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Diskutiere im Thema Diagnose ADS, Psychaterin gegen Einnahme entsprechender Medikamente im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 48

    Diagnose ADS, Psychaterin gegen Einnahme entsprechender Medikamente

    Hallo an alle,

    ich bin mit Burn-Out-Syndrom in Verbindung mit einer schweren Depression im Februar 2011 zu meiner jetzigen Psychotherapeutin/Psychaterin gekommen. Bei ihr war ich nun bis Ende März diesen Jahres in Gruppen-Therapie. Diese Gruppen-Therapie wurde durch einen zweimonatigen stationären Aufenthalt in der psychosomatischen Abteilung der Uniklinik unterbrochen.

    Im Januar 2011 bekam ich einen Termin für September 2011 für ein Erstgespräch zur Testung auf ADHS/ADS. Seit ein paar Tagen habe ich die schriftliche Diagnose ADS in Verbindung mit leichter Depression mit der Empfehlung zur medikamentösen Behandlung.

    Da meine Hausärztin kein Medikament für ADS verschreibt, hat sie mich zu meiner Ärztin in der Funktion als Psychaterin geschickt. Ich sollte mir dort ein entsprechendes Medikament für Erwachsene ADS'ler verschreiben lassen. Meine Psychaterin sagte, sie hat keine BTM-Zulassung (oder so ähnlich), ich bekomme von ihr eine Liste entsprechender Ärzte.

    Nun war ich am 26.04. bei ihr und sie teilte mir mit, dass sie dagegen ist, dass ich ein Medikament gegen Erwachsenen-ADS einnehme, sie rät mir von diesen Zitat: "Drogen" ab. Da war ich aber richtig geschockt. Falls ich darauf bestehe, ein ADS-Medikament einnehmen zu wollen, soll ich halt rumtelefonieren- sie gibt mir keine Ärzte-Liste.

    Zur Zeit nehme ich Venlafaxin ein: 75 mg morgens, 37,5 mg mittags. Ich bin ständig müde und erschöpft.
    Nun war ich so froh, endlich eine Diagnose zu haben, der Eigenverdacht auf ADS bestand bei mir ja bereits lange. Meine Psychaterin meinte, ich soll mal nicht so ungeduldig sein. Ich sei letztes Jahr schwer krank geworden und es dauert noch ca. ein bis zwei Jahre bis ich wieder richtig gesund bin.

    Sie hat mich in ihre Yoga-Gruppe aufgenommen und ich soll nun Yoga machen und mich gedulden.

    Da ADS-Medikamente ja auch so ihre Nebenwirkungen haben, weiss ich nun nicht, was ich tun soll. Ich bin alleinerziehende Mutter eines fast 11jährigen Sohnes und bin berufstätig. Ich KANN NICHT ein bis zwei Jahre warten bis ich wieder gesund bin.

    Sicherlich ist Yoga ein guter Ansatz, das mache ich auch begeistert mit, aber es kann nicht die endgültige Lösung sein.

    Habt ihr irgendwelche Tipps, Ratschläge oder Meinungen zu diesem Thema?

    Ich freue ich über jede Antwort.

    LG
    chaos1302

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Diagnose ADS, Psychaterin gegen Einnahme entsprechender Medikamente

    Na ja, Yoga ist gut und schön und eine prima Zusatzhilfe ... aber sicher nicht der Königsweg. Beim Yoga lernt man vor allem seien Körper kennen - zumindest mir geht es so.

    Meine Psychaterin sagte, sie hat keine BTM-Zulassung
    ??? Du meinst sicher Psychologin ???

    Deine Psychiaterin braucht eine Nachschulung. MPH ist keine "Droge" - aber so was hab ich kürzlich schon mal gehört ... von einer Ärztin im alleräußersten Westen der Republik ... das nenn ich mal Beruf verfehlt.

    Die soll dir Helfen die richtige Therapie zu finden, dazu gehört auch Medikation und bei der Medikation soll sie dich Anleiten die richtige Dosis zu finden und Gesundheitsschäden zu vermeiden. Zudem sollte sie mit dir schauen, was du vernünftigerweise an Psychotherapien etc. machen kannst / sollst. In deinem fall kommen ja noch die Depressionen dazu. Das macht die Sache nicht leichter und erfordert gute Ärzte. ADHS-Medis alleine sind ja auch nur die halbe Miete.

    Such dir einen kompetenteren Arzt.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 48

    AW: Diagnose ADS, Psychaterin gegen Einnahme entsprechender Medikamente

    Hallo Wildfang,

    danke für Deine Antwort

    Die Ärztin ist Psychotherapeutin UND Psychaterin in einer Funktion.

    Als Therapeutin leitet sie die Gruppen-Therapie und die Yogatherapie.

    Als Psychaterin hat sie mich das ganze letzte Jahr krank geschrieben und verschreibt mir das AD Venlafaxin.

    Ja, der "Drogen"-Spruch hat mich fast umgehauen. So etwas von einer Fachärztin!

    Dein Beitrag ist sehr treffend, zitieren hat leider nicht funktioniert.

    Ja, danke, ich brauche auf jeden Fall einen kompetenteren Arzt. Ich bin nur so empört, dass sie mir solche Steine in den Weg legt.
    Jetzt kann ich wieder herumtelefonieren.

    Deine Antwort hat mich etwas aufgemuntert und wieder Mut gemacht

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Hm. Ich hab ein schwer begründbares Vorurteil gegen Universalheiler die Medizin, Psychotherapie und Heilpraxiszeug aus einer Hand bieten.

    Yoga gehört nicht zur Psychotherapie. Psychotherapie wirst du aber brauchen. Und Gruppentherapien sind auch umstritten.

    Also, Hopp, Arzt suchen ...


    ---
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  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 48

    AW: Diagnose ADS, Psychaterin gegen Einnahme entsprechender Medikamente

    Hallo Wildfang,

    danke für Deine Antwort

    Universalheiler ist genau das richtige Wort für diese "Fachärztin".

    Ich weiß, dass Yoga nicht zur Psychotherapie gehört. ABER: Sie macht (angeblich) Yogatherapie. Dies wird von der Krankenkasse bezahlt.
    Den Unterschied zwischen "normalem" Yoga und dieser "Yogatherapie" kenne ich leider nicht.

    Ja, die Gruppentherapie war sehr anstrengend, ca. 10 - 20 Personen, immer wieder neue Patienten, eine Vorstellrunde bei der man/frau zusammefassend berichten sollte, wie die letzte Woche lief. Dann wurde ein Thema eines Patienten herausgepickt und bis zum Ende dieser Gruppentherapie besprochen.

    Es liest sich sicher unglaublich, aber in dem ganzen Jahr, das ich in der Gruppentherapie war, kam nie ein Thema von mir mit dran. Ich durfte immer nur zu den anderen Themen was beitragen. Das war nervig und hat mich nicht wirklich weitergebracht. Mal abgesehen von ein paar Patienten, die regelmässig teilnahmen und wir uns privat sehr gut verstanden haben.

    Nun eine gute Nachricht: ich war gestern bei meiner Hausärztin wegen meiner Laborwerte (kleines Blutbild): alles in Ordnung. Und ich habe ihr wiederholt über das Verhalten der Fachärztin berichtet und darauf bestanden, dass ich einen anderen Arzt brauche.
    Jetzt habe ich eine Überweisung für einen Neurologen wegen ADHS und mittelschwerer rezidivierender Depressionen.

    Dann habe ich die Sprechstundenhilfe wieder auf meine Situation angesprochen und gesagt, dass ich dringend einen anderen Arzt brauche:
    Siehe da: sie hat eine kurze Liste mit Neurologen aus meiner Stadt und empfahl zuerst die Gemeinschaftspraxis anzurufen. Dort sind Neurologen und Psychater.
    Die Anfrage ergab, dass dort ADS-Medikamente verschrieben werden können und ich soll mich im Juni wieder melden.

    Danke für Deine Aufmunterung - ich war schon kurz vorm aufgeben. Ich musste die Hausärztin und ihre Sprechstundenhilfe so furchtbar nerven, bis ich endlich weiterkam.

    Viele Grüße
    chaos1302

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