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Diskutiere im Thema ADS oder doch was anderes? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 135

    ADS oder doch was anderes?

    Guten Tag,
    gleich vorweg entschuldige ich mich, falls es das falsche unterforum sein sollte oder ihr keine "Hilfe was hab ich"-Threads mehr sehen könnt oder dafür, dass der OP so lang wird, dass manch einer ihn nicht lesen wird.

    Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, also beginne ich einfach mal mit dem rezentesten:
    Nachdem ich es nach problematisch langer Zeit endlich vor einem Monat schaffte, mir einen Termin bei einem Psychiater zu besorgen, hatte ich diesen Termin vor ein paar Tagen.
    Zuvor habe ich es endlich zustande gebracht, einen Zettel mit all meinen psychischen (relevanten?!) Sorgen, Verfehlungen und Problemen vollzuschreiben. Gut, er war nicht vollständig, regelmäßig fallen mir neue Dinge ein, aber das meiste war drauf.

    Nun saß ich dort und, da ich schon seit jeher ein wenig hypochondrisch bin, vergingen die 2 Stunden Wartezeit quälend langsam. Zum Glück hatte ich diesen Zettel, sodass ich, auch wenn mir mal wieder alles, was ich sagen wollte entfallen war, ein wenig zusammenreden konnte.
    Schon nach wenigen Punkten(Motivationslos, Prokrastination, Unpünktlich, Unordentlich) kam er, wie ich schon fast erwartet habe, auf die Idee, mich nach unruhe, unaufmerksamkeit und dergleichen zu Fragen.
    Letztlich stellte er dann die Vordiagnose ADS(H) und überwies mich an einen seiner Kollegen, zwecks "austestung".



    Hier ergeben sich meine beiden ersten Probleme:
    Nachdem ich mich mit meiner Lage(Abitur unbrauchbar, seit Grundschule stets isoliert, beim Zivi regelmäßig schelten bekommen) einfach nicht mehr klar kam und interessehalber das Internet nach div. (subjektiven?!) Problemen(Motivationsarmut, chaos, unpünktlich) als Symptome durchsuchte, spuckte Google irgendwann ADS(H) bei Wikipedia und in Foren aus.
    Nun habe ich die Sorge, aus übertriebener Selbstbeobachtung, dem Arzt etwas erzählt zu haben, was zwar zutrifft, jedoch nicht "krankheitswert" hat.


    Hinzu kommt, dass man mir bei Anruf beim anderen Arzt nicht sagte, wie lange es dauert, jedoch die Patienten die Dr. X schickt, bei Dr. Y bevorzugt behandelt würden.
    Da ich ohnehin schon hoffnungslos Paranoid bin, habe ich jetzt die Sorge, dass der Arzt die Problematik überwertete, um seinem Kollegen einen Patienten zuzuschieben, und zugleich befürchte ich, dass möglicherweise der Arzt Y so fixiert auf die Vordiagnose von X ist, dass er beim testen andere Problematiken ausblendet.


    Daraus ergibt sich dann aber auch gleich ein weiterer Grund hier zu posten:
    Ich frage mich, welche Differentialdiagnosen der andere Arzt u.U. stellen könnte.

    Denn auch wenn ichs durchaus verstehen könnte, wenn meine Eltern mich aus Gründen des eigenen Seelenheils nie zum Psychodoc schickten("Wir? Wir sind eine ganz normale Familie!), so habe ich doch die Sorge, dass es nie einen Grund gab, mich zu einem solchen zu schicken.
    Lässt man motivationsarmut, unordnung, soziale isolation und "Problemstifter" bzw Problemmagnet(entschuldigt die vielen Klammern, aber die Bedarf einer erklärung: Schon in meiner Kindheit hatte ich stets das Problem, in Gesellschaft von mehr als einer Person immer der Trottel zu sein, der hänseleien, ausgrenzung etc pp entweder provozierte oder induzierte- also in beiden Fällen auslöser, selbst verschuldet oder (hoffentlich) nicht) und dergleichen außen vor, so gibt es auch keine Probleme- da bleibt aber auch nicht vieles, wo es keine Probleme geben könnte.




    Und wo ich schonmal bei der fernen Vergangenheit bin:
    Ich habe mal meine Grundschulzeugnisse rausgesucht und dort finden sich Stellen, die u.U. den Besuch eines Psychiaters durchaus gerechtfertigt haben könnten.
    Zwar heißt es auf dem ersten, meine Heftführung sein "ansprechend" und ich würde auch manchmal mitarbeiten, zugleich gibt es jedoch auch unterschwellige Bemerkungen in Richtung mangelde Aufmerksamkeit wie "beschäftigung mit fachfremden Dingen", "beteiligung nur, wenn seine Laune gut ist" etc pp. Zudem kann ich mich daran erinnern, stets das Ende des Schultages herbeigesehnt zu haben, um Zuhause wieder in meine kleine Legofantasiewelt zu entfliehen.
    Die Zeugnisse wurden dann progressiv mit der Zeit immer schlimmer("macht weniger mit" "zieht sich manchmal komplett zurück" "verhalten hat sich nicht gebessert"), auf der Schulempfehlung heißt es dann: Gymnasium ja, aber nur nach gründlicher überlegung der Konferenz, denn die Diskrepanz zwischen Leistung und Potential ist groß.
    Weiterhin trudelten meine Zeugnisse dann unaufhaltsam zu einem Schnitt knapp über 4, mündeten dann in einem von 4,8, sodass ich die 8. 2 mal besuchen durfte, und wurden dann auch nicht viel besser. Mein Abitur gerettet hat es, dass ich, wenn ich es denn versuchte, ein super Verständnis für Bio und Chemie hatte. Ich möchte es nicht lernen nennen, denn das habe ich nie gelernt, aber mir reichte es, in diesen Fächern das Buch aufzuschlagen und das darin enthaltene Wissen mit strengem Blick zu extrahieren- ok, nicht ganz, ich hab mir 2-3 mal alles durchgelesen und dann in den Prüfungen meine bislang besten Noten(2+ Bio, 2 Chemie) kassiert.
    Ohnehin bin ich, worauf ich nicht stolz bin und mich jeden Tag selber für Hasse, komplett ohne Lernen(bis auf die oben genannten Fächer) durch die Schule gekommen.
    Spätestens ab der 7. Klasse habe ich dann aber auch keinerlei Hausaufgaben mehr angefertigt und zu meiner Aufmerksamkeit im Unterricht kann ich lustigerweise überhaupt nichts sagen. Vermutlich weil ich geistig woanders war.



    Naja, und jetzt wollte ich noch so viele Fragen stellen und merke, komplett den Faden verloren zu haben. In jedem anderen Forum würde ich im Boden versinken für solch zusammenhanglose Sätze wie oben und vermutlich garnicht posten. Aber ich denke, irgendwo muss ich mal beginnen.

    Außerdem halte ich diese Gefühl, nicht genau zu wissen, was an mir falsch läuft, nicht mehr aus, vorallem keine zig Wochen(weiterer Termin wird mir in den nächsten 14 Tagen mitgeteilt o.o )
    Also, bin ich hier gut aufgehoben, oder muss ich damit rechnen, vom anderen Doc. noch viel schlimmere Dinge zu hören? Und ja, "seien sie selbstsicherer, haben sie ein wenig eigenverantwortung, sie sind alles selbst schuld" wäre das schlimmste, was er mir sagen könnte, denn ich weiß genau, ich kann das nicht.
    Und wenn ich alles selbst schuld seien soll, kann man gleich bei meinen Gallenproblemen(falsches Essen!), Diabetes(schlechte Umwelteinflüsse!) usw weitermachen.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 135

    AW: ADS oder doch was anderes?

    Hab ich, wie üblich, alle Menschen verschreckt oder Antwortet man hier generell erst nach x Wochen?^^

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: ADS oder doch was anderes?

    Nö, hast Du nicht.

    Herzlich willkommen hier im Forum!!!

    Vielleicht kann ja Alex deinen Beitrag in die Rubrik Vorstellung verschieben. Da wäre er, glaub ich, besser aufgehoben.

    Zu deinen Fragen: Auch wenn der Arzt einen Verdacht hat, fügt sich die Diagnose aus vielen kleinen Puzzleteilchen zusammen. Fragebögen, Gespräche, Zeugnisse, Konzentrationstests und so weiter und so fort. Damit wird auch überprüft, ob andere Erkrankungen für die Symptome in Frage kommen, oder jemand simuliert.

    Ein gewissenhafter (und auf ADHS bei Erwachsenen spezialisierter) Arzt wird also nie auf "blauen Dunst" eine Diagnose stellen.

    Die Wartezeit bis zum endgültigen Ergebnis ist echt fies, ich weiß. Man ist hin und hergerissen und möchte doch einfach nur Klarheit haben. Ich kann das gut verstehen, dennoch wirst Du abwarten müssen.

    Alles Gute!

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: ADS oder doch was anderes?

    Willkommen.

    Ich habe deinen Beitrag eben erst gesehen. Wir sind hier auch alle etwas verpeilt .

    Ich weiß nur leider auf deine Zweifel nicht viel zu antworten.

    Ob du irgend ein (behandelbares) Problem hast, einfach nur die falsche Umwelt hattest, oder "blos faul" bist, dass kann die wohl keiner sagen, ausser dem Arzt.
    Wenn der seriös ist, wird der dich auch gründlich untersuchen und andere Probleme ausschließen.
    Dass man an der "Diagnose ADHS" erstmal lange zweifelt, das geht dir aber nicht alleine so. Das kennen bestimmt viele hier. Nach einer Weile wird es dir wohl klarer werden.

    PS: ohne Lernen durch die Schule zu kommen, finde ich jetzt nicht besonders schlimm. Das spricht doch eher für Intelligenz, oder ?
    Ich musste auch nie so richtig lernen, um durch zu kommen. Das rächt sich nur halt irgendwann, wenns ohne nicht mehr geht.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 2

    AW: ADS oder doch was anderes?

    Hallo Wotemer,

    ich bin auch noch ganz neu hier in diesem Chaoten-Forum, und ich habe deinen Beitrag gefunden, weil ich nach dem Begriff „Prokrastination“ gesucht habe.

    Mit dem Aufschieben kenne ich mich nämlich auch gut aus, also ich weiß, wie man aufschiebt, und habe oft keine Ahnung, wie ich etwas anfangen und zu Ende bringen kann. Deshalb antworte ich dir jetzt auch, weil ich auf diese Weise anderes vor mir herschiebe.

    Vieles von dem, was du schreibst, kommt mir auch selbst bekannt vor, z.B. Motivationslosigkeit, Aufschieben, Unordentlichkeit. An vielen Stellen deines Beitrags glaube ich Indizien für A(D)HS zu erkennen. Ich bin natürlich kein Arzt, sondern nur selbst Betroffener, der vor 5 Jahren im zarten Alter von 47 Jahren die ADS-Diagnose bekam.

    Du fragst nach Differenzialdiagnosen. Ich habe keine Ahnung, was es statt AD(H)S alles noch sein könnte. Aber natürlich muss der Arzt danach schauen. Wichtig erscheint mir aber auch die Frage nach so genannten Komorbiditäten, also Krankheiten, die im Zusammenhang mit AD(H)S auftreten. Menschen mit AD(H)S leiden häufig zusätzlich an Depressionen, Suchterkrankungen, Angststörungen oder oder oder … AD(H)S kommt selten allein.

    Du fragst dich auch, ob das ganze überhaupt Krankheitswert hat bei dir. Nun ich denke, das hängt auch vom subjektiven Befinden ab. Wenn es dir mit deinen Problemen echt „beschissen“ geht, würde ich es nicht als gesund bezeichnen. Aber natürlich ist nicht jeder, der eine AD(H)S Veranlagung hat, gleich krank. Vielen berühmten Leuten wird nachgesagt, dass sie AD(H)S haben. Ich denke da zum Beispiel an Dr. Eckart von Hirschhausen, der, wie er selbst sagt, als Krankenhausarzt nicht klar kam, aber als Komödiant und Entertainer höchst erfolgreich ist. Vieles hängt also davon ab, in welchem Umfeld man sich befindet.

    Du sprichst von „Verfehlungen“ und „Schuld“. Ich meine, AD(H)S (oder was auch immer es bei dir sein sollte) hat nichts mit Schuld zu tun. AD(H)S beruht wohl auf einer (ererbten) Stoffwechselstörung im Gehirn. Das hat genauso wenig mit Schuld zu tun wie die Tatsache, dass ich ziemlich kurzsichtig bin und dafür eine Brille brauche.

    So, jetzt habe ich genug prokrastiniert.

    Herzliche Grüße

    Dries van Hamborn

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: ADS oder doch was anderes?

    Hey...

    ich kann an dieser Stelle nur schildern wie es bei mir war... ich wusste auch nicht, ob ich wirklich AD(H)S habe oder nicht. Meine Frau hat mir einen Artikel über "Wenn Zappelphiipp erwachsen wird" gegeben. Aus dem Artikel habe ich sehr sehr viele Aha-Effekte erlebt, mache mich anschliessend im Internet schlau. Habe viele online AD(H)S tests gemacht und ALLE fielen "positiv" aus. Ich suchte also einen Psychiater in meiner Nähe der sich auf ADHS/ADS spezialisiert hat - es war nicht einfach, ich habe gut 20 Ärzte angerufen und gefragt ob sich der Arzt auf ADHS spezialisiert hatte - oft hörte ich sowas wie "ADS? bei Erwachsenen?" oder "ADS? was ist das?". Letztendlich habe ich einen Arzt gefunden der mir von einer Seite einer Selbsthilfegruppe empfohlen wurde. Den ersten Termin hatte ich vor drei wochen, bereitete mich jedoch schon vor (Zeugnisse aus der Grundschule hatte ich zwar keine, habe aber handschriftlich meinen Lebenslauf von Kindheit an verfasst, meine Ängste und Sorgen, meine Ziele und Probleme - habe diese auch entsprechend priorisiert).
    In meinem ersten Gespräch beim Psychiater hat er bestätigt dass es sich um ADHS handeln KÖNNTE - darauf musste ich noch ein paar Tests machen. Ein Persönlichkeitstest und natürlich ein ADHS Test. Zwischenzeitlich habe ich EEG, Ruhe EKG, Blutdruckmessen, Blutbild mit Leber- und Nierenwerten, Elektrolythen und Schilddrüsenfunktion machen lassen, damit alles "andere" ausgeschlossen wird. Nach drei Sitzungen (die aus meiner Sicht sehr notwendig waren) wurde dann ADHS Diagnostiziert. Seit gestern nehme ich Medikinet Adult 10mg - und wie soll ich es sagen. Nach dem ich gestern von der ersten Dosis irgendwie enttäuscht war, kann ich heute sagen, es ist etwas ruhiger im Kopf geworden. Die 12 Spurige Autobahn im Kopf wird immer kleiner - ich kann mich endlich auf das Konzentrieren was vor mir liegt und nicht auf das was ich gerne tun würde ;-)

    Vor drei Wochen war ich wirklich verwirrt, da diese Unsicherheit "hast du ADHS oder hast du es nicht?!" ständig mein Begleiter war. Vorallem weil ich, trotz meines Chaotischen Lebens sehr weit gebracht habe. Habe Familie und sehr gut bezahlten Job - ok, den wechsle ich immer alle zwei Jahre, aber bis jetzt hat es mir nicht geschadet. Im Gegenteil, beim jedem Wechsel bin ich "höher" aufgestiegen mit mehr Geld, mehr Verantwortung und mehr Spass. Sobald es jedoch zu Monoton wurde, wechselte ich...

    In meinem Kopf habe ich dann alle anderen "möglichen" Erkrankungen ausgeschlossen, so dass ich auch bei den Gesprächen mit dem Psychiater wusste: "Du hast NUR ADHS, sonst nichts und Dir kann geholfen werden." ;-)

    LG
    Axel

  7. #7
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 135

    AW: ADS oder doch was anderes?

    HILFE! Ich muss immernoch 4 Wochen warten( hab nen Termin^.^) >.<
    Immerhin war ich inzwischen beim Arzt und bekomm nun morgen Blut abgenommen wg. Schilddrüse. War auch schon wieder ein arger Kampf, da es von verschiedenen Stellen hieß, der HA könnte allenfalls TSH bestimmten und nicht die anderen. Macht er jetzt trotzdem
    Wobei ich Schilddrüse ohnehin für unwahrscheinlich halte, so eine Unterfunktion entwickelt sich ja langsam, aber je länger ich nachdenke, um so frühere schulische Versäumnisse fallen mir ein(inzwischen bin ich schon bei der 5. Klasse, wo ich regelmäßig in Englisch keine HA's hatte).


    Und dass , was auch immer es ist, Krankheitswert hat, da bin ich mir sicher.
    Allein schon, dass sich generell alle Leute, in egal welchem Umfeld, schnell auf Distanz halten, was besonders beim Zivildienst auffällig wurde, ist extrem belastend und von alleine nicht änderbar. In der Schule fiel das nicht so auf, weil man da ja immer diesselben Idioten um sich hatte, aber neues Umfeld, gleiches Problem gibt einem dann doch zu denken.


    Und bzgl "Ob du irgend ein (behandelbares) Problem hast, einfach nur die falsche Umwelt hattest, oder "blos faul" bist[...]" kann ich nur sagen:
    Sollte ich "bloß Faul" sein, wird das aber ein massives Problem- Ich fange jetzt schon an zu vergessen, mir Abends Insulin zu spritzen- und vorm Essen entfällts mir auch manchmal fast.
    Falsche Umwelt? Haha, welche denn? >.< Abgesehen von meinen Eltern, die stets darum besorgt waren, dass ich nichts tue habe ich ja kein großartiges soziales Umfeld. Und selbst die "Anreize" meiner Eltern haben nicht geholfen- in der Grundschule keine Verabredung(kannte ja eh nur 2 Leute x.x) ohne vorher HA's erledigt zu haben und später hat man mir das Internet ausgemacht, wenn ich partout nicht gelernt hab. Ich hab sogar, wenn meine Eltern sagten, sie fragen mich in X Minuten nach Vokabeln ab, nie was getan, obwohl ich genau wusste, dass ich den Rest des Tages damit nicht in Ruhe gelassen werde Oo Selbiges Tat ich beim Zivildienst. Ich hab die Straße nicht täglich gefegt("Fällt heute bestimmt noch nicht auf!"), ich hab die Toiletten nicht regelmäßig ins 2 mal wöchentliche Reinigen eingeschlossen und ich hab sogar wichtige Erledigungen aufgeschoben(Unterschriften von wichtigen Personen einholen, Dinge zur Bank bringen oder abholen usw usf.).

  8. #8
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    Forum-Beiträge: 135

    AW: ADS oder doch was anderes?

    Darf man hier Doppelposten? Ich machs einfach mal >.<

    JETZT bin ich komplett verwirrt.

    Hab mein Blutbild vom HA bekommen, dort ist zwar mein TSH leicht erhöh(4,3), aber der fT4 punktgenau im Normbereich(laut Blatt 0,9-1,7; bin bei 1,3 ).
    Laut Internet könnte dass nun eine "latente/subklinische Hypothyreose" sein, mein HA hatte mit den Werten jedoch kein Problem.

    Wenn dem so ist, dann habe ich jetzt natürlich erstmal die Sorge, dass man mich mitte März quasi unverrichteter Dinge erstmal zum Endokrinologen schickt, ich also noch viel länger auf endgültige Klärung warten muss.

    Weiß hier jemand, ob auch bei normalem T4-Wert die üblichen Unterfunktions-Symptome auftreten?(Ich würd ja vermuten dass nicht, denn eine Hypothyreose ist ja bedingt durch Unterproduktion von T4)

    Ich danke schonmal für fachkundige Antworten(inzwischen hab ich doch alle verschreckt, oder? =( ^^)

  9. #9
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    Forum-Beiträge: 245

    AW: ADS oder doch was anderes?

    Eine Schilddrüsenfehlfunktion hat man ja normal nicht seit Kindheit.
    ADHS hat doch etwas andere Symptome als eine Hyperthyreose. Das wissen die entsprechenden Ärzte hoffentlich auch.

    Und wegen "Faulheit" vergisst man ja nicht lebenswichtige Dinge (Insulin). Da stimmt schon was im Kopf nicht (nicht bös gemeint).

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 135

    AW: ADS oder doch was anderes?

    schnuff schreibt:
    Eine Schilddrüsenfehlfunktion hat man ja normal nicht seit Kindheit.
    ADHS hat doch etwas andere Symptome als eine Hyperthyreose. Das wissen die entsprechenden Ärzte hoffentlich auch.
    ADHS mit viel H, hat ja was von beidem

    Was natürlich noch viel unamüsanter wäre, wenn dieser abnormale TSH(neueren Erkenntnissen nach, ist alles ab 2,5 eher unnormal) der schleichende Beginn einer Hashimoto-Thyreoiditis wäre, um mal Wiki zu zitieren:
    Die Hashimoto-Thyreoiditis wird zur Gruppe der polyendokrinen Autoimmunsyndromen gerechnet und tritt daher gehäuft mit weiteren Leiden wie [...] Diabetes mellitus vom Typ I[...] auf"
    Was bei meinem "Glück" ja nichts neues wäre >.<

    Dazu fällt mir immer wieder ein Kommentar meinerseits zum Nachbarn im Bio-LK ein:
    "Wenn man mal überlegt- die ganzen Krankheiten hier, die alle in der späten Jugend beginnen(ging um genetische Sachen, eben wie diab. mel. I, irgendeine erblindung etc pp)- was ein Glück, dass wir eher gesund sind"

    Kaum bin ich aus der Schule, fang ich an, Krankheiten zu sammeln(Mandeln, Galle, Bauchspeicheldrüse, Kopf, Weisheitszähne jetzt evtl noch Schilddrüse?!). Wobei ich die meisten davon schon vorher hätte bekommen können.
    Aber gut, wenn man 1. wenig Kontakte hat an denen man sein Verhalten messen kann und sich 2. stets denkt, dass es sicherlich daran liegt, dass die Mitschüler sch. sind und nicht man selber irgendwie unerträglich ist, geht man ja auch davon aus, dass sich die Eltern schon in der Kindheit ums ausschließen evtl Probleme kümmern.
    Aber um mal meinen aufgeregten Vater zu zitieren: "In der Grundschule dachten wir noch, du langweilst dich, weils zu einfach ist, aber scheinbar bist du einfach nur Faul"(er hat mir 3 mal gesagt, er komme in 20 min, Vokabeln abfragen- ratet mal, was ich in dieser Stunde nicht getan habe >.< ).

    Apropos "lebenswichtige Dinge vergessen": Ich vergesse alltäglich, mich mal um Termine für die Ektomien(Galle am gefährlichsten) zu machen. ._.

    Naja, 2 Wochen noch, dann wird mir hoffentlich geholfen werden

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