Seite 2 von 3 Erste 123 Letzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 27

Diskutiere im Thema Was tut ihr gegen euer ADS (hypo) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Was tut ihr gegen euer ADS (hypo)

    @Himbeere84: deine 2 Erzählungen geben 1:1 das wieder, was mir seit jahren auch durch den kopf gehen. nur leider kann ich das nicht so gut wie du in worte fassen. Darf ich fragen, wie lange du an dem Geschriebenen dran saßt, bis du es abgeschickt hast? Ich brauch hier immer eine ewigkeit (teils 30 min.) bis ich mir sicher bin, einen Beitrag abzuschicken.

    Leide auch so unter meiner Hypoaktivität, aber ich hab oft gute Unterstützung von meinem Mann, der mich immer wieder anstupst, "das sollte noch bis dann (Uhrzeit) gemacht werden" oder "ich wollte dich noch an das erinnern". Er versucht das Wort "muss" zu vermeiden, weil er dann weiß, dass ich es dann erst recht nicht hinbekomm.

    ich versuch mir auch nur kleine Aufgaben für den nächsten Tag vorzunehmen, z.B. an einem Tag die Küche sauber halten inkl. kochen, den nächsten Tag das Bad, einen Tag lang mir nicht selbst ausversehen weh zu tun...

    morgen hab ich mir vorgenommen, die 3 Körbe voll mit Wäsche, die schon seit 1 1/2 Wochen hier rumstehen zu bügeln und aufzuräumen. Ich hoff, dass ichs hinbekomm, hab schließlich viel zeit im Urlaub

    LG Eleni

  2. #12
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Was tut ihr gegen euer ADS (hypo)

    Ziel- und Zeitmanagement .. mit den beiden habe ich Spaß , nach der Diagnose war endlich klar AD(H)S und Anpassungsstörung (schneller, weiter, höher) möglichst drei

    bis vier Aufgaben gleichzeitig, ´nen Zeitplan ohne Puffer und Spaß mit dringend verdrängten Terminen, so ´ne Art unendlicher Nachholbedarf und dazwischen ungeplante Pausen

    , keine Zeit ... sich ärgern und vergleichen, das war dann die Zeit ohne Medikamente und Therapieangebot, mit Ritalin .. erst 5 mg täglich, dann 10 mg täglich hat sich für

    mich spürbar nix geändert im Tagesablauf, mit 15 mg hatte ich dann black outs und dann habe ich gewußt .. weniger ist mehr -- jede Woche, in Absprache mit meiner Fachärztin

    5 mg mehr und dann war ich bei 60 mg täglich und habe gespürt, das ich zu hoch dosiert war, weil ich dann phasenweise unruhig im Arbeitssessel saß .. auf Hyperaktivität

    hatte ich keinen Nerv, mittlerweile nehme ich täglich 40 mg, habe dafür ´ne Tablettenschachtel für vor 10 mg/nach dem Frühstück 10 mg retard, nach dem Mittagessen 10 mg, nach

    dem Kaffee trinken 10 mg und kann abends jetzt wieder gegen 24:00 Uhr einpennen .. ohne Schäfchen zu zählen - Nachsorge nach der medizinischen Reha als Gruppenthera-

    peutisches Angebot bis Anfang 12/2011, ab Mitte 11/2012 einmal wöchentlich zur Ergotherapie und in der Woche grob- und dann später Feinsortierung meiner Zettel- und

    Papiersammlung, Wochenplan für Termine, to-do-liste und erledigtes abhaken und immer wieder Pausen einüben, Achtsamkeitsübungen ausprobieren und die passende

    für mich finden, Checklisten sichtbar im Zimmer aufhängen und nicht wie vor, dreimal raus, ´nen paar Schritte gehen, die Taschendurchsucchen und dann wieder zurück -

    jeder Gang macht schlank und jede zusätzliche Zeit erhöht den Leistungsdruck - deshalb packe ich meine Tasche am Abend vorher, packe meinen Terminkalender, was zu essen-

    Traubenzucker + Schokoriegel, Tablettenbox, Nofallset mit Insulinspritze, Insulin, Reservoir und Infusionsset, Batterien, Blutzuckermeßstreifen, Pikser und Meßgerät, was zu schreiben (2 Kulis), Notizbuch

    etwas zu trinken mit in die Täsch, dann habe ich diesen Stress morgens nicht und .. dies klappt jetzt regelmäßiger und meinen Haustürschlüssel vergesse ich seit fast einem Jahr

    nicht mehr , immerhin - für uns gibts individuell reichlich Möglichkeiten und vor der Diagnose gabs schon einige strukturierte Abläufe, die sich bewährt hatten

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Was tut ihr gegen euer ADS (hypo)

    Hallo ihr Lieben,

    vor etwa einem Jahr habe ich mich hier angemeldet und auch schon einen Beitrag gepostet, aber den finde ich leider nicht mehr ... Na ja wurst.

    Mit Foren kenn ich mich nur mäßig aus, aber vielleicht passt mein Beitrag ja hier rein, denn gerade was du, 'Himberee' beschrieben hast könnte ich 1 zu 1 auf mich abgleichen ...

    Nun versuch ich einmal ein sehr komplexes Thema in einfachen Worten zu beschreiben und meine eigenen Erfahrungen was meinen persönlichen Heilprozess angeht so objektiv und anschaulich wie möglich darzustellen.

    kurz zu mir: an meine Kindheit kann ich mich kaum erinnern, obwohl sie schön war (Kindeitsamnesie ohne erkennbares Trauma)
    Seit meinem 14 Lebensjahr erhebliche Konzentrationsstörungen, da aber sehr introvertiert mit einem gewissen Charme ist es nie wirklich aufgefallen, also unbehandelt geblieben.
    Abitur mit viel Nachhilfe und Schummeln geschafft.
    Ab dann gehts bergab, Zivi, Reise und 2009 Studiumbeginn mit schwerem depressiven Zusammenbruch, Panikattacken, leicht Psychotisch und sozialer Phobie ... Das ganze Program in einer Stadt in der mich niemand kannte. Das war der Anfang vom Ende ...
    Danach bin ich an den Bodensee auf einen Bauernhof gezogen, um mich von den vielen Einflüssen von Aussen abzugrenzen. Aus Selbstschutz ... Diese Isolation führte zu weiteren Depressionen und ein Jahr später noch knapp einer Einweisung in die Psychiatrie entkommen, aber 4 wöchiger aufenthalt in einer Psychosomatischen Akkutklinik bei Freiburg.

    Der Klinikaufenthalt war wohl das Beste was mir hätte passieren können. (Bis dato aber keine Sprache von Ads)
    In der Klinik hab ich die tollsten Menschen kennengelernt und habe mir zum ersten mal die Frage gestellt:" Wer ist eigentlich verrückt, wir hier drinnen oder die 'normalen' da draußen?" ... Noch heute bin ich mir da nicht ganz sicher

    Na ja, jetzt komm ich dazu das zu erzählen was zum eigentlichen Heilungsprozess geführt hat... Durch die leichte Einstellung von aktivierenden Psychofarmaka (Paroxetin 20 mg), was ich über ein Jahr wehemend verweigert habe, hat sich die Zerstreuung ein wenig gelöst. Aber für mich war klar, Chemie kann nur vorrübergehend und nur in Akkutfällen eine Unterstützung sein, den Rest muss ich schon selbst am Arsch anpacken, falls ich wirklich und ich meine wirklich ohne Kompromisse frei sein möchte und selbst leben und nicht durch meine Ängste und den grauen Schleier der Konzentrationslosigkeit gelebt zu werden.

    Irgendwann habe ich gemerkt, dass wohl ein krasses Ungleichgewicht zwischen meiner Ratio und meiner Intuition herrscht, das ich wieder harmoniesieren sollte. Ein Begriff der mir wichtig erschien war "Liebe". Was bedeutet Liebe überhaupt? Ich spreche nicht von der dualen Liebe, die zwischen Mann und Frau passiert und die meist ein besitzergreifendes Verhältnis darstellt (Ich weiß, Spekulation, aber das stell ich jetzt einfach mal in den Raum. Literaturempfehlung: Erich Fromm, 'Die Kunst des Liebens')
    "Liebe ist die tätige Sorge für das Leben und das Wachstum dessen, was wir lieben." Erich Fromm.

    So, mein Zwischenstand damals: Mir gehts scheiße, ich hab Angst vor menschlichen Begegnungen und meine völlige Konzentrationslosigkeit erlaubt mir ein Dasein an der Grenze der Gesellschaft und der eigenen Existenz. Fazit: Zu verlieren hab ich nix und meine Liebesfähigkeit kann ich sicher nicht verbal/rationell erlernen oder teilen sonder muss wohl auf einem Intuitiven/Physischen weg passieren. Was also bietet sich an? Da ist mir aufgefallen, dass ich mich eigentlich nur in Situationen wohl fühle, wenn nicht von mir verlangt wird, dass ich rede und ich mich eher Körperlich ausdrücken kann. (z.B.: tanzen im Club auf geilen, groovigen Sound, oder Sex oder auch Kampfkunst.

    Meine nächste folgerung war, wie kann ich nonverbale Tätigkeit mit Heilung verbinden??

    Und dann BÄÄM, nach der Erkenntnis kam auch die erste Fügung in meinem Leben. In der Klinik habe ich eine Frau kennengelernt, die die traditionelle Yoga Massage in Indien erlernt hat. Ein paar Anwendungen an mir und für mich war klar, das ist der Shit! Diese Art der Massage verbindet alles was ich gesucht habe, es verbindet Meditation mit Bewegungsformen die vom Tai Chi kommen und man arbeitet nicht allein für sich sondern man hat die Ehre einen Weiteren Körper und Mensch mit einzubeziehen in diesen Heilprozess...

    Ich könnte noch ewig weiterschreiben, aber irgendwann muss ich zum Punkt kommen, vor Allem, weil es nun auch sehr anstrengend wird...

    Aber um noch etwas abschließendes zu sagen. Ich bin daran interessiert Diesem Großen Thema ADS/ und Begleiterscheinungen (obwohl ich Ads auch als eine Begleiterscheinung von etwas wiederum anderen halte) Ganzheitlich-Integrativ zu begegnen, somit konventionelle Therapiemöglichkeiten nicht auszuschließen aber mit Skepsiss zu begegnen.

    Da bei mir nun konkret eine Neurologische Fachuntersuchung ansteht (endlich) und ich aber weiterhin ganzheitlich arbeite, würde ich mich freuen diesen Prozess hier auch ein bischen festzuhalten und mit Interessierten zu diskutieren.

    Mein größter Wunsch ist nämlich, das wir adsler (so einfach mach ichs mir jetzt mal kurz) möglichkeiten finden, um unser faszinierendes Potenzial auszuschöpfen, ohne zu viel Abhängigkeit von außen in kauf nehmen zu müssen...!

    Liebe Grüße Fred

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Was tut ihr gegen euer ADS (hypo)

    vince schreibt:
    Hallo ihr Lieben,

    Ein paar Anwendungen an mir und für mich war klar, das ist der Shit! Diese Art der Massage verbindet alles was ich gesucht habe, es verbindet Meditation mit Bewegungsformen die vom Tai Chi kommen und man arbeitet nicht allein für sich sondern man hat die Ehre einen Weiteren Körper und Mensch mit einzubeziehen in diesen Heilprozess...

    Aber um noch etwas abschließendes zu sagen. Ich bin daran interessiert Diesem Großen Thema ADS/ und Begleiterscheinungen (obwohl ich Ads auch als eine Begleiterscheinung von etwas wiederum anderen halte) Ganzheitlich-Integrativ zu begegnen, somit konventionelle Therapiemöglichkeiten nicht auszuschließen aber mit Skepsiss zu begegnen.

    Liebe Grüße Fred
    Hallo Fred,

    Du hältst ADS/ADHS für eine Begleiterscheinung?, worauf oder wovon Begleiterscheinung? Auf den Fortwährenden und steigenden Leistungsdruck evt.? Da könnte ich dir u.U. zustimmen wenn ich ADHS nicht als Krankheit betrachte, sondern vielmehr als steigende psychische Belastung im Alltag und der Umgang damit, um unter psychischen Druck, seinen Tag zu meistern?, dann wären Massagen tatsächlich geeignet und es Bedarf keiner chemischen Substanz. Die Wohltuende körperliche Entspannung bei einer guten Massage ist dazu allemal geeignet, aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, es sei denn man hat gar keine ADS oder ADHS?

    Wie ich in meinem ersten Beitrag schrieb, wurde vor ca. 5 Jahren ADHS bei mir und seit Kindheit diagnostiziert, Aufgrund der Umstände wurde zuerst versucht das Problem mit verschiedenen anderen Präparaten wie Neuroleptika oder durch Benzodiazepine zu behandeln, allesamt ohne Erfolg. Dabei hatte ich, wenn es die Medikation zuließ, auch versucht über Hochleistungssport meinem Zustand der Unruhe oder der un - organisation zu begegnen. Diese Versuche waren Kurzfristig auch von Erfolg gekrönt, nur konnte ich ja nicht jeden Tag wenn Entscheidungen getroffen werden mussten oder es etwas zu erledigen gab was vollste Konzentration bedurfte, nicht Stundenlang meinen Körper bis zur Erschöpfung treiben um Punktgenau Orientiert und Handlungsfähig zu sein, oder überhaupt durch den Tag zu kommen? So ähnlich wirken Massagen, wie Entspannend eine z.B. Fussreflexmassage oder die Massagenform die du beschrieben hattest sein können, weiß ich, sie sind auch Tauglich, aber niemals alleine um diese Erkrankung im erforderlichem Maß zu begegnen. Es sei denn die Diagnose schließt eine ADS/ADHS Erkrankung aus!

    Wenn ich lese, ich weiß jetzt gar nicht mal wo ich das gelesen habe?, das die Produktion von Ritalin sich von 1998 bis 2006 ver 36 facht hat, gehe ich davon aus das Ärzte, gerade auch Kinderärzte zu (vor)schnell, vielleicht auch unter dem Druck der Eltern, Medikamente verschreiben, die den Ursachen und Verhaltensweisen von Kindern und deren Eltern, nicht Gerecht werden. Das ist jedoch ein ganz anderes Thema!

    Liebe Grüße, Noetigenfalls

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Was tut ihr gegen euer ADS (hypo)

    Hallo Eleni,

    also ich hab auch ewig für den Text gebraucht, weiß nicht wie oft ich was gelöscht und dan noch mal neu geschrieben habe, denke mal dass ich auch so um die 30Minuten gebraucht habe.
    Das ist echt immer ätzend

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Was tut ihr gegen euer ADS (hypo)

    himbeere84 schreibt:
    Also die fehlende Lust ist es eigenltich nicht, ich möchte so gerne alles ordentlich haben, aber es ist mittlerweile so, dass wenn ich anfange, ich einfach nicht das Gefühl bekomme, "Super du bekommst was geschafft", dieses erleichterungsgefühl endlich angefangen zu haben tritt einfach nicht mehr ein. Mir fallen dann immer mehr Sachen auf, die unbedingt gemacht werden müssen, die ganzen Aufgaben türmen sich dann irgendwie in meinem Kopf und ich bekomme das Gefühl, einfach nicht klar zu kommen. Es ist einfach alles zu viel.

    Ganz selten habe ich dann mal einen Tag, an dem ich denke, jetzt bekommst du alles in den Griff, du musste einfach jeden Tag ne Kleinigkeit machen und dann komm ich Stück für Stück an mein Ziel. Aber ich schaffe es einfach nicht das durch zu ziehen.
    Das nennt man ADS gepaart mit Perfektionismus. Ich kenne das sehr gut. Und zwar haargenau so... Mir persönlich haben die Medis + ein Coaching sehr geholfen.

    Auch wenn es lange gedauert hat und ich immer wieder mal in meine alten Muster zurückgefallen bin (was ich mittlerweile als klares Alarmsignal sehe, dass irgendetwas nicht passt: zu wenig Pausen / Überforderung oder ich beschäftige mich unbewusst mit einem Thema, dass mir zu schaffen macht), kann ich sagen das ich mir bis heute langsam eine Routine aufgebaut habe. Mein Haushalt ist also soweit in Ordnung, dass ich auch ungeplanten Besuch empfangen kann, ohne mich in Grund und Boden zu schämen. Und ich habe gelernt erst eine Sache fertig zu machen, bevor ich mich um die nächste kümmere.
    Und ich kann auch tatsächlich z.B. nur das Bad saubermachen und nicht sofort, jetzt unbedingt, die ganze Etage.

    Das ist für mich sehr erleichternd. Denn a) benötige ich weniger Zeit um die Ordnung aufrecht zu erhalten und b) kostet es mich einfach weniger Energie, wenn ich nicht in blinden Aktionismus verfalle.

    Und auch das Gefühl, dass ich was geschafft habe, hat sich dadurch wieder eingestellt.

    Das war ein sehr langer Weg bis dorthin und es wird auch noch dauern, bis wirklich alles reibungslos läuft. Aber es ist schon bedeutend besser als noch vor einem Jahr.

    himbeere84 schreibt:
    Mein jetztiger Hausarzt hat mich erst einmal gesehen, aber als ich ihm die Symptome schilderte meinte er, dass es sich nach ADS anhört. Habe von ihm ein paar Adressen von Neurologen bekommen.
    Super, halt dir den warm... Solche Ärzte findet man selten genug.

    himbeere84 schreibt:
    Darüber sprechen hilft wirklich, es Jahre lang niemandem erzählt und alles in mich hinein gefressen, selbst meinem Freund habe ich nichts erzählt. Aber jetzt seit dem er es weiß, baruche ich mich nicht mehr verstellen, wenn es mir mal nicht gut geht und ich wieder am Boden zerstört bin, weiß er was mit mir los ist und versucht mir zu helfen. Aber es war ein riesen Schritt für mich alles zu erzählen, bzw. ich habe alles aufgeschrieben und habe meinem Freund es zum lesen gegeben.
    Sehr gut, es ist ungemein wichtig immer in Kontakt miteinander zu bleiben. Sonst baut sich aus Unverständnis ganz viel Unzufriedenheit auf.

    PS: ich kann mich meist schriftlich auch viel besser ausdrücken als mündlich. Zumal es hilft, sich über manche Dinge selber klar zu werden.

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Was tut ihr gegen euer ADS (hypo)

    hallihallo!

    puh......also ich glaub ich könnte von euch allen was übernehmen......

    meine diagnose hab ich erst seit paar wochen,im nachhinein,also im rückblick auf meine kindheit jugend und mein busheriges leben war/ist es aber für niemanden ne überraschung.

    ich bin im noivember mit starker burn out symptomatik ins kh gegangen.stundenlang am tisch sitzen,gedankenwirrwarr ohne ende,nichts hinbekommen,selbst der aufwasch stand tagelang da.ich war dauermüde,gereizt genervt verbal aggresiv.auf arbeit arbeit hab ich nach ner halben stunde schon gedacht o gott noch 7 std wie soll ich das denn schaffen.irgendwann ging dann gar nix mehr und ich bin in die klinik.

    die beste entscheidung seit jahren.nach zwei oder drei therapieeinheiten war im grunde jedem klar worums bei mir ging.und ich?erleichterung ist kein wort dafür,wie ich mich die ertse zeit nach diagnose fühlte.ich bin eingestellt worden auf venlafaxin.schon bei der anfangsdosis von 37,5 mg merkte ich wie alles irgendwie besser ging.ich wurde immer ruhiger,also weniger hektisch/laut/wild (der ergotherapeut hatte ziemlich am ende von dem aufenthalt nich mal mitbekommen das ich zur tür rein bin,sonst hat er schon gehört wer kommt als die klinge runterging....)
    ich kann besser denken,es ist kein extremes zickzack mehr im kopf,eher leichte wellenlinien.ich kann mich selbst besser strukturieren...
    und was eigentlich irgendwie am wichtigsten für mich ist:ich merke wenns mal wieder schneller oder hektisch wird und versuch ich mich bewußßt runter zu fahren.klappt nich immer,aber übung macht den meister,gell.

    ich bekomme viel iunterstützung von meinem bruder und seiner frau (mein mann ist ms patient und mittlerweile stark pflegebedürftig).daniel also mein bruder versucht son bisl den couch zu machen,was mir aber sehr hilft.
    wir haben tagespläne erstellt , wie was wann ca usw. Haushaltsolan hab ich jetzt auch,jeden tag ein raum.das klappt wunderbar,ich bin ruck zuck fertig und de ordnung die wir nach dem aufenthalt im krankenhaus geschaffen haben (entrümpelungs-und putzaktion) bleibt so dauerhaft erhalten.

    ich hab n großen planer gekauft,die woche eweils auf der doppelseite.da wird jeden abend schön eingetragen ws am nächsten tag erledigt werden muss.was geschehen ist wird direkt abgehakt.freizeit ist auch aufgeteilt.jeden zag ein andrer schwerpunkt.damits nich langwweilig wird und ich nich die ganze woche nur stundnlang am rechner häng.

    meine medieingabe erinnertmich übers handy das es zeit ist sie zu nehmen.

    meine papiere und unterlagen sind mittlerweile schön alle in ordner abgeheftet und alles was neu im briefkasten landet wird direkt eingesehen.brauch ich oder nicht?nein-dann gleich in die tonne.ja-dann sofort bearbeiten und direkt abheften.so hat man nur kurz damit zu tun und es türmt sich nix mehr an.

    alle sechs wochen hab ich termin beim facharzt,einmal die woche verhaltenstherapie.seit neuestem gibt mir mein therapeut auch schön hausaufgaben auf,so das ich zwischendurch mehr oder weniger dazu verdonnert bin therapeutisch was zu machen.

    tja......manchmal muss ich mir echt in arsch treten alle so zu hinzubekommen wie ich mir das vorgenommen hab...aber mit oder ohne medi,dafür sorgen das sich was ändert muss man selbst,das ist ein täglicher kampf mit dem inneren schweinehund.

    am schlimmsten war im vorfeld für mich meine impulsivität.meine hektik.meine unordnung.zumindest ansatzweise klappts recht gut und wie gesagt ich muss immer wieder üben üben üben und mich selbst an meine vorsätze erinnern!

    wo ein wille ist ist auch ein weg!

  8. #18
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Was tut ihr gegen euer ADS (hypo)

    Nichts gegen, sondern Zeit nah eher lästige Verhaltensweisen aus meiner Vergangenheit -Stimulanziengestützt mit ausprobieren von mehr Achtsamkeitsübungen, strukturelle

    Änderungen im Tageszeit- und -zielmanagement einüben, Gedankenstützen sichtbar im Zimmer verteilt, wieder Leistungsfähig über den Tag und die Nacht zu kommen. Mit der

    zurückliegenden Einnahme eines Antidepressivums war ich dann nur noch ruhig ohne erkennbare Motivation, so als erste Stufe Richtung Langzeitschläfer und

    viel zu wenig Bewegung in meinem Gedankenfach - Kopfkino in Zeitlupe brachte mir nix. Wie lange ich die Pillen gegen die Traurigkeit einnehmen werde, weiß ich noch nicht.

    Zweimal pro Jahr gönne ich mir ´nen Ritalinfreien Tag, bislang gings nicht ohne - 43 Jahre ohne Therapieangebot-Unterstützung wegen fehlender AD(H)S-Diagnostik fand ich nicht

    immer prickelnd, mittlerweile kann ich locker NEIN sagen, vorher habe ich zu selten an diese Möglichkeit gedacht ... das nächste Mal wollte ich dran denken - an statt NEIN

    sichtbar aufzuschreiben, als Entscheidungsunterstützung

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Was tut ihr gegen euer ADS (hypo)

    Hallo,

    die Probleme kenne ich auch. Inzwischen bin ich 52 und bisher war mir diese Problematik gar nicht so bewußt. Da aber bei meinen 3 Söhnen inzwischen ADHS diagnostiziert wurde, kamm über deren Therapeuten die Empfehlung mich auch mal testen zu lassen. Dies hat bei mir allerdings 2 Jahre gedauert, bis ich auch soweit war, allerdings auch nur "gottseidank" auf den massiven Druck meiner Frau, sonst hätte ich wahrscheinlich bis heute nichts unternommen.

    Meine Tests waren in Düsseldorf, und dort fühlte ich mich auch ernstgenommen und entsprechend gut betreut. Die Diagnose war, wie erwartet, ADHS. Im ersten Schritt bekomme ich seit gestern Elontril, und konnte bereits am ersten Tag eine Veränderung feststellen. Allerdings ist noch das Problem der weiteren Therapie. Als nächstes soll ich mit Ergotherapie anfangen. Allerdings erscheint die Suche nach einem geeigneten Therapeuten sich als sehr schwierig.

    Heute bin ich froh, daß ich diesen Schritt getan habe, da aufgrund der ADHS-Problematik (Lethargie, Unfähigkeit in finanziellen Dingen, etc.) auch meine 2. Ehe zu scheitern drohte.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, das du jetzt einen fähigen Arzt gefunden hast, der sich mit ADHS bei Eerwachsenen auskennt, und dies auch ernst nimmt. Das größte Problem ist glaube ich, den ersten Schritt zu machen, und die mangelnde Akzeptanz im Umfeld was ADHS angeht.

    Lieben Gruß

    Thek

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Was tut ihr gegen euer ADS (hypo)

    Hallo zusammen

    Gestern hatte ich meinen Arztbesuch. Es wrude direkt ein Konzentrationstest gemacht, musste mir Wörter merken, Zahlen die man mir sagte rückwärts aufsagen. Bei der Bewertung ist nichts auffälliges rum gekommen.
    Aber mir wurde jetzt 10 Einheiten Ergotherapie verschrieben und eine Verhaltenstherapie soll auf jeden Fall gemacht werden.
    Die suche nach einem Ergotherapeuten wird nicht ganz so schwer sein, da habe ich schon zig Adresse in meiner Umgebung gefunden, aber jetzt fängt die Suche nach einem Verhaltenstherapeut an.
    Ich sehe mich jetzt schon, die ersten drei Ärze rufe ich an und wenn sie mir sagen, tut mir leid, wir nehmen zur Zeit keine neuen Patienten auf, lasse ich es bleiben..
    Ich hoffe wirklich, dass ich schnellst möglich einen Platz bekomme.

    Die Diagnose ADS hypo habe ich somit jetzt noch nicht, aber ich werde bald noch zur ADHS-Ambulanz nach Essen fahren, die sollen sich auf Erwachsene spezialisiert haben, kennt die zufällig einer?

Seite 2 von 3 Erste 123 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Immer gegen den Strom, gegen die allgemeine Meinung?
    Von TangMu im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 3.08.2011, 01:09
  2. ADHS - Hypo und Hyperaktivität ?
    Von Frederico im Forum ADS ADHS Allgemeines
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 10.06.2011, 17:51
  3. Was ist Unterschied adhs hypo und hyperaktivität?
    Von Foxielein im Forum ADS ADHS Allgemeines
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 30.08.2010, 18:38

Stichworte

Thema: Was tut ihr gegen euer ADS (hypo) im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum