Seite 2 von 3 Erste 123 Letzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 28

Diskutiere im Thema Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    cp1


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter?

    Hallo,

    @Maya: ich hab mir vorher noch extra nen Zettel geschrieben, was ich alles fragen möchte. Und natürlich nichts davon gefragt... Hast du dann seit deiner Diagnose noch nichts unternommen, Verhaltenstraining o.ä?

    @Murmel 42: Mir geht es auch so, dass ich mich frag, warum ich selbst nicht früher drauf gekommen bin??? Aber jetzt versuch ich eben auch, wegen den Kindern (vor allem dem Großen) an mir zu arbeiten. Er soll nicht das Gleiche mitmachen wie ich Ich glaub, das motiviert mich und hilft mir auch, an mir selbst zu arbeiten. Bin ja nicht nur für mich verantwortlich!

    @jordanhunter: Akzeptieren kann ich die Diagnose schon, aber bei mir kommt dann auch dieses Gefühl auf: Hätt ichs schon früher gewusst und was tun können, hätt ich mein Studium nicht abgebrochen, hätte mehr gelernt, weniger gekifft, usw.

    Morgen gehts jetzt zur Hausärztin, bin gespannt, ob die sich überhaupt mit ADHS auskennt, sonst fängt die Arztsuche an... Mein Mann hat nächste Woche einen Termin bei der Psychologin, von der ich die Diagnose bekommen hab. Mal schauen, ob er sich dann auch testen lässt...

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter?

    jordanhunter schreibt:

    Dann habe ich allerdings angefangen zu zweifeln. Ich habe die Diagnose, trotz großer Sorgfalt der Ärztin, in Frage gestellt und habe gehandert. Mir sind 1000 Gründe eingefallen, warum es ADS nicht sein kann...
    Dann bin ich immerhin nicht alleine.
    Am schlimmsten finde ich den kritischen Hintergedanken, der mir sagt: Gib schon zu, du hast dir eine positive Diagnose gewünscht!
    Aber da ich Tests für gewöhnlich(Multiple Choice- ich hasse es, etwas wählen zu müssen) eher zurückhaltend beantworte(Verliere ich oft Dinge? Total!- also "[X] manchmal" ^^) und der Doc natürlich nicht direkt drauf losfragt sondern gefühlt eher Smalltalk führt, wirds schon richtig sein. Zumal ich momentan zwar nichts zu tun habe(Jetzt ist auch noch mein Fahrrad kaputt), aber mich einige Minuten nach einnahme der Kapsel deutlich motivierter für irgendwas fühle.
    Natürlich nährt es meine paranoide Ader, dass meine Diagnostik nicht so ablief, wie viele es beschreiben- ich hatte ein paar auszufüllende Bögen, meine Zeugnisse und 2 lange Gespräche mit dem Psychiater, bis er mir als ersten Schritt einen Kalender empfahl und 1x täglich 10mg retard-MPD verschrieb.
    Andere bekommen ja ein EEG, IQ-Test, Blutuntersuchung usw usf.
    Ach was solls.

    Zum Thema selbst:
    Momentan fühl ich mich- tja- wie fühl ich mich?
    Normal.
    Aber normal ist bei mir vermutlich "mies".
    Generell bin ich, vorallem in den letzten Jahren, sehr gleichgültig geworden- noch mehr als vorher.
    Wobei dies vielleicht nur Selbstschutz ist.

    Aufgrund von Mobbing(ich würds schon heftig nennen, aber da ich nicht schwer depressiv und suizidal wurde, möchte ich mein Leid nicht unnötig aufwerten, wenns andere gibt, denen es durchaus schlechter geht) ab der 8. Klasse und generellem Ausgrenzen seit Kindergarten/Grundschule hab ich wohl irgendwann entschieden, dass meine Freundin die einzige Person sein soll, bei der ich Gefühle zeige.
    Solch ein "Panzer" ist aber sicherlich auch Schutz für die Außenwelt.
    Nur allzu gerne hätte ich so manch einen (ich schreib besser nicht weiter), aber durch schon in der Grundschule eingetrichterte Selbstbeherrschung(Meine Eltern sagten stets, wenn ich mich nciht ärgern lasse, hören die irgendwann auf- HAHA -.-' ) konnte ich dann wohl doch schlimmeres vermeiden.

    Gut, direkte Kritik von Personen, die auf irgendeine Weise als direkte Autorität erscheinen(Beim Zivi z.B.), kann mich schnell zum weinen bringen, aber auch nur, weil diese Kritik stets gegen unfreiwillige Charakterzüge geht- Das ein kindischer Zivi für die Mitarbeiter einer Hilfestelle für Problemkinder eher eine Belastung ist, kann ich verstehen- aber ich kann einfach nichts dafür. Oder konnte. Die Medis sollten schonmal helfen, hoffe ich.

    Naja, long story short:

    Mir ists momentan egal.

    Ich nehm die Medikamente, versuche einen Kalender zu führen, aber mir grauts schon davor, wenn alles über mich hereinbricht- "hey, du bist ziemlich einsam, du musst dir dein leben lang Spritzen in den Bauch rammen, du musst ebenso lang lila Pillen schlucken und irgendwas erreichen wirst du eh nicht mehr- die schul-schon-zeit ist gelaufen, du hast es vermasselt".

  3. #13
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter?

    Nach der kompletten Diagnose gut. Danach fand ich das Beratungsangebot nicht mehr so prickelnd, Warten, Warteschleife und fast Null Angebote .. dann ´nen AD(H)S

    Gruppenangebot und dann begann endlich mein Einstieg in den Ausstieg und dazwischen leider immer wieder Wartezeiten. Ich denke immer mal wieder an "Winterschlaf"

    zwischen den Angeboten

  4. #14
    cp1


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter?

    Hallo,

    ja, ich glaub in der Warteschleife steck ich jetzt auch. Also, muss nochmal zur Hausärztin, die wohl einige ASHSler als Patienten hat. Blutabnahme, Rundumcheck, dann gab sie mir noch ne Überweisung, da mein letztes EEG schon älter ist. OK, heute mal Versuch gestartet, einen Termin beim Neurologen zu machen. Konnte mir nicht vorstellen, dass das was größeres wird. Bisher Fehlanzeige: Aufnahmestopp, anderer Landkreis, rufen Sie in vier Wochen nochmal an, blablabla .Aaaaaaaah, Frust! Jetzt bin ich endlich soweit und jetzt will ich und zwar jetzt, wirklich JETZT!!! und nicht erst in 2-3 MOnaten oder so...

  5. #15
    Allanon

    Gast

    AW: Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter?

    jordanhunter schreibt:
    Mir sind 1000 Gründe eingefallen, warum es ADS nicht sein kann...
    zunaechst wollte ich es auch nicht wahrhaben oder akzeptieren, als es mir von einer kinderpsychologin nachgesagt wurde dass es nach ADS aussieht.
    mein gegenargument war auch: ich habe studiert, kann mich also konzentieren, wenn es eine sache ist.


    jordanhunter schreibt:


    Das Akzeptieren der Diagnose fällt mir aber noch aus einem anderen Grund schwer: Ich denke oft darüber nach, was hätte sein können! Ich habe trotz hoher Begabung, sehr gutem Abi und sehr gutem Studienabschluss nicht wirklich mein Leben so in den Griff bekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Immer wieder frage ich mich, inwieweit ADS meine Entwicklung beinflusst hat.

    das ist es ja !
    ich habe mein leben zur zeit absolut nicht in griff seitdem ich kinder habe und den haushalt fuehren muss,ich bin am rande meiner nervliche belastungsgrenze wegen banale sachen, es sind DIE sachen die mich bis zum ultimum umhauen !!!

    so, jetzt will ich einfach nur die wahrheit wissen ob ichs hab oder nicht !!! mal schauen, was da rauskommt, muss leider 2 monate warten (

    wuensche dir und alle anderen hier ebenso alles gute...

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter?

    Hallo cp1,

    @Maya: ich hab mir vorher noch extra nen Zettel geschrieben, was ich alles fragen möchte. Und natürlich nichts davon gefragt... Hast du dann seit deiner Diagnose noch nichts unternommen, Verhaltenstraining o.ä?
    Doch, ich habe vor einer Weile ein Coaching begonnen, in dem ich durchaus hilfreiche Impulse mitnehme - und das mich motiviert, mir auch selbst Lösungen oder Strategien für einige meiner Probleme zu überlegen.
    Außerdem hilft es mir, langsam zu akzeptieren, was ADHS bedeutet und welche Symptome so alles dazu gehören.

  7. #17
    cp1


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter?

    Allanon schreibt:
    das ist es ja !
    ich habe mein leben zur zeit absolut nicht in griff seitdem ich kinder habe und den haushalt fuehren muss,ich bin am rande meiner nervliche belastungsgrenze wegen banale sachen, es sind DIE sachen die mich bis zum ultimum umhauen !!!
    So gehts mir auch. Seitdem meine 2 Jungs auf der Welt sind, versinkt alles im Chaos! Haushalt, Privatleben, Freizeit, Ehe,...

    Heute morgen Gespräch im Kindi wegen meinem Großen (knapp 3 1/2), und heute wurde mal von der Erzieherin konkret der Verdacht auf ADHS ausgesprochen. War mir ja schon länger klar, aber anscheinend wirds dort wohl auch immer schwieriger mit ihm. Oh Mann, seh grad nur den riiiiiiiiiesen Berg vor mir, möcht manchmal echt nicht mehr

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter?

    cp1 schreibt:

    Heute morgen Gespräch im Kindi wegen meinem Großen (knapp 3 1/2), und heute wurde mal von der Erzieherin konkret der Verdacht auf ADHS ausgesprochen.
    Sorry, aber 3 1/2? Oo
    Die meisten Listen nennen explizit "einen vom Alter abweichenden Entwicklungsstand". Wie will man den denn bei einem sehr jungen Kind denn feststellen?.

    Ich zitiere mal aus der Vorversion des DSM-V: Symptoms[...] have persisted for at least 6 months to a degree that is inconsistent with developmental level and that impact directly on social and academic/occupational activities.
    bzw aus der "aktuellen" Nummer 4: Symptoms
    [...]have persisted for at least 6 months to a degree that ismaladaptive and inconsistent with developmental level

    Also gehts um Symptome in den letzten 6 Monaten, welche nicht zum Alter/Entwicklungsstand passen(IV) bzw welche direkten (negativen) Einfluss auf soziale, akademische oder berufliche Tätigkeit haben(V).

    Ich würde sagen, in diesem Fall schießt die Erzieherin ausnahmsweise mal übers Ziel hinaus.

  9. #19
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter?

    Seit November 2011 kann ich übergangslos Angebote nutzen -Nachsorge, Ergotherapie und im Juni dann Verhaltenstherapie, die Wartezeit davor fand ich nervig.

  10. #20
    Allanon

    Gast

    AW: Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter?

    @cp1

    Hi erstmal ;-)

    Mensch, schon krass, ich lese immer wieder hier im forum beitraege ueber probleme/leidensdruck das von mir haetten sein koennen, ist ja mitlerweile spooky (oder eher einleuchtend) ^^
    mal aber ne frage zu dein sohnemann: ich habe immer wieder gelesen, dass man ADHS erst mit ca. 5 jahren diagnostizieren kann ???
    darf ich mal fragen, ob er ein schreibaby gewesen war ?
    meine *grosse* ist uebrigens auch 3.5 ;-) sie scheint es nicht zu haben bzw. zumindest haben mir die erzieherinnen und krankenpflegerinnen gesagt, dass sie sich sehr lange auf etwas konzentrieren kann (puzzle etc..)
    aber die ganz kleine, koennte betroffen sein, bei ihr kann ich es mir irgendwie vorstellen: sie ist SEHR zornig, war ein schreibaby und ist geistig recht weit entwickelt.

    nun ja, das mit dem berg........das erdrueckt mich aktuell auch so sehr. die sache mit organisation und co. wird immer schlimmer, leider auch meine impulsivitaet.........
    mensch, muss noch 2 monate warten

    so, ich hoere lieber auf zuu schreiben bevor es sich wieder in egopost ausartet, ich gehe privat leute damit so auf die nerven ;-(((((((((

Seite 2 von 3 Erste 123 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 21.11.2011, 21:06
  2. Wie habt Ihr Euch über das ADHS informiert ?
    Von :-) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 14.08.2010, 22:53
  3. Wie habt ihr einen Job gefunden der euch ausfüllt?
    Von Emerson im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 28.01.2010, 21:07

Stichworte

Thema: Diagnose - wie habt ihr euch gefühlt und wie gings bei euch weiter? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum