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Diskutiere im Thema Äußerungen und Feedback von Freunden zu ADS im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 243

    AW: Äußerungen und Feedback von Freunden zu ADS

    Hallo stellamaris,

    ich danke dir sehr, dass Du dieses Thema angesprochen hast, denn genau solche Gedanken mache ich mir zur Zeit auch gerade.

    Allen, die hier geantwortet haben, möchte ich auch Danken, denn diese Beiträge waren für mich auch sehr hilfreich!

    Ich meine auch, dass die Öffentlichkeit mehr darüber erfahren sollte. Ich glaube, dass es gar nicht so bekannt ist, dass so viele Erwachsene davon betroffen sind. Es wird ja immernoch häufig nur auf Kinder bezogen und viele sind im Glauben, dass es sich "verwächst".

    LG corazón

  2. #12
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 473

    AW: Äußerungen und Feedback von Freunden zu ADS

    Tanisha schreibt:
    ...Ich erzähle nicht jedem einfach so von meiner Diagnose.
    Aber wenn ich z.B. auf manche Besonderheit angesprochen werde, dann verheimliche das auch nicht.

    Den Begriff ADHS nehme allerdings meist garnicht erst in den Mund.

    Ich sag meist, das ich eine neurobiologische Störung habe, und erkäre, wie sie sich auswirkt.
    Leute die es wirklich interessiert, die haken dann auch weiter nach, und irgendwann kommt dann auch der Begriff ADHS ins Spiel.
    Aber ich vermeide ihn halt zu Anfangs, weil man damit direkt in eine Schublade gesteckt wird....
    Hi Tanisha,

    das ist auch meine Strategie und ich fahre gut damit!


    Die Antworten darauf kennen wir schon alle, oder?

    "Haben das nicht nur Kinder?"

    "Ach, DIE Sympthome habe ich doch auch...!"

    usw...



    Stehe ich mittlerweile sowas von drüber

    LG

  3. #13
    cp1


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Äußerungen und Feedback von Freunden zu ADS

    Hallo stellamaris,

    hatte einen Termin in der Praxis von Fr. Neuhaus. Erst Unterlagen zugeschickt bekommen, ausgefüllt u zurück geschickt, dauerte ca. 1,5 Std. War total kaputt danach :-)

    Dann Gespräch mit Psychologin und Anamnese, dauerte ca. 2-2,5 Std. Danach noch verschiedene Tests (Aufmerksamkeit, Assoziationen, sprachliche + mathematische schlag-mich-tot-Tests, keine Ahnung wie die alle hießen), auch nochmal 1,5-2 Std. Jetzt kommt der letzte Termin mit dem Abschlussgespräch, 6 Wochen nach der Diagnostik. Deshalb hab ich beim Test nachgefragt, ob mir die Psychologin schon früher ein Ergebnis mitteilen könnte, da 6 Wochen soooo lang sein können Sie meinte, dass alles darauf hindeutet. Naja, in 3 Wochen hab ich ja ENDLICH das Abschlussgespräch mit der Fr. Neuhaus.

    LG

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Äußerungen und Feedback von Freunden zu ADS

    stellamaris schreibt:
    Jetzt nochmal eine Frage an euch bereits diagnostiziert betroffenen, wie offen geht ihr mit der Diagnose oder gar Medikation von ADHS im Freundeskreis um?
    Ähm, hüstel, ich hab ja nur ganz wenige enge Freunde. Aber bei den wenigen, die es über die Jahre und Jahrzehnte mit mir ausgehalten haben und die mich auch noch absolut verstehen, muss ich nach allem, was ich über die Geschichte weiß, heute davon ausgehen, dass die meisten davon, an einer Störung leiden dürften, die der meinen nicht ganz unähnlich ist. Ums mal ganz vorsichtig und allgemein auszudrücken.

    Ich gehe im engsten Freundeskreis auch offen mit dem Thema um und spreche die Leute auf meinen Verdacht auch konkret an.

    Angebissen hat bis heute aber noch kein einziger!

    Sie blocken ab und wollen i. d. R. nichts vom Thema wissen. Ich bohre dann auch nicht weiter.

    Ein "Spezialist" hat sich bei mir hier durch meine ADHS-Literatur gelesen, hat sich Exerpte gemacht, ihm wichtig scheinende Dinge kopiert usw. Er fand das alles schrecklich interessant, einen Zusammenhang mit seiner eigenen Problematik hat er dann doch nicht gesehen. Auch hier bohrte ich nicht weiter.

    Ein anderer "Spezialist" futterte mir mal eine MPH-Tablette aus meiner Dose weg. Das konnte ich nicht verhindern, weil ich es gar nicht mitgekriegt habe. Hinterher gestand er mir, eine meiner Pillen gefuttert zu haben, weil er im Spiegel ein paar Tage zuvor eine Story gelesen hatte, wonach Ritalin die neue Aufputschdroge unter Studenten sei, die diese so fit mache, dass sie die ganze Nacht durchlernen könnten. Er beschimpfte mich dann sehr, von wegen, dass "diese Scheißpillen ja überhaupt nix bewirkten!" Logisch sagte ich, wenn man an einer gewissen Störung leidet.

    Aber auch diesem genügte diese Erfahrung nicht, daraus irgendwelche Rückschlüsse auf seine Person zu ziehen. Im Gegenteil, er ging in eine absolute Abwehrhaltung, so unter dem Motto: "Selbst wenn ich so etwas Komisches haben sollte, würde ich keine Pillen fressen, die überhaupt rein gar nichts bringen!"

    Diese Abwehrhaltung - ich nehme an aus Selbstschutz - erlebe ich in meinem Freundeskreis als sehr typisch.

    Manche gingen auch auf Distanz, so unter dem Motto, wer weiß, ob des nicht doch ansteckend ist!

    Dabei kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, wie es war, als mich ein Selbstbetroffener zum ersten Mal auf ADHS ansprach und dass er der Vermutung sei, dass ich das auch haben könnte.

    In mir war jedenfalls keine Abwehrhaltung, im Gegenteil rannte er mit seiner Message bei mir offene Türen ein. Ich kann mich noch sehr genau an meine Reaktion erinnern: "Ja, ich habe mir das auch schon überlegt, ob ich das haben kann, aber ich bin doch nicht hyperaktiv!"

    Er klärte mich dann erst einmal darüber auf, dass es auch den hypoaktiven Typus gäbe, was mir bis dato völlig unbekannt geblieben war.

    Trotzdem war ich in meiner Reaktion ein untypisches Beispiel, die meisten, die ich kenne, gehen fast automatisch in eine Abwehrhaltung. Diese Abwehrhaltung - scheint mir - nehmen sie umso verbissener ein, umso größer die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie tatsächlich ADHS haben.

  5. #15
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 473

    AW: Äußerungen und Feedback von Freunden zu ADS

    Viele sind mit dem Thema auch einfach nur überfordert.

    Versucht mal unser ADS mit einem Satz zu erklären. Klappt nicht...

    Mich zu erklären endete meist damit, dass ich mir wie ein durchgeknallter Vollpsycho vorkam...also lass ich es.

    LG

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Äußerungen und Feedback von Freunden zu ADS

    versuch dich doch nicht von anderen beeinflussen zu lassen!

    ich konnte fast alle von dir aufgeführten punkte so sehr nachvollziehen. und ich glaube ganz sicher, daß diese punkte NICHT ganz normale charaktereigenschaften sind.

    als ich meine klinisch festgestellte diagnose einer alten langjährigen freundin erzählt habe, sagte diese nur: das kann sie gar nicht nachvollziehen und die ärzte würden diese diagnose heutzutage wohl "einfach so mal verteilen".

    was für ein quatsch!!!

    ich habe seitdem auch das gefühl, ihr alles genauer erklären und definieren zu müssen. mache es aber nicht.

    tausch dich mit gleichgesinnten aus, die können das verstehen, nachvollziehen und geben dir tips oder beistand!

    alles gute und liebe grüße

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Äußerungen und Feedback von Freunden zu ADS

    Lillemoor schreibt:
    Es braucht auch viel Energie um solche Auseinandersetzungen zu führen

    Das ist der eine Punkt.
    Aber Auseinandersetzungen kann man nur dann führen, wenn man selbst anständig aufgeklärt ist.

    Und leider muß ich immer wieder feststellen, das Betroffene die Diagnose erhalten, und danach völlig allein gelassen werden.
    Es besteht bestenfalls Halbwissen.

    Und ich denke bevor die Öffentlich aufgeklärt wird, sollten erstmal die Betroffenen selbst aufgeklärt werden.
    Und nicht nur 1 oder 2 Broschüren von Pharmafirmen in die Hand gedrückt werden.


    Ich kann doch nur Argumentieren, wenn ich stichhaltige Argumente liefern kann.
    Alles andere bringt nämlich rein garnichts.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Äußerungen und Feedback von Freunden zu ADS

    Ich versuche eigentlich gerade weil die Leute sich damit wenig auskennen die Krankheit anzusprechen. Gerade bei anderen mag ich selbst nicht die wehleidigkeit die dabei entsteht, aber manchmal verfalle ich auch in selbiges. Trotzdem war ich ziemlich schockiert und enttäuscht wenn gerade nähere Freunde meinte ich würde mir meine Krankheit nur einreden.

    Wenn ich dann sage ich dass ich das von mehreren Ärzten bereits diagnostiziert gekriegt habe, kann man darüber lächeln und sich den Kommentar - diese Symptome habe ich auch nicht verkneifen. Man sollte wohl doch nicht damit hausieren gehen, aber dennoch nicht verbergen.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Äußerungen und Feedback von Freunden zu ADS

    Die meisten meiner Freunde haben Verständnis für mich und hören zu, wenn ich ihnen erkläre wie es mir geht. Ich glaube die Anderen habe ich im laufe der Jahre schon aussortiert.
    Ansonsten gehe ich eher offensiv mit dem Thema um, da ich es nicht einsehe auf der einen Seite meine Stärken beneidet zu sehen, und auf der anderen Seite meine Schwächen bloßstellen zu lassen.
    Das finde ich einfach nur gerecht: quit pro quo! Aufklärung tut eh Not!
    Ich habe jahrelang versucht zu funktionieren und mich nach Kräften bemüht, aber ich kann nicht mehr; die Kraft ist einfach aufgebraucht. Ich will nicht mehr schauspielern; ich will endlich ich sein!
    Das Problem ist nur, dass ich garnicht mehr weiß, wer ich denn eigentlich bin. Letzendlich muß ich einige Leute über mich aufklären, damit die wissen, wie sie mich nehmen können. Die Resonanz ist bisher eher positiv im Freundeskreis; Arbeit ist ein anderes Thema, bei dem ich noch nicht weiß, wie ich es handhaben werde.


    viele liebe Grüße vom

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Äußerungen und Feedback von Freunden zu ADS

    Ich gehe da relativ offen mit um. Zumindest bei Menschen die ich gut kenne und die mich und meine Verpeiltheit kennen.

    Diesen berühmten Satz "Das habe ich doch auch alles..." kenne ich auch zur Genüge. Das ist ja auch richtig, die Frage ist nur in welchem Ausmaß. Das man mal was vergisst, ist völlig normal. Wenn das aber eben nicht nur zwei, drei Mal am Tag vorkommt sondern ständig so ist und es einem unheimlich Kraft kostet dagegen anzukämpfen, ist es wohl nicht mehr normal. (+ natürlich die ganzen Punkte, die Du selber geschrieben hast)

    Ich führe auch heute noch regelmäßig Diskussionen mit einer Freundin deswegen. Sie hinterfragt viel, was ich prinzipiell gut finde. Wenn ich allerdings nicht gut informiert bin, würde ich in diesen Gesprächen sicher als "Verlierer" rausgehen.

    Du siehst also: sich selber so viel wie irgend möglich zu informieren, gibt einem die Ruhe und Sicherheit im Umgang mit Leuten die diese Diagnose anzweifeln / verteufeln, etc.
    Und letztendlich ist es immer deine Entscheidung ob Du dich erklären möchtest oder nicht.

    Ansonsten halte ich es bei Bekannten / Fremden auch so, dass ich von einer Stoffwechselstörung im Gehirn spreche und damit erstmal austeste, wie offen derjenige ist. Entweder bleibt es dann bei dieser Erklärung oder es fällt eben irgendwann der Begriff ADHS.

    Schöner Nebeneffekt: neulich sprach mich ein Freund an, ob ich ihm nicht mal erklären könnte, was bei den Tests etc. alles gemacht wurde, worauf man achten sollte, was es für Therapien gibt usw.
    Seine beiden Söhne sind betroffen und bei ihm hatte ich auch schon länger den Verdacht. Aber erst durch sein Wissen darum, dass ich als Erwachsene betroffen bin, hat er den Mut gefasst sich damit näher zu beschäftigen. Nun steht er auf der Warteliste zur Testung.

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