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Diskutiere im Thema Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Nicci schreibt:


    Also, das ist doch wohl klar, dass man sich in falsches Licht bringt, wenn man davon erzählt, MPH quasi illegal genommen zu haben.

    Aber vielleicht hätte ich diesen Tipp nicht geben sollen.
    Naa ja, es kommt immer darauf an ob man wirklich Hilfe sucht, oder sich "nur mal so ganz legal" mit mph eindecken will

    Viele Grüße

    Lumpi

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Hallo zusammen,

    darf ich an dieser Stelle eine "Lanze" fuer Stef brechen und meinen Senf (verspaetet) dazu geben?

    Schaut mal auf meine Landesflagge.

    Ich habe erst hier angefangen mich mit AD(H)S zu beschäftigen. Ich muss auch sagen, dass ich vorher dem ganzen kritisch gegenueber eingestellt war. Und ja, ich schäme mich dafür.

    Seit ein paar Monaten lese ich im Internet, bin in Foren unterwegs und habe auch wissenschaftliche Uebersichtsartikel gelesen. Durch letztere wird es fuer mich nun klar, dass AD(H)Sler ich sag mal "etwas anders verdrahtet sind".
    Ja, auch in der Wissenschaft gibt es unterschiedliche Meinungen und das ist gut so, Wissenschaft muss kritisch sein. Hm, ich hatte beim Lesen jetzt eher den Eindruck, dass die Uneinigkeit nicht die Existenz von AD(H)S betrifft sondern deren Ursachen. (vielleicht taeusch ich mich da aber).

    Ich habe dann mit verschiedenen Leuten (auch urspr. aus Dtl) hier ueber das Thema gesprochen. Und siehe da, einem haben schon drei Leute gesagt dass sie ADS hätten (keine Deutschen). Mir hat es einer gesagt und ich weiss von einer weiteren Person, dass sie und ihr Sohn Medikamente nehmen. Ach ja, von einer dritten Person weiss ich auch, dass sie selbst einen einen gewissen Eigenverdacht hat. (Kam aber scheinbar auch erst hier auf den Trichter).

    In Dtl. habe ich ueber AD(H)S bei Erwachsenen noch nie etwas mitbekommen. Hier wird viel offener mit einigen Themen umgegangen als in Dtl.

    Ich habe dann mal nachgeschaut was es hier so alles an zugelassenen Medikamenten gibt. Es ist eine ganze Latte. Auch Amphetamine gibt es auf Rezept in Tabletten und/oder Kapselform. Da fiel mir, aus dem deutschen Gesundheitssystem kommend, erstmal die Kinnlade runter. Faellt ja alles unter BTM. Ich war,gelinde gesagt, fassungslos.

    Nachdem ich irgendwann hier in diesem Forum gelandet bin (ich habe mich in den amerikanischen ziemlich erschrocken) habe ich viele Dinge wieder erkannt. Plötzlich koennte es eine moegliche Erklärung fuer meine "Macken" geben.

    Ich weiss nicht, ob ich AD(H)S habe. Ich habe bisher noch nicht rausgefunden, ob meine Reizueberflutung (Filter sind im Urlaub), von "All dem Neuen" und der Fremdsprache kommt oder es angezeigt ist mir Hilfe zu suchen. Ich scheue mich davor, hier zum Arzt zu gehen. Gerade wegen dem offenen Umgang damit. Ich habe tatsächlich das Gefühl (entstand durch Gänge zum Arzt), dass es hier leichter ist an solche Medikamente zu kommen. (Ich will keinen Missbrauch betreiben.)

    Ich kann Stef iergendwie verstehen mit seinem Selbstversuch. Ich war kuz auch mal am ueberlegen. Nein, ich mache es nicht. Ich habe, begründet oder nicht, tatsächlich einfach Schiss vor den Neben-/Nachwirkungen. Auch wenn sich im Internet gute Dosierungsanleitungen finden.

    @Stef: Ich kann's verstehen, rate aber in Zukunft dringend von weiteren Selbstversuchen ab, vor allem mit Medis aus dem BTM-Bereich. Ich wuerde es dem Arzt sagen und auch die Aufzeichnungen mitnehmen.

    Falls sich hier jemandem auf die Zehen getreten fuehlt, bitte ich um Entschuldigung. Ich wollte nur aufzeigen, dass die "Sitten anderer Länder" manchmal nicht mit Altbekanntem übereinstimmen und daher zu Verwirrungen führen koennen.

    viele Gruesse und Guten Rutsch,

    Mel
    Geändert von Melone (31.12.2011 um 22:15 Uhr)

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Guten Abend,

    ich habe nicht vor, mich hier auf irgendeine Seite zu stellen.

    Methylphenidat ist ein Wirkstoff, der die Hirnchemie beeinflusst. Daher ist damit nicht zu spaßen, und ich würde jedem nicht diagnostiziertem ADHS-Betroffenem davon abraten, irgendwelche Versuche durchzuführen.

    Ich selbst bin auch nicht "offiziell" diagnostiziert. Und doch nehme ich Ritalin. Legal.

    Nachdem mir hier im Forum vor vielen Monaten ein Licht aufgegangen ist (eher ne Sonne), bin ich zu einem Psychologen. Dem habe ich die ganze Geschichte erzählt. Durch chronischen Geldmangel konnte ich mir jedoch die diagnostischen Möglichkeiten einfach nicht leisten. Der Arzt hatte aber dafür eine recht simple Lösung: "Ich verschreibe Ihnen jetzt eine Packung Ritalin 10mg, davon nehmen Sie eine morgens und eine mittags, und wenns wirkt, haben Sie ADHS und bekommen weiter Ritalin, wenns nicht wirkt, suchen wir weiter."

    Heute, ein knappes Jahr später komme ich mit Ritalin gut durch meine tägliche Arbeit, kann auch mal drauf verzichten.

    Aber wo wäre ich, wenn der Arzt diesen Vorschlag nicht gemacht hätte? Meinen Job hätte ich garantiert nicht, genausowenig wie meine Wohnung und mein Leben.

    Im Prinzip hat also Stef nichts anderes gemacht, als der Arzt - nur dass der Arzt mMn mehr über ADHS und MPH weiß, als sich in einigen Vorträgen und im Internet finden lässt.

    Okay... irgendwie habe ich den Faden verloren... mist

    Wünsche euch allen nen guten Rutsch ins neue Jahr,

    bis demnächst...
    Flo

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Hallo Mel,

    ups, was hat der Thread mit Amerika zu tun?
    Stef hat ja aus Deutschland geschrieben, oder habe ich irgendne Info überlesen?

    Klar, hinken wir in Europa in vielen Sachen der USA hinten nach, aber das hat auch so hie und da sein Gutes.
    Ich weiss nicht wirklich, ob es erstrebenswert ist, dass MPH und Ampethamin legaliesiert würden.

    Klar, für jemandem mit nem ADHS wäre das einfacher. Aber man darf nicht vergessen, die Mehrzahl der Bevölkerung hat kein ADHS und somit steigt auch das Missbrauchspotential enorm an.

    Es ist ja so, jeder der ein ADHS hat, bekommt normalerweise vom Arzt die entsprechenden Medis verschrieben, wenn nicht irgendwelche Kontraindikationen dagegen sprechen oder er es nicht verträgt.

    Die medikamentöse Einstellung infolge einer ADHS Diagnose ist das eine. Genauso wichtig für mich ist aber das Wissen, dass ich mir nun sicher bin, ein ADHS zu haben, nicht immer mutmassen muss. Ich kann mich so auch mit mir, den Auswirkungen des ADHS und meiner ganzen Geschichte widmen.
    Es gibt sogar Fälle mit mild ausgeprägtem ADHS, die Alleine durch die richtige Diagnose und Coaching ohne Medis zurechtkommen. Nur weil sie gelernt haben, wie sie sich den Alltag strukturiern müssen, sodass sie Herr über das Chaos sind.
    ich wünschte mir, ich könnte einmal ohne Medis leben. Ich bin aber noch weit davon entfernt.

    Ich wünsch dir für deinen weiteren WEG alles Gute.

    LG Nicci

  5. #25
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Hallo Max,

    du hast schon recht, aber es gibt da noch die Gesetze, an die unsere gesellschaftsordnung gebunden ist.

    Und MPH fällt eben unter das BTM.

    Einfach mal MPH zu probieren kann auch gesundheitlich nach hinten raus gehen, denn wenn man zB. kein ADHS hat, kann man in dümmsten Fall davon psychotisch werden und findet sich dann vielleicht auf ner Geschlossenen wieder.
    Einer Kollegin von mir ist das X-mal passiert, jedesmal nachdem sie gekifft hatte.
    Die Sache wurde bei ihr dann chronisch, sodass die Aerzte bei ihr von einer Schizophrenie reden.

    Sicher ist es gut von dir gemeint, Stef nicht zu verurteilen, aber es war wirklich aus verschiedenen Gesichtspunkten ne Dummheit, die er da gemacht hat.

    LG Nicci

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Hallo Nicci,

    "ups, was hat der Thread mit Amerika zu tun?
    Stef hat ja aus Deutschland geschrieben, oder habe ich irgendne Info überlesen?"


    Ich hab' es so verstanden, dass er das im Ausland ausprobiert hat.

    Die Medis werden hier nicht einfach so verschrieben, sie werden zur Behandlung von z.B. AD(H)S eingesetzt (wie bei uns halt auch). Ich habe nur Bedenken, dass das hier schneller gehen koennte. Stimmt wahrscheinlich nicht. Muss mich da mal wirklich schlau machen.

    Was ich meine ist, was wenn ich sie bekaeme und dann durch die Decke gehe?

    Gruss,

    Mel

  7. #27
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Hallo Mel,

    also, wenn du die Medis von nem Arzt verschrieben bekommst, dann wird normalerweise mit der kleinsten möglichen Dosis begonnen und dann langsam gesteigert.

    Was ich meine ist, was wenn ich sie bekaeme und dann durch die Decke gehe?
    Genau deshalb wird zuerst eine sorgfältige Diagnose gemacht und erst dann die Medis verschrieben.

    Du musst dir das etwas so vorstellen.
    Wenn du ein ADHS oder ADS hast ist in deinem Neurotransmittersystem zu wenig Dopmin vorhanden. Wird dieses mittels Medi substituiert, wird der Normalzustand angestrebt, sodass das Gehirn etwas angestubst wird.

    Besteht kein ADHS so ist ja genügend Dopamin vorhanden und das Gehirn arbeitet richtig.
    Würde in diesem Zustand MPH verschrieben, so würde das einen Ueberfluss an Dopamin bewirken und das kann dann dumm ausgehen.

    Deshalb wird bei der Diagnostik wirklich so gut hin geschaut, ob die Konzentrationsstörungen aufgrund eines ADHS bestehen oder ob andere somatische oder psychische Ursachen dahinterstehen.
    Verstehst du, was ich meine?

    Und es ist auch so, kein Arzt zwingt dich, wenn du ein ADHS hast, die Medis einzunehmen.
    Aber eine Diagnose kann dich enorm erleichtern, weil du weisst, was mit dir los ist.
    Ich kann es dir wirklich nur ans Herz legen.

    LG Nicci

  8. #28
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 180

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Viel entscheidender und viel wichtiger wäre für mich in diesem Thema:

    - MPH ist nie die alleinige Lösung! Es brauch immer eine fachliche Begleitung, sowohl physisch wie auch psychisch. Und es brauch eigene Schritte, die über die Einnahme der Pille (oder Saft) hinausgehen.

    Und wenn die Gesellschaft kapiert, dass eine Pille nicht reicht, dann bekommen sie die IRRE Idee man könne ein ADHS Ein- oder Ausschalten und die Eltern machen bei den Kindern alles falsch, endlich aus dem Kopf.

    Egal wie belesen, belehrt oder sicher. MPH kann immer nur ein Teil sein, niemals die Lösung (sonst würde auch ein Plazebo wirken). Konzentration, Impulsivität, was auch immer den Alltag für uns oder für andere mit uns erschwert, MPH kann helfen, aber lernen und umsetzen um zu strukturieren, zu planen, ordnen und des weiteren, das müssen WIR machen, das macht MPH nicht.

    Hey, sowohl die Gesellschaft wie auch die einzelnen Personen (wie auch ADS'ler sowieso) sind verschieden. Ich kann in den USA legal gewisse Wachstumshormone besorgen oder auch Melatonin, dafür kann man in Deutschland Nistatin (Gegen Pilzinfektionen) oder Daosin (Antihistaminika) rezeptfrei (oder L-Tryptophan) und in der Schweiz muss mir das ein Arzt verschreiben. Wieso? Die Coffee-Shops in den Niederlanden sind legendär und was dort erhältlich ist seit Jahrtausenden bewährt (und erst seit 50 Jahren illegal). Gut / Schlecht? oder einfach Anders?

    Viele von uns kennen die "legale" und "illegale" und schädlichere Selbstmedikation: Nikotin und Koffein sowie Alkohol. Auch Cannabis hilft der weilen seine Hyperaktivität herunterzuschrauben.
    Und der Doc gibt noch Antidepressiva über Jahre (oder wir fressen dunkle Schokolade) weil es Dopamin und nicht Melatonin ist.

    Auch ich habe "illegal" einen Selbstversuch unternommen und schäme mich überhaupt nicht. Wer richtig durchdosiert hat kennt auch seine persönliche Obergrenze und dann auch den Effekt, den nicht AD(H)S'ler kennen würden. Ehrlich, das Gefühl finde ich "beschissen".

    Ich rauche und ab und zu trinke ich ein Glas Wein (oder Bier) zu viel. Sucht wird mich mein Leben lang begleiten, welche "Suchtmittel", "Stimulanzien" oder "Betäubungsmittel" auch immer da sind. Daher ist mir der Weg wer wie was bekommt ziemlich egal. Solange es ein Hilfsmittel ist, unser Leben zu erleichtern aber nicht der Grund ist (Abhängigkeit), solange ist es für mich OK.

    Solong.

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