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Diskutiere im Thema Weg vom Kiffen hin zur Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 22

    Idee Weg vom Kiffen hin zur Diagnose

    Weg vom Kiffen hin zur Diagnose


    Ich habe den Verdacht das ich ADS habe.


    Wie hier jeder weiß muss man abstinentsein damit ein Arzt sich dazu bewegt fühlt sich der Sacheanzunehmen. Ich kann es teilweise verstehen aber wiederum auch nicht.Nichts desto trotz ist das System halt so.


    Es ist nicht so das ich nicht den Versuch unternommen habe, es ist so als wenn ich das Kiffen als ein Anker ansehe. Ich stell mich ruhig weil ich das Gefühl habe das ich soviel Energie habe die ich nicht nutzen kann, soviel Tatendrang, soviel Phantasie. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken das ich damit meinen Konsum legitimieren will, denn es geht mir schlecht damit. Jedes mal wenn ich wieder meine Standardroutine durchlaufe und wieder das falsche tue anstatt das richtige, ärgere ich mich.


    Das fehlen von Sinn, Struktur und das Bedürfnis nach extremen Dingen bereiten mir mitunter die größten Probleme. Ich träume von Dingen die ich niemals erreichen werde weil mir die Langzeitmotivation fehlt. Das schlimme ist das ich glaube das ich in der Lage bin diese Dinge zu erreichen aber nicht wenn ich weiter so lebe wie ich es bisher getan habe.


    Ich kiffe seit ca. 10 Jahren täglichwas für einen 29 jährigen gut Holz ist. Meine Depressionen machenes nicht leichter.


    Habe auch eine kleine Reise hinter mir, wo ich schon den Ansatz ADS ganz weggeschoben habe und mal schauen wollte wie es mit meiner Verfassung aussieht in Bezug meiner Depressionen aber irgendwie kommt es immer auf das selbe hinaus.Etwas stimmt nicht und das nicht seit Gestern schon weit vorhher als ich noch keine Drogen kannte, meine Probleme liegen schon im Alltag,sich alles bewusst zu machen , selbstrefklektierter zu sein ich komme mir manchmal vor wie ein Hund der dem nächst möglichen Auto hinterherjagt. Pläne werden über den Haufen geworfen immer und immer wieder verändert, dabei kann ich doch die tollsten Excell Tabellen bauen.


    Was mir fehlt ist Bestätigung und Lob und manchmal finde ich es seltsam das wenn ich dies bekomme es sichkomisch anfühlt als wenn irgendwas in mir es auch nicht richtigannehmen möchte und verweigert das ich dann doch was kann undrichtig gemacht habe. Meine Vermutung ist das ich mit Lob manchmal nicht umgehen kann da ich voller Selbstzweifel bin dieses PhasenweiseVerhalten von Perfekt bis hinzu Alltägliche dingen nicht zu Stande bringen.


    Ich bin nach einer Rundreise auf der Suche nach meinen Problemen wieder da gelandet wo ich vorher war,ziemlich frustrierend.Bin im Moment wieder mal Arbeitslos und habe vorher in einem Call Center gearbeitet welches ich einfach nicht mehr kann, da mich das einfach nur noch mehr runterzieht. Jetzt merke ich hab schon soviel geschrieben.


    Was sagt ihr dazu kommt euch dasbekannt vor ?








    Hier ein kleiner philosophischer Ansatz:



    When Poeple hear my Music, they say wow you are Superman. Then I wondering because when I look in the mirror all I see is Clarke Kent.
    Geändert von Wirrkopf (17.04.2012 um 06:36 Uhr)

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Weg vom Kiffen hin zur Diagnose

    Hallo Wirrkopf


    ...hast Du Dich noch nicht im Bereich neue Mitglieder vorgestellt? Mach das doch noch...?


    was magst Du denn genau wissen?


    zum Titel
    ....Rituale zu durchbrechen ist schwer.... bei mir war das nur mit Hilfe und unter Einfluss von Medis möglich.


    Die Angst mit dem kiffen auf zu hören kann ich schon verstehen.... wie Du das genau anstellst????

    kann Dir nur raten, wenn Du Dich in Behandlung begibst und falls Du Medis bekommst, nehm die wenn Du nüchtern bist! Zwar mit Essen im Bauch aber sonst nix! Warte bis sie wirken ehe Du Kaffe, Alk oder sonswas nimmst.

    Mein Körper hat unter MPH-einfluss sofort reagiert - mit starkem herzklopfen und mir gezeigt ---- nö lass den Kaffe, lass den Wein, lass den Joint..... hab ich dann auch gelassen, ...meistenst....

    Gruss

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Weg vom Kiffen hin zur Diagnose

    Mit den Suchtproblemen wird es überhaupt schwierig sein, einen Mediziner zu finden der dich behandelt (MPH, Amphetaminsaft etc).

    Ich kenn mich mit der Kifferei schon ein wenig aus. Wenn du wirklich tagtäglich über 10 Jahre kiffst dann sehe ich da kaum einen anderen Ausweg als eine Suchttherapie zu machen und anschließen das Thema ADS/ADHS neu anzugehen.

    Das dauerkiffen kann keine Lösung sein. Wieviel psychische Probleme das auf dauer verursach und wie wenig dir das hilft, hast du ja die letzten 10 Jahre gemerkt, sonst wärst du sicher nicht hier, oder? Für den Moment scheint es ein linderung der Probleme zu bringen, das vergeht aber IMMER mit der ausschleichenden Wirkung der jeweiligen Substanzen.

    Es ist sicher nicht leicht und wird ein langer Weg. Aber als Dauerkiffer wirst du in der Welt nie ankommen. Autofahren: unmöglich, regelmäßiger Arbeit nachgehen: auch unmöglich. Und immer die Illegalität und das Risiko, doch mal erwischt zu werden um dann noch weiter in die Probleme abzurutschen?

    Die Zeit ist reif für ein Umdenken. Wenn du es selber nicht schaffst dann such dir Hilfe. Den Effekt der psychischen Abhängigkeit bei Cannabis wird bei vielen unterschätzt. Aber im Grunde genommen ist es doch fast immer so: Ist was zu rauchen da, wird auch geraucht und es wird am Ende immer mehr, als man eigentlich wollte.

    go for it!

    der bob

  4. #4
    howie

    Gast

    AW: Weg vom Kiffen hin zur Diagnose

    puh, das ist das große rätsel, warum manche sich motivieren können - ohne all zu viel lob (manche reden nicht mal darüber, was sie alles gemacht haben) und ohne ends die pläne zu schmieden - und andere zwar was wollen, aber sich doch nicht motivieren können.
    also meiner erfahrung nach liegts nicht allein am kiffen.
    bin zwar froh, dass ich nicht mehr kiffe.
    aber verändert hat sich in sachen konzentration und motivation rein gar nix. und ich weiß auch noch wie ich vor dem kiffen war. krasses beispiel: in der siebten klasse habe ich mir ala karl may mal leicht in den arm geschnitten als zeichen, ab jetzt mach ich es anders und bin nur noch fleißig(ja ichweiß krass,wollte damals ein statement setzen)gebracht hat es gar nix.
    dagegen kenn ich viele die mit kiffen sauviel erreicht haben - will aber ganz klar kiffen nicht verherrlichen, es ist nicht gut, wenn man süchtig ist und die auf die ich mich beziehe haben auch mittlerweile aufgehört aus diversen gründen, wollte das nur dazu anmerken, was silent bob gesagt hat. und natürlich auch welche die gar keine drogen nehmen.
    hab auch ohne kiffen schon auffahrunfälle verursacht.
    suchttherapie bringt gar nix,wenn man nicht aufhören will.
    aber für die diagnose ist es natürlich notwendig dass man nicht kifft.
    weiß grad selbst nicht, wie s anders werden soll - wollte nur sagen: klar es ist besser nicht süchtig zu sein und nicht zu kiffen, aber naja, arbeiten an sich muss man trotzdem noch. nicht zu viel erwarten.
    so und jetzt muss ich was für die uni machen sollte doch ganz easy sein,weil ich ja schon ewig nicht mehr kiffe...

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Weg vom Kiffen hin zur Diagnose

    Hallo nochmal,

    ich bin kein Mensch der das Kiffen generell verteufelt. Wir Menschen berauschen uns seit eh und jeh. Aber das soll auch nicht das Thema sein. Problematisch wird es halt, wenn sowas zur Regelmäßigkeit wird. Und 10 Jahre täglich kiffen ist schon eine irrsinnlich lange Zeit. Und klar, kann man auch im nüchternen Zustand der Verursacher eines Unfalls sein. Problematisch für den Führerschein wird es halt wenn das mit dem Kiffen raus kommt. Und bei einem Dauerkiffer ist im Falle einer Blutentnahme halt der Führerschein einfach weg. Da interessiert es auch niemanden mehr, ob man nun nüchtern war oder nicht. Man fährt quasi immer auf der Rasierklinge. Das ganze kann man auch schnell auf die Arbeit reflektieren. Wenn irgendwann raus kommt was man privat so macht, ist der Arbeitsplatz auch schnell in Gefahr.

    Wenn man das Kiffen wirklich bleiben lassen möchte bedarf es echt einen Lebenswandel. Ich bin der Meinung dass man sich da auch ganz klar von den Beschaffungsquellen und "Mitrauchern" einfach trennen muss und gegebenenfalls eine Suchttherapie anzustreben. Klar: Das geht nur wenn man selbst dazu bereit ist und es will. Das wird kein anderer einem aufdiktieren könen. Und schwer ist es sicherlich auch. Es ist halt einfach kurzzeitig ein schönes Leben, so lang man denn breit ist. Aber man muss sich auch die andere Seite der Medaille anschauen.

    Depressionen, AD(H)S Verdacht und Dauerkiffen kann auf dauer nur in die Hose gehen. Aber wie gesagt: Es muss im Kopf klick machen.

    Gruß

    bob

  6. #6
    howie

    Gast

    AW: Weg vom Kiffen hin zur Diagnose

    naja, wenn du s so angehst, wird s ja immens schwer.
    hatte keinen bock mich von meinen kiffer freunden für immer zu verabschieden. ich mein, das sind meine freunde unabhängig vom kiffen. haben auch anderer meiner freunde nicht gemacht, als sie aufgehört haben. als ein freund von mir hat aufgehört, sein bester kumpel aber auch - der beste kumpel will sich jetzt nicht mehr mit dem andern treffen, damit er ja nicht in versuchung kommt, dabei war er es immer der noch gekifft hat, obwohl der andere schon längst aufgehört hat - finde ich krass.
    mach nicht so das drama draus - hör einfach auf. so krass die umstellung ist das auch nicht.
    außerdem: kennst du das nicht? also ich lern immer und überall, egal wo ich mich aufhalte immer kiffer kennen, auch wenn ich selbstnicht mache?
    cool, ist man doch erst wenn man kein problem damit hat,was andere so machen.
    ich mein ich trink auch nicht jedes mal bier wenn andere sich zu saufen.
    wenn ich jetzt auch noch auf die leute die bier trinken verzichten soll, mit wem soll ich mich dann überhaupt noch treffen? bei nikotin wird s ja noch krasser

    oh das war gar nicht wirrkopf mit dem problem, der oben geschrieben hat
    egal,lass es trotzdem einfach so stehen
    Geändert von howie (18.04.2012 um 00:38 Uhr)

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Weg vom Kiffen hin zur Diagnose

    Es geht hier aber um die "Abhängigkeit". Wenn man 10 Jahre kifft und das dann auch noch mit den besten Freunden gemeinsam macht, dann aber aussteigen will, dann wirds haarig. Man wird doch sooooo schnell wieder verführt. " Ach komm, einen kannst du doch mitrauchen" .. etc pp. Der Zugang ist weiterhin voll da und die Kumpels machen auch nix anderes?!

    Respekt an denen, der einfach aufhört und das duchzieht. Die Regel wird das aber nicht sein, jedenfalls nicht ohne Umstrukturierung des Lebens. Kann ich mir jedenfalls kaum vorstellen.

    Wenn man erstmal raus ist, dann mag sich die Sache wieder anders darstellen, aber hier geht es ja ums "weg vom kiffen" und da ist halt "mach mal nicht so nen drama draus, hör einfach auf, so schwer ist das nicht" nicht für jedermann hilfreich.

  8. #8
    howie

    Gast

    AW: Weg vom Kiffen hin zur Diagnose

    also in der arbeit hat einer mit dem zigaretten rauchen aufgehört und ein anderer hat ihm zigaretten angeboten.
    hab den gefragt ob er jetzt spinnt.
    was sind denn das für freunde, wenn sie einen nicht beim aufhören unterstützen?
    kiff ja schon lang nicht mehr. also ich bin jetzt umgezogen. da sprechen mich leute auf s kiffen an, die ich gar nicht kenne. hab im bus immer mit einem geratscht. neulich hat er mir erzählt, dass er ex junkie im methadon programm ist (und bald vater wird) was soll ich jetzt machen? nach alaska ziehen? auf welche party soll ich denn gehen, wo niemand kifft? wohin soll ich denn aussteigen?
    umstellung meines lebens? schau jetzt immer noch filme spiel immer noch hin und wieder videospiele, bis vor kurzem auch als nicht kiffer fast jeden abend, jetzt (unabhängig vom kiffen) nicht mehr so oft wie früher, aber naja.. will wieder klettern, hab aber vor jahren (damals) auch schon geklettert...
    Geändert von howie (18.04.2012 um 01:19 Uhr)

  9. #9
    TBX


    ___________

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.221

    AW: Weg vom Kiffen hin zur Diagnose

    Wirrkopf schreibt:
    Weg vom Kiffen hin zur Diagnose


    Ich habe den Verdacht das ich ADS habe.


    Wie hier jeder weiß muss man abstinentsein damit ein Arzt sich dazu bewegt fühlt sich der Sacheanzunehmen. Ich kann es teilweise verstehen aber wiederum auch nicht.Nichts desto trotz ist das System halt so.


    Es ist nicht so das ich nicht den Versuch unternommen habe, es ist so als wenn ich das Kiffen als ein Anker ansehe. Ich stell mich ruhig weil ich das Gefühl habe das ich soviel Energie habe die ich nicht nutzen kann, soviel Tatendrang, soviel Phantasie. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken das ich damit meinen Konsum legitimieren will, denn es geht mir schlecht damit. Jedes mal wenn ich wieder meine Standardroutine durchlaufe und wieder das falsche tue anstatt das richtige, ärgere ich mich.
    -------------------------------------------

    Das mit dem Ärgern ist ein echter Energiefresser.
    In deiner Vorstellung hast du geschrieben, das Du es schon geschafft hast 7 Tage nicht zu kiffen.
    Respekt, das ist echt viel.
    Ich finde, da hast du schon einen ganz schön starken Willen ans Tageslicht gelegt.

    Ich habe das am Anfang gar nicht geschafft.
    Bei mir lag der Schnitt erst bei zwei, dann drei und manchmal sogar vier Tagen.
    Und das über ein gutes halbes Jahr hinweg.

    Wichtig finde ich, in meiner Entwicklung hin zum Nichtkiffer, natürlich erstens, das ich grundsätzlich keinen Bock mehr drauf habe.
    Alleine hier stand aber schon ein großes aber dahinter, weil dies nicht wirklich aufrichtig war und ist.
    Also hab ich mir das mal relativiert.
    Ich hab mir gesagt,
    das ich bei weitem nicht mehr in diesen Mengen kiffen möchte, um mal das böse Wort "nicht" bzw, "niemehr" aus dem Wertesystem zu nehmen.
    Mir war das und ist das selbst heute noch, ein echter Dorn im Auge.

    Ich weiß das sehen einige anders,
    aber ich schreib ja auch aus meiner Sichtweise und nicht aus der anderer und so ganz alleine bin ich damit ja nun wirklich auch nicht.

    Das Ziel sollte irgendwann mal sein, das ich es schaffe nur noch einmal im Monat zu kiffen.
    Das wird dann mein Feiertag des Monats, hab ich mir gesagt.

    Als nächstes war mir wichtig, das ich mich nicht mehr dafür verurteile, wenn ich gekifft habe.

    Das Verurteilen bringt mir nämlich gar nichts, ausser das ich schnell wieder depressiv werde und mir so die Zeit die ich nicht kiffe aufs übelste versaue,
    was dann auch den absolut falschen Effekt im Hirn auslöst.
    Denn ich möchte ja eigentlich, das es mir in der Zeit gut, bzw. besser geht und nicht schlechter, denn, schlecht gehts mir die Tage danach ja schon genug.
    Physisch sowie psychisch.

    Ich fühle mich schlapp und unkoordiniert, bin meist noch müder und unkonzentrierter als eh schon.
    Dazu kommt spätestens am zweiten Tag eine hoch aggressive Grundstimmung,
    die erst am dritten Tag abklingt.

    Für mich habe ich damit festgestellt, das ich einen richtigen Kater vom Kiffen bekomme.
    Das hat lange gedauert dies zu sehen.
    Wahrzunehmen was für eine kurzfristige Langzeitwirkung der Stoff auf mich wirklich hat.

    Meist fühle ich mich erst am vierten Tag wirklich clean.

    Damit begonnen hab ich ungefähr zwei Monate bevor ich den Verdacht geschöpft habe ADS zu haben.

    Beim ersten Psychiaterbesuch hab ich den gefangenen Fisch natürlich etwas größer beschrieben als er war, aber ich hab ihm auch ganz klar gesagt,
    das ich das Kiffen spätestens nach 4-5 Tagen benötige,
    um mal drei Stunden abschalten zu können, bevor ich mich schlafen lege und am nächsten Tag wieder aufs neue mich mit meinen Problemen auseinadersetzen kann.

    Mit dieser Aussage konnten zumindest bei mir,
    alle Ärzte leben.

    Das es Abweichungen gab, sei da mal ganz bescheiden unter den Teppich gekehrt.
    Die letztendliche Rechenschaft hab ich nur mir gegenüber abzulegen und solange ich mein Ziel weiter verfolge und nicht aus den Augen verliere,
    wirft einem keiner größeren Steine in den Weg.
    Ich nicht und auch sonst keiner.

    Kein Weg ist durchgehend eben, so abgedroschen dies auch klingen mag.
    Heute nach gut zwei Jahren,
    bin ich bei ca. zwei Tagen im Monat und kann nur sagen das der Weg sich bisher mehr als gelohnt hat.

    Ich habe ca. 20 Jahre jeden Tag gekifft und kann heute endlich sagen, das ich das so nie wieder machen werde und das aus tiefster Überzeugung heraus.
    Dabei hat mir auch noch folgender Gedankensatz immer wieder geholfen.

    Jeden Tag etwas zu tun,
    was ich nicht zum wirklichen Überleben benötige, kann nicht gut sein.

    Als letztes sei erwähnt,
    das ich das wohl nicht geschafft hätte, wenn ich mich weiterhin in einem meiner Gedankenkreisläufe befunden hätte, den ich bis Sommer 2010 jahrelang mit mir herum getragen habe, sowie der Möglichkeit dies in diesem Land so zu tun,
    wie ich es getan habe und immer noch praktiziere.
    Hier sei ein Dank an all die Menschen ausgesprochen die dies ermöglicht haben.

    Der Gedanke "Was wird aus mir, wo will ich mich sehen" und das hauptsächlich bezogen auf meine berufliche Situation, alles andere ist Rattenschwanz.
    Da ich mir in meinem ganzen Leben noch nie eine ehrliche Antwort darauf geben konnte,
    ohne irgendwelche Luftschlösser aufzubauen,
    habe ich dieses Thema rigoros,
    Tag für Tag,
    gelöscht.

    Natürlich liegt dann eine ganze Menge Zeug herum, wenn man das, was man bisher aufgebaut hat, in Schutt und Asche legt.
    Aber wenn ich mir das Gebilde vor Augen halte,
    was ich da die Jahre zusammengezimmert habe, bin ich ehrlich gesagt froh, das es abgerissen ist.

    Das Aufräumen und Entsorgen ist zwar anstrengend und
    ohne Hilfe für mich nicht zu bewältigen,
    aber ich kann schon den Platz erkennen der mir zur Verfügung stehen wird.

    Was dort dann entstehen wird sind nur Visionen,
    abstrakte Ideen und die sind für mich mittlerweile, nicht mehr wert als ein Urlaubsphoto was man mir zeigt, was ich meist schon nach kurzer Zeit vergesse und
    erst wieder kurzzeitig drüber nachdenke, wenn ich vieleicht was ähnliches sehe.

    Das war jetzt recht viel,
    aber mir war grade mal danach, etwas Reveu passieren zu lassen.


    --------------------------------

    Das fehlen von Sinn, Struktur und das Bedürfnis nach extremen Dingen bereiten mir mitunter die größten Probleme. Ich träume von Dingen die ich niemals erreichen werde weil mir die Langzeitmotivation fehlt. Das schlimme ist das ich glaube das ich in der Lage bin diese Dinge zu erreichen aber nicht wenn ich weiter so lebe wie ich es bisher getan habe.
    Ich kiffe seit ca. 10 Jahren täglichwas für einen 29 jährigen gut Holz ist. Meine Depressionen machenes nicht leichter.
    Habe auch eine kleine Reise hinter mir, wo ich schon den Ansatz ADS ganz weggeschoben habe und mal schauen wollte wie es mit meiner Verfassung aussieht in Bezug meiner Depressionen aber irgendwie kommt es immer auf das selbe hinaus.Etwas stimmt nicht und das nicht seit Gestern schon weit vorhher als ich noch keine Drogen kannte, meine Probleme liegen schon im Alltag,sich alles bewusst zu machen , selbstrefklektierter zu sein ich komme mir manchmal vor wie ein Hund der dem nächst möglichen Auto hinterherjagt. Pläne werden über den Haufen geworfen immer und immer wieder
    verändert, dabei kann ich doch die tollsten Excell Tabellen bauen.
    Was mir fehlt ist Bestätigung und Lob und manchmal finde ich es seltsam das wenn ich dies bekomme es sichkomisch anfühlt als wenn irgendwas in mir es auch nicht richtigannehmen möchte und verweigert das ich dann doch was kann undrichtig gemacht habe. Meine Vermutung ist das ich mit Lob manchmal nicht umgehen kann da ich voller Selbstzweifel bin dieses PhasenweiseVerhalten von Perfekt bis hinzu Alltägliche dingen nicht zu Stande bringen.
    Ich bin nach einer Rundreise auf der Suche nach meinen Problemen wieder da gelandet wo ich vorher war,ziemlich frustrierend.Bin im Moment wieder mal Arbeitslos und habe vorher in einem Call Center gearbeitet welches ich einfach nicht mehr kann, da mich das einfach nur noch mehr runterzieht. Jetzt merke ich hab schon soviel geschrieben.
    Was sagt ihr dazu kommt euch dasbekannt vor ?
    Hier ein kleiner philosophischer Ansatz:
    When Poeple hear my Music, they say wow you are Superman. Then I wondering because when I look in the mirror all I see is Clarke Kent.
    Danke für Deinen Post und
    alles Gute der Welt auf Deinem Weg.


    LG,
    TBX

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Weg vom Kiffen hin zur Diagnose

    Die Vorsrtellung ist schon was her, ich glaub ein Jahr genau, seit dem habe ich ja versucht aufzuhören und habe auch einige Zeit im Griff gehabt habe auch einige Arztbesuche hinter mir.
    Das mit dem Kater stimmt schon, ich habe sogar das Gefühl das ich diesen leicht ausnutze um Morgens dann nicht schon von Sekunde 1 voll auf Sendung zu sein.

    Freunde werde ich nicht tauschen, wenn ich wirklich klar mache geht absolut nicht mehr und ab jetzt nicht mehr würden die mich unterstützen, aber man hält sich noch eine Option offen.

    Um meinen Führerschein brauch ich mir keine Sorgen machen, den habe ich nie gemacht und komm damit super klar.

    @TBX
    Also hast du so zu sagen das Kiffen nicht mehr so dramatisiert und dich daraus so gelöst hm ein interessanter Ansatz, hat aber auf lange Sicht bei mir nicht geholfen. Hast du Medikamente bekommen und inwiefern würdest du sagen das die dein Abstinent sein unterstützen ?

    Das nicht schlafen und abschalten können finde ich bisher am schlimmsten als wenn mein Kopf einfach weiterlaufen will

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