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Diskutiere im Thema Wie blind können Eltern sein? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 824

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    Atze schreibt:
    Wenn die Kids dann im Zimmer oder sonstwo sind und total vertäumt malen oder basteln aber alles nur anfangen und es dann liegen bleibt weil schon wieder was anderes interessant ist,oder wenn der Junior mal PS zocken und alle Nase lang das Spiel wechseln will nur um dann nach 10 min eh wieder lieber raus geht zum toben.... das ist dann halt ein "lebendiges Kind"

    Bis jetzt, wo ich mal eine DIskusion darüber hatte, war ihr das nicht einmal bewusst. Ich bekam immer ärger, das ich meine Malsachen oder sonstewas an Ort und Stelle liegen ließ. Vllt. nicht von ihr, aber ein heufiger Streitpunkt mit dem Vater war es. Erst jetzt fällt ihr deralei auf. "Das ist mir früher immer garnicht so aufgefallen" hieß es da von ihr. Das tut so weh, wenn die Mutter so wenig beobachtet! (Sie hat nichtmal die Magersucht die ich hatte gesehen! Und das obwohl ich vor ihr darauf angesprochen wurde! )
    Merkwürdig, das ich entweder mein Zimmer toooootal aufgeräumt habe (dann aber auch samt Möbel rücken, etc) oder eben mein Chaos hatte- vllt. notgedrungen wegen Vatern alles in den Schrank gestopft habe. Ich komm komischerweise erst durch das alles rausreißen erst in die Verfassung aufräumern zu können- solange man mich nicht rausriss.


    Ganz ohne Wertung,ich glaube Eltern meinen das nicht böse wenn Sie sagen "du bist halt so",Eltern nemen Ihre Kinder wie sie sind,sie kennen Sie nicht anderst.

    Ich weiß, das sie es nicht böse meint. Zu 99% bin ich mir dem klar. Aber da ist eben noch 1 % der Gefühle, die total enttäuscht und verletzt sind und sich manchmal fühlen, als würden sie extra so behandelt. Manchmal kann ich einfach nicht glauben, das es so ist wie es ist, wenn man das Kind doch so sehr lieb hat. Aber ich verstehe auch, das es nicht einfach war (und ist) mit einem Kind wie ich es bin.

    was mich aber fast wütend macht und das ist glaube ich das was Du meinst ist selbst jetzt wo man denen alles erkärt mit Beispielen usw... das Sie das nicht einsehen/anerkennen wollen

    So ist es. Es macht wütend, traurig, verletzt, enttäuscht. Manchmal verliere ich gar den Glauben daran, das die Frau mich wirklich liebt. Aber sie ist anders als mein Vater. Sie opfert sich ja für mich und meinen Bruder auf- oft zu sehr. SIe hat kein einziges Mal Gewalt angewendet. Daran messe ich, das sie es nicht böse meint.
    Aber jetzt sitze ich als meist erwachsene (unter MPH) junge Frau die nichts auf die Reihe bekommt vor ihr und willl ihr erklären und rede nur gegen eine Wand.

    Nunja,ich habe mit dem Thema abgeschlossen und seit dem ich 500km von meinen Eltern weg wohne und wir uns nur noch selten sehen gehts auch.

    Ein Grund, weshalb ich auf die Zusage für ein Berufsbildungswerk welches über 400 Kilometer entfernt ist hoffe.:-)
    Aber jetzt wo ich selbst in der Elternrolle bin (2Kids) und bei meinem Sohn AD(H)S vermute sehe ich erstmal wie schwierig das ist zu unterscheiden "ist das jetzt noch "lebhaft" "ist ja schön das Er versucht sich durch zu setzen" "Blaue Flecken gehören dazu" "er redet halt gern viel" usw.... oder ist es alles "zuviel" "zu wechselhaft" "zu aufgedreht" "zu direkt" usw...

    es ist für mich gerade übelst schwer das in Worte zu fassen aber ich kann deine Mutter zum Teil schon verstehen (jedenfals von dem was ich hier gelesen habe),klar ich als selber Betroffener kann Dich auch sehr gut verstehen und mich da rein versetzen,aber ein nicht Betroffener wird das wohl nie ganz können,wenn dann noch wenig Intresse an dem Thema dazu kommt,wirst Dir da den Mund fusselig reden und es werden viele Tränen auf beiden Seiten vergossen ohne das was dabei raus kommt.

    Gruß Matze
    Nun folgen die nächsten

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 824

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    Burningdevil schreibt:
    so sehe ich das auch .....

    Eltern reagieren auch nur und leider auch mal falsch auch öfter ,
    ich kann meinen für das was in meinem kopf vor sich ging und geht keinen vorwurf machen auch über einmischungen nicht.

    nicht nur wir sind überfordert sondern auch die angehörigen und diese gehen ebenso auf dem zahnfleisch.
    Ganz zu schweigen davon das wir dieselben gene haben also nicht auszuschliessen ist das es unseren eltern nicht anders geht als uns.

    auch die brauchen verständnis und zeit sich mit dingen auseinander zu setzen

    Aber nun schon über 3 Jahre? Eine längere Zeit davon war ohne Kontakt, aber auch da hat sie sich nicht auseinander gesetzt mit dem Thema. Nun wohne ich wieder ein 3/4 Jahr bei ihr. Sie hat das Buch was ich ihr schenkte ein Stück angefangen. Es gibt genug Gründe noch nicht zum lesen zu kommen.-.....:-(


    Krass ist ja (wenn ich es richtig in Erinnerung habe, das sie zu meinem Bruder sagte (als er sich testen lies, hatte er seine Zeugnisse noch nicht wieder gefunden), das sie nicht alle Antworten richtig gegeben hat. Das entsetzt mich! Das ist keine Hilfe! Er zeigt auch einge Symptome auf. Bei ihm wird auch die Schrift im Zeugnis stehen. Mittlerweile kommt mal ein Satz zwischendrin, was er doch für AUffälligkeiten dessen hat. Ich finde bei meiner Diagnose und seinen Gründen, weshalb er gekifft "hatte" (oder vllt auch noch tut, zumindest hin und wieder) und seinen Auffälligkeiten ist es nicht zu verleugnen, das er es auch haben wird. Aber mit eigendiagnosen kommt man ja bekanntlich nicht weit.;-) Sie hat mich jetzt auf ihn angesetzt, das ich ihn mal vorsichtig anspreche, das er den Test nun mit ZEugnissen nochmal bei meiner jetzigen Psychiaterin macht.





    Joker schreibt:
    Hallo Malemaus,
    ich kann deinen Ärger voll verstehen. Wenn ich versuche mit meinen Eltern über meine Verhaltensauffälligkeiten als Kind zu reden, kommt da auch immer nur Müll und Schöngerede.
    Wenn die bei meiner Diagnostik mitwirken sollen, verwirren die meine Ärzte vollkommen. Gottseidank gibt es noch Zeugnisse, und die sprechen eine eindeutige Sprache.
    Aber was solls, ich hatte noch nie einen guten Draht zu meinen Eltern und im Moment auch so gut wie keinen Kontakt. Auf der einen Seite bin ich für sie ein merkwürdiges etwas, auf der anderen Seite ist angeblich alles normal. Netter Versuch sich seiner Schuldgefühle zu entledigen. Ein wenig Ehrlichkeit wäre hilfreich.
    Du siehst, du bist nicht allein.
    Das einzige was ich fairerweise anerkennen muß, ist dass es zu meiner Kindheitszeit den Begriff ADS noch nicht gab (Hochbegabung allerdings schon).


    In diesem Sinne Kopf hoch und ich bin heilfroh, dass es dieses Forum gibt.....denn nichts ist schlimmer als alleine mit etwas klarkommen zu müssen...

    Recht hast du!:-) Manchmal weiß ich nicht, was mit mir wäre, wenn ich nicht die Hifle von so vielen lieben netten Mitchaoten hätte! Ich würde gewaltig auf der Strecke bleuiben! Mich alleine fühlen und vllt. nichtmehr können. Uvm!:-)
    Liebe Grüße vom Joker

    Manchmal überlege ich, ob ich Mom einen Fragebogen einfach nur für mich gebe (damals den füllten wir zusammen aus, bzw. war ein Gespräch zwischen Mom und Psychiaterin) um ihre Antworten zu sehen. Andererseits habe ich verdammt große Angst!

    Ich glaub sie realisiert garnicht, das ich die einzige bin, die sich immer den neuesten Krams kaufte. Ich hab mir Heelys gekauft und sprang damit rum (Schuhe mit fatwheel im Hacken), ich hab mir 7 Meilenstiefel gekauft, aber naklar, das ist normal.;-) Selbst als ich ihr den Grund dazu erklärte scheint es mir bei ihr nicht angekommen zu sein.:-( Das ist schon fast merkwürdig, das was bei ihr ankommt- oder ja eben nicht ankommt. Mein Bruder bezeichnet sie als naiv. Sehr naiv! Sie lebt glaube ich auch in einer Art Traumwelt, sie übersieht das schlechte vllt auch zu ihren Schutz. Alles komisch, denn sie hatte >angeblich< eine gute Kindheit.


    Leute, verzeit mir, wenn ich manchmal etwas "kaudawelchschig" durchnander schreibe, aber es ist so emotionsvoll und ich will nichts vergessen.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 824

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    Bidi schreibt:
    Ach, ich kann dich da so gut verstehen, wie du unter deiner Mutter gelitten hast. "ich bin halt so ", daraus höre ich Verzweiflung und auch Resignation. Wahrscheinlich wußte deine Mutter nicht, wie sie dir helfen könnte, was sie anders machen könnte, dann schiebt sie das Problem wieder auf dich zurück. "Ja mei , die ist halt so. Punkt" Eine Änderung ist nicht möglcih, weil Mutter nicht will oder auch nicht kann.
    Dein Posting hätt ich auch schreiben können und in Vielem sehe ich mich auch...hatte auch so eine hilflose Mutter, die sich mit dem "die ist halt so" zufrieden gab, damit SIE ihre Ruhe vor mir hatte, Sie war regelrecht überfordert mit mir. Und ja, es fällt Müttern oft schwer, wahrzuhaben, dass ihr Kind anders ist...
    Inzwischen bin ich auch Mutter von 7 Kindern und weiß, welch langer und schmerzhafter Prozess es ist, sich einzugestehen, dass die eigenen Kinder anders sind und andere Schwierigkeiten haben. - und wieder und wieder höre ich von meiner Mutter "mei, deine Kinder sind halt so". Das Einzige, was mir hilt, ist sich ihr gegenüber abzugrenzen und sie klar und deutlich in ihre Schranken weisen. .

    Ich würde Mom gerne deutlich in die Schranken weisen. Das Problem dabei nur, das sie immer gleich emotional reagiert. Nein, nicht immer, aber oft oder meist. Oft fühle ich es auch einfach. Könnte auch die Erwartung sein. Ich nehme ihre Überforderung wahr.

    Ich fühle mich so machtlos. Ich schaffe es nicht Dinge alleine zu ändern. Wenn dann da so Druck neben mir mit der Bezeichnung "Mama" steht, die ja erwartet, das sie das für mich tun muss, weil es ja immer so war, dann kann ich mich da nicht abgrenten. Wir machen Dinge ab wie das sie patu nein sagt, wenn ich ihr wieder ein Telefonat aufdrücke, weil ich mich nicht traue. Wenige Worte und schon tut sie es doch ohne dagegenzusprechen und lässt die Angst siegen.:-(


    Ich glaubt garnicht, wie Hilfreich ist sein kann auch aus der "Doppelsicht" Kind- und selbst Elternrolle zu sein. Ihr helft mir Perspektiven anders zu sehen. Das ist wichtig!

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    Malemaus schreibt:
    Bis jetzt, wo ich mal eine DIskusion darüber hatte, war ihr das nicht einmal bewusst. Ich bekam immer ärger, das ich meine Malsachen oder sonstewas an Ort und Stelle liegen ließ. Vllt. nicht von ihr, aber ein heufiger Streitpunkt mit dem Vater war es. Erst jetzt fällt ihr deralei auf. "Das ist mir früher immer garnicht so aufgefallen" hieß es da von ihr. Das tut so weh, wenn die Mutter so wenig beobachtet! (Sie hat nichtmal die Magersucht die ich hatte gesehen! Und das obwohl ich vor ihr darauf angesprochen wurde! )
    Merkwürdig, das ich entweder mein Zimmer toooootal aufgeräumt habe (dann aber auch samt Möbel rücken, etc) oder eben mein Chaos hatte- vllt. notgedrungen wegen Vatern alles in den Schrank gestopft habe. Ich komm komischerweise erst durch das alles rausreißen erst in die Verfassung aufräumern zu können- solange man mich nicht rausriss.
    Oh ja das kenne ich sehr gut,ich kenne es von mir früher und jetzt von meinen Kids.


    Wir ADHSler sehen das jetzt anderst,wir können jetzt im nachhinein nicht verstehen warum den Eltern das nie aufgefallen ist,sind doch alle Zeichen so eindeutig!?
    Eindeutig sind diese Zeichen aber nur für uns weil wir um die Anzeichen wissen!

    Was mich zutiefst traurig gemacht hat war der Satz von meinem Vater:
    "ich wünsche Dir Kinder so wie Du warst!"

    ich habe es wegelächelt und gemeint "oh ja das wäre schön",aber ich weiß wie Er es meinte
    oder so Sätze wie "also bei uns hören die Kinder immer"
    oder ... oder... oder....



    Grüßle Matze

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 824

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    Prima, grad so viel geantwortet, da schaltet sich der PC einfach ab!:-( Schrotlaube dies teil hier.*schnief*

    ilva schreibt:
    Ach immer dieses "du bist halt so"... Seufz... das macht traurig, besonders wenn es einen die ganze Kindheit lang begleitet. Und man weiß einfach tief in sich drin: "Ja, ich bin so, aber irgendwie bin ich anders und ich will wissen wieso ich so bin und nicht anders" ...
    Und "du bist halt so" heißt auch, finde dich damit ab, dass du bist, wie du bist und da wird nichts dran geändert.

    Bei mir war das noch bissl anders. Ich habe einen jüngeren Bruder bei dem ADHS festgestellt wurde. Mamas Wellenlängenkind, wie sie immer sagte, aber sie hat natürlich alle gleich lieb. Mein Bruder ist aufgefallen, weil er extrem agressiv war. Ich war auch agressiv, habe aber niemanden böse weh getan, sondern mir selbst oder Gegenständen. Das war irgendwie nie krank genug. Mama hat immer gesagt: "du hast nichts". Die Lehrer haben gesagt: "sie ist eben so" zu meinen Mitschülern, die mich ständig gemobbt haben. Ich war meist still, mir war das in der Schule zu langweilig, nicht interessant genug. Manchmal habe ich auch einfach die Klasse verlassen und niemand hats gemerkt. Wenn mein Bruder sowas gemacht hat, ist das immer aufgefallen und ging sofort zur Rektorin...
    Mein Papa war immer der Meinung ich wäre eben faul und dumm und dachte mit Schlägen kriegt man das schon hin. Nur ordentlich drauf hauen, irgendwann funktioniert sie schon...
    Seufz... lange her. Jedenfalls hat mein Bruder als Kind eine Therapie gemacht und sich gut gefangen... und ich bin nebenher aufgewachsen... ohne das jemand gemerkt hat, dass ich auch ADHS habe...
    Als ich immer wieder wieder die Vermutung äußerte nahm mich niemand aus der Family ernst. "Du hast doch nichts. Du bist nur faul" Ich habe vieles angefangen und abgebrochen... mir fehlte einfach der Elan dazu... war sehr in mich gekehrt lange Zeit...
    Nun egal... so ist das manchmal mit den Eltern.
    Etwa 10Jahre später kam raus, dass meine Mama selbst ADHSlerin ist und seid dem an ist ihr vieles klar...
    Und Papa hält das ADHS wie viele bloß für eine Modeerscheinung und mit strammen Methoden müsste sowas alles nicht sein... wie gut, dass Mama geschieden ist und wir alle damit nichts großartig zu tun haben...

    Gegen mein Mobben wurden mir immer nur leere Worte gegeben. Mein Vater wollte sich vor die stellen und die anschnauzen. Nie hat er das für mich getan!:-(

    Ich bin in Versuchung Mom zu "bereden", sich nochmal testen zu lassen. Damals ließ sie sich testen, laut EEG und kurzem Gespräch habe sie es nicht. Ich sehe aber einige Sympthome auch bei ihr. Sie hatte kurz das Buch "A.D,S, Erwachsenenbuch" durchgeblätert und in den Kriterien gelesen. "Komisch, in einigen Punkten finde ich mich doch wieder". Sie wirkte etwas entgeistert (nennt man des so?) und ich sagte nur, das ich ihr das schon die ganze Zeit sagte. Auch ihre Aufmerksamkeit lässt meiner Meinung nach sehr zu wünschen übrig. Warum sonst rede ich oft gegen eine Wand, so wie bei mir immer ohne MPH? Gut, sie ist nicht so krass die Wand wie ich, aber das sie es haben könnte steht eben offen.

    Sie hatte meinem Bruder wohl auch verraten, das sie in seinem Testfragebogen nicht alles mit der Wahrheit beantwortet hat. Das entsetzt mich! Hat ich des schon geschrieben? *grübel*
    Naja, er Kift und alles, hat sicher auch seine Schrift im Zeugnis stehen, naja.... alles halt.

    Hab so viel geschrieben und alles futsch, so nen Mist! Komm nicht wieder daran!:-(

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 824

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    Stefka schreibt:
    Hallo zusammen,

    habe mit Interesse eure Beiträge gelesen. Ich weiß, Mitleid hilft euch nicht, aber wenn ich eure Beiträge lese, fühle ich genau das.

    Mein Vater ist tot, meine Mutter kann durch mehrere Schlaganfälle keine Auskunft mehr geben. Die Zeugnisse aus der Schule haben bei der Diagnostik aber sehr geholfen. Außerdem mein heutiger Lebensgefährte, der Augen im Kopf hat.

    Augen im Kopf, du sagst es! Der neue Mann meiner Mutter war von anfang an von meiner SPrunghaftigkeit und sowas genervt!:-(
    Ich muss vielleicht etwas weiter ausholen und vielleicht wird es auch ein bisschen durcheinander. Dann, Sorry!

    Ich war auch ein Kind, was ausschließlich seine Freizeit draußen verbracht hat, aber damals gab es noch nicht so viel TV, PC oder was sonst heut noch auf uns alle einwirkt.
    Eines habe ich aber schon immer gern gemacht, nämlich gelesen. Ansonsten hab ich noch nie ein Hobby gehabt und weiß bis heut nicht, wie sich das anfühlt, eine Sache anzufangen und zu beenden. Das habe ich bis heute nicht geschafft. Es fällt mir in meiner Ausbildung unglaublich schwer, meine Hausaufgaben anzufangen und auch zu Ende zu bringen.

    In meinem Abschlusszeugnis steht, ich hätte bessere Noten haben können, wenn ich mich mehr konzentriert und angestrengt hätte.

    Mir hat niemand geholfen, geschweige denn, jemand ADHS diagnostiziert. Ich musste 38 Jahre alt werden, dafür.
    Nun, die Verbitterung über mein Leben und die vielen verpassten Chancen usw. gehören hier nicht her.

    Um auf euer Thema zurückzukommen. Mein Lebensgefährte hat einen Sohn. Wir wohnen zusammen, auch noch der Große (16). Bei unserem Jüngsten ist ADHS diagnostiziert wurden. Erst danach kam meinem Lebensgefährten in den Sinn, dass ich eigentlich auch daran leide. Leiden ist bei mir der richtige Ausdruck. Ich weiß genau wie sich unser Jüngster fühlt. Das Vergessen, nichts zu Ende bringen. Die Unordnung, keine Konzentration, keine Aufmerksamkeit, jeden Tag aufs neue kämpfen und doch immer zu fühlen, du bist anders und kannst eigentlich nichts dafür, und trotzdem musst du dich anpassen. All das seh ich bei ihm und weiß wie sich das anfühlt und wie es ist, zum wiederholten mal was vergessen zu haben, wie man sich darüber ärgert, wie man in Tränen ausbricht, weil man wieder was verbockt hat. All das kann ich sehen und fühlen. Aber wie kann ich das Kind, was ich gern habe, vor allem da draußen schützen, wie kann ich es auf das Leben vorbereiten?

    Du beschreibst dse so gut.:-( Wenn meine Mom des doch nur ansatzweise könnte!*schnief*
    Meine Eltern, mein Exmann hatten keine Augen im Kopf. Ich war halt schon immer ungeduldig, hippelig, temperamentvoll. Damit muss ich fertig werden.


    Aber zu sehen, wie es meinem Kleinen geht, und dann zu wissen, was ihn später im Erwachsenenleben erwartet, ist nicht leicht.

    Aber wie schützen wir unsere Kinder und wie bereiten wir sie auf das Leben vor? Ich habe Augen im Kopf.

    Ich versuche heute mein Leben auf die Reihe zu bringen, fühle aber oft, dass ich mich verbiege. Und eigentlich will ich das nicht, aber es ist so. Morgens schon daran denken, rede nicht soviel, lass die anderen ausreden, konzentrier dich, vergiss nichts, schreib alles auf. Und und und....

    Tja, ich weiß selbst wie es sich anfühlt und weiß auch wie es meinem Kleinen geht, aber wie ich ihm helfen kann, wo ich ir doch selbst schon nicht helfen kann, weiß ich nicht.

    Vielleicht habt ihr eine Idee.

    Wenn schon eure Eltern euch nicht helfen konnten oder wollten, tut es wenigstens für eure Kinder.


    Mom kann mein nichts anfangen können, oder aufschieben sehr nachvollziehen, sie ist ja auch so. Sie versteht es, das mein Bruder und ich nicht wie mein Vater mich fertig macht, das ich nicht will und faul sei, sondenr sie weiß, das ein nicht können ist! Das ist komisch, das sie das so gut nachvollziehen kann!


    Es ist so ein anstrengendes Thema. Ich möchte euch nochmal für eure antworten danken! und bin auch für weitere offen.:-) Es ist traurig, tut aber zugleich so sehr gut zu sehen, das ich nicht alleine mit dieser Sorgen, dem Leid, der Qual bin!


    So, glaube habe erstmal alles beantwortet.

    Aber ich merke, das mir durch das PC geht einfach aus einiges fehlt. Werde ich noch nachtragen.

    Danke und grüße an euch
    Male

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 824

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    Atze schreibt:
    Oh ja das kenne ich sehr gut,ich kenne es von mir früher und jetzt von meinen Kids.


    Wir ADHSler sehen das jetzt anderst,wir können jetzt im nachhinein nicht verstehen warum den Eltern das nie aufgefallen ist,sind doch alle Zeichen so eindeutig!?
    Eindeutig sind diese Zeichen aber nur für uns weil wir um die Anzeichen wissen!

    Was mich zutiefst traurig gemacht hat war der Satz von meinem Vater:
    "ich wünsche Dir Kinder so wie Du warst!"

    ich habe es wegelächelt und gemeint "oh ja das wäre schön",aber ich weiß wie Er es meinte
    oder so Sätze wie "also bei uns hören die Kinder immer"
    oder ... oder... oder....



    Grüßle Matze

    Schade, das man nicht mal ROllentausch machen kann. SO richtig mit Zauberei, damit es auch wirklich wirkt und sitzt. Aber die Welt ist ja doch langweilig und kann schon so vieles, aber nicht zaubern.

    Das war nicht fair, was dein Vater sagte. Aber du weißt immerhin darum, warum deine Kinder sind wie sie sind.



    Es war so schrecklich zu sehen, wie die anderen Kinder immer konnten. Sie konnten lernen und wollten es auch. Sie haben all die Lieber aus dem Radio mitgesungen. Ich wollte, doch ich konnte nicht. Ich habe geheult deswegen. Selbst als ich schon "groß" war, war ich noch "klein". Ich war immer fix und fertig, wenn ein 8- 12 Jahre jüngeres Kind etwas verstand und ich nicht. Ich wurde dumm abgestempelt, aber das es einfach nicht im Hirn verarbeitet werden kann oder ich brav abnicke, das aaaaaaah, man! The world is hard! To hard! Und blind! Viel zu blind! Brrr, jetzt hab ich soviel geschrieben, THemenwechsel, morgen wieder. Finde nicht mehr die richtigen Worte.:-(

    Ichhoffe, das ich morgen für abdens noch 5 mg MPH mehr nehmen darf, das ich einigermaßen fit am abend denken kann:-(

    grüße

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 824

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    Ich war schon immer so und war schon immer ein anstrengendes Kind (und Baby!!!). Immerhin weiß sie das. :-(

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    OOOOOOOOOOOOOOOOHHHHHHHHHHHHHH JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!! !!!!!!!!!!!

    Als ich meine Mutter anrief und ihr von meiner Diagnose erzählte kam erst mal wo hastn das her,wie kriegt man denn sowas.....
    Und der aller aller aller beste Spruch ist immer noch: du warst halt immer wie ein Junge!Als sie das das erste mal nach der Diagnose sagte frug ich sie: und dann sagst du ich war nicht verhaltensauffällig?????????? HAllo Muttern:falls es dir entgangen sein sollte :ich war bin und bleibe ein Wesen mit weiblichem Geschlecht!

    Malemaus: dein Anfangsbeitrag....den könnte ich geschrieben haben.Nur ohne Betreuung.also das alles an du an Verhaltensweisen geschrieben hast.....auch das ist meiner Mutter offensichtlich nicht aufgefallen.

    Auch sehr gut war,als sie mir erzählte,dass mein Hauptschulklassenlehrer mich,als er uns grade übernommen hatte (wir waren wohl grad knapp drei Monate in seiner Klsse)zu einem Schulpsychologen schicken wollte.Was soll ich denn dazu noch sagen????????Der Mnn kannte mich drei Monate und ihm fällt das auf was Muttern 13 Jaahre nich geschnackeltr hatte....

    Zu der Frage warum das nich gemacht wurde,meinte sie nur,ei du wolltest net,da ham wirs nich gemacht??????????????

    Dazu fällt einem dann auch nix mehr ein.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 824

    AW: Wie blind können Eltern sein?

    Carina29 schreibt:
    OOOOOOOOOOOOOOOOHHHHHHHHHHHHHH JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!! !!!!!!!!!!!

    Als ich meine Mutter anrief und ihr von meiner Diagnose erzählte kam erst mal wo hastn das her,wie kriegt man denn sowas.....
    Und der aller aller aller beste Spruch ist immer noch: du warst halt immer wie ein Junge!Als sie das das erste mal nach der Diagnose sagte frug ich sie: und dann sagst du ich war nicht verhaltensauffällig?????????? HAllo Muttern:falls es dir entgangen sein sollte :ich war bin und bleibe ein Wesen mit weiblichem Geschlecht!

    Malemaus: dein Anfangsbeitrag....den könnte ich geschrieben haben.Nur ohne Betreuung.also das alles an du an Verhaltensweisen geschrieben hast.....auch das ist meiner Mutter offensichtlich nicht aufgefallen.

    Auch sehr gut war,als sie mir erzählte,dass mein Hauptschulklassenlehrer mich,als er uns grade übernommen hatte (wir waren wohl grad knapp drei Monate in seiner Klsse)zu einem Schulpsychologen schicken wollte.Was soll ich denn dazu noch sagen????????Der Mnn kannte mich drei Monate und ihm fällt das auf was Muttern 13 Jaahre nich geschnackeltr hatte....

    Zu der Frage warum das nich gemacht wurde,meinte sie nur,ei du wolltest net,da ham wirs nich gemacht??????????????

    Dazu fällt einem dann auch nix mehr ein.
    Ja, ich hab auch gern rumgespuckt....;-) Sah sicher lustig aus, alle Mädels (okay, das war seltens der Fall, weil nur geringfügig sowas wie Freunde, aber die ham ja Freunde, wenn man einen trinken geht) mit "eitetei-Handtäschen" und so nen Krams und ich ganz pur ungeschminkt in zerrissenen, dreckiegen und ja meist jungenSachen dazwischen hol den überflüßigen Schleim raus und lass ihn seinen eigenen Weg gehen- oder auch in der Sonne vertrocknen.
    Ich wurd ja von einer Therapeutin schonmal gefragt, ob ich mich im falschen Körper fühle (Klamotten und Essstörung)... Hab´s mit nein beantwortet, damals war ich mir da aber nicht so ganz sicher. Heute könnte ich mir nichtmehr vorstellen so richtig Jungen/bzw jetzt ja Männerhaft rumzulaufen. Brauche einfach nur locker und alternativ, dann bin ich glücklich- noch glücklicher, wenn ich die Waschmaschine wieder vollstopfen muss.;-)

    SO blöd es ist, schön zu lesen, das auch andere meinen Text hätten schreiben können.:-)

    Interessant wird für mich grad, das ich ein ADS-Buch entdecke, wo ich sie verdammt gut drin wiederfinde. Mal schauen, wann ich ihr des zeig.....

    Lieben Gruß

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