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Diskutiere im Thema Wie blind können Eltern sein? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    Smile schreibt:
    ich bitte um Verständnis, ich war mir als Mutter näher als Euch... ich muss etwas ausholen:
    Es sind meine Selbstzweifel, was ist Richtig - was ist Falsch... Meine Kinder kommen irgendwie ;-) nach mir...
    ich empfinde es als enorm Schwierig sie gut zu begleiten.
    Liebe Smile, als Mutter und als Tochter beeindruckt mich dieser Post von dir sehr:

    Als Mutter gleichzeitig dieses enorme Muttertierempfinden haben und trotzdem feststellen, dass man vielleicht primär um das eigene Überleben kämpft und befürchtet, die eigene Brut dadurch zu vernachlässigen: das a) vor sich selber zuzugeben und dann auch noch b) vor Anderen, benötigt für mich viel viel Kraft und Mut!

    Spätestens als Tochter und Mutter (weil ich mich jetzt besser in sie hineinversetzen konnte) hätte ich mir genau ein solches Verhalten so sehr gewünscht ... damit bekommt man doch als Kind einen wichtigen Anhaltspunkt: Mama hat mich lieb, kommt aber mit sich selber nicht klar - aber es liegt wenigstens nicht an mir!!
    Mit so einer Aussage kann man arbeiten ...

    Vielleicht als kleine Entlastung von Mutter zu Mutter für dich:
    Ich habe von einer sehr lieben Freundin (†) früh den Impuls bekommen, dass ich auch als Mutter darauf achten muss, dass es mir gut geht - wenn es mir schlecht geht, geht es meinem Kind schlecht und wenn es mir gut geht, geht es meinem Kind gut. Wenn du sagst, dass deine Kinder "irgendwie" nach dir kommen, kann das für mich auch bedeuten, dass du intuitiv weißt, dass du auch auf dicht achtgeben musst, aber durch was auch immer trotzdem ein schlechtes Gewissen hast.
    Alleine aber dass du Angst hast, deine Kinder zu vernachlässigen, stellt schon einen wichtigen Schutzmechanismus dar, weil du halt darauf aufpasst, dass es nicht passiert ... hm, vielleicht könntest du dir eine kleine Liste mit fiktiven Dingen anlegen, die deiner Meinung nach eindeutig eine Vernachlässigung deiner Kinder bedeuten würden. Danach gleichst du die Liste mit deinem realen Leben ab: passieren dir Dinge, die auf deiner Liste stehen? Wenn ja, hast du jetzt etwas Greifbares in der Hand, mit dem du dir gezielt Hilfe holen kannst ...

    Also ich finde deinen Post hier sehr mutig von dir!!

    LG, habitbraker
    Geändert von habitbreaker ( 4.04.2012 um 10:47 Uhr) Grund: Ergänzung

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    hallo habitbraker

    ich habe mich bei den forum-schreiberinnen entschuldigt. es war an die betroffenen gerichtet,
    die es nicht verstehen, warum ihre eltern nicht richtig hingeschaut haben.

    der ausschlaggebende punkt, das ich mir hilfe geholt hatte war nicht mein "leiden" allein - sondern
    so, meine verantwortung als mutter nicht gerecht zu werden. ich wollte eine fröhliche, ausgeglichene,
    fuktionierende mutter sein. (hätte ich nur für mich die verantwortung getragen, ich würde mich immer noch
    irgendwie "durchwurschteln" - in den tag hinein leben) - das will und kann ich mit familie nicht.

    der therapeut hat mir auch mal den "kopf gewaschen", ich solle mir nicht einbilden eine schlechte mutter zu sein.
    eltern sind nur menschen. kinder wollen autentische eltern, liebende eltern (was ich meinte ein urinstikt zu sein).
    sich geborgen fühlen. an der struktur/ordnung arbeite ich.

    das komplizierte - ich kenne eine mehr oder minder autoritäre aber liebevolle erziehung und ich möchte meine kinder
    liebevoll erziehen, sie aber altersgerecht auch wertschätzen und zusätzlich grenzen setzen.... ich finde das so schwierig
    und ich finde für eine chaoten-familie irgendwie keine "guten" erziehungstipps. (die omas meinen sie springen mir auf der
    nase rum - obwohl ich genau weiss warum sie jetzt die "sau" raus lassen.... der kia meint sowieso ich solle es so machen,
    wie es für uns stimmt... und trotzdem bin ich häufig orientierungslos und kapier nicht wieso sohnemann einen ausraster hat)
    (der kinderpsychologe hat mir ein paar gute tipps, vorallem um die selbstwahrnehmung bei kinder zu fördern... gegeben oder
    wie gewaltfreie kommunikation geht - aufbauen nicht noch mehr runter drücken u.s.w.)

    gut wieder zurück zum thema... ich gebe mein bestes - ich könnte eine anschludigung wie oben im thema steht, als mutter
    nur schlecht verdauen.

    gruss (ich danke dir)

  3. #43
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    es war an die betroffenen gerichtet,
    die es nicht verstehen, warum ihre eltern nicht richtig hingeschaut haben.
    deshalb habe ich mich ja in meiner Eigenschaft als Tochter auch angesprochen gefühlt (kuckst du hier http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...tml#post214293 ) ;-)

    der therapeut hat mir auch mal den "kopf gewaschen"
    guter Mann ;-)

  4. #44
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    Liebe smile,

    natürlich verstehe ich Deine Argumentation und finde es wirklich bewundernswert wie Du Dir als Mutter Sorgen machst. Nur sehe ich eben auch andere Mütter, denen es egal ist wie es dem Kind am Ende geht und das diese denken, ihre Kinder kommen zurrecht. Und glaube mir auch das Kindern ihrer Eltern völlig egal sind und sogar eher als Last und nicht gewünscht ansehen habe ich selbst erfahren und auch bei anderen Kindern gesehen. Wenn meine Eltern (NR.1) sich wirklich um mein Leben interessiert hätten und nicht mich als totale Last empfunden hätten, sich total gesorgt hätten, dann hätten Sie mich doch nicht mit 11 Jahren vor die Tür gesetzt, angebotene Hilfen verweigert, oder? Das meinte ich mit, man kann sein eigenes Fühlen und Denken nicht auf alle Eltern setzten. Es ist zwar kaum zu glauben, aber es gibt sie tatsächlich, die Eltern die ein Kind welches eben anders ist als totale Last und absolut nicht akzeptabel ansehen. Aber wie gesagt, jedes Elternpaar ist einfach ein Individium und vom handeln total unterschiedlich. Und diese Kinder, die sind dann die, welche einfach nicht verstehen das es so sein kann, welche auch eifersüchtig auf andere Kinder sind, dass sie eben das bekommen, was man selber gerne hätte aber vergebens sucht.
    So wie Du versuchst Deinen Kindern gerecht zu werden, so etwas hätte ich sehr gerne erlebt, damit ich es hätte weitergeben können.

    glg

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