nicht einseitig auf Psychotherapie setzt, sondern auch mal reflektieren und innehalten kann. Und ich vermute mal, sie kennt ein bisschen mehr von Deiner Gesundheits- bzw. Krankengeschichte.

    Meine Meinung: Die Psychiaterin hat nicht genügend Patienten und sie möchte gern mehr Patienten haben, die sie mitbehandeln kann.
    Konkret sähe es so aus, dass Dir die Hausärztin eine Überweisung schreibt und Du gehst zur Psychiaterin. Die hat keinen Ärger mit Praxisgebühr und dgl. und beide verdienen an Deiner ADHS.

    Das musst Du nicht tun! Du hast die Möglichkeit der freien Arztwahl und ein Recht auf den Arzt Deines Vertrauens. Gedacht ist das System ja genau so, dass der Hausarzt als Lotse fungiert und vor allem für spezielle Fragestellungen eine Überweisung zum Facharzt ausstellt, der Facharzt also auch eine gewisse Konsiliarfunktion für spezielle Problem übernimmt!

    Aber an guten Hausärzten verdienen die Fachärzte nicht wirklich was. Die Patienten gehen irgendwann wieder und eine ADHS-Diagnose ist verlockend, da das Problem ja bestehen bleibt - sowas hat jeder Facharzt gern auf seiner Pay-Roll.

    Übrigens: Es ist gegen alle Berufsregeln der Ärzte, einen Patienten anzurufen und zur Behandlung in der eigenen Praxis aufzufordern! Ich erlebe das als Privatpatientin ja ständig - Ärzte, die sowas machen, sehen mich nie wieder!

    Waldsteinie

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Unterschied zw. Psychiater und Ärztin für Psychotherapie?

    Eine halbe Stunde vierteljährlich klingt für mich eher nach Therapie im Sinne von 'wir gucken mal gelegentlich wie die medikamentöse Therapie wirkt", nicht nach psychotherapeutischer Behandlung, die würde bei dem Terminplan ja Jahrzehnte dauern.

    Sinnvoll finde ich es auf jeden Fall.
    Ich könnte mir die Medis auch von meinem Hausarzt verschreiben lassen.
    Aber ich gehe trotzdem zum Facharzt weil der Erfahrungen mit Erwachsenen Adhslern hat, mir Fragen die in der Zwischenzeit auftauchen entsprechend locker beantworten kann. Außerdem wird der eher mitbekommen wenn die Dosierung nicht stimmt oder sich andere Probleme einschleichen sollten.

    Wenn du zusätzlich psychotherapeutische Behandlung willst, wäre doch trotzdem eine 'richtige' Therapie bei jemand anders möglich. Hast du sie mal direkt danach gefragt? Ich könnte mir vorstellen dass Sie dir evtl. sogar entsprechende Adressen geben könnte.

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