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Diskutiere im Thema Noch ein Anlauf zur Behandlung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 12

    Frage Noch ein Anlauf zur Behandlung

    Nun wo bei mir mal wieder alles außer Kontrolle gerät gehe ich wieder schwanger mit dem Gedanken an Diagnose und Behandlung.


    Im normalen Alltag sehe ich bei mir keine Probleme, außer vielleicht dass ich es nicht gebacken bekomme mich regelmäßig bei Freunden und/oder Familie zu melden und Freundschaften zu pflegen und unglaublich vergesslich bin. Aber wenn es um Prüfungsleistungen (an der Uni) geht komme ich "traditionell" nicht klar. Also habe ich in einer dieser Prüfungsphasen in Bonn einen Neurologen (wurde hier schon namentlich erwähnt) aufgesucht.
    Er hat mir erstmal ein Antidepressivum verschrieben. Aber weil mir davon nur flau wurde habe ich das nach ein paar Tagen abgesetzt.
    Auf jden Fall hat er dann ein paar Tests mit mir gemacht und mir letzten Endes MPH verschrieben. Dummerweise war ich viel zu ungeduldig um dieses ellenlange "einstellen" vernünftig mitzumachen. Außerdem ging mir schon der Gedanke auf den Keks mich regelmäßig um Medikamente kümmern zu müssen. Als ich dann noch einen Termin bei ihm vergessen hatte war das Thema für mich erstmal wieder gegessen, außerdem war die Prüfungsphase ja auch wieder vorbei und überstanden.


    Auf jeden Fall hänge ich jetzt an meiner Abschlussarbeit und werde, wenn ich damit durch bin, das Thema einmal abschließend angehen.
    Vor ca. 2 Monaten war ich hier bei einem Kölner Neurologen, der nach einer Schilderung meiner Beschwerden ADS vermutet hat.
    Er verschreibe aber kein MPH (Hab die Begründung vergessen). Statt also in dieser Richtung aktiv zu werden hat er mir "Solvex" verschrieben, und meinte das hilft auch bei ADS und wirkt außerdem antriebssteigernd und stimmungsaufhellend. "Solvex" ist ein Adrenalin-Wiederaufnahmehemmer.
    Auf jeden Fall nehme ich das jetzt seit gut zwei/drei Monaten.
    Was mir gut gefällt ist, dass ich - besonders anfänglich - deutlich weniger Schlaf gebraucht habe, also besser aufgestanden bin und mich frischer gefühlt habe. Auch meine Reaktionszeit erscheint mir besser wenn ich das Medikament eingenommen habe.
    Was ich nicht mag sind die Nebenwirkungen, die sich bei mir auf Harnverhalt/Verstopfung und Hodenschmerzen beschränken. Aber ehrlich gesagt ist das tolerabel.
    Was ich aber wirklich ungünstig finde ist, dass weder meine Konzentration, noch meine Stimmung, noch mein Antrieb besser ist. Auch das mit der Schlafzeit ist wieder beim Alten.
    Unter Umständen erwarte ich hier einfach zuviel, beziehungsweise meine Depression ist inzwischen soviel schlimmer geworden.


    Aber gut, das waren jetzt nur Hintergrund-Infos. Meint ihr ich sollte:
    1. Nochmal einen Termin beim Bonner Neurologen machen und daran anknüpfen?
    2. Bei dem Kölner Neurologen nochmal nachbohren?
    3. Hier in Köln eine "Spezialisten" aufsuchen?
    4. Was ganz anderes machen?



    Mein Ziel bei dem ganzen ist einfach nur mich in die Lage zu versetzen über einen längeren Zeitraum (Wochen/Monate) an etwas zu arbeiten (Lernen/Produzieren).
    Wie Das erreicht wird.. Da bin ich inzwischen wirklich skrupellos.. Ich will auch mein Stück vom Kuchen! Oder wenigstens ne realistische Chance darauf.



    Vielen Dank schonmal wer sich die Mühe gemacht hat das alles zu lesen

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Noch ein Anlauf zur Behandlung

    Hmmmm, eine schwierige Frage, ich selbst weiss ja auch nicht wirklich wie's weitergehen soll.


    Aber wenn ein Neurologe hier im Forum schon genannt wurde, dann hat er wohl Erfahrung mit AD(H)S-Patienten, und das ist schon mal sehr wichtig!


    Schade, dass das AD bei dir diese Nebenwirkungen verursacht hat, aber wie ist es dir denn mit dem Ritalin ergangen?
    Hast du da irgendetwas bemerkt? Wenn ja, würde ich eventuell dort wieder anknüpfen.

    Termine im Handy als Erinnerung mit Signal speichern, oder im Outlook mit Erinnerung

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Noch ein Anlauf zur Behandlung

    Hallo erstmal

    den langen Weg der Diagnose mussten wir alle gehn und wir wissen alle wie nervig und langwierig das ganze ist. Ich nehme nun mitlerweil seit einem halben Jahr MPH und bin immer noch nicht hundert pro zufrieden mit meiner Einstellung und pfeile nach wie vor an den Feinheiten, das bedarf einfach auch Eigeninitiative und engmaschige Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, grade zu Anfang.
    Die Frage die sich für mich nach deinem Bericht stellt ist : Hat Dir MPH was gebracht? Wenn die Antwort ja lautet würde ich Dir raten nochmal anzuknüpfen und es nochmal zu versuchen. Ist die Antwort nein kannst Du es ja auch mit einem anderen AD (zB Elontril oder sonst was , da wird Dir Dein Arzt sicher was raten können) das vielleicht auch weniger oder keine Nebenwirkungen bei Dir hervorruft versuchen.

    Die Frage ist ja immer Eigeninitiative und Nutzen des ganzen abzuwiegen. Ich denke Du selbst kannst am besten beurteilen wie hoch der Leidensdruck ist und ob es Dir das wert ist das ganze nochmal durchzuziehen.

    Angst vor einem Rüffel, dass Du damals "abgebrochen" hast würde ich nicht haben, denn es ist nunmal ADHS typisch und das weiß der gute Facharzt auch.

    Ich würde Deinen Arzt auch nochmal fragen welchen Contra-Grund er gegeb MPH hat.

    Vielleicht könnte Dir auch eine Verhaltenstherapie helfen? Dafür ist die Diagnose aber notwendig, damit die Kasse die Kosten dafür trägt und die Wartelisten für entsprechende Therapien sind leider auch lang, da hieße es also wieder Geduld !

    Ich wünsch Dir für den langen Weg der Diagnose und dem finden des richtigen Hilfsmittels (denn als mehr sehe ich Medikamente nicht) viel Glück!

    Liebe Grüße

    Rose

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Noch ein Anlauf zur Behandlung

    Hi ihr beiden!

    Wieviel mir das MPH gebracht hat weiß ich inzwischen nicht mehr, das liegt ja mindestens 3 Jahre zurück. Ich kann mich nur erinnern, das ich einmal den Eindruck hatte eine Wirkung gespürt zu haben. Aber wie gesagt, das war höchstens ein Monat und zudem halt noch in einer Zeit ohne "Beschwerden".


    Ich glaube der Kölner Neurologe hält einfach nix davon das Erwachsene MPH bekommen.

    Was ne Verhaltenstherapie angeht, die mache ich seit Mitte letzten Jahres schon, ich habe nämlich schon seit einiger Zeit geahnt dass die Bacheorarbeit schwierig wird und wollte das Thema früher angehen -_-. Ich muss aber leider sagen dass ich noch keine Besserung sehe. Nach der Sitzung bin ich immer ganz optimistisch, aber das hält auch nicht lange vor. -_-


    Habe ich das richtig herausgelesen, dass ihr mir dazu ratet nochmal den Bonner Neurologen aufzusuchen?

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Noch ein Anlauf zur Behandlung

    Also meiner persönlichen Meinung nach schon, ja.

    Wie gesagt, er kennt sich mit dem Thema aus und das ist wichtig.
    Er wird dir schon nicht böse sein dass du einen Termin verpasst hast.

    Gut das mit der Verhaltenstherapie!

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Noch ein Anlauf zur Behandlung

    Hallo,

    könnte jemand einen kleinen Hinweis darauf geben, wer der von Chimurgh angesprochene Neurologe in Bonn ist? Oder hat jemand eine Empfehlung für einen Neurologen im Raum Bonn/ Köln oder auch weiter entfernt?

    Meine bescheidene, unerfahrene Meinung zum eigentlichen Thema dieses Threads ist, dass du es erneut versuchen solltest, Chimurgh, und nicht einfach deshalb abbrechen solltest, weil die Anfangsphase der Behandlung mühevoll ist. Angesichts dessen, was auf dem Spiel steht, ist die Mühe belanglos.

    Gruß

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