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Diskutiere im Thema Könnte es ADS sein oder bin ich einfach so? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Könnte es ADS sein oder bin ich einfach so?

    Gut. Das probiere ich mal aus. Das klingt echt gut. Ich muss ja auch die ganzen Fahrscheine sammeln und da weiß ich nie, wie ich die abheften soll, weil die so klein sind und dann liegen die ewig bei mir rum und rutschen unter den Schrank und ich habe den Salat...
    Und die Unterlagen aus den einzelnen Registern könnte ich in so eine Fächermappe packen und zum Steuerberater bringen. Hm, das klingt gut.
    Ich bin selbstständig und lasse den Steuerberater das alles machen, sonst wäre ich schon längst im Chaos versunken.

    Meine Ärztin liegt mir schon seit einer Weile in den Ohren, ich soll meinen Papierkram abheften. Zuerst hatte ich keine Zeit, weil es in der Arbeit so stressig war. Das hat sie nicht verstanden, dass ich abends fix und alle war. Und dann hat sie nicht kapiert, warum ich es denn nicht einfach mache. Sie meinte, dass ich das gar nicht will und alles blockiere.
    Ich war/bin schon froh, dass ich es schaffe, die Rechnungen ohne Mahnung zu zahlen. Das ist schon ein Fortschritt für mich.
    Aber diese Hängeregisterlösung klingt sehr gut. Oh Mann, mich überkommt gerade, das Verlangen, das ganze Zeug jetzt sofort zu besorgen und dann schnell nach Hause zu fahren, um meinen Papierkram zu ordnen.

    Sorry, für noch mehr OT.

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 138

    AW: Könnte es ADS sein oder bin ich einfach so?

    loekoe schreibt:
    Hallo Chaoticus,

    hast Du denn deine Diagnose jetzt schon? Sorry, bin nicht auf dem Laufenden.

    Genau hier kann ein Coach super helfen. Er wird nämlich nicht mit allgemein gültigen Ratschlägen arbeiten, sondern mit dir zusammen genau ausarbeiten, wo deine Schwachpunkte liegen und wie man die für dich einfacher gestalten kann.
    Und wenn Plan A nicht passt, optimiert man das solange, bis man, eine für dich akzeptable Routine gefunden hat.
    Und wenn sich nach ein paar Wochen rausstellt, dass es doch noch nicht das Optimum ist, wird eben nochmal drüber geschaut.
    Also, lass den Kopf nicht hängen! Es kann nur aufwärts gehen!!!
    hallo loekoe,

    ja, meine Diagnose habe ich - es deutet stark auf den ADS-hypoaktiven-Typ hin (die Schulzeugnisse waren wohl sehr eindeutig...). Als nächster Schritt ist eine medikamentöse Einstellung geplant, obgleich der erste Teraphietermin wohl zuerst stattfinden wird.
    Vielleicht wird mir ja auch ein Coaching, empfohlen, mal schauen.

    Danke für deine aufmunternden Worte

    (Meinen Status habe ich noch nicht verändert, weil ich nicht weiß wie das geht. )

    cam schreibt:
    Als ich meine Diagnose bekam, war ich nur noch ganz kurz davor, aus dem Studium zu fliegen. Hing sozusagen nur noch mit 1 Finger an der Klippe. Das ist einfach vom Studium mörderisch (also 60% Durchfallquoten sind bei uns normal, im ersten Semester hat sich der Jahrgang schon vor den ersten Klausuren um 1/3 reduziert). Seit etwa 6 Wochen nehm ich jetzt MPH, hab noch große Schwierigkeiten damit (ist ein anderes Thema), bin also bei weitem noch nicht optimal eingestellt, aber ich hab in den letzten 3 Wochen so viel leisten können, dass ich jetzt zumindest mal wieder eine ganze Hand am Felsen hab. Mit ein bisschen Glück bald auch die zweite. Das erste mal habe ich den Eindruck, dass ich das schaffen kann! Bin in sofern auch total happy! Habe auch shcon gemerkt, dass ich bei Dingen besser werde, wie zB Kleinigkeiten wegräumen etc, selbst wenn ich gerade keine MPH genommen hab. Weiß also nicht, ob ich das immer brauchen werde, aber im Moment ist das die Leiter, die mir das Klettern aus meinem Loch heraus ermöglicht. Dafür bin ich dankbar.

    Auch wenn auch meine Verbeamtung an ADS vielleicht scheitert und mich das über die Jahre eine Menge Geld kosten wird, bin ich doch unglaublich froh, die Diagnose zu haben und Medis zu kriegen.
    hallo cam,

    deine Worte geben mir Hoffnung das es vielleicht auch bei mir noch was werden kann. Es freut mich sehr, dass du nun schon viel mehr Halt gefunden hast. Ich wünsche dir viel Erfolg - und danke auch für die Informationen zu den Problemen, die eine AD(H)S Diagnose mit sich bringen kann, da muss ich mich wohl auch noch genauer informieren.

    MfG
    Chaoticus

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Könnte es ADS sein oder bin ich einfach so?

    Hallo Chaoticus,

    ja genau ich habe einen Couch gefunden. Nachdem ich die Sendung bei RTL-Aktuell gesehen habe und es da ein Bericht ueber ADHS gab, bin ich auf die Internetseite von RTL-Aktuell auf einen Couch verlinkt worden. Habe einfach mal angerufen und einige Saetze erwaehnt, dass ich den Verdacht habe, und dass mit ADHS mein Leben einen Sinn ergeben wuerde. Denn genau wie du es beschreibst, habe ich oft "zwanghaft" versucht normal zu sein. Mich selber nicht erkannt, mich treiben lassen. Und jetzt zum ersten Mal weiss ich wieso und nehme das Ruder selber in die Hand.

    Mit dem Couch ging es ohne weiteres. Es ist eine Sie und Sie meinte wir koennen gerne zusammen arbeiten. Da ich Student bin hat Sie mir eine Ermaessigung erlaubt, was natuerlich nicht viel billiger ist, aber alleine konnte ich es nicht mehr schaffen. Sie hat mir die Sachen, welche ich vor den Augen gehabt habe und nicht gesehen habe, sichtbar gemacht. Es ist wirklich so wie in dieser Sendung, welche du meinst ("Zappelphilipp wird erwachsen" ) , dass man dir eine Struktur gibt und du selbst lernst eine Struktur aufzubauen. Du lernst auch dich besser kennen, warum du so tickst wie du tickst.

    Das was Cam meint sind die Schwierigkeiten auf welche man stoesst. Des Weiteren wuerde ich es nicht empfehlen, dass es die Arbeitsstelle weiss, dass du es hast. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass man dann einen Kuendigungsgrund finden koennte. Das ist natuerlich nur ein Vorbeugen und bestimmt nicht die Regel, aber darauf ankommen lassen wuerde ich es lieber nicht.

    in irgend einer Form "gesellschaftsfähig" zu sein (obgleich mich das Wort irgendwie ), eine Beziehung auf Dauer zu führen, für eine Familie da zu sein - ich bin jetzt 32 Jahre alt und habe irgendwie nichts wirkliches erreichen können. Alles was ich (kurzfristig) wusste verschwindet nach einiger Zeit wieder und das bruchstückhafte Aufrufen von Erinnerungsfetzen ist nichts, auf demich ein stabiles Fundament meines Lebens errichten könnte, nicht nur mirzuliebe.
    Genau dieses "gesellschaftsfähig" ist fuer uns ADHS-ler schwer zu erreichen, aber dennoch nicht unmoeglich. Ich sage mir immer, dass die "Normalos" auch Probleme haben. Solange man weiss welche Problem man hat ist es schon mal gut, dann kann man wenigstens daran arbeiten. Ich wundere mich sowieso wie man auf ADHS als Diagnose gekommen ist. Es ist doch schon eine erstaunliche Diagnose, zu sagen dass Menschen irgendwie anders sind... Naja aber man muss auch sagen zum Glueck dass es diese Diagnose gibt.

    Gute Ratschläge haben mich stets begleitet - es ist nicht so, dass ich nicht wüßte das sie gut für mich sind, ich fühle mich aber außer Stande sie allgegenwärtig umzusetzen - eine Zeitlang geht soetwas gut, aber sobald ein negatives Erlebnis den Schein des Gelingens zerschmettert falle ich und es dauert unendlich lange, bis ich den Scherbenhaufen aufgesammelt und geklebt habe.

    Entschuldigung für die Pseudo-Psy-Melancholie - ich bin grad in einem kleinen Tief
    Die Ratschlaege sind eben fuer "Normalos" und fruchten eher weniger fuer ADHS-ler. Zumindest hat mich ueber die mein Couch aufgeklaert. Es scheint so, dass es eben andere Ratschlaege fuer ADHS-ler geben muss. Ein leichtes Beispiel: Das Gesagt von Jemandem 1. Wahrnehmen, 2. Bearbeiten und (ganz wichtig!!) 3. Loslassen. Sowas wuerde man eher weniger einem "Normalo" raten.

    Ich selber habe gelernt, dass negative Erlebnisse zum leben dazu gehoeren. Es gibt Menschen, die es schwerer haben. Andere muessen auch Scherbenhaufen aufsammeln und ich ebenfalls. Man muss jedoch probieren auf das Positive die Augen zu richten. Fuer ADHS-ler ist es leider so, dass wir das lernen muessen, weil wir uns zu viel auf das Negative beschraenken ohne die guten Sachen an uns zu bemerken. Ich hoffe, dass du es schaffst dein Scherbenhaufen gut aufzusammeln und viel Geduld, denn das ist auch so ne Sache mit der Geduld. Diese muessen wir auch lernen.. du siehst es gibt noch einiges zu tun, aber nicht nur fuer dich

    Bei mir ist eben das Soziale sowas von ein Problem. Ich weiss einfach nicht wie viel ich geben muss in einer Freundschaft und wie viel ich verlangen darf. Kann nicht richtig dieses Mittelmass finden... leider!! Mit meinem besten Freund (seit ca. 10 Jahre befreundet) bin ich den Kontakt am abbrechen. Er hat sich ueber meine Trennung mit meiner Ex lustig gemacht, wobei ich nur so den Kontakt am halten bin. Also wir leben sowieso nicht im gleichen Land aber haben immer zusammen geskypt oder gechattet. Nur nach diesem Vorfall ist er leider auch von der Liste genommen worden von mir... da bleiben auch wenige uebrig und vermissen tu ich ihn schon als Freund, aber so einfach moechte ich es auch nicht stehen lassen und mich veraeppeln lassen... Nun ja mal schauen was die Zukunft so bringen wird. Wenn ich hier noch bis zum Ende meines Studiums einen Freund oder sogar eine Freundin , dann waere es schon was, denn so allein auf sich gestellt ist es dann schon ein wenig doof.

    gruss

    scorpio

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Könnte es ADS sein oder bin ich einfach so?

    lieber loekoe,

    vielen dank für diesen einfachen tipp! niemals wäre ich auf solch ein system gekommen! super! werd ich sofort umsetzen. ich hab gerade mal einen ordner, da hefte ich ab und zu was ab. alles andere landet willkürlich in einem meiner ablagefächer. ich finde nichts wieder...

    hast du vielleicht auch noch einen tipp wie ich mein kleiderchaos bewältigen kann? ich hab überhaupt kein system... lass alles liegen.

  5. #35
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Könnte es ADS sein oder bin ich einfach so?

    Hallo ani,

    erstmal möchte ich doch darauf bestehen, dass ich eine Sie bin und nicht ein Er... soviel Zeit muss sein...

    Öhm, Ordnung im Kleiderschrank: da hab ich tatsächlich kein Problem mit. Wäsche wird gewaschen, aufgehängt, zusammengelegt (gut, der Stapel kann dann tatsächlich mal ein paar Tage auf der Couch ausharren), und dann ab in den Schrank. Ein Stapel Hosen, einer mit Pullovern, einer mit kurzen Shirts. Blazer und Blusen auf einen Bügel. Muss dazu sagen, dass ich nicht allzuviele Klamotten habe. Bin da eher "frauenuntypisch".

    Wie machst Du das denn im Regelfall? Bzw. wie ist da dein Ablauf (Gewohnheit)?

  6. #36
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Könnte es ADS sein oder bin ich einfach so?

    Hallo loekoe,

    oh je, sorry da war ich wohl zu schnell und hab nicht richtig gelesen! tut mir leid

    also gerade steht jeweils in esszimmer, wohnzimmer und schlafzimmer eine wanne voller frischer wäsche. neu gekaufte klamotten hängen über einem stuhl. und natürlich sammeln sich mehrere kleidungsstücke aufm boden, weil ich morgens in meinen wäschewannen rum wühle, zu spät dran bin, verschiedene sachen anziehe und letztendlich doch das erste kleidungsstück wähle. der rest bleibt in der eile liegen.

    manchmal habe ich phasen, in denen die wohnung für mehrere tage aufgeräumt bleibt. aber ich suche ständig ausreden und schieb alles vor mir her. zum verzweifeln :/

  7. #37
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Könnte es ADS sein oder bin ich einfach so?

    Keine Ursache...

    warum stehen denn in drei Räumen die Wäschekörbe? Hast Du da überall einen Trockner?
    Ich persönlich lege die Wäsche immer gleich beim Abnehmen zusammen und werfe sie gar nicht vorher in den Wäschekorb. Zum Einen ist das (für mich) ein Arbeitsschritt zuviel, zum Anderen mag ich weder zerknuddelte Wäsche noch Bügeln. Also quasi ein Kompromiss...

    Wäsche auf dem Boden gibt es bei mir nur im Bad, da ich mich auch dort an- und ausziehe. Die Haufen nehme ich aber ziemlich regelmäßig mit in den Waschkeller. Meine Männer haben Wäschetonnen, die ich dann auch kontrolliere.

    Fatal ist bei mir, wenn das Bügelbrett stehen bleibt. Unglaublich, wie schnell da sich irgendwelche Berge drauf türmen... Also nach Möglichkeit immer gleich wegräumen.

    Hast Du dir schon mal Gedanken über ein Coaching gemacht? Das setzt nämlich genau bei solchen Sachen an... Kann wirklich sehr hilfreich sein.

    Die Phasen "aufgeräumt" (und wehe dann stört einer meiner Ordnung!!!!) und "mach ich morgen" (oder so...) kenn ich auch zur Genüge. Momentan setzt so langsam ein Gewöhnungseffekt ein, was das tägliche "ein bißchen aufräumen" angeht. Es wird also laaaaaaaaangsam... aber immerhin, ich sehe das ich kleine Schritte in die richtige Richtung mache.

    Sich umzugewöhnen und dabei zu bleiben, ist ein langer und manchmal auch harter Weg. Aber es lohnt sich. Am Ende schont es Nerven und die Energiereserven. Es ist aber immer hilfreich, sich dabei aber auch Hilfe zu holen. ABER: im Regelfall bringt es nur was, wenn der Helfende sich wirklich mit ADHS auskennt. Normalsterbliche denken einfach völlig anders.... das führt zu Reibereien auf beiden Seiten.

  8. #38
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 138

    AW: Könnte es ADS sein oder bin ich einfach so?

    Da ich mich im Moment nicht in der Lage sehe einen besonders sinnvollen Beitrag zu verfassen gebe ich einfach ein Update zu meiner aktuellen Situation:

    - habe einen Neurologen gefunden, der mich weiterbehandeln würde
    - werde in ca. 2 Monaten medikamentös eingestellt
    - bekomme zwischenzeitlich ein anderes Antideppressiva (Venlafaxin statt Citalopram), in nächster Zeit sind noch Bluttests sowie ein CCT (sofern ich dies richtig verstanden habe) vorgesehen
    - eine Verhaltenstheraphie wird in den nächsten Wochen beginnen
    - habe irgendwie das Gefühl, die ganze Welt hat Aufmerksamkeitsdefizite (wenn ich einige Symtome teils versteckt erwähne - Bekanntenkreis etc. - dann kommt eigentlich immer die Antwort - hat doch jeder, kenn ich auch)

    @scorpio
    danke für deine umfangreiche Antwort. Ich muss erstmal meine Gedanken wieder etwas ordnen um dir vernünftig antworten zu können.

    MfG
    Chaoticus

  9. #39
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Könnte es ADS sein oder bin ich einfach so?

    scorpio schreibt:
    Genau dieses "gesellschaftsfähig" ist fuer uns ADHS-ler schwer zu erreichen, aber dennoch nicht unmoeglich. Ich sage mir immer, dass die "Normalos" auch Probleme haben. Solange man weiss welche Problem man hat ist es schon mal gut, dann kann man wenigstens daran arbeiten. Ich wundere mich sowieso wie man auf ADHS als Diagnose gekommen ist. Es ist doch schon eine erstaunliche Diagnose, zu sagen dass Menschen irgendwie anders sind... Naja aber man muss auch sagen zum Glueck dass es diese Diagnose gibt.
    Ich habe nie verstanden was das bedeutet: "gesellschaftsfähig". Ich kenne Leute, die habe (unerkannt?) autistische Züge, ich kenne Frauen und Männer
    die können dir in fünfzehn Minuten das Ohr abkauen, ich habe gute Bekannte die sich nur 1x im Quartal aus dem Haus trauen (arbeiten von Zuhaus) und trotzdem
    ist das Gespräch sehr erfrischend und motivierend. Die alle stehen in der Gesellschaft, haben irgendwie Arbeit die sie ernährt und scheinen sich wenig darum
    zu kümmern was die Leute von ihnen denken. Man kann den Leuten ja nicht in den Kopf schauen. Wer ist "die Gesellschaft" an die man sich anpassen muss?

    Wenn man in einem Dorf mit 20 Familien lebt würde ich das noch akzeptieren, aber solange man nicht beim holen von Jogurt plötzlich heulend in der Fötusposition neben der Supermarktkasse liegt :^p sehe ich gar nicht den Drang sich an irgendwas anpassen zu müssen.

    Ganz im Gegenteil, ich glaube dass die ewige Selbstzensur und das ständige "Mach schon! Sei nicht so!" nicht wirklich fördernd für die Selbsterkenntnis und
    Selbstakzeptanz ist. Wie häufig ist denn das im Alltag relevant? Für die 1h auf die es ankommt kann man sich nicht 16h lang "fertig" machen.

  10. #40
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Könnte es ADS sein oder bin ich einfach so?

    Diese Beispiele die du erwähnst gehören für mich in die Schublade "gesellschaftsfähig". Es ist ja egal ob jeden Tag oder einmal im Jahr. Hauptsache man kann mit Menschen umgehen. Wenn man z.B. hochgeht und erst im Nachhinein überlegt, was man gemacht hat, ist für mich eher nicht "gesellschaftsfähig". Und genau das ist ja ein Problem bei einigen ADHSler. Ich bin bei manchen Sprüchen einfach hochgegangen und habe im Nachhinein mir gedacht, warum überhaupt und wusste auch nicht wesshalb genau ich so dumm reagiert habe. Bis ich auf ADHS gestossen bin. Das hat dann einiges erklärt. Seit einigen Monaten lasse ich die dummen Sprüche einfach an mir vorbeiziehen und grinse demjenigen ins Gesicht, anstatt mich darüber zu nerven.

    Hoffe die Erläuterung ist ein wenig angekommen.

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