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Diskutiere im Thema Diagnose und eigene Zweifel im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 73

    Diagnose und eigene Zweifel

    Hallo Ihrs,

    gestern hab ich nun den Stempel ADHS bekommen.

    Nun bin ich ziemlich verwirrt und denke ich hab die beeinflusst. Obwohl ich anderer Seits die Kompetenz der Ärzte nicht abspreche. Ich hatte die Nacht davor auch nur 3 Std irgendwie Schlaf oder auch nicht. War also alles andere als voll dabei.
    Weil ich nicht weiss, ob ich alles ganz ehrlich beantwortet habe vorher in den Fragebögen, weil ich einiges auch nicht verstanden hab. Wobei die Ärzte auch meinten, das wäre normal. Ich zweifel auch ein bisschen an dem H, obwohl ich gestern mal wieder überhaupt nicht wusste vohin mit meinen Extremitäten. Das hab ich so extrem zu Hause nicht. Da ich aber seit Monaten zu Hause bin, hab ich auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Iich bin manchmal in extrem Situation auch äusserlich völlig ruhig aber gedanklich voll abwesend. Passt das H dann so? Ich hätte mir ein Zettel machen sollen, was ich alles erzählen will. Hab das Gefühl ich hab nur ein Bruchteil erzählt und dafür das sehr ausführlich und sehr viel Blaah. Zum Glück wissen die wie damit umgehen und konnten mich bremsen, um ihre Fragen durchzukriegen Ok, hab ich denen auch gesagt und sie grinsten nur und meinten, ja das wäre typisch ich hätte aber sehr viel wichtiges erzählt und in Kombination mit den restlichen sehr ausführlichen Unterlagen, die sie bekommen haben und den Tests würde überhaupt kein Zweifel bestehen. Allein die Tests ständen zumindest für eine ausgeprägtes Aufmerksamkeitsdefizit. Sagte mir auch schon der Testleiter, der bis dato nur diese Testauswertungen hatte, das man aufgrunddesse schon stark auf ADS tippen kann.
    Im Anschluss sagten sie auch, das für mich in der aktuellen Situation am Besten eine stationäre Behandlung am Anfang angesagt wäre, mit dem Gedanken hatte ich auch schon gespielt ist also OK für mich, aber da kommts jetzt, da denke ich wenn ich dann stationär bin finden die mit Sicherheit raus, das ich die total verarscht hab. .
    Genau das gleiche Gefühl hab ich übrigens bei Bewerbungen. Dieses ich schaff die Hürde der Bewerbungschreiben und Vorstellungsgespräch und bei der Arbeit finden die dann raus, das ich doch nichts kann von den was alles in den Zeugnissen stehen und denken ich hab die verarscht und schmeissen mich raus. Also schreib ich erst keine Bewerbung

    Hmm, warum hab ich die Zweifel? Hatte die Hoffnung, das dann einiges Klarer wird, aber irgendwie dreht sich doch alles weiter und das mit neuem Thema

    Ich hoffe das jmd diesen Textzusammenhangswirrwarr verstehen kann.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Diagnose und eigene Zweifel

    hallo thunderbit,
    dieses gefühl kenne ich sehr gut. wenn ich früher in der schule klausuren geschrieben habe und ne gute note bekommen habe, dann habe ich gedacht da sich da irgendwei durch bin und gar nicht so gut bin. und das die das schon noch raus bekommen. in einer therapie habe ich gelernt dass es daran liegt, dass man als adhs´ler viel kritisiert wird für dinge für die man nichts kann. weil man aber auch nciht weiß wie man es anders machen soll und es auch nciht kann, entstehen selbstzweifel die sich dann auch auf andere situationen übertragen. um ein adhs diagnostziert zu bekommen gehört viel. das geht nicht einfach so auch wenn man eine nacht davor kaum geschlafen hat verfälscht das keinen test.

    lg nicole

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Diagnose und eigene Zweifel

    Hi Nicole,

    danke für deine Antwort.
    Ja es lässt sich tatsächlich auf dein Beispiel ausweiten. Wie ich die IHK Prüfung so gut abschliessen konnte ist mir bis heute Rätselhaft, ich hatte da nix mit zu tun. . Stimmt ist das gleiche Gefühl wie die Diagnose. Vielleicht ist genau mein Zweifel daran ein wichtiger Indiz für die Richtigkeit lol.

    Ich weiss irgendwie auch, das die 3 Std Schlaf da nix mit zu tun haben, hat mir der Tester auch gesagt. Das selbst ein Normalo mit 2 Nächten ohne Schlaf nicht so ein Ergebnis hinkriegen würde . Der hat mich sogar bedauert, aufgrund der zusätzlichen IQ Testung die da völlig entgegengesetzt liegt. Man, ich hätte all das machen können, was in meinem Kopf teilweise Realität ist/war.... Nein, da denken wir jetzt nicht drüber nach und blicken nach vorne... *ooohhmmm

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Diagnose und eigene Zweifel

    Hallo ThunderBit,

    die Ärzte wissen schon was sie tun. Und Du hast garantiert unbewusst auch einen Fragebogen ausgefüllt, der darauf abzielt Simulanten aufzudecken.

    Da Du da anscheinend nicht auffällig warst (das waren nämlich garantiert die Fragen, die Du nicht verstanden hattest ) brauchst Du dir auch keine Gedanken machen, dass man dich in einer stationären Behandlung auf einmal als Simulant hinstellt.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Diagnose und eigene Zweifel

    Die Zweifel kenne ich
    Ich habe ab und an auch den Gedanken, dass meine Ärztin sich geirrt hat und dass ich eigentlich ganz normal bin, nur eben ein bisschen faul.
    Die Tests und die ganzen Frage und der Lebenslauf und die Zeugnisse.... die Diagnose besteht ja aus sovielen Bausteinen, da ist es echt recht unwahrscheinlich, dass man es schafft in allen Breichen zu simulieren. Deine Lebensgeschichte kannst du ja nicht vollkommen neu erfinden.

    Diese Zweifel führen bei mir immer wieder dazu, dass meine Ärztin mir ab und an erstmal wieder klar machen muss, dass ich ernsthafte Probleme habe.

    Achja, ich hatte mich eine zeitlang damit beschäftigt, ob man bei der ADHS Diagnose Simulanten rausfinden kann. Ja, da gibt es Studien dazu und durch gezielte Fragen etc. kann der Arzt Simulanten entlarven.

    Aber selbst wenn du eine falsche Diagnose hättest und im stationären Aufenthalt rauskommt, dass du kein ADHS hast, dann hast du eine andere Diagnose. Du leidest, deswegen warst du beim Arzt.

    IHK Prüfung: Lustig, dass du dsa erwähnst. Mir haben die bei der mündlichen Prüfung gesagt, dass ich eine außerordentliche Begabung in dem Bereich habe. Ich dachte, die sagen das allen. Machen die aber nicht. Meinen Kollegen haben die das nicht gesagt. Das fällt mir echt schwer, sowas anzunehmen und zu glauben. Das ist irgendwie schon durchgeknallt.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Diagnose und eigene Zweifel

    @ loekoe
    ja da gab es viele Fragen, die mir erstmal erläutert werden mussten von einer mir sehr nahestehenden Person die mich sehr gut kennt und ich diese dann erst mit ihrer Übersetzung beantworten konnte
    Vielleicht war ich auch mal auffällig unauffällig weil nix anderes von einem zur Diagnose ADHS erscheinendem Patienten erwartet wurde . Es war ehrlich gesagt mal nett nicht doof angeguckt zu werden, weil man den Tageablauf mit den Uhrzeiten nicht mehr wusste und ständig nachgefragt hat. Da hätten se auch mal nen Zettel rausgeben können .
    Ich zweifel ja eigentlich nicht an der ganzen Diagnose sondern nur an dem H. Was bei mir auch zeitweilig wieder das ganze ausmacht.

    @Fliegenpilz
    ja die IHK Prüfung. Ich hab mit 32 meine erste richtige Prüfung gemacht und auch meinen ersten Vortrag. Habs geschafft mich die ganzen Schulzeiten immer drumrumzudrücken. Naja, die Prüfer hattens nicht leicht mit mir, da ich bei der mündlichen meist bei einer Antwort deren nächsten gleich schon mitbeantwortet hab und die sich dann beratschlagen mussten, was sie mich als nächstes Fragen . Haben dann schnell aufgegeben und meinten, sie bräuchten nicht weiter fragen, ich wüsste ja alles. Und meine Kollegen vorher meinten die Prüfer wären hart und streng und gemein und hätten scheiss Fragen gestellt, auf die sie keine Antwort wussten. Ich fand die Prüfer sehr sympathisch und hatte Spaß mit denen, hab sie sogar zum lachen gebracht. Was dann vor dem Prüfungsraum zur echter Verwirrung führte. Tja, wenn man in seinem einzigen Interessensgebiet ne Ausbildung machen kann, kann das von Vorteil sein . Allerdings kam ich dann nur daraus und hab mich gefragt, wer da eigentlich die Prüfung gemacht hat. Ich wars nicht. Weswegen mir wohl die Anerkennung meiner dort geleisteten Arbeit irgendwie fehlt.
    <Ausschweifung Ende>

    Sie haben ja noch 1 o 2? weitere Diagnosen gestellt und eine bestätigt. Aber beruhigt mich zu lesen, das die Simulanten filtern können .

    Ich hab sooft gelesen, das andere danach erstmal ne erleichterung verspürt haben aber ich fühl mich nicht anders. Wahscheinlich deswegen auch direkt stationärer Aufenthalt...

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Diagnose und eigene Zweifel

    Weißt Du, wenn man soviele Jahre in dem Bewusstsein gelebt hat, dass man eben dumm und faul ist, kann es manchmal schwierig sein das abzulegen. Es ist innerlich verankert.
    Da kann eine begleitende Verhaltenstherapie sehr hilfreich sein.

    Bzgl. des stat. Aufenthaltes. Vielleicht wollen dich die Ärzte ja auch mal ganz bewusst ausbremsen? Sie haben wohl gute Gründe, warum sie dir das H verpasst haben (auch wenn Du es selber nicht so wahrnimmst).

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 457

    AW: Diagnose und eigene Zweifel

    ThunderBit schreibt:
    Genau das gleiche Gefühl hab ich übrigens bei Bewerbungen. Dieses ich schaff die Hürde der Bewerbungschreiben und Vorstellungsgespräch und bei der Arbeit finden die dann raus, das ich doch nichts kann von den was alles in den Zeugnissen stehen und denken ich hab die verarscht und schmeissen mich raus. Also schreib ich erst keine Bewerbung
    Nach diesem Prinzip dürfte keiner eine Bewerbung schreiben.

    Wenn "die" dich rausschmeißen, dann ist es so. Dazu ist die Probezeit da. Es besteht aber genauso gut die Möglichkeit, dass "die" dich behalten - nach bestandener Probezeit. So etwas gehört zum Berufsleben und bleibt den meisten unetr uns nicht erspart.

    Jeder Betrieb ist anders, und nur selten kannst du das in der Schule Erlernte direkt in die Berufspraxis einsetzen. Normalerweise braucht es eine Zeit, bis du richtig imn der Firma angekommen bist. Nennt sich "Einarbeitung".

    Aber was du da scchreibst, eignet sich natürlich sehr gut als Ausrede - vor allem vor sich selbst. Aber eben nur als Ausrede und mehr nicht.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Diagnose und eigene Zweifel

    Hej ThunderBit

    das "H" bei Erwachsenen zeigt sich anders als bei Kindern,oft kehrt sich die äußere Unruhe in eine innere Unruhe , eine gewisse Anpassung und Kompensation verändert dadurch das "H" bei den Wender-Utah-Kriterien für Erwachsene stehen folgende :

    "Klassische" Hyperaktivität

    Ruhelosigkeit.
    Bewegungsunruhe, Drang zu Laufen.
    Betroffene Person kann nicht längere Zeit stillsitzen (Flugzeug, Dauerwelle, Zahnarzt, Esstisch, Krankenbett usw.).
    Fingertrommeln, Spielen mit Stiften, Nesteln am Bart oder in den Haaren.
    "WENDER-Zeichen": Beim Sitzen starkes rhythmisches Wippen mit den Füssen bzw. Beinen.


    Unfähigkeit zur Entspannung

    Ständige innere Getriebenheit ("steht unter Strom")
    Starkes Unbehagen vor Ruhesituationen / Langeweile. Erzeugt oft kompensatorische "Flucht" in Aktivitäten, Arbeit.
    Starker Rededrang / Abschweifen
    Schwer zu strukturieren oder zu unterbrechen.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Diagnose und eigene Zweifel

    @ loekoe u Dori
    danke für diese Aufklärung. Das sind Dinge die ich selber nicht so wahr nehme, aber des öfteren von meinem Umfeld gesagt bekomme oder direkt ein auf die Finger krieg .
    Vielleicht haben deswegen die Aussenstehenden Psychologen in der Beobachtung das so einsortiert. Der bei dem Konzentrationstest dabei war, tut mir nun noch leid, der kam bei der Beaufsichtigung nicht zu seiner mitgebrachten Arbeit.
    Und wegen dem stationären Aufenthalt, hab halt ne Menge durch in den letzen Jahren und bin auch nicht wirklich wieder auf die Füsse gekommen, bevor das nächste anstand. Da tut mal ne Sortierung wirklich gut. Wer bin ich und wenn ja wieviele lol. Und son paar auferlegte Überzeugungen ablegen.
    Wie z. B. @ Dalek der Vergleich mit der Arbeit. Es ist ein Gedanke und deswegen eine Ausrede, da es nicht den Tatsachen entspricht. Es ist meine Angst wieder zu versagen und leider hab ich eine Menge Vermeidungstaktiken entwickelt und um Ausreden diesbezüglich bin ich nicht verlegen. Meine letztes wichtiges Vorstellungsgespräch endete nach 10 min, da ich keine fachliche Frage beantworten konnte. Als ich daraus war, waren alle Antworten da.

    Der letzte Therapeut bei dem ich war, und mit dem ich das Thema also Arbeit, bearbeiten wollte hat mich in der 2. Sitzung nach 30 min rausgeschmissen mit der Begründung er bräuchte sich von mir nicht verarschen lassen. Der Therapeut davor hat sich einmal die Woche meinen Redeschwall angehört und wusste auch nicht was er mit mir anstellen soll. Der Therapeutin davor hab ich auch nur alles erzählt und sogar ein Gutachten vorgeschrieben, welches sie nur noch mit Fachbegriffen und ein paar Ergänzungen gefüllt hat und dann abgegeben. Und mich um Rat bei anderen Patienten gefragt hat. Hmm, wundert mich gerade nicht, das ich an einem Teil der Diagnose zweifel...

    Ich glaub die Diagnose macht mit mir gerade doch mehr, als ich erst Gedacht hab...

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