guten morgen,
ich bin ganz neu hier und lernte kürzlich eine coachin (keine ahnung, wie die weibliche form von coach ist), die eine ausbildung hinsichtlich adhs gemacht sowie selbst betroffene kinder hat, in einem forum (nix mit adhs) kennen. durch sie erfuhr ich, dass ich mit sehr großer wahrscheinlichkeit betroffen bin und bin seither noch mehr als ohnehin schon von der rolle bzw. neben spur. so gut wie kein genanntes kriterium (positive wie negative bzw. handicaps) für adhs fehlt bei mir bzw. in meinen verhaltensweisen seit jahrzehnten einschließlich der genetischen weitergabe durch meinen vater. meine mutter ist mit mir auf anraten meiner damaligen hauptschulklassenlehrerin zu einem psychologen gestiefelt, weil ich auffällig konzentrationsmängel (aufmerksamkeitsdefizite) hatte aber gleichzeitig in sämtlichen fächern unterfordert war (schrieb in etlichen fächern lauter einsen). sie hielt mich für völlig fehl-am-platz auf der hauptschule und setzte sich ein, mich aufs gymnasium zu schicken. gleichzeitig geriet ich zunehmend ins außenseiterdasein mit etlichen minderwertigkeitsgefühlen und das führte vermutlicherweise leider dazu, dass bei einer visitation (daran erinnere ich mich waage) und einigen diskussionen unter den erwachsenen mit meiner mutter, mein (möglicherweise dadurch) gestörtes sozialverhalten auffiel. ich war damals schon ziemlich nah am wasser gebaut und litt dadurch doppelt. das wort "mobbing" kannte damals niemand (gut möglich, dass man den begiff für eine ansammlung von hunden, möglicherweise sogar möbse, gehalten hätte .
also ich wollte das hier jetzt eigentlich kürzer darstellen. aber vielleicht kann ich so die ein oder andere gegenfrage auszusparen und meine unsicherheit ein bisschen umgehen, damit ich schon mal eine größere gewissheit vor den ganzen "parkurläufen" bekomme. eine ganze reihe fragen habe ich, mag aber jetzt auch nicht lange im netz von einer zur anderen sekundärinformation geleitet werden (u.a. muss / will mein vierbein-bodyguard auch noch raus und die gegend markieren : - ):

1) wen suche ich jetzt für eine aussagekräftige diagnose auf? (mein hausarzt erscheint mir in dieser doch speziellen erscheinung nicht als der richtige ansprechpartner.. vielleicht ist es auch meine scham, die mich das so einschätzen lässt)
2) ist eine diagnose überhaupt noch sinnvoll oder gibt es tipps, mit denen man einfach besser damit klar kommt bzw. jemanden, die/ der das bei sich feststellte und sich dann einfach darauf einstellt? Mir ist aufgefallen, dass ich mich, seitdem ich jetzt auch um die guten eigenschaften weiß, anders und sicherer in meinem sozialverhalten auftrete (z.b. beim musizieren - ich spiele in einer größeren band als einziger ohne noten). ich habe ein bisschen einen horror vor dem medizinischen prozedere)
3) wann oder woran ist erkennbar, dass der einsatz von medikamenten hilfreich oder gar nötig ist. (mir graut davor, ein weiteres medikament zu einem gegen genetisch bedingte, höhere blutfettwerte einzunehmen)

4) welche arten von behandlung und therapien gibt es?
5) was läuft in der therapie so mit welchen zielen ab?
6) sicher dauern therapien unterschiedlich lange aber es wäre hilfreich, wenn ich so drei kurze erfahrungsantworten hätte

7) was bewirkt ein medikament hauptsächlich?
ist es eine art stoffzuführung, die das gehirn z.b. für bestimmte funktionen braucht (wie z.b. omega 3 fettsäuren)? (ich las da gestern irgendwo was von synapsen und stoffen, die informationen an die zuständigen funktionsbereiche des gehirns weitergeben)

9) was zahlt eine krankenkasse..(dachte, es ist eine störung und keine krankheit aber naja)

ich bitte um nachsicht, dass ich das hier vielleicht ein bisschen zu ausführlich darstellte.

beste internette grüße und danke für eure lesemühe

kuxuma hia