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Diskutiere im Thema Motivation im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 16

    Beitrag Motivation

    Wie Motiviert ihr euch ? Mich zieht es manchmal runter weil ich es einfach nicht schaffe mich selber zu Motivieren

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: Motivation

    Ziele so konkret wie möglich schriftlich fixieren und aufteilen / runterbrechen in langfristig, mittelfristig, kurzfristig. Die beste Triebfeder ist immer noch der eigene Wille, etwas bestimmtes erreichen zu wollen, weil es für einen selbst wichtig ist. (intrinsische Motivation, statt auferlegt von außen)

    Etappenweise in Wochenkalender eintragen, konkrete Erledigungen / to do-Listen für jeweils einen Tag machen; bestimmte regelmäßige Dinge versuchen zu ritualisieren (Haushalt, immer bestimmte Tätigkeiten an bestimmten tagen, sich langsam steigern und sich an der ausbreitenden Ordnung erfreuen)

    Energie schafft Energie. Je mehr ich hinbekomme, desto leichter wird es und desto besser kann ich mich motivieren, dranzubleiben. Sport machen. Seit ich in der Klinik war, hab ich mir das einmal in der Woche auferlegt, egal ob ich will oder nicht. Punkt. Das motiviert mich immer unheimlich, auch anderswo im Leben wieder zu kämpfen und anzupacken...

    Und immer belohnen, auch für kleine Erfolge!

    Wenn man an einer Depression erkrankt ist und total erschöpft, muss das Ziel sein, Depression behandeln.
    Geändert von Wühlmaus (11.06.2012 um 14:29 Uhr)

  3. #3
    superstar88

    Gast

    AW: Motivation

    Yo, ergänzend zu Wühlmaus nochmal das mit dem Sport: Sport kann wirklich eine Ersatzform einer Therapie sein. Muss man aber auch mal machen, um das zu merken

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: Motivation

    Ich hab eben vorher auch keinen Sport gemacht und das macht wirklich viel aus... ich bin jedesmal stolz, wenn ich mich selbst dazu überwunden habe und mittlerweise freue ich mich richtig drauf, weil ich weiß, dass es mir gut tut...

  5. #5
    superstar88

    Gast

    AW: Motivation

    Genau. Ist auch echt cool, seinen Körper mal ganz anders zu erleben und zu beobachten, wie die eigene Gangart, und überhaupt die ganze Palette der körperlichen Bewegungsabläufe dynamischer wird. Kann auch ganz erheblich zum Selbstbewusstsein beitragen

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Motivation

    Hallo mal wieder, lange nicht hier gewesen!Aber dieser Threadtitel ist mir im Reader sofort aufgefallen.Mein Problem:Ich bin in Invalidätspension, 34, gepflegt und "fesch", egal, Das Problem ist das ich die Wohnung nicht mehr verlassen kann, Egal um was es geht, ich zögere den Ausgang bis zur letzten Sekunde raus. Ich schaffe es einfach nicht rauszugehen. Egal ob ich nur ein paar Meter weit weg müsste oder die Öffentlichen benutzen muss da es weiter weg geht. Was auch das schlimmste ist wenn ich den Bus und so benutzen muss ist u.a. das ewige warten (verwende Spazierstock da ich keine Ausdauer habe und Schmerzen im Kreuz) und, noch schlimmer, die Leute darin machen mich fertig. Es ist leider auch Tatsache das ich immer wieder mit etwas konfrontiert werde was ich eh nicht recht verstehe oder falsch sehe. Nämlich das sich die Leute NICHT zu mir setzen obwohl alles voll ist, manche sich auch weg setzen. Aber warum? Ich stinke nicht, wasche mich regelmäßig, schaue auch gepflegt aus bzgl. Gewand etc. (meine Schuhe sehen fast tägl. den Schwamm), es gibt eigentlich keinen (mir) nicht offensichtlichen Grund für das Verhalten. O.K. ich bin sehr stark und Auffällig Tätowiert, am Hals und an der linken Hand so das es eben nicht verstecken geht, was ich auch nicht tun würde, auf was hinauf? Wenn jemand nicht damit kann und deshalb nicht einschlafen kann ist nicht mein Problem. Die Tät´s sind alle Schwarz und im Maori- und "Muster"-Stil, haben also keinerlei Aussagekraft, weder aggressiv oder sonstwie, und wie Häf´n sehn sie auch nicht aus. Ich bin auch, eigentlich widersprüchlich, zu jedem Gesicht freundlich und nett. Im Verhalten bin ich auch Aussagelos.Jedenfalls weiß ich zum Beispiel das ich bis zum Arzt genau 35 Minuten brauche, und müsste um sagen wir 13,45 da sein. Dann ist es so das ich erst um 13,15 damit Anfange mich stressig fertig zu machen. Natürlich komme ich dann entweder zu spät, schaffe um eine Minute noch oder komme zu spät.Woran kann das liegen? Ich habe auch KEINE Kontakte, Freunde etc. Niemand kommt auf die Idee mal MICH anzurufen oder zu kontaktieren. Außer jemand braucht was von mir, aber selbst solche Leute gibt es nicht mehr.Ich habe im Moment das Gefühl meine Lebenszeit einfach nur wie ein Häftling absitze. Nur kurzfristige "Hobbys" oder Interessen, außer das Dampfen (elektrisch "Rauchen"). Das Steamen macht mir Spaß, schmeckt mir und ist etwas zum basteln und nachdenken. Nur eine andere Art Nikotin aufzunehmen eigentlich. Man kann Substanzen rauchen, spritzen, essen, etc., ich konsumiere meinen Nikotin jetzt halt "flüssig" und gesünder, da keine Verbrennung stattfindet (keine Ablagerungen in der Lunge wie Kondensat, Teer, keine Asche, kein Gestank da sich der Dampf, im Gegensatz zum Rauch, einfach verflüchtigt.), mir Analoge eigentlich eh nie recht schmeckten und ich beim Dampfen den Geschmack wählen kann von Vanille über Tabak bis Erdbeere.Motivation ist momentan ein Fremdwort für mich, und das verlassen der Wohnung macht mir regelrecht Unbehagen. Keine Ahnung wie es weiter gehen soll.Grüße Curt (Noid)

  7. #7
    superstar88

    Gast

    AW: Motivation

    Interessanter Spontanbruch zwischen den Themen, Noid Ich dampfe übrigens auch, ein halbes Jahr schon. Ego-T
    Was ich dir sagen will: Es ist wichtig, zu wissen, dass im Grunde alle Menschen die Fähigkeit haben, Körpersprache (also auch Mimik) zu interpretieren. Körpersprache kannst du nicht vermeiden - du wirst beinahe immer - auf welche Weise auch immer, das ist individuell - aussenden, was du empfindest und wie du zu anderen - in diesem Falle fremden - Leuten stehst. Nicht die anderen sind schuld! Nicht deine Tattoos! Das Problem liegt innen, sofern es stimmt, dass du nicht übel riechend in die Bahn steigst

  8. #8
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Motivation

    @Noid
    Das sie sich nicht neben Dir setzen, kann viele Gründe haben z.B. wie 'massiv' bist Du - vielleicht setzen die Leute sich einfach nicht zu Dir, weil ihnen neben Dir zu wenig Platz ist? Natürlich kann es sein, dass die Tätorwierungen bedrohlich wirken, vor allem wenn Du selber vielleicht noch groß und stämmig bist. Aber in dem Fall solltest Du Dir dann auch nichts draus machen. Wohin man sich setzt ist oft eine unbewußte Entscheidung, wo man keine tiefere Verarbeitung anstrebt, und wenn Du dann auf den ersten Blick 'bedrohlicher' wirkst, werden sie sich woanders hinsetzen. Da sollte Dich dann nicht ärgern oder traurig sein, schließlich sind das nur flüchtige Begegnungen, die auch gar kein Interesse an einem Kontaktaufbau hätten. Also sieh es als ihr Problem an, wenn sie sich nicht neben Dir setzen wollen.

    Natürlich kann es auch sein, dass Du nonverbal (Gestik,Mimik) vielleicht einen falschen Eindruck aussendest und Du denkst, Du schaust jemand freundlich an und der andere empfindet es vielleicht als stechenden Blick. Sowas könntest Du vielleicht in einem Kurs (VHS oder) trainieren oder eben Therapie, je nachdem wie gravierend es ist.

    Ansonsten kenne ich das Problem nur zu gut mit dem Nichtrausgehen können. Ich brauche auch ewig dazu, spontan brauche ich mehrere Stunden Vorlauf und bei Terminen bin ich froh, wenn ich der letzten Minute losgehe, wo ich noch pünktlich kommen werde. Je länger ich dabei übrigens nicht unter Menschen war, umso schwerer wird das rausgehen und umso mehr setzt das 'Alien'-Gefühl ein. Auch das Gefühl, dass ich nicht dazu gehöre, dass andere mich komisch anschauen oder mich meiden/ablehnen.

    Die Probleme mit dem Rausgehen liegen bei mir in sozialen Problemen und auch in Skin-Picking (Impulsstörung, wo man das Knibbeln an der Haut nicht sein lassen kann und deswegen ständig irgendwelche Stellen im Gesicht, für die ich mich schäme).


    zum Thema Motivation

    Ja, mit der Motivation auf recht erhalten bzw. überhaupt anfangen - großes Problem. In Moment ist es ganz extrem bei mir. Ich habe unterschiedliche Strategien/Methoden, je nach Aufgabe verwende ich unterschiedliche Methoden:


    1. Aufschiebe-Aufgabe in möglichst kleine Teilaufgaben/Meilensteine/etc. zerlegen, die man sich einzeln als erledigt abstreichen kann, so dass man quasi mehrere kleinere Erfolg hat
    2. sich immer wieder das Ziel vor Augen halten. Gerade beim Programmieren hilft es mir, wenn ich stecken bleibe, mir folgendes aufzuschreiben : Ziel, aktuellere Stand, nächste Schritte, mögliche/vorhandene Probleme, Lösung dieser Problem, alternative Lösungen ...
      weiterhin mir alles, was ich mache, notieren (also quasi Logbuch), bis das Motivationstief überwunden ist... der Vorteil des Logbuches besteht bestimmt auch dadrin, dass ich sofort wieder an der aktuellen Stelle einsteigen kann, wenn ich rauskam
    3. Werkzeuge, verwenden, die mir gefallen z.B. Stift, der besonder schön schreibt, ein neues tolles Ablagesystem ausprobieren...
    4. gerade bei Wissen erarbeiten viel Farbe verwenden, Grafiken, Diagramme, Übersichten erstellen
    5. was leckeres dabei essen
    6. Musik hören / telefonieren z.B. gerade bei Hausarbeit
    7. nur eine kleine Zeiteinheit vornehmen, daran zu arbeiten z.B. 15min und danach Pause erlauben und dann die nächsten 15min machen
    8. mit anderen die Aufgabe zusammenmachen
    9. Rituale entwicklen gerade bei Haushaltsachen / regelmäßige Aufgaben


    Obwohl ich nun schon soviele Methode habe, meine Motivation aufrecht zu erhalten, von denen ich auch weiß, dass sie funktionieren, habe ich jetzt immer das Problem, dass ich vieles nicht mache. Dafür mache ich negative Gedanken / Glaubenssäzte verantwortlich, die mir sofort jeden Spaß vermiesen, alles schlecht reden und ich deshalb natürlich die Lust verliere, diese Aufgabe zumachen.

    Und das gerade der Punkt an dem ich aktuell arbeite und noch nicht weiß, wie ich das am besten löse... ich arbeite gerade mit einem WingWaveCoach daran - meine letzte Therapeutin wollte nicht mit mir daran arbeiten, obwohl eigentlich kognitive Verhaltenstherapie gemacht haben...
    Geändert von Rina Oka (11.06.2012 um 17:54 Uhr) Grund: Formulierung überarbeitet

  9. #9
    howie

    Gast

    AW: Motivation

    ha, cooler thread - hm aber der doppelt sich, was ich so mache um mich zu motivieren habe ich schon wo anders beschrieben.
    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...systeme-3.html
    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...aenderung.html
    klappt aber auch nicht immer - aber wird.
    gruß,
    H

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