Seite 1 von 3 123 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 30

Diskutiere im Thema atypische Depression statt ADS? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 319

    atypische Depression statt ADS?

    Hallö,

    nachdem mir in den Niederlanden schon ADS diagnostiziert wurde, ist man jetzt hier in der Ambulanz in Deutschland auf dem Trichter, dass es kein ADS sei, weil ich mich nicht so gut an die Kindheit (und etwaige Probleme) erinnern kann.

    Statt dessen hab ich jetzt angeblich ne atypische Depression (ich war eine Zeitlang depressiv, jetzt aber eigentlich nicht mehr. Deswegen wohl atypisch...)

    Nun hab ich noch nicht viel darüber gefunden, unter anderem Wikipedia...:
    Hauptmerkmale der Atypischen Depression sind die Aufhellbarkeit der Stimmung
    äh. Ja. Ich kann gute Laune haben. Da MUSS es ne Depression sein.
    sowie vermehrter Appetit oder Gewichtszunahme
    nope.
    Hypersomnie
    nope
    „Bleierne Schwere“ des Körpers
    nope
    und eine lang anhaltende Überempfindlichkeit gegenüber subjektiv empfundenen persönlichen Zurückweisungen
    nope
    In einer aktuellen Studie aus Deutschland betrug der Anteil atypischer Depressionen 15,3 %. Patienten mit atypischen Depression hatten im Vergleich zu den anderen depressiven Patienten eine höhere Wahrscheinlichkeit an somatischen Angstsymptomen
    nope
    somatischen Symptomen
    ich hab Rückenschmerzen. Naja...
    Schuldgedanken
    nope
    Libidostörungen
    ja, wenn ich bestimmte Medikamente nehme...
    Depersonalisation
    nope
    Misstrauen
    überhaupt nicht...
    Hat vielleicht irgendjemand diese Diagnose, findet sich darin wieder und kann mir was erzählen?
    Vielleicht triffts ja doch zu und ich seh das nur nicht...
    Geändert von aprilesque (10.05.2012 um 00:36 Uhr)

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: atypische Depression statt ADS?

    Hallo aprilesque!

    Vielleicht solltest Du Dir noch eine weitere Meinung einholen!?

    Dass Du Dich nicht recht an Deine Kindheit erinnern kannst, das sollte jetzt nicht der Grund sein, kein ADS zu haben, oder??

    Verstehe ich nicht so ganz..


    LG Emely

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 319

    AW: atypische Depression statt ADS?

    Das is ja schon die zweite Meinung.
    Und noch nicht das Ende der Geschichte, auch noch nicht die endgültige Diagnose.

    Sie meinen halt, ich hätte irgendwie nicht alle Kriterien erfüllt, beißen sich daran fest, dass ich während meiner depressiven Phasen sehr müde war und ... ach, keine Ahnung.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: atypische Depression statt ADS?

    Atypische Depression und ADS schließen sich nicht aus.

    Ich möchte sogar noch einen Schritt weitergehen. Und sagen: Ein spätdiagnostiziertes und unbehandeltes ADS IST eine atypische Depression, jedenfalls davon nicht zu unterscheiden.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 319

    AW: atypische Depression statt ADS?

    Eiselein schreibt:
    Atypische Depression und ADS schließen sich nicht aus.
    nö. Aber ich find mich in der Symptomatik nicht wieder. Bei ADS aber quasi in jedem Punkt

    Ich möchte sogar noch einen Schritt weitergehen. Und sagen: Ein spätdiagnostiziertes und unbehandeltes ADS IST eine atypische Depression, jedenfalls davon nicht zu unterscheiden.
    woran machst du das fest?
    Also, zum Beispiel die Gewichtszunahme, die verminderte Libido, oder die bleierne Schwere - wo ist da der Zusammenhang?

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: atypische Depression statt ADS?

    aprilesque schreibt:
    wo ist da der Zusammenhang?
    Der Zusammenhang liegt in der Dekonzentration und dem gleichzeitigen Vorhandensein einer Angstsymptomatik.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 319

    AW: atypische Depression statt ADS?

    Naja, Konzentrationsprobleme bringt eine normale Depression aber auch mit sich. Und Ängste hab ich zum Beispiel keine.

    Außerdem könnte man dann ja quasi nie ne Diagnose stellen.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 319

    AW: atypische Depression statt ADS?

    Emely schreibt:
    Dass Du Dich nicht recht an Deine Kindheit erinnern kannst, das sollte jetzt nicht der Grund sein, kein ADS zu haben, oder??
    Ach so, um das vielleicht noch mal zu erklären:
    Das Problem ist nicht, dass ich mich nicht an meine Kindheit erinnere, sondern dass ich mich nicht gut an so eine gesamte Stimmung erinnern kann. Nur an einzelne Situationen.
    Also, zum Beispiel kann ich nicht sagen, ob ich mich unter Druck gefühlt habe. Dafür weiß ich noch, dass an einem Tag im Kindergarten die Leiterin der anderen Gruppe reinkam, um unsere Leiterin zu warnen, dass die Glasschüssel beim Popcorn machen gesprungen ist.
    Ich war auch nicht immer zu spät (zumindest bevor ich 7 wurde), weil meine Eltern mich halt einfach angezogen haben (war ja nicht hyperaktiv) und los gings.
    Das hilft nur bei der Diagnose nicht

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: atypische Depression statt ADS?

    ist man jetzt hier in der Ambulanz in Deutschland auf dem Trichter, dass es kein ADS sei, weil ich mich nicht so gut an die Kindheit (und etwaige Probleme) erinnern kann.
    Was ist denn DAS für eine Ambulanz? Bis auf Situationen bei deren Erinnerung ich regelrechte Triggererlebnisse habe, bei denen ich dissoziiere habe ich absolut keine Erinnerungen an Stimmungen oder Gefühle. Erinnerungen ja, aber keine an Gefühle oder aber die Gefühle sind mit überwältigender Stärke beim bloßen Anreißen der Erinnerung wieder da, die Erinnerung ist dann nur noch Gefühl. Selten aber dann immer sehr unangenehm.

    Problem als Kind? Ich? Ich doch nicht! Ich war immer total OK ... warum die Erwachsen immer gesagt haben red' doch nicht ununterbrochen, du hast auch immer eine Ausrede parat, sitz doch mal "bitte nur eine Sekunde" still, "du guckst schon wieder ein Loch in die nächste Woche" das alles war mir schon damals absolut schleierhaft und ist es in meinen Erinnerung noch immer. Denn ich war ja still, hab keine Ausreden gesucht (war alles wahr), kurz, wenn ich nicht im Laufe der Diagnose und Therapie systematisch gedeucht hätte sähe ich noch heute keinerlei Probleme und der Kindheit.

    Ich habe irgendwie gefühlsmäßig noch immer keinen Schimmer warum dann in den Klassenbüchern bzw. Elternbriefen steht "... singt plötzlich im Lateinunterricht" ... " hab ich nie, ich kann ja garnicht singen "... hat der Lehrerin eine Apfel auf den Stuhl gelegt ..." ... na ja, da erinnere ich mich mal dran; der vergammelte Apfel ist irgendwie aus meiner Hand auf den Stuhl gefallen ... "... intelligent, könnte mehr wenn er Hausaufgaben nicht dauernd vergessen würde ..." hab immer alle Hausaufgaben gemacht an die ich mich erinnert habe, ehrlich ... "Versetzung gefährdet ...." ... ach was, doch nicht schon mit 60 Fehlern im Diktat "... empfehlen Förderschule ...".

    ... aber ich Probleme ??? Nö. Nicht in meiner Erinnerung.

    Angeblich soll das sogar ein Symptom für ADHS sein ... wie denn nun?

    Was allerdings wichtig ist sind Berichte von Dritten, also Lehrern, Zeugnisse etc. eben weil die Erinnerung oft getrübt ist.

    Zu den atypischen Depressionen: Die sind nun angeblich auch wieder typisch für ADHS. So ist meine Ärztin doch draufgekommen - die Depressionen kamen ihr total komisch vor.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 199

    AW: atypische Depression statt ADS?

    @Wildfang: bis auf die sehr detailierten Schilderungen, wie "...Apfel...", "...singt plötzlich..." und den Unterschied bezügl. des Zeitpunkts der Diagnose würde ich das so bedenkenlos unterschreiben.

    Die für mich ungewohnt kurzen Beiträge von Eiselein bieten auch einen interessanten Ansatz.

    Auch auf die Gefahr, daß ich mich wiederhole: Ich schleppe schon seit Jahren 'nur' eine Depression mit mir rum. Bis auf teilweise heftige NW (Gewichtszunahme, Libidoverlust, Muskelzucken etc.) haben die vielfältigen AD bei mir überhaupt keine Wirkung erzielt.

    Dazu sagte mein derzeitiger Arzt (sinngemäß, auszugsweise): "Ja, wie denn auch? [...] wenn man die bspw. die Schlafstörungen als Ursache für die Depression ansieht und behandelt, wird Ihnen auch in 10 Jahren noch nicht geholfen sein [...]"

    Die verschieden ausgeprägten Symptome von ADD können durch eine Vielzahl anderer 'Faktoren' überlagert, verstärkt, abgeschwächt etc. werden. Das kann bei 'unwissenden' Ärzten / Psychologen ohne Weiteres ein völlig falsches Bild erzeugen.

    Laß Dich nicht verrückt machen und such' Dir einen auf ADD (ADS, ADHS) spezialisierten Arzt.


    Nachtrag: ... im Übrigen kann auch eine über die Jahre aufgebaute Fassade oder / und 'schauspielerisches Talent' (eingefahrene Verhaltensmuster) fast jeden Arzt / Psychologen an den Rand des diagnostischen Wahnsinns treiben.
    Geändert von Knalljacke (10.05.2012 um 12:47 Uhr) Grund: Faden wiedergefunden ...

Seite 1 von 3 123 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Alternative statt Chemie?
    Von Rose1967 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 103
    Letzter Beitrag: 21.11.2013, 22:13
  2. Nimmt noch jemand (atypische) Neuroleptika UND Methylphenidat?
    Von Maverick im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 27.06.2011, 12:28
  3. Persönlichkeitsstörung statt ADS!
    Von anjohn im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 35
    Letzter Beitrag: 12.02.2011, 07:07

Stichworte

Thema: atypische Depression statt ADS? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum