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Diskutiere im Thema Erste Schritte zur Normalität im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 161

    AW: Erste Schritte zur Normalität

    Wegen deinem Studium: Ziehe die Notbremse, bevor es nicht mehr geht! Urlaubssemester, längere Krankschreibung, was auch immer. Wenn es dir so geht, wie du beschreibst, bist du gerade unfähig, dein Studium halbwegs sinnvoll weiterzuführen. Wenn du nicht vor hast, es völlig gegen die Wand zu fahren, brauchst du eine Ausszeit, in der du dich sammeln und von diesem Druck etwas herunterzukommen. Tip: Irgend wer an deiner Uni / FH muss dich bezüglich solcher Dinge beraten können, wahrscheinlich irgendwer von der Studentenberatung, oder wie immer es bei euch heißt.

    Und solltest du tatsächlich ADS / ADHS haben: Du kommst überhaupt nicht drumherum, es zu aktzeptieren. Du wurdest so geboren. Andere Menschen kommen mit anderen Schwächen zur Welt. Und es ist ja auch nicht so, daß Menschen mit ADS / ADHS keine besonderen Fähigkeiten hätten, die andere nicht haben. Und mit den Schwächen kann man tatsächlich gut leben, wenn man sie akzeptiert hat und gelernt hat, damit umzugehen.

    Hole dir auch professionellen Rat und Hilfe. Den ersten Schritt hast du ja schon getan: Du bist hier im Forum.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Erste Schritte zur Normalität

    OHH! Hallo ihr alle! Vielen vielen Dank für die Antworten, Aufmunterungen und Anstöße! Werd mir vieles in Ruhe noch ein paarmal durchlesen müssen, aber hier sind schon mal kurze Gedanken zu:


    nicole1978: Medikamente sind so ne Sache. Seit wenigen Tagen merke ich die Wirkung vom Johanniskraut (siehe Uhrzeit!), aber "disziplinierter" bin ich nicht geworden (hab sogar wieder vergessen, die Teile zu nehmen?!). Mach zwar viel - solange es unwichtig ist.
    Naja, ja, du hast Recht, Pozusammenkneifen und nen Termin machen! Hab inzwischen ja die Kontaktdaten und ne Einladung per mail, aber meinste, ich meld mich?! Uaaa! Ich kenn die Frau persönlcih, die mir geschrieben hat, vielleicht auch deswegen - wie kann ich jemanden ins Vertrauen ziehen, der mir nicht aus Sympathiegründen gegenübersitzt?!

    Pinocchio: Lieber Pinocchio, ufz, wow! Ja, nur kurz erst mal: Sport - mach ich jetzt. Gestern das erste Mal geboxt, Muskelaufbaukram (solang es nicht anstrengend wird), - deinen Text muss ich sowieso noch mal in Ruhe durchlesen! Aber bei "ich bin älter als du" musste lachen - den Spruch sage ich inzwischen auch ständig! Und er stimmt!

    Wühlmaus: Danke danke danke fürs Mut machen! Schritt für Schritt - und dass, wo cih doch so gerne fliege oder liege - aber der Mensch ist ja lernfähig! haha. Tanzt du immer noch? Weißte, wenn ich an die Medikamente denke, seh ich mich im Kostümchen mit Dutt und manikürten Fingernägeln, meinen Lippenstipft prüfend - also nicht mich. Wer bin ich dann? Wer / wie bist du jetzt?

    basalt: Eine Auszeit - oh je, das hab ich mir schon vor und seit Jahren gewünscht. Machs aber nicht, denn einerseits nehm ich sie mir ständig durch automatische unkontrollierbare "Arbeitsverweigerung" und kann sie mir deswegen nicht leisten, andererseits mache ich währenddessen tausend andere Dinge, die wieder ein bisschen beruhigen, aber nicht weiterführen. Braucht man dafür nicht ne Menge Mut? Müsste dafür weit weg von meinem Zuhause, hier ist eine stille Einkehr unmöglich- ich wohn in nem Irrenhaus! Auszeit...
    und hihi, mit meinen Eltern darüber reden! Ich weiß schon, was meine Mutter sagen wird: Oh je, hach, wir haben's alle nicht leicht - und mein Vater wird's auf mangelnde Erziehung schieben, oder auf Psychosomatik. Nene, wenn ein Problem da war, hab ich es immer erst zu lösen angefangen und es ihnen dann erst erzählt, wenn überhaupt, sonst hätten sie mich mit ihren Sorgen und der Unfähigkeit, damit umzugehen, verrückt gemacht - vermute ja, dass meine Mutter ebenfalls einen Hang zu Adhs hat. Meine Schwester, der ich davon herzählt habe, nahm mich nicht ernst, ich sei halt lebendig, wäre ja gut in der schule gewesen, und sollte mich einfach zusammenreißen. "So ist das halt im richtigen Leben!" (gesagt mit erhobenen Zeigefinger) - und mein Bruder fand's lustig. Das ist wohl das Los des Nesthäkchens....
    Den Absatz mit dem Zweifel - nach einer stabilen Weltsicht suche ich ja! Und ein Supportmenschen - hm, ja, das ist gut. Zum Glück wohne ich mit vielen Menschen zusammen, da könnte ich mir jemanden rauspicken - was soll der Supportmensch tun und können?

    Smaragdina - Ja, kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einem Mitbewohnerfreund (ein Glaubender) zum Thema Weltsicht und Glauben, war positiv und sehr befreiend, am Ende hat er für mich gebetet, das war freakig aber toll - aber geplant klappt sowas nicht - Weißte, irgendwie finde ich, Gespräche müssen auf gleicher Ebene stattfinden, und nicht als der Kranke und der Experte. Kindisch, ich weiß... wie war dein Termin?

    schnuff: ja, genau, mir geht's grad genauso! *irgendwie*freu**

    Lept0pp: hm, jemanden zum Reden (also keine relativ persönlichen Gespräche) haben, sonst bin ich das immer, ich mag nämlich Fragen - auch wenn die Antworten an mir vorbeirauschen… jetzt dreht sich die Situation um… Bisher konnte ich das nicht, da müsste jemand tagelang Zeit haben, bei den Zusammenhängen, die ich immer mit ausbreiten muss - sich öffnen, so ernsthaft - puh... wäre ich gläubig, könnte ich mit Gott reden, aber so. Hej, hast du noch Resturlaub vor der Arbeitslosigkeit? Nehm ihn kurz bevor du aufhörst! Als Auszeit, der Basalt hat bestimmt recht damit. Und während der Arbeitslosigkeit lenkt das Amt und die Unsicherheit nur ab... Du bist noch recht jung, du kannst machen, was du willst, wenn du weißt, was du willst. Scheinbar geht das ja mit den Medis sogar, oder? Also das Machen.

    Trago: Ein Urlaubssemester - und das, wo ich doch eh schon ein Langzeitstudent bin! Hm... ob das so geht? Aber ich kann das doch alles! (haha) Ja, im Grunde haste Recht. Das wäre wohl am Besten, vielleicht. Werd es mir durch den Kopf springen lassen!

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 144

    AW: Erste Schritte zur Normalität

    nunja besser is so ne sache^^
    ich werde mcih erstmal in die therapie stürzen und hoffen das meine beraterin mir helfen kann mich meinen eltern mitzuteilen.
    hab sie gebeten mal mit denen zu reden^^
    hab jetzt nächste woche erstmal urlaub und gehe zum arbeitsamt (schonmal vorab nachfragen).

    also zum rest: es stimmt schon, man sieht oft nur das negative und denkt immer "he die verstehens eh falsch", ganz unbegründet sind diese ansichten aber nicht.
    hab im grunde auch die einstellung "he der verstehtm ich bestimmt" gehabt.
    nachdem aber immer öffter diese "du bist undfähig" und "alles einbildung" reaktionen seitens der eltern (vater) und im freundeskreis kamen, änderte sich das.

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: Erste Schritte zur Normalität

    Hallo Opinelle,
    es ist auf jeden Fall ein längerer Prozess. Ich nehme zum Beispiel keine Medikamente (nur Antidepressiva - die haben mir aber auch sehr geholfen), sondern mache eine Verhaltenstherapie und probiere es mit Coaching. Methyphenidat habe ich auch mal bekommen, aber es war nicht gut dosiert, eventuell möchte ich es nochmal probieren, aber dann mit absoluten Mini-Dosen anfangen... ich hatte vorher auch totale Angst vor Medikamenten, aber irgendwann ging es dann wie gesagt gar nicht mehr, und mir haben sie letztlich sehr geholfen. Ich denke, dass ich schon die ganzen letzten Jahre latent depressiv war, und so geht es vielen mit AD(H)S. Ich war aber auch in einer Klinik, das war auch sehr gut, weil die dort einfach mehr Zeit haben - und weil ich komplett aus alles 'draußen' war. Ich war am Ende meiner Kräfte und hatte Zeit, wieder zu mir zu finden. Ambulant ging alles immer so husch-husch, zumindest hab ich da keine guten Erfahrungen. Mit den Medis kann eigentlich nichts schlimmes passieren, klar sind Nebenwirkungen am Anfang unangenehm und können erstmal Angst machen, aber letztlich ist es auszuhalten, und wenn du etwas gar nicht verträgst, merkst Du das auch und dann setzt man es halt wieder ab. Wichtig ist, mit wirklich ganz kleinen Dosen anzufangen! Psychopharmaka wirken bei jedem etwas anders und es kann schwierig sein, das richtige Medikament und die richtige Dosierung zu finden, deswegen ist mein Rat: wenn es geht Klinik, Tagesklinik, ADHS-Ambulanz o.ä. und eine wirkliche Auszeit (ich war auch Langzeitstudentin und habe mir ein Urlaubssemester genommen). Es lohnt sich aber auf jeden Fall, sich auf Medikamente einzulassen. Ich ärgere mich, dass ich das nicht schon viel früher gemacht habe, was hätte ich mir alles erspart -aber letztlich war es dann so, wie es gelaufen ist, auch gut. Man denkt, die Medikamente verändern einen - tatsächlich hatte mich die Depression ganz langsam verändert und die Medikamente langsam wieder mein altes Ich zurückgebracht...

    Ich habe mich schon etwas verändert, aber nicht ins Negative. Ich bin ruhiger und ausgeglichener und vielleicht 'erwachsener' in dem Sinn, dass ich genau weiß, was und wer mir gut tut und was nicht und was meine mittelfristigen Ziele sind. Vorher war es so ein Wirrwarr. Ehrlich gesagt war ich schon länger nicht mehr tanzen - aber ich konzentriere mich gerade auf meinen Studienabschluss, und das ist auch das, was ich dieses Jahr erreichen will. Ich weiß, dass ich viele Seiten habe, aber ich muss gerade nicht alle ausleben - wer mich kennt und schätzt, versteht das... Wie gesagt, es ist ein längerer Prozess, und ich stecke auch noch mittendrin - wer ich langfristig bin und sein will, das ist etwas, was einen wohl noch lange beschäftigt. Übrigens gibt es ein ganz tolles Buch von Sari Solden, Die Chaosprinzessin. Da geht es auch darum, das ADS ins eigene Selbstbild zu integrieren, und das braucht seine Zeit... ich denke, dass Medikamente keine Wunderpillen sind, aber dass sie richtig dosiert einem helfen können, klarer zu werden und die eigenen Ziele anzugehen. Ich bin immer noch langsam und chaotisch, aber ich bin stolz auf das, was ich bis jetzt nach der Klinik erreicht habe... mir ist/war wichtig, wieder über mein Leben selbst zu bestimmen und nicht mehr hin- und hergeweht zu werden von tausend Dingen, Gefühlen oder Menschen. I
    In diesem Sinn, nur Mut für den nächsten Schritt!
    Geändert von Wühlmaus (31.03.2012 um 13:19 Uhr)

  5. #15
    Immer eingeloggt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 464

    AW: Erste Schritte zur Normalität

    Opinelle schreibt:
    Smaragdina - Ja, kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einem Mitbewohnerfreund (ein Glaubender) zum Thema Weltsicht und Glauben, war positiv und sehr befreiend, am Ende hat er für mich gebetet, das war freakig aber toll - aber geplant klappt sowas nicht - Weißte, irgendwie finde ich, Gespräche müssen auf gleicher Ebene stattfinden, und nicht als der Kranke und der Experte. Kindisch, ich weiß... wie war dein Termin?
    Der Pfarrer damals hat mich auch gefragt, ob er in meiner Anwesenheit beten darf und desweiteren ob er dabei auch für mich beten darf. War beeindruckend! Die Toleranz, und der dabei gezeigte Respekt gegenüber Nichtgläubigen, habe ich sonst nicht mehr erlebt.

    Mein Termin war nicht so gut. Leider. Bin wohl mal wieder an die falsche Person geraten, denn an sich müsste dieser Weg über Beratungsstellen schon sinnvoll und hilfreich sein. Nach dem Gespräch soll man ja angerufen werden, nachdem in der dortigen Gruppe darüber geredet wurde, um Vorschläge für ein weiteres Vorgehen zu bekommen - Weiterverweisung an geeignete Stellen, aber es gibt dort auch die Möglichkeit kostenpflichtig weitere Gespräche führen zu können. Das Konzept hörte sich gut an. Nun, ich warte immer noch auf den Rückruf, habe auch nicht gefragt, wann er erfolgen sollte - ich ging von einem zeitnahen Rückruf aus.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Erste Schritte zur Normalität

    Du schreibst sehr schön (:

    Wenn du Ads hast, hilft mph, dich zu fokusieren. Ich weiß nicht, perfekt wirds davon nicht, irgendwo gehört Zusammenreißen auch dazu.
    Es gibt unterschiedliche, nicht medikamentöse Hilfsmittel. Nachts arbeiten. Ich kann mich bei hoher Geschwindigkeit besser konzentrieren, also fahr ich oft Bahn um dort zu lesen. Oder mache irgendwas nebenbei. Zeit in Häppchen teilen ist auch gut. Eigentlich helfen Listen und so was wirklich, wenn mans länger durchzieht – hast du das wirklich ernsthaft versucht und bist gescheitert? Außerdem auf Tageszeiten achten. Ich hab Nachmittags immer ein Tief. Da macht es keinen Sinn mich zu zwingen etwas zu leisten. Das mach ich lieber nachts und am Vormittag. Beobachte dich. Was ist in Situationen, in denen du etwas schaffst anders als sonst?
    Außerdem...das klingt vielleicht komisch... weniger darüber reden. Es einfach mal ruhen lassen und dich darauf konzentrieren, die Dinge zu tun, ohne dir vorher den Kopf darüber zu zerbrechen, wie, wann und warum.

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