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Diskutiere im Thema großer verdacht bei mir auf adhs oder ads, bin ich falsch vorgegangen...? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    großer verdacht bei mir auf adhs oder ads, bin ich falsch vorgegangen...?

    bei mir ist es jetzt so kompliziert aber ich versuche es mal so gut wie ich es kann zu schildern.. wer möchte kann sich auch die spalte "in meiner kindheit" lesen oder überfliegen, ich habs separiert damit es nicht jedem zu viel wird, ist leider ein langer text geworden

    ich bin jetzt 24 jahre alt und leide sehr unter meiner inneren unruhe.. (besonders wenn ich in der arbeit bin)

    mal steh ich total unter innerer "hochspannung" kann dann andere kaum ausreden lassen, wirke sehr energievoll aber scheinbar irgendwie auch nervös und hektisch. auch wenn ich mir mühe gebe es zu verbergen scheinen es manche zu merken und manchmal sagen mir mitarbeiter (arbeite im Verkauf) sätze wie: "alles mit der ruhe" "musst nicht gleich nervös werden" ... das ist mir dann sehr unangenehm da es mir zeigt, dass ich mein "Auftreten" nicht so unter kontrolle habe wie ich bisher gedacht habe... Obwohl ich so nervös und energiegeladen bin zögere ich trotzdem oft etwas hinaus, oder vergesse wichtige dinge und habe auch oft bedenken dass ich etwas wichtiges vergessen habe Oder mir reicht die Zeit nicht mehr aus, ich habe überhaupt kein gutes Zeitgefühl und bin privat sehr chaotisch und unorganisiert was ich in der arbeit aber gut verbergen kann, zum glück.

    Es ist aber auch nicht so dass ich immer energiegeladen bin, ich bin auch oft erschöpft oder niedergeschlagen, aber die innere unruhe bleibt, sie ist mein treuester begleiter. Es ist ständig ein auf und ab, ich kann einfach nicht "in der Mitte" sein.
    was für andere ein "normaler, schöner arbeitstag" ist, ist für mich total anstrengend. aber an manchen richtig anstrengenden tagen (z.b. über die feiertage) die andere als sehr anstrengend und stressig empfinden bin ich wiederum oft zu höchstleisungen fähig.
    jetzt denke ich da deutet schon einiges auf ADS oder ADHS hin aber ich bin da nie von allein drauf gekommen.
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    In meiner Kindheit

    fühlte ich mich auch oft unwohl, habe versucht mit meiner mama drüber zu reden, aber sie zeigte absolut kein verständnis und keine zeit für mich. ihre antworten waren immer die gleichen: ich solle mich doch zusammenreißen / ich suche mir nur ausreden für meine faulheit / sie hätte keine zeit für so nen quatsch... das sind für sie "leere gespräche" wie sie sagte, da bin ich dann oft ausgeflippt, habe die türen laut zugeknallt oder etwas zu boden geworfen was dann kaputt gegangen ist und laut "rumgeplärt". sie bezeichnete mich dann nicht selten als geistig kranke, bestrafte mich mit fernsehentzug und verachtenden blicken, erzählte meinem papa gleich davon wie böse ich bin und redete auch mit verwandten drüber.
    ich fühlte mich nicht verstanden, provoziert, vorgeführt, war wütend und enttäuscht.. und sie fand dass ich einfach nur frech sei und mich nicht beherrschen WOLLTE.
    sie sagte oft etwas, wo meine gefühle mit mir durchgegangen sind wie: sie hätte besser durchgreifen müssen und strenger sein müssen als ich noch ganz klein war. sie hätte zu viel durchgehen lassen und mich damals schon bestrafen sollen, denn ich wäre schon als 3-jährige sehr frech und laut gewesen naja und dann das übliche halt, meine gefühle sind mit mir durchgegangen...

    Bis zur dritten klasse kann man sagen dass ich "auffällig" war in der schule, ich war verträumt, unaufmerksam, hab mich nicht richtig in die klassengemeinschaft integriert, oft rumgeblödelt während des unterrichts, hausaufgaben vernachlässigt, oft was vergessen, hab auch gleich dagegen geredet wenn wer nicht meiner meinung war, hab mich dadurch auch nicht besonders beliebt gemacht.

    ich denke meine mama ist an elternsprechtagen bestimmt darauf angesprochen worden, denn in meinen zeugnissenn bis dato hatten die lehrer auch reingeschrieben dass ich unaufmerksam bin, mich nicht so gut i.d. klasse integrieren kann... (aber ich kann mir vorstellen was sie dazu gesagt hatte und so wurde nicht nach gr+nden dafür gesucht. gegen ende der 3.klasse hat sie mich dann auf meine "art" "aufmerksam" gemacht und ab der 4. klasse benahm ich mich dann auch ruhig und nach aussen unauffällig, aber innerlich war ich immer noch sehr unruhig und fing auch an richtig unglücklich zu werden. wo es dann darum ging ob ich übertreten soll/kann aufs gymnasium sagte meine mama nach der elternsprechstunde, dass der lehrer zu ihr gesagt hätte, dass ich es zwar locker aufs gymnasium schaffen würde, aber ich wär zu unordentlich und faul..
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    von da an hatte ich auch einen häufigen schulwechsel, und eine bei mir psychisch bedingte krankheit nach der anderen (schwere akne, starke schuppenflechte" die innere unruhe hatte mich da aber immer begleitet.

    als ich dann in der 11. war habe ich so starke konzentrationsschwierigkeiten bekommen dass ich die schule vorzeitig verlassen habe, da gings mir dann besonders schlecht und mein hausarzt stellte eine depression fest, die innere unruhe war aber immer noch da, ich habe diese als solche leider nur nicht erkannt u nicht erwähnt..
    dann dachte ich es läge vllt an etwas "unverarbeitetem" und bin zum psychologen.. hab mich auch körperlich untersuchen lassen... meine blutwerte überprüfen lassen... ich habe so vieles versucht..

    vor kurzem gings mir wieder richtig schlecht, ich war total downüber nen zeitraum von ein paar wochen , bin zum arzt, er hat mir eine überweisung an einen neurologen ausgestellt "verdacht auf depression" dann habe ich mich ein paar bekannten und guten freunden anvertraut und ihnen meine situation geschildert, und manche haben mich dann auf adhs angesprochen, die kennen fälle da war es ähnlich wie bei mir. ich wusste bis dato gar nicht viel über ads oder adhs hab mich dann im internet erkundigt und einen kleinen test gemacht, laut dem hätte ich es sehr wahrscheinlich, muss mich aber natürlich von einem facharzt testen lassen.
    ich habe mir auch berichte darüber angesehen und ich war euphorisch als ich dann wusste was wahrscheinlihc mit mir los war.

    aber was mach ich jetzt? ich habe mich eine überweisung an nen neurologen wg einer depression, kann ich jetzt einfach zum hausarzt gehn und ihm sagen ich glaube ich habe ads oder adhs ich glaube es ist doch keine depression??

    wie lange dauert es in etwa bis es diagnostiziert wird?
    weiß es jemand? wie lang hats bei euch gedauert? ich war bisher noch nicht bei einem psychiater. ich kann es kaum abwarten zu wissen was mit mir los ist. ich möchte dass es mir endlich besser geht.

    testet jeder psychiater auch auf adhs?

    ich möchte mich dafür entschuldigen dass es so viel text geworden ist und dass ich manches nicht so auf den punkt gebracht habe. aber ich bin so aufgewühlt (habt bitte verständnis) es wär so schön wenn mich jmd versteht und mir vllt jetzt schon weiter helfen kann




























  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: großer verdacht bei mir auf adhs oder ads, bin ich falsch vorgegangen...?

    Hallo Christina,

    ich bin auch ganz neu hier im Forum :-) und habe schon vor 10 Jahren einen ADS Test bei einer Kinder- und Jugendtherapeutin für AD(H)S gemacht (er war sozusagen zu 99 % positiv ;-)). Ich mußte das aus eigener Tasche bezahlen, da es damals noch nicht allgemein anerkannt war, daß ADS auch im Erwachsenenalter fortbesteht und nicht mit 18 Jahren einfach "schwups" weg ist... ;-).
    Damals wurden ja auch fast nur Kinder und Jugendliche therapiert und es war ganz schwer Ärzte zu finden, die Erwachsene überhaupt darauf testen. Die Ärztin, die mich damals testete, konnte mich anschließend auch nicht weiter behandeln und ich wollte auch keine medikamentöse Therapie. So habe ich die letzten 10 Jahre versucht, ohne Therapie klarzukommen bis ich am Ende meiner Kräfte war. Ich merkte, daß ich es nicht länger ignorieren kann, sondern daß ich handeln muß, bevor mein Chaos-Leben komplett den Bach runtergeht...

    Jetzt hat sich das Wissen zwar einigermaßen verbreitet, daß es viele Erwachsene mit unerkanntem AD(H)S gibt, die ihr ganzes Leben immer unter denselben Problemen zu leiden hatten und danach gesucht haben, was mit ihnen "nicht stimmt", aber nie richtig diagnostiziert wurden. Allenfalls Depressionen oder ähnliches wurde festgestellt (wie auch bei mir), was aber ja auch sehr oft mit ADS einhergeht. Mehr Ärzte für Erwachsenen ADS gibt es deshalb trotzdem noch nicht :-(.

    Also es ist wirklich sehr schwer, professionelle Hilfe als Erwachsener mit ADS zu finden, nur wenige Ärzte haben sich darauf spezialisiert und sind meistens auch zunächst privat zu bezahlen (mein Test hat damals 400 DM gekostet, jetzt ist es bestimmt noch etwas mehr). Später kann man dann evtl. auf die Krankenkasse umschwenken, zumindest medikamentös, da ja jetzt endlich Medikinet adult für die Behandlung ab dem 18. Lebensjahr zugelassen wurde. Die anderen unretardierten Medikamente, sofern man eine medikamentöse Therapie beginnt, muß man ebenfalls auf Privatrezept bezahlen.

    Ich würde meinen Neurologen oder Psychiater einfach darauf ansprechen, ob er sich mit ADS bei Erwachsenen auskennt, bzw. ob er weiß, wo du dich hinwenden kannst, um einen Test zu machen. Wenn nichts dabei rauskommt, zum nächsten gehen und fragen, bzw. auch mal im net suchen nach Ärzten für Erwachsenen-ADS oder ähnliches. Wer suchet, der findet! ;-) Ich habe jetzt zum Glück auch, nach langer Suche und jahrelanger unbehandelter ADS und dementsprechenden Folgeproblemen, einen guten Arzt gefunden! Es ist zwar eine Privatpraxis, aber ich kann zumindest die Folgebehandlung dann auf die Krankenkasse umlegen, zunächst muß ich allerdings selbst zahlen. Zum Glück habe ich meinen Test von damals vorlegen können und da er absolut aussagekräftig ist wie mir der Arzt sagte (die Kinder- und Jugendtherapeutin, welche ihn durchgeführt hatte, war ihm bekannt), mußte ich nur noch einen kleinen Zusatztest machen und nicht mehr die ganze Prozedur...

    Ich wünsche dir viel Glück bei deiner Suche nach dem geeigneten Arzt, vielleicht kann dir ja auch dein jetztiger schon helfen :-)

    Liebe Grüße
    LaRêveuse
    Geändert von LaRêveuse ( 1.04.2012 um 22:23 Uhr)

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: großer verdacht bei mir auf adhs oder ads, bin ich falsch vorgegangen...?

    hallo LaRêveuse

    ich habe mich heute auch hier angemeldet, kenn mich aber noch nicht gut aus.

    schön dass du mir geantwortet hast. ich habe mir schon einen termin geben lassen beim "psychiater-neurologen-psychologen" aber auf meiner überweisung steht drauf verdacht auf depression. ich denke dass ich adhs habe, bin mir recht sicher aber ich mache mir sorgen dass ich "gar keine diagnose" bekomme, und dass mein leiden so weiter geht. testet eigentlich jeder psychiater auf adhs? lg christina

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: großer verdacht bei mir auf adhs oder ads, bin ich falsch vorgegangen...?

    Ich weiß nicht, ob es das ist, was Du hören möchtest, aber die Diagnose einer Erkrankung solltest Du den Experten überlassen, sprich einem Psychiater/Psychologen.
    Es gibt einige psychologische Krankheiten/Gemütszustände, die ähnliche Symptome verursachen.
    Um ganz sicher zu gehen, solltest Du einen Arzt aufsuchen, der sich auch auf ADHS spezialisiert hat.
    Dennoch ist ein Glücksspiel. Denn gerade diese Spezialisten sehen manchmal nur das, was sie sehen wollen. Ob es Dir damit besser geht, ist nicht gewährleistet.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 22

    AW: großer verdacht bei mir auf adhs oder ads, bin ich falsch vorgegangen...?

    Hej,

    ich geh jetzt auf deine Symptome mal nicht ein, weil Ferndiagnosen nie sicher sind.

    Es hört sich aber so an, als solltest Du Dir professionelle Beratung suchen; denn was offensichtlich ist: Du bist nicht zufrieden mit dem "Ist-Zustand" und möchtest vor allem wissen, was mit Dir los ist, oder?

    Ich hab Glück gehabt und über die Uni Köln rel. schnell Hilfe bekommen. Bei uns an der Uni bieten die auch Coachings für nicht Studierende an... vielleicht mal bei der nächsten Uni gucken?
    Ansonsten googlen und mal Deinen Heimatort und ADHS eingeben. Vielleicht hast Du auch da direkt Glück.

    Und sonst geh halt zu Deinem Hausarzt, erzähl ihm von deinen Problemen und sag du hast einen Eigenverdacht.
    Das ist nichts schlimmes!!!!
    Wer sollte Dich besser beurteilen können als Du selbst, die Du ständig mit Dir in unter einer Haut steckst
    Und vielleicht kennt Dein Hausarzt Anlaufstellen... und wenn nicht? Schlechter Arzt...

    Und was das Wichtigste ist:
    Lass Dich nicht unterkriegen. Wenn sich Dein Verdacht als wahr herausgestellt hat, dann führ Dir vor Augen, was Du trotz dieser "Einschränkung" schon geschafft hast..
    Mach Dir Deine Talente bewusst. Sich selbst so zu beobachten zeugt auch von Reflexion, das darfst Du nicht vergessen.



    edit: Du hast geschrieben:
    Ich habe mir auch berichte darüber angesehen und ich war euphorisch als ich dann wusste was wahrscheinlihc mit mir los war.

    Die Euphorie kenne ich... nutze Sie... ein Gesamtpaket zu haben für die vielen Kleinig- und Großigkeiten die nicht funktionierten, kann sehr befreiend sein.
    Und selbst wenn Du kein ADHS hast, hast Du ähnliche Probleme. Eine Verhaltenstherapie/Coaching kann dann nichtsdestotrotz genauso hilfreich sein.
    Geändert von Simserim ( 6.04.2012 um 13:50 Uhr)

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