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Diskutiere im Thema Mal Das Gegenteil im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    Mal Das Gegenteil

    Hallöchen.

    Ich habe es ja schon in einem anderen Beitrag beschrieben, welcher aber zu lang und undurchsichtig ist (aber musste wohl raus)

    Trotzdem noch mal anders:
    Bei mir wurde ADS festgestellt, wobei der Kindheitsfragebogen grenzwertig war.
    War zwar nie gern in der Schule aber war eig nicht wirklich verträumt. Dafür schüchtern, sensibel und gehemmt. Später dann auch Mobbing deswegen.
    Darum auch soziale Phobie und Angst vor best. Menschen jedoch keine Probl.mit Menschenmassen.

    Die einzigen typischen Sachen bei mir sind dann sowas wie:
    • Chaos im Haushalt und wichtige Unterlagen find ich nicht mehr (einfach zu lange unselbstständig?)


    • Gereizheit und Gehemmtheit oder Gleichgültigkeit (nur einsam u.soziale Phobie ?)


    • kein Buch durchlesen können (hm ok das viell.)
    • Grübeln / Gedankenzwänge/ unsicher (depri?)
    • Graus davor ein Leben lang denselben Job zu machen (denkt sicher jeder)
    • starker Gerechtigkeitssinn
    • Aufschieben v. best. Sachen (zb Termine, Bewerbungen)

    aber ansonsten:
    • Konzentrationsprobleme beim Lernen: Gymnasium --> habe mich trotzdem zwingen können
    • Konzentrationsprobleme beim Studium: --> einfach zuviel und zuhoch für meinen Intellekt?
    • Selbstdisziplin auch bei Gefühlsschwankungen vor Fremden (außer in Zeiten v.Depris)
    • Kritikunfähigkeit, Struktur in der Arbeit --> schon im Laufe des Lebens besser geworden (ist das denn möglich bei ADS)
    • starker Perfektionismus-> ist mittlerweile weg
    • schnell aufgeregt bei neuen Aufgaben (mal mehr mal weniger mitlerweile)
    • gute Noten in der Schule auch wenn wenig Interesse am Fach, konnte aufmerksam sein
    • MPH wirkt niedr.dos. gar nicht, höher: macht müde, nä Tag jedoch unkonzentriert (!), unruhig und fahrig


    Mein Problem ist, dass ich seit Jahren nichts wirklich intensiv fühle. Nur negative, heftige Gefühle in best.Situationen. Echtes Glücksempfinde ist wirklich extremst selten. Mir gehts aber auch nicht wirklich schlecht. K.a. wie ich das beschreiben soll. Irgendwie alles so wie auf der Nulllinie.


    Was machen wenn es kein ADS ist? Wie soll ich den Therapeuten überzeugen oder alles so weit mitmachen, bis man sich selbst 10000% sicher ist?

    Was gibt es noch für andere Störungen die ähnlich sind? Was ist typisch für dauerhafte, chronische depressive Verstimmungen und wie kann man sie behandeln?

    Kann sich bei ADHS denn manches im Laufe der Jahre von selbst ändern, wie auch gerade Konzentration u. Reizempfindlichkeit?

    Was gibt es noch für Störungen wo Glücksgefühle und Begeisterungsfähigkeit langfristig fehlen? Ist das auch nen Fehler im dopaminergen System, viell, an anderer Stelle?

    Auch wenn ich nun nicht mehr zu euch passe, bitte schreibt doch ein paar Meinungen, Anregungen oder ganz eigene Geschichten.

    Liebe Grüße
    Monedula

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Mal Das Gegenteil

    MPH macht müde? Klingt nach ADHS. Symptomänerungen? Das ist Normal. Gefühlskälte? Nicht typisch ADHS.

    Da können wir dir kaum helfen. Ich würd mal noch einen anderen Arzt fragen .... aus der Ferne ist das schwierig.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Mal Das Gegenteil

    Hallo Monedula,

    ich würde auch noch einen weiteren Arzt aufsuchen an deiner Stelle.Vielleicht hast du eher eine Depression im Vordergrund.
    Dann würden dir Antidepressiva auch eher helfen als MPH. Und eine Therapie. Du scheinst ja am ehesten unter der Gefühlsleere zu leiden.

    Die ADHS-Symptome können sich im Laufe des Lebens schon ändern; allerdings sind bei mir die "Basics" z.B. Unruhe, Ungeduld,Ablenkbarkeit, nicht-stillsitzen-können, Stimmungsschwankungen, Reizempfindlichkeit etc. gleich geblieben, nur die Art wie es sich äussert hat sich etwas geändert.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Mal Das Gegenteil

    Hallo und danke für eure Antworten.

    Ich bin ja zu dem Arzt gegangen wegen beginnender Depression.
    Leichtere Depressionen hab ich irgendwie schon immer, glaub ich. Nur einmal wurde es recht schlimm und ich hab mich überwunden überhaupt mir helfen zu lassen. Damals bekam ich SSRI, die haben bei mir am ersten Tag irgendwie total meine Wahrnehmung geändert (was seltsam ist), nach und nach zwar meinen Antrieb gesteigert und mich hat nicht mehr alles so runter gezogen. Also haben sie gewirkt, aber innerlich verkrampft (nenn ichs mal) wurde ich dadurch noch mehr.

    Weil es mir wieder schlecht ging und ich es nicht noch mal zu weit kommen lassen wollte, bin ich zum Arzt (einem anderen, lebe jetzt woanders).
    Der hat dann eben ADHS festgestellt oder vermutet, k.a.. Zuerst wurde ich aber auch wegen Depression behandelt und nehme hochdosiertes Johanniskraut. Das auch wie ich meine gewirkt hat.. Aber wirklich mal wieder zufrieden und glücklich bin ich eben nie mehr so richtig geworden. Psychotherapie hat mri bisher nie so was gebracht leider, obwohl ich da offen rangehen kann.
    Es ist auch nicht so, dass ich nicht versuchen würde mein Leben zu verändern. Ich sehe schon, was mir die Veränderungen auch bringen und so an Lebenserfahrung. Aber irgendwie lande ich immer wieder an dem Punkt der Gefühlsleere und dass es eben doch wieder eh alles dasselbe ist.
    Wie auch immer ich muss eben, wie jeder andere auch, meinen Weg weitersuchen.
    Einen weiteren Arzt aufsuchen überleg ich mir noch, wobei dass dann wieder schwer ist wegen Wartezeit und dann wieder Terminen.. naja keine Ahnung, So schlimm ist es momentan zum Glück nicht. Nur manchmal denkt man eben, das Leben hat einem sicher mehr zu bieten so vom Gefühl her.

    LG
    Monedula

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