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Diskutiere im Thema ADHS und eine Normale Partnerschaft ? Mit einen ADHSler und einen Gesunden ! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 69
    Forum-Beiträge: 9

    AW: ADHS und eine Normale Partnerschaft ? Mit einen ADHSler und einen Gesunden !

    Bin gerade dabei mich nach 40 Ehejahren scheiden zu lassen.
    Meine Beziehungen, die ich seit der Reha (2010/2011 wg.Depr.) eingegangen bin haben mir geholfen, mein Selbstwertgefühl zu steigern, da ich von allen Frauen nur positive Rückmeldungen erhielt.
    Das hat mich umgehauen, da von meiner Frau immer nur Vorwürfe kamen : "mir geht es noch schlechter. Du bist ja gesund. "

    Seit ich trockner Alkoholiker bin ( 2009 ) und mir meine Gefühle und Sehnsüchte, auch sexueller Art,langsam immer deutlicher werden habe ich zwei Frauen kennengelernt, die jeweils
    einen bestimmten Anteil meiner Sehnsucht repräsentieren.
    Ich möchte am liebsten mit beiden zusammenleben und mir, zeitlich begrenzt, mal von der Einen mal von der anderen das holen, was ich gerade brauche.
    Ich liebe beide.
    Bisher gab es aber nur Stress und Gefühlschaos bei mir und den Frauen.

    Habe mich jetzt entschloßen mit der Frau zusammenzuleben, die mich als ADHSler kennt und Strucktur und Ruhe in mein Leben bringen will.
    Denn danach sehne ich mich schon so lange.
    Aber die sexuell so aufregende Frau fehlt mir auch.

    Ich setze große Hoffnung auf des Gespräch mit meiner Hausärztin am Donnerstag um in das ADHS Programm reinzukommen und endlich ein Medikament zu erhalten, was mir hilft.
    Denn Canabis als Beruhigungsmittel tuti mir als COPD Patient ganz sicher nicht gut.

    Gibt es jemanden, der ähnliche Erfahrungen mit Polyamori hat ?

  2. #12
    Muus

    Gast

    AW: ADHS und eine Normale Partnerschaft ? Mit einen ADHSler und einen Gesunden !

    hallo Sunny1985

    ich bin seit 9 monaten in einer glücklichen partnerschaft. vor ihm war ich 3 jahre alleine, was gut war. auch ich habe gelebt und viele männerbekanntschaften gehabt aber das ist auch ok so!! ich bereue keine minute. jetzt will ich das nicht mehr, sondern einen partner der mich wirklich liebt, das habe ich bei ihm gefunden.

    wir sind schnell zusammengezogen (nach 2 monate) und es geht sehr gut. ich schmeisse den haushalt, weil er bis ca. 20 Uhr arbeiten muss (ich nur bis um 17 uhr er hat die krankheit aktzeptiert und hilft mir sehr. er ist auch 9 jahre älter als ich. wir meistern alles zusammen. er hat kein ADS aber doch sind wir uns sehr ähnlich. er ist z.B. auch ein TURBO wie ich, aber natürlich hat er keine stimmungsschwankungen ausbrüche oder nervosität. er ist manchmal ungeduldig.

    er begleitet mich ab und zu zur therapie, das tut ihm auch gut. wir wollen auch heiraten und eine familie gründen, das ganze programm

    ich denke wenn der partner das aktzeptiert und versteht, dann ist es kein problem. meine ausbrüche sind besser geworden, dank concerta. fühle mich besser und flippe nicht mehr schnell aus. kommunikation ist das a und o, ohne das, geht es nicht. ich musste das auch lernen. v.a. respekt zu haben, das ist auch sehr wichtig. denn sie leiden genau so wie wir, wenn manchmal nicht mehr. ich frage mich eigentlich jeden tag wie er das meistert mit mir

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 135

    AW: ADHS und eine Normale Partnerschaft ? Mit einen ADHSler und einen Gesunden !

    Hallo wolf48

    Danke für deine Rückmeldung.
    Ich kann dich sehr gut verstehn kein zuhause also quasi keinen Platz für sein Herz zu haben. Wie schon im meine Beitrag erwähnt, hatte ich einen Partner den ich aber zurück gewiesen hatte
    ich denke wenn ich heute drüber nach denke, hatte ich Angst das ich irgendwann von ihm zurück gewiesen werde, das er meine art nicht durch häl vieleicht sogar dran kaputt geht.
    Wir sind ja nun mal nicht einfach von Depressionen und kopfchaos und gefühls schwankungen ganz zu schweigen. Selbst mit Therapie sind wir immer eine tickende zeit Bombe.


    Ab wann sind wir wieder in unserer Spiralle gefangen oder wann legt sich der Hebel um und wir sind wieder voller ADHSler.

    Mein Gefühschaos besteht darin nicht zu wissen was ich will ..mal vermisse ich ihn mal wieder nicht. Irgendwas sagt mir immer wieder das genau das den Mann ist.
    Er bringt mich zum lachen wir haben viele gleichen interessen und er lässt mir viel raum zu atmen und vorallen freiraum. Ich wollte mich aber nicht verlieben und habe mit aller macht gegen angekämpft. Zudem kamen noch beruflicher Druck und so weiter dazu. Ich ertrug ihn einfach nicht mehr.. ob wir wieder zueinander finden liegt eher bei mir, er will uns nicht aufgeben,

    Hallo Muus

    Ich habe eine kleine Tochter die jetzt 5 1/2 jahre ist, sie hat auch ADHS nur nicht so schlimm ich habe sehr viel freude mit ihr muss aber zu geben das ich ohne hilfe sie nicht groß bekommen würde weil ich schnell überfordert bin, erziehung usw. Mit ihr spielen z.B fällt mir sehr schwer weil ich daran nicht die gedult teile. Ihr Vater hilft mir viel ..(troz trennung) und ersatz Oma und kindergarten sind ja auch da.
    Allein würde ich damit überfordert sein. Ich freu mich das du einen Partner gefunden hast. Ihr vater war 23 Jahre Älter wie ich und wir waren 7 Jahre zusammen.Ich bin heute 27 Jahre und versuche es jedes Tag noch besser zu machen für meine kleine. Aber es stimmt auch das ADHS Mütter schneller überfordert sind wie Normale Mütter.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 35

    AW: ADHS und eine Normale Partnerschaft ? Mit einen ADHSler und einen Gesunden !

    Ich als 'Angehörige' will nochmal kurz sagen, dass sich dieses "heute bin ich glücklich mit dir, aber ich weiß nicht, was morgen ist" immer ganz schrecklich anhört! Hab das auch schon öfter gesagt bekommen und es kratzt ganz schön an der Sicherheit und dem Vertrauen, was eine Beziehung ja nun mal braucht. Vielleicht muss man das nicht unbedingt so stark betonen, auch wenn's sicher wahr ist... Was mein Partner mir aber auch schon gesagt hat, ist "Bei mir schwankt es eben dauernd, konstante Zuneigung ist bei mir nicht drin. Aber nur, weil es gerade mal eine Flaute gibt, heißt das noch lange nicht, dass ich an der Beziehung zweifle! Die nächste gute Phase kommt ja dann auch irgendwann wieder." Und das hört sich doch viel besser an :-)

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 11

    AW: ADHS und eine Normale Partnerschaft ? Mit einen ADHSler und einen Gesunden !

    Mein Mann ist gesund. Zumindest was ADHS angeht. Ich würde jetzt mal so weit gehe, zu sagen,dass er krank ist.Denn so cholerisch,wie er ist,nenn ich das nicht gesund. Mein Mann kommt mit meinem "Wesen" nicht so gut zurecht. Er findet mich anstrengend und wenn ich versuche,ihm was zu erklären,was mir wichtig ist,dann sagt er immer,dass das Quatsch sei. Er hört mir auch dann nicht zu,unterbricht mich und schreit mich nieder. Es ist für mich sehr schwer. Dass ich so bin,wie ich bin,kann ich nicht ändern. Aber das ist es,was er will. Er will mich ändern. Ich soll mich für ihn verändern/umkrempeln. Ich sag ihm,dass ich das Chaos im Kopf nicht sortieren kann und er kommt mir immer mit Logik. Logik und ich...das passt nicht zusammen!

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: ADHS und eine Normale Partnerschaft ? Mit einen ADHSler und einen Gesunden !

    Ich bin eigentlich auch ziemlich gesund*klopfaufholz

    Ich bin mit meinem Partner, mit Pausen, 14 Jahre zusammen. Er hat sehr eindeutig kein ADHS.

    Ich sehe mein Beziehunsleben als klare Abgrenzung gegenüber anderen Diagnosen. Z.B. gegenüber Borderlinern, die nach Phasen der Überhöhung einen Partner sehr stark abwerten können, und das im Rythmus.

    Ich kann schon einen Hyperfokus auf Menschen setzten und ich bin nicht sehr monogam veranlagt. Aber - ich werte meine Partner nicht ab, selbst dann nicht wenn ein anderer gerade total spannend ist. Ich schiebe sie auch nicht ab und will keine Distanz.

    Ich bin tendentiell eher angezogen von Menschen die auch anderes ticken, oft ADHSlern...aber da mischen sich auch schon andere Diagnosen rein.

    Da ich was meine wenig vorhanden Impluskontrolle sehr typisch bin, lasse ich mich auch schon mal schnell auf etwas ein. Ich bin aber auch sehr glücklich in meiner sehr stabilen Langzeitbeziehung. Ich kann das wirklich parallel und schätze das kann wirklich nur ein anderer ADHSler gut verstehen. Mein Freund kennt mich auch gut genug um nur noch mit den Schultern zu zucken und mir meine Freiheit zu lassen.
    Klar zugeben muss ich aber, dass ich die besten emotionalen Verbindungen mit anderen ADHSlern hatte bisher. Zum Teil habe ich feste Beziehungen hier aber abgelehnt. Auch aus Selbstschutz.

    Und sorry, was ich hier lese stimmt weder für mich noch für andere "Langzeitbetroffene" die ich kenne. Ich habe keinen ausgeprägten Hang zu Depressionen und Gefühlsschwankungen was Zuneigung betrifft kenne ich wie gesagt so auch nicht. Eine tickende Zeitbombe bin ich überhaupt nicht.

    Ich habe eine schwache Impulskontrolle und kann, wenn getriggert auch ausflippen. Daran kann man arbeiten.

    Ich sehe mich nicht als schwer psychisch kranken Menschen. ich habe generell sehr wenig Probleme im zwischenmenschlichen Bereich. Im Gegenteil, das ist eher mein halt ein einer mir ab und zu zu logischen Welt.
    Geändert von Junie (18.07.2012 um 00:12 Uhr)

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: ADHS und eine Normale Partnerschaft ? Mit einen ADHSler und einen Gesunden !

    Ms_Mutig schreibt:
    Ich als 'Angehörige' will nochmal kurz sagen, dass sich dieses "heute bin ich glücklich mit dir, aber ich weiß nicht, was morgen ist" immer ganz schrecklich anhört! Hab das auch schon öfter gesagt bekommen und es kratzt ganz schön an der Sicherheit und dem Vertrauen, was eine Beziehung ja nun mal braucht. Vielleicht muss man das nicht unbedingt so stark betonen, auch wenn's sicher wahr ist... Was mein Partner mir aber auch schon gesagt hat, ist "Bei mir schwankt es eben dauernd, konstante Zuneigung ist bei mir nicht drin. Aber nur, weil es gerade mal eine Flaute gibt, heißt das noch lange nicht, dass ich an der Beziehung zweifle! Die nächste gute Phase kommt ja dann auch irgendwann wieder." Und das hört sich doch viel besser an :-)
    Das finde ich als Betroffene fast beschämend. Und dem kann ich mich auch nicht anschließen. ADHS KANN meiner Erfahrung nach mit einem polygamen Verhalten zusammen treffen, muss nicht, kann. Ist bei mir so und bei einigen die ich kenne.

    Aber dass Zuneigung schankt kann ich nicht bestätigen. Auch nicht von anderen. Viele leben in Langzeitbeziehungen, auch wenn sie nicht landläufig treu sind. Und sie lieben ihre Partner und Partnerinnen und zwar konstant.

    Ich habe einige enge Freunde und vile davon seit vielen Jahren. Ich bin ein treuer Mensch, kein monogamer aber treu in meiner Zuneigung. Ich denke, in jeder Beziehung gibt es auf und abs. Erwachsene haben anstrengende Leben, im Jobs geht es Auf- und Ab, Kinder usw... das würde ich nicht mit ADHS erklären.

    Ich kann mich ständig verlieben, wenn ich will. Und trotzdem liebe ich meinen Partner immer auch. Vielleicht will ich gerade durch Island trampen, oder Surfen lernen oder habe einen spannenden Menschen getroffen - kann bei mir alles sein....aber meine Zuneigung zu meinem Freund bleibt konstant.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 202

    AW: ADHS und eine Normale Partnerschaft ? Mit einen ADHSler und einen Gesunden !

    Hey,

    ich habe auch vor einigen Jahren meine damalige Partnerin verloren, weil ich so "emotional" oder besser gesagt: was das "Interesse" betraf sprunghaft war. Als sie mich dann (verständlicherweise) irgendwann abservierte oder verließ, war ich (kurz verzögert) am Boden zerstört und habe es wirklich hartnäckig versucht, sie zurückzubekommen. Sehr übertrieben, was ich allerdings auch stets einsah, nur halt auch quasi in einer solchen Depression war, dass ich weder rechts noch links, geschweige denn gerade aus schauen konnte.

    Heute bin ich mit einer Normalo-Frau zusammen und es klappt ganz hervorragend. Sie kennt mich gut, ist selber vom "Fach" und kann mir Sachen gut verzeihen, wenn sie nicht gerade schwanger ist :-)

    Sie weiß es zu schätzen, dass ich wild assoziiere, manche Sachen oder Aufgaben, die sie gar nicht mag, verbissen in nullkommanix erledige und mich um Dinge kümmere, die sie nicht mag. So haben wir z.B. Aufgaben mehr oder weniger aufgeteilt und das klappt meistens ganz gut.

    Auch, wenn ich mal wieder vergesse die Schranktür zuzumachen, das Essen in mich hereinsauge (was sie eigentlich nicht mag :-) oder den Müll ewig lange nicht herunterbringe, oder der Wäscheständer halt mal ein paar Wochen steht, oder das Wasser vom Putzen schon anfängt zu stinken, weil ich es noch nicht ausgeschüttet habe nachdem ich mich irgendwann mal dazu bewegen konnte, die Wohnung zu putzen :-)

    Kann klappen, Wissen ist wichtig, Reden ist wichtig, Akzeptanz sowieso in jeder Beziehung das Grundsätzliche. Ist aber nicht einfach, dahin zu kommen, wenn man oder frau eh zur Impulsivität neigt. Hat bei mir auch gedauert.

    Gruß

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 100

    AW: ADHS und eine Normale Partnerschaft ? Mit einen ADHSler und einen Gesunden !

    Hi@ all,
    also, meine Partnerin ist in anführungszeichen auch ein Normalmensch, wir sind seit über 20 Jahren verheiratet und sie hatte immer wieder sehr starke schwierigkeiten, mit meinem wesen umzugehen.
    Auch von trennung haben wir des öfteren gesprochen, auch viel gezofft, ich habe sie dann oft verbal verletzt, und ich danke Gott dafür, dass sie doch so ein verzeihendes wesen hat, irgendwie hat sie selbst sehr früh erkannt, dass ich anderst bin. Sie ist die Person, die das Chaos um mich bändigt, sie ist der der zu mir hält, wenn sich andere abwenden, sie ist die die mich aus meinen Depressionen rauszieht.
    Sie ist die Konstante in meinem leben. Selbst komme ich aus einer extrem kaputten Familie, mit vielen Umzügen und schulwechsel, war nirgends richtig daheim.
    Irgendwann kam der wunsch eine eigene Familie zu haben, ein zuhause, einen Platz der sicherheit und des Rückzugs, das habe ich dann sehrschnell verwirklicht, dieser wunsch hat mich auch immer zu Höchstleistungen angetrieben, bis zur totalen erschöpfung, wir haben lange gebraucht uns zusammenzuraufen, sie weiß auch wann sie mich beser in ruhe läßt.
    Ich habe auch viele fehler in der erziehung unserer inzwischen erwachsenen Söhne gemacht, aber auch sie sind heut immer noch gerne bei uns, auch sie haben gelernt mit mir zu leben,
    Ich abe wirklich Angst das zu verlieren, da ich in Phasen immer wieder anfange Bezihung und alles zu zerstören, Aber meine Familie zeigt mir das dann auch, und sie gehen mir dann aus dem weg,
    Dieser entzug von nähe und auch liebe bringt mich meistens nach einiger zeit wieder zurück und wir können dann auch darüber reden.
    Ich könnte mir nicht vorstellen, sie zu verlassen, wenn auch immer wieder mal verlockungen dawaren, die es leicht gemacht hätten zu gehen, aber inzwischen bin ich soweit, dass ich bei entsprechenden avancen automatisch zu einem miesen ... werde und mir die Leute so vom leib halte und gar nicht erst in versuchung geführt werde.

    soweit mal, Fackel

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: ADHS und eine Normale Partnerschaft ? Mit einen ADHSler und einen Gesunden !

    Guckguck

    Vom Interesse her bin ich ganz und gar nicht sprunghaft, sondern sehr treu. War ich auch schon immer.

    Ich habe richtig das Bedürfnis, einen Mann an meiner Seite zu haben, der eine Konstante ist - vielleicht gerade deshalb, weil sich sonst immer alles auf und ab bewegt und Achterbahn fährt. vielleicht aber auch, weil ich extrem grosse Angst davor habe, (wieder) verlassen und verletzt zu werden. Nichts kann mich so am Boden zerstören wie verlassen zu werden. Den Schmerz durch die Trennung von meinem Exfreund habe ich bis heute nicht überwunden, obwohl ich mittlerweile schon wieder seit einigen Monaten in einer Beziehung bin - und darin vollkommen glücklich.

    Meinem Freund war ADS bis anhin nicht bekannt - in seiner Kultur kennt man sowas überhaupt nicht. Doch er hat schon Einiges von mir zu spüren bekommen: So habe ich zum Beispiel extrem Mühe, ihn zu verstehen, wenn ich mit ihm telefoniere, da bei ihm zu Hause immer viele Leute sind und der Fernseher läuft und ich mich nicht auf seine Stimme konzentrieren kann. Oft drifte ich ab, wenn er mir etwas erzählt, weil ich z.T. die andere Stimmen und Geräusche sogar stärker wahrnehme. Und es nervt ihn ein bisschen, dass ich mich darüber so GROSSARTIG AUFREGEN kann, dass ich auch schon mal den Hörer auflege.
    Überhaupt lege ich den Hörer schnell auf, nämlich, wenn ich mit einer Situation überfordert bin. Das HASST er. (Obwohl er mittlerweile wissen müsste, dass ich nach 1,2 Minuten wieder zurückrufe.)

    Dass ich häufig Dinge verlege oder vergesse, ist ihm auch schon aufgefallen. ;-)

    Ausserdem weiss er um meine Konzentrationsschwierigkeiten, innere Hochspannung (obwohl ich glaube, dass er Letzteres nicht so ganz nachvollziehen kann), meine Gefühlsschwankungen und Impulsivität.
    All dies ist ihm nicht neu, aber ich denke, dass er sie noch nicht wirklich meinem ADS zuordnen kann (falls ich denn eins habe), er hat noch kein Gesamtbild der "Anomalie". Ich habe auch ein bisschen Angst, dass er nicht wirklich daran glaubt, dass es ADS gibt.

    Erst gestern hatten wir allerdings eine lange Diskussion, weil er sich mit meiner Impulsivität schwer tut, was ich ja leider auch verstehen kann.
    Ich möchte nicht, dass er meint, er müsse alles von mir tolerieren, nur weil ich ADS habe, im Gegenteil... - aber ich möchte, dass er weiss, dass meine Verhaltensweisen wohl nicht von ungefähr kommen und dass es einige Menschen gibt, denen es genauso geht wie mir.

    Ich denke, es wird sicher nicht leichter, wenn wir dann mal zusammen leben. Aber wir haben eh schon eine grosse Aufgabe zu bewältigen, müssen nämlich ziemlich grosse kulturelle Unterschiede überbrücken, und das haben wir bisher gut geschafft - dann wird das mit dem ADS wohl auch noch gehen. (Achtung Ironie? nein, wohl nur ein bisschen zu einfach ausgedrückt ;-))

    Auf jeden Fall: euch allen viiiiiiiiel Glück.

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