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Diskutiere im Thema Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Hallo,

    Ich will eine Diagnose zu ADHS machen lassen.
    Bin mir sehr sicher das ich es habe, habe mitlerweile sehr viel drüber gelesen und habe auch einen recht ausführlichen Selbstversuch hintermir.
    Dabei habe ich alles sehr penibel dokumentiert wie ich mich wann gefühlt habe, was ich anders empfunden habe etc etc.
    Mit dem Ergebniss das Ritalin ein echtes Wundermittel für mich ist vor allem in pers Bereichen, ich kann sehr viel lockerer mit anderen Menschen umgehen.

    Es ist eigendlich so das wenn man bei mir ADHS diagnostiziert ich keine einstellungphase mehr bräuchte etc

    Jetzt weiss ich aber nicht ob der Arzt das nicht irgendwie negativ werten könnte.
    Zur erklärung ich habe den Ausführlichen Selbstversuch gemacht weil ich im bis vor kurzem im Ausland gelebt habe und dort keine Diagnose machen wollte weil ich wusste das ich wieder wegziehe. Aber als ich vor fast einem Jahr auf das Thema ADHS gestoßen bin und immer mehr und mehr gelesen habe und mich immer weiter wiedererkennen konnte, konnte ich es einfach nicht abwarten so lange zu warten.
    Habe den Selbstversuch auch nach besten Gewissen gemacht und so vorsichtig wie mögich.
    Habe vorher meine Blutwerte checken lassen. Habe bei den ersten einnahmen auch ein Pulsmessgerät gehabt. (Evtl etwas übertrieben aber wollte kein risiko eingehen)
    Was denkt ihr wird der Arzt von meinem Selbstversuch halten?
    Kann ich durch die ergebnisse aus dem Selbstversuch deutlicher machen das ich ADHSler bin?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Keine Ahnung wie du es geschafft hast an Ritalin zu kommen, aber es geht hier um ein Medikament, dass es nur auf BTM Rezept gibt. Ich denke es wäre nicht gut, einem Arzt zu sagen, dass man sich das Zeug irgendwo besorgt hat.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 564

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Hab mich auch gefragt wie du an das Medikament gekommen bist. Mich gruselts bei dem Gedanken wie viele hier im Forum selbstversuche damit hatten.

    Ich weiss nicht, durch sowas werden ADHSler irgendwie nicht ernst genommen, jedenfalls fühl ich mich so ...

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Ich schliesse mich meinen Vorrednerinnen an ... ich verstehe deine Ungeduld, aber so etwas darf eigentlich gar nicht möglich sein! Egal in welchem "Ausland" du warst, zu MPH muss immer eine entsprechende Diagnose und ärztliche Verordnung gehören! Abgesehen davon: Blutwerte (welche denn???) und Blutdruck genügen nicht, dich abzusichern dass du ein solches Medikament gefahrlos einnehmen kannst! Hast also Glück gehabt, dass nichts passiert ist!

    Kann ich durch die ergebnisse aus dem Selbstversuch deutlicher machen das ich ADHSler bin?
    Nein kannst du nicht. Auch wenn Du das noch so sorgfältig aufgeschrieben hast, es sind nur Deine eigenen subjektiven Eindrücke, und die Wirkung von MPH kann eine Diagnose nicht ersetzen! Es wirkt auch bei Gesunden in gewisser Weise, und einige ADHS-ler sprechen gar nicht darauf an ...

    An Deiner Stelle (kann mich zwar nicht wirklich einfühlen ) würde ich (mich schämend) schweigen über das Experiment, und schleunigst eine seriöse Abklärung machen lassen. Es ist nicht zu Spassen damit! Allzu schnell kommt man in den Ruf, die Medikamente zu missbrauchen, immerhin ist es ein Betäubungsmittel!

  5. #5
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Hallo stef,

    daß sich die Wirkung von mph auf Dich scheinbar positiv auswirkt, ist überhaupt kein Indiz für eine ADHS - ich sehe in Deinem Experiment lediglich einen BTM Mißbrauch.
    Mit so etwas ohne ärztliche Indikation "rum zu experimentieren" kann zu entsetzlichen Neben und Nachwirkungen führen.

    Selbst wenn es keine körperlichen Veränderungen gibt, die psyschischen Nachwirkungen können verherend sein. In wie weit dann noch eine sichere ADHS Diagnostik möglich ist, wäre fraglich.

    Ich für meinen Teil jedenfalls kann das "experimentieren" mit verschreibungspflichtigen Medikamenten nur in äußerster Form mißbilligen - hier wird einfach mal gedankenlos mit Medikamenten rumgespielt, welche nicht ohne Grund unter das Betäubungsmittelgesetz fallen!


    Mit verärgerten Grüßen

    Lumpi

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    So isses. Ich finde auch: Ab zum Arzt und zwar ohne MPH im Blut - denn dann könntest du die Ergebnisse verfälschen. Und kein Wort von den BTM Missbrauch!

    Und wenn der Arzt gut begründet sagt da is nix oder du brauchst kein MPH - glaub ihm.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Hallo liebe Chaoten, hallo lieber stef,

    ich muß mich wundern, warum ihr Stef so vorverurteilt ohne in den Antworten auf seine Frage einzugehen.

    Natürlich ist es nicht richtig und gut ohne genaue Diagnose MPH zu nehmen. Dafür ist MPH zu gefährlich, zumal nicht nur bei der Einnahme sondern auch beim Absetzen schlimme Nebenwirkungen auftreten können. Also bitte keine weitere Experimente!!!Aber Stef ist offen und ehrlich. Obwohl er weiß, daß es nicht richtig war, bitte er lediglich um Stellungnahme, ob er es seinem Arzt sagen soll oder nicht.

    Hier meine persönliche Stellung zur Frage:

    Ich find es ist verdammt wichtig es zu sagen, - auch die tägliche Dosis -, da die Testergebnisse ansonsten kein korrektes Ergebnis liefern. Wenn du ADS/ADHS hast, wird sich durch MPH deine Konzentration unter Umständen verbessert haben und die Konzentration ist ein wichtiges Kriterium. Zusätzlich beeinflußt MPH den Reizfilter, ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Viele von uns sind durch die Tatsache wichtiges von unwichtigem zu trennen überfordert.
    Es gäbe noch viele weitere Dinge zu nennen auf die MPH unter Umständen Einfluß nimmt und damit das Testergebnis bei vorliegen von ADS/ADHS verändert.

    Wie du mittlerweile weißt setzt sich die Diagnose aus mehreren Kriterien zusammen. Die Test`s sind jedoch bei der Diagnostik nur ein Teilbaustein. Der Teil indem dir Fragen zur Kindheit gestellt wird bleibt unbeeinflusst.

    Bleibt noch zu hoffen, daß deine Aufzeichnungen korrekt sind, sich nicht nur auf pysische sondern auch auf psysische Bereiche erstreckt und daß sie definitiv objektiv - und nicht nur subjektiver Art entsprechen .

    Wünsch dir jedenfalls viel Glück
    Karla

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Sei froh, wenn Du keine Medikamente nehmen musst. Mach Sport, habe Hobbies, ernähr Dich gut. Ich bin froh, wenn ich so wenig wie möglich vom MPH nehmen muss und geniesse die Tage an denen ich es nicht nehme und herlich schusselig sein kann.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Also ich bin zwar noch nicht diagnostiziert, aber ich wäre zutiefst dankbar, wenn es etwas gäbe, mit dem ich ENDLICH mal was zustande bringen würde und nicht alle 10 Sekunden neue Gedanken in meinem Kopf aufploppen würden.
    Wo ich zuhören könnte und anderen die Aufmerksamkeit geben, die sie verdient haben.


    "Herrlich schusselig"...ich weiß nicht. Ich genieße es nicht.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Wie oben schon erwähnt: am besten eine Diagnose vom Arzt stellen lassen. Du bist eben so wie Du bist. Methylphenidat hilft und hat Nebenwirkungen, die auch nicht immer so ohne sein müssen. Diese sind natürlich bei jedem anders und über die Langzeitwirkungen ist noch wenig bekannt. Nicht jeder ist dafür geschaffen stundenlang am Schreibtisch konzentriert arbeiten zu können- manche sind vielleicht eher Sportler oder Schauspieler, Künstler usw. Das Bild des konzentrierten und funktionierenden Vielarbeiter deckt sich in meinen Augen nicht mit dem was viele Menschen an Anlagen mitbringen. Nicht falsch verstehen: ich bin froh, dass ich meine Medizin habe, aber ich nehme sie so wenig wie möglich und so viel wie nötig. Und schön ist es eben nicht immer, wenn man weiß, dass man auf ein Medikament angewiesen ist. Daher versuche ich auch mein Adhs zu akzeptieren und sage mir auch, wenn mich die Menschen schusselig nicht leiden können, sondern nur wenn ich Leistung bringe, dann sollen sie mir den Buckel runter rutschen. Es gibt da so ein schönes Kinderbuch darüber, heißt: Ich bin Ich. Ist zwar aus den 80ern aber immer noch sehr lesens wert.
    Für mich war meine ADHS Diagnose eine Befreiung und Einschränkung zugleich: befreiend, weil ich endlich nicht merh denken musste, ich sei ein ignoranter und gewisserweise verantwortungsloser Mensch und einschränkend, weil Du lernen musst damit zu leben und auf dein ADHS rücksicht zu nehmen. Heißt...auf die Ernährung achten...viel Salat, Mineralien und Obst- sein Verhalten in einer Therapie zu reflektieren, was besonders dann wichtig ist, wenn Du Medikamente verschrieben bekommst, denn die lindern nur die Symptome- langfristige Besserung funktionier meines Erachtens, aber nur aus der Kombination von therapeutischen Maßnahmen und Medikation. Ich habe etwa mit dem Meditieren angefangen, um meinen Geist zu beobachten, wozu mir mein Therapeut geraten hat und es war ein riesen Sschritt in richtung Besserung- obwohl ich dennoch Medikamente nehme- sie aber nicht als Allheilmittel sehe.
    Darum, wenn Du ADHS hast ist es wichtig, dass Du die Diagnose hast und einen guten Therapeuten- dann kann die Medikation langfristig gut wirken.

    Und ich kann verstehen, dass die Schusseligkeit ein Alptraum sein kann...habe ich alles mitgemacht und mache es heute noch mit- aber es ist ein Teil von mir, den ich auf kurz oder lang akzeptieren muss. MPH kann eben nur lindern- und Du kannst es nicht 24h am Tag nehmen.

    Mit besten Grüßen und hoffentlich einen guten Weg mit der Unruhe umzugehen.

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