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Diskutiere im Thema Was denken Sie von Online-Therapie? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 1

    Was denken Sie von Online-Therapie?

    Es gibt etliche seriöse Beratungsstellen im Internet,
    die mit erstklassigen Therapeuten und Psychologen zusammenarbeiten.
    z.B diese Webseite [ ...... ] Link gelöscht, Werbung (siehe Community-Regeln)
    Geändert von Alex (26.05.2012 um 10:27 Uhr) Grund: s. Edit

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Was denken Sie von Online-Therapie?

    Naja, ich weiß nicht ...

    Die der Therapeut/in muss den Patienten doch persönlich kennenlernen. Sie/er muss nicht nur mitkriegen was er sagt, sondern auch das wie er es sagt, auch wennich damit nicht viel anfangen kann die Gestik und Mimik des Patienten mitkriegen, ja selbst, wie der Patient riecht und wie gerade der Herzschlag ist.

    Das Alles funzt bei der "Online-Therapie" garnicht.

    Ich bin, wie Ihr seht, mehr als skeptisch. Aber für eine mögliche Überbrückung der Zeit, bis eine Therapie vor Ort beginnt, wäre es vielleicht schon.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: Was denken Sie von Online-Therapie?

    Ich persönlich bin sehr dafür. Ich habe es auch eine ganze Zeit gemacht (bei justanswer) und ich fand es sehr sehr fair, weil die Klienten nur bei Zufriedenheit gezahlt haben. Mir hat es tierisch Spass gemacht und ich war (Eigenlob stinkt) verdammt gut.

    Nur : Es ist so für Ärzte offenbar nicht erlaubt und ich habe demensprechend auch ordentlich Ärger bekommen. Ich müsste wohl in die Schweiz oder in die DomRep auswandern.

    Psychologen bekommen diesen Ärger nicht , wenn sie das Gleiche machen.... Soviel zur Gleichstellung von Berufsgruppen, die die gleiche Tätigkeit machen.

    Ich glaube, dass wir über kurz oder lang gar nicht darum kommen werden. Es gibt schon jetzt tolle Online-Therapieprogramme, die gleich gut oder sogar besser als ein "realer" Psychologe sind. Und abstrus lange Wartezeiten auf Therapie, weil sich die Therapeuten eben die "Rosinen" unter den Patienten aussuchen. Was hilft es, wenn man 6 bis 12 Monate auf einen Therapieplatz wartet ? Gerade im Bereich der Kinder- und Jugendpsychotherapie, aber auch bei ADHS und Essstörungen überblicke ich derartige Zeiträume.

    Dann ist noch nicht gesagt, dass der Therapeut auch gut ist.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 61

    AW: Was denken Sie von Online-Therapie?

    Ich denke Online-Therapie ist (genauso wie Online-Beratung) eine perfekte Ergänzung zum bisherigen Therapieangebot. Wenn sie leichter zugänglich ist (weniger Wartezeit) und auch noch Niedrigschwellig zu erreichen ist (auch für Bettlägrige Patienten, Menschen die das Haus nicht verlassen können, wegen Sozialen Ängsten keine Therapie machen wollen oder einfach Angst haben als Verrückt eingestuft zu werden), ist es eine gute Möglichkeit die Menschen zu erreichen, die vielleicht ohne dieses Angebot ganz ohne Hilfe dastehen.

    Von akuten Fällen mal abgesehen, jemand mit schweren Depressionen (der nicht in eine Klinik will), bekommt so schneller Hilfe als wenn er auf einer 6-Monate Warteliste steht.

    Ich denke, dass es den "Offline-Therapeuten" niemals ersetzen wird, aber eine gute Ergänzung zu diesem bietet um mehr Menschen zu erreichen.

  5. #5
    Allanon

    Gast

    AW: Was denken Sie von Online-Therapie?

    Sehr gut.

    Vorteil aus meiner persoenlicher Sicht:

    unkompliziert und flexibel: muss mich nur in einer ruhigen stunde vor dem pc hocken, ganz entspannt, ganz ohne Hektik fuer die Hinfahrt - was ne menge zeit spart.
    Zeit = Geld !!! Davon habe ich soo wenig.

    Also ich waere dabei, wenn meine KK das bezahlen wuerde !

  6. #6
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Was denken Sie von Online-Therapie?

    Mich würde es auch interessieren, wie wirkungsvoll Online-Therapie sind. Erfahrungen damit habe ich keine, aber ich frage mich, in wie weit SHG-Foren auch eine gewisse Form von Online-Therapie dastelllen Die schon sehr gute Erfolge bringen kann, natürlich auch immer etwas mit der Gefahr, dass man die falsche Hilfe bekommt oder sich gegenseitig herunterzieht (oder einfach nur zuviel Zeit dort verbringt und alles andere darüber liegen bleibt .

    Aber gerade deshalb denke, ich das eine Online-Therapie sinnvoll sein könnte, wenn sie vielleicht die positive Wirkung von SHG-Foren nutzen kann, aber eine fachliche Aufsicht/Moderation verhindert, dass sie ins negative abgleitet.

    Deshalb würde ich sie auch als eine sinnvolle Ergänzung sehen, die darüber hinaus situationsbedingt Vorteile bieten könnte - z.B. - wie schon genannt wurde - das man von den lokalen Angebot unabhängig ist oder wenn man Probleme hat, die Wohnung zu verlassen.

    Auch könnte ein schriftlicher Austausch über Emails, Chat etc. vielleicht manchen dabei helfen, sich zu öffnen, als wenn sie einem Therapeuten direkt gegenüber sitzen...
    (also mal gelesen, dass die Polizei auch den Computer nutzt, um Geständnisse zu bekommen, weil es dann Täter leichter fällt, dass auf einem Computer einzutippen, als das jemanden in Anwesenheit zu sagen..)
    Geändert von Rina Oka (26.05.2012 um 18:54 Uhr) Grund: Gedanken besser ausformuliert

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Was denken Sie von Online-Therapie?

    Hallo,

    Ich möchte noch einen Punkt anführen, der hier noch nicht erwähnt wurde: die Situation in ländlichen Gegenden.

    Da ist der nächste kompetente Therapeut oder Coach oft sehr weit weg. Die Stunde in der Praxis wird zur Ganztagsexpedition, beim Hausbesuch des Coachs fallen beträchtliche Anfahrtskosten an.

    Online-Therapie hab ich noch nie versucht, habe aber Erfahrung mit Online-Coaching. Seit meinem Umzug bin ich 200 km von meiner Coachin entfernt. Das macht aber nichts, weil wir bei Bedarf mit Videochat sehr realitätsnahe kommunizieren können. Für jede Stunde ins nächste Bundesland zu fahren, kann ich mir weder zeitlich noch finanziell leisten.

    Ich halte das wirklich für ein zeitgemässes Angebot, mit dem Benachteiligungen durch abgelegene Wohnorte oder lange Wartezeiten sehr gut ausgeglichen werden können. Heutzutage hat jeder Biobauer eine Homepage und jede Almhütte eine Sat-Schüssel - warum also nicht ein Hilfsangebot virtuell anbieten?

    lg
    lola

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Was denken Sie von Online-Therapie?

    web4health schreibt:
    Dann ist noch nicht gesagt, dass der Therapeut auch gut ist.
    So ist es.

    Wir verfügen zwar nur über nicht repräsentative, stichpunktartige Erfahrungen aus der Praxis, müssen daraus aber den Schluss ziehen, dass es sich bei den meisten Psychologen um gefährliche Quacksalber handelt, die von Tuten und Blasen, in dem Fall von seelischen Störungen, keinerlei Ahnung haben. Hätten sie welche, wären sie Ärzte geworden.

    In der Regel ist es so, dass diese so genannten Psychologen vom Kreissaal direkt via Abitur in den Hörsaal geraten und dort ihre weltfernen Statistiken erstellen. Solchermaßen ohne jegliche Lebenserfahrung kommt es in einem zweiten Schritt zu einer Art Selbstsuggestion, psychische Störungen verstehen zu können, von da aus ist es dann nicht mehr weit zur Hybris diese auch diagnostizieren zu können, von wo aus es dann nicht mehr weit ist zur Hypertrophie, diese auch behandeln zu können.

    Vor allem die mangelnde Lebenserfahrung oder intellektuelle Reife dieser Leute führt dann in der Praxis zu diesen grotesken Situationen, dass da jemand ohne jegliche Lebenserfahrung oder praktische Erfahrung überhaupt anderen Leuten Tipps geben will, wie diese ihr Leben zu gestalten haben. Es wundert mich immer wieder, dass dieser Vorgang in seiner offensiven Lächerlichkeit nicht genügend erkannt wird.

    Es wundert mich immer wieder mit welcher Standfestigkeit man ausgerechnet diesen Akademikern, die im realen Leben nicht mal eine Konservenbüchse öffnen können, die Behandlung von psychischen Erkrankungen zutraut.

    Im wesentlichen ist es aber wurscht, ob ein psychologisch verbrämter Quacksalber seine angelesenen, abstrusen Ideen per Netz oder von Angesicht zu Angesicht verbreitet.

    Einmal davon abgesehen, dass ein seriöser Psychologe nicht per Internet behandeln wird. Das ist dann wohl eher etwas für Sozialphobiker, die unter Psychologen - bis zum Hang zur leichten Paranoia - ja weit verbreitet sind.

    Dass Du selber schon online gearbeitet hast, wundert mich nicht, aber Du würdest ja auch nicht so weit gehen, Dich als seriösen Therapeuten zu bezeichnen? Oder?

    Schließlich wurdest Du ausschließlich durch das Behandeln von Krankheiten bekannt, die es - das ist psychologischer Konsenz - gar nicht gibt, wie zum Beispiel Dissoziationen bei Nicht-Traumatisierten oder ADHS im Erwachsenenalter.

    ADHSLer brauchen übrigens keinen Psychologen, sondern Struktur. Strukturen werden durch den Psychologen nicht hergestellt, im Gegenteil öfters destrukturiert.

    Weite Teile der Psychologie gehen davon aus, dass ein Mensch falsch denkt oder falsch handelt, dass dies zu Problemen, dann zu Leiden führt, dass man aber das falsche Denken und Handeln korrigieren könne.

    Ist der Patient dazu nicht in der Lage leidet er übrigens nicht an ADHS, sondern an kognitiven Vermeidungsstrategien, die allerdings dann in den nächsten 20 Sitzungen auch ausgeräumt werden können.

    ADHSler denken und handeln gemäß ihres ADHS, also innerhalb ihres "Wahnsystems" aber richtig und nicht falsch.

    Das ist das grundsätzliche Missverständnis der Psychologen, die davon ausgehen, dass psychische Erkrankungen korrigiert werden können. Eine ADHS ist allerdings eine neurobiologische Verfasstheit und lässt sich aus diesem Grunde auch nicht wegquacksalbern, so wenig sich eine amputierte Gliedmaße auch nach Jahren der Quacksalberei wieder anfügen lässt.

    Was psychologisch sehr wohl beeinflusst werden kann, sind Komorbiditäten wie Angst, Depression, Zwänge usw. Doch auch diese Behandlung ist nutzlos, wenn nicht vom ADHS ausgegangen wird, das dem zugrundeliegt.

    D.h. ohne Behandlung der ADHS, was deren medikamentöse Behandlung mit einschließt, gar zur Voraussetzung hat, ist eine psychologische Behandlung von Komorbiditäten sinnlos. Übrigens auch per Internet. Und eben keine Behandlung, sondern Quacksalberei.

    Dass ausgerechnet Mr. web4health diese Tatsache noch nicht erkannt haben will, kann ich mir nahezu gar nicht vorstellen.

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