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Diskutiere im Thema Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Ich kann die viele negativen Kritiken leider nicht nachvollziehen.
    Ich habe mehrere Vorlesungen geguckt über ADHS, mich Stundenlang in Foren drüber informiert und sonst alles gelesen was ich dazu finden konnte.
    Dr. Daniel Amen ist mmn ein genie.
    Gesundheitlich konnte ich alle Probleme ausschließen, der Bluttest stammt von einer OP die ich vor einigen Monaten hatte und hatte da den Dr. noch gefragt ob alles gesund wär er hat die Werte sogar noch gelobt, weil ich sehr gesund lebe und viel Sport mache.
    Zudem habe ich mich mit einem Psychologen Unterhalten (privat keine Sitzung) und ihm von meine Verdacht erzählt und von meinem Bisherigen Erfahrungen im Leben etc.
    Er hat dann auch gesagt das ich wohl ADHS habe aber solle natürlich eine Diagnose machen. Ich habe ihm nichts von meinen Selbstversuch Plänen erzählt.

    Ich wüsste auch ehrlich gesagt nicht was ein Arzt von mir noch an Informationen haben wollte an die ich selbst nicht gedacht habe.
    Ich kann die ganzen Symptome von ADHS mitlerweile schon so gut das wenn ich wollte ich simulieren könnte und ihm was erzählen könnte, was ich aber natürlich nicht machen werde.

    Zu mir pers. ich bin ein typische gescheiterter ADHS, ich habe mein ganzen leben schon gemerkt das mit mir was anders ist als mit den anderen. Leider hat es nie einen Menschen interessiert was ich denke und jeder hat immer nur gedacht das ich dummes zeug rede (muss ich in diesem Thread auch gerade feststellen, den die Gesundheitlichen bedenken Ritalin zunehmen habt ihr nicht wirklich begründet ihr reagiert eher wie unwissende nichtADHSler und verteufelt es einfach)
    Ich nehme sonst keine Drogen und wollte auch nie welche nehmen.

    Ich hatte vor allem das Probleme das alle mich für hochintelligent gehalten haben und ich es mmn auch bin (bitte nicht als Arrogant ansehen) aber wenn es drauf ankommt sich hinzusetzten und zu lernen ist das wie eine qual.
    Ich habe mein Abitur gemacht aber bis heute kein einziges Buch gelesen in meinem Leben und nicht weil ich so ein cooler typ bin der nicht lernt. Nein ich saß stunden lang an bücher wie ein Irrer aber alle 15 min sind meine Gedanken abgeschwiffen das frustriert und nach und man gibt es dann irgendwann komplett auf)

    Mein Studium habe ich abgebrochen weil es im Studium nicht mehr reicht da drauf zu hoffen genug Stoff "aufgeschnappt" zu haben um in den Klausuren damit durchzukommen.

    Ich hatte Glück das ich mit meiner Selbstständigkeit 3-4 Jahre lang sehr gute Arbeit leisten konnte weil es genau das war was mich interessiert hat ich war total fokussiert auf meine Arbeit. Konnte gutes Geld verdienen und viele Probleme die normale ADHSler plagen mit Geld lösen. Ordnung in der Wohnung = ich habe eine Putzfrau, Gehe so gut wie immer auswärts Essen, kein Chef der mich nervt, keine festen Arbeitszeiten kann kommen/gehen wann ich will. Absolut niemand auf den Ich hören muss.

    Jetzt denkt ihr euch sicherlich wie kommt der Typ auf die Idee sich überhaupt Diagnostizieren zu lassen wenn sein Leben scheinbar gut läuft.

    Seit ca. einem Jahr ist mein Job für mich Routine geworden ich habe nicht mehr den kick wie früher und kriege so gut wie nichts mehr gebacken meine Produktivität ist um 80% zurückgegangen.
    Außerdem bin ich 24 und hatte immer noch nichts was man als Beziehung bezeichnen könnte obwohl ich sehr viel unter Menschen bin, oft Feiern gehen etc.

    Ich habe eine Liste gemacht mit dingen im Leben die ich auf ADHS zurückführe und die ist mittlerweile mehrere Seiten lang will das hier aber alles nicht einfügen.

    Also bitte verteufelt meine Vorgehen nicht wie die Leute die euch mit dem Gleichen Verhalten immer auf die Palme bringen.

  2. #12
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    stef0f42 Das mit dem Selbstversuch würde ich dem Arzt auf alle Fälle sagen.
    Das ist im Vorfeld in jeder Beziehung ein Diagnosekriterium.
    Du kannst dem Doc auch gleich erzählen, daß er eigentlich nicht hätte Medizin studieren brauchen, weil du das ja schon für ihn erledigt hast...
    und die Diagnose kannst du ja gleich ausdrucken und ihm zur Unterschrift vorlegen.
    Wenn er dumm kuckt, dann kannst du ihm ja von den Vorlesungen erzählen, an denen er nicht teilgenommen hat.
    Das Rezept für MPH kannst du ja auch gleich ausfüllen und ihn Beglückwünschen, dass er so wenig Aufwand mit dir hätte.

    Ja. Solche Patienten wünschen sich wohl alle Neurologen.
    Nu, wat soll ich noch sagen?
    Ach ja...einen schönen Gruß an Dr. Frankenstein...

    LG --hirnbeiß--

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    wieso werde ich jetzt verarscht?

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 564

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Mal ehrlich, was hast du denn erwartet? Das wir dich beglückwünschen das du dir verbotener Weise "Drogen" "besorgt" hast ?

  5. #15
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    nun Stef, ADHS ähnliche Symptome können auch beim frühkindlichen Autismus auftreten, hast Du denn schon mal an diese Möglichkeit gedacht?


    Viele Grüße

    Lumpi

  6. #16
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    stef0f42 schreibt:
    wieso werde ich jetzt verarscht?
    Du wirst hier sicherlich nicht verarscht.
    Du hast nach einer Meinung gefragt. Daß du verantwortungsbewußt mit MPH umgegangen bist, das lasse ich dahin gestellt.
    Weißt du, wenn viele das so machen würden, wie du es gemacht hast, dann wäre jegliche Diagnose ad absurdum geführt.
    Wenn man nicht exakt weiss, was einem fehlt, dann sind solche Experimente ohne Diagnose ganz schön gefährlich.
    Ob dies der Allgemeinheit dient, ganz zu schweigen.

    Lass dich diagnostizieren und du bist dann wenigstens für dich moralisch abgesichert.

    LG --hirnbeiß--
    Geändert von hirnbeiß (26.11.2011 um 22:56 Uhr)

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Hallo Stef,

    hmm, also bei MPH gilt der Grundsatz:

    Zuerst die Diagnose, dann wird der Arzt über ev. Medikamente entscheiden.

    Ein ADHS wird anhand der Diagnosekriterien erstellt und nicht anhand der Wirkung von MPH.

    Also ich würde dem Arzt nichts von deinen Selbstversuchen erwähnen. Dadurch bringst du dich nur in falsches Licht.
    Und das wäre schade.

    Da du für dich ja nun aber sicher bist, dass du gut auf MPH ansprichst, kann das für dich nur eine Motivation sein, dich schleunigst auf ADHS abklären zu lassen, da es ja wirklich sein könnte, dass du ein ADHS hast.

    Anmerkung:
    Bitte bedenke auch, dass MPH unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.
    Ich bin mir da zwar nicht sicher, wie die Rechtsmittellage ist, aber ev. machst du dich sogar strafbar, wenn du MPH ohne Aerztliche Verordnung besorgt und eingenommen hast.
    MPH sind kein Hustenbonbons.

    Machs guet

    Nicci

  8. #18
    ErichW

    Gast

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    stef0f42 schreibt:
    wieso werde ich jetzt verarscht?
    Du wirst nicht verarscht. Du hast nur einen wunden Punkt getroffen. Die Art der Reaktion auf das Bekenntnis, MPH mal ausprobiert zu haben, ist mir bekannt, seit ich begonnen habe, mich mit dem Thema "Ritalin" auseinanderzusetzen (irgendwann im letzten Jahrtausend .

    Für mich selber ist die Emotionalität, die i.d.R. damit verbunden ist, nicht nachvollziehbar, weil ich keinen sachlichen Anhaltspunkt dafür finde.

    Vielleicht ist der laxe Umgang mit MPH eine Entwertung für jeden, der aus der Verschreibung des "schrecklichen Medikaments" eine gewisse Bedeutung für sich und sein Leben zieht. Das ist gar nicht so selten, heute allerdings wohl nicht mehr so wie früher. In der Frühzeit der MPH-Medikation war die Mutter, deren Kind "die schreckliche Krankheit" hatte und das nun "das schreckliche Medikament" nehmen musste, ein überaus bedauernswertes Wesen, was sich des Mitleids, der Zuwendung, des Trostes ihrer Umgebung sicher sein konnte. Und wenn es statt Trost und liebevolle Umarmungen Anfeindungen gab, war das genauso gut. Denn dann konnte man sich die sprichwörtliche Löwin vor ihr Junges werfen und war deswegen ein guter Mensch.

    Kaum etwas war da kränkender als die Einschätzung, bei MPH handele es sich um eigentlich um eine maßlos überschätzte Substanz, deren Gefährdungspotential (einen relativ normalen oralen Gebrauch unterstellt) im Vergleich zu sehr viel anderen Medikamenten, selbst rezeptfreien, eher dürftig ist. Das hat dem Selbstwertgefühl, das man sich durch eine gewisse Theatralik im Umgang mit MPH verschaffen konnte, doch einen gewissen Dämpfer verursacht.

    Natürlich könnte man auch überlegen, ob es nicht so meine Art Neidreaktion auf jemanden ist, der sich da einfach so etwas herausnimmt. Man selber hat vielleicht eine langen Anlauf gehabt und viele Hindernisse überwinden müssen, um endlich an das begehrte Medikament zu kommen. Man hält sich an alle Regeln. Da reagiert man schon leicht mal säuerlich auf jemanden, der so beiläufig erwähnt, er hätte sich das Zeugs quasi nebenbei irgendwo her besorgt, um es mal auszuprobieren.

    Interessanterweise scheinen die Reaktionen auf das illegale Ausprobieren von MPH im Laufe der Zeit stärker geworden zu sein. Vor zehn Jahr wurde ein Elternteil, das davon berichtete, mal das Medikament der Kinder ausprobiert zu haben, meist mit so einer Art Augenzwinkern darauf hingewiesen, dass das aber ein Verstoß gegen das BtMG gewesen sei. Aber wenn es gewirkt habe, dann solle man doch mal über eine Diagnose nachdenken. Und Ärzte haben das ganz unbefangen Eltern empfohlen. "Probieren Sie doch einfach mal aus!", das wäre heute nach meinem Eindruck fast undenkbar.

    Insgesamt ist das ein faszinierender Vorgang. Ich schließe aus der Irrationalität im Umgang mit MPH, sowohl hinsichtlich übertriebener Heil(ung)serwartungen als auch übertriebener Ängste, dass der heutige Zeitgenosse sich von dem oft übel beleumundetem mittelalterlichen Menschen nicht sonderlich unterscheidet.

    FG Erich

  9. #19


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    Hallo.

    stef0f42 schreibt:
    wieso werde ich jetzt verarscht?
    Das wundert dich jetzt aber nicht ernsthaft, oder? (hoff ich)

    Ich frag mich ja schon ein Weilchen, ob du zum Trollen hier bist, aber hab zumindest bis jetzt noch das Rest-Gefühl, dass du tatsächlich alles ernst meinst, was du so schreibst..

    Nicci schreibt:
    Also ich würde dem Arzt nichts von deinen Selbstversuchen erwähnen. Dadurch bringst du dich nur in falsches Licht.
    Man bringt sich ins falsche Licht, wenn man die Wahrheit erzählt?

    Das kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich bin sehr der Ansicht, dass der Eindruck, den der Arzt bekommt, der Wahrheit entsprechen würde.

    Mal davon abgesehen haben diese dilettantischen "Versuche" im Vorfeld keinerlei Einfluss auf das Diagnoseverfahren und das Ergebnis.

    Wichtig ist nur, dass man nicht unter MPH-Einfluss steht, wenn man einen Diagnosetermin hat.


    LG,
    Alex

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Ritalin Selbstversuche beim Arzt erwähnen?

    @ Alex,

    http://adhs-chaoten.net/images/style...quote_icon.pngNicci schreibt: http://adhs-chaoten.net/images/style...post-right.pngAlso ich würde dem Arzt nichts von deinen Selbstversuchen erwähnen. Dadurch bringst du dich nur in falsches Licht.



    Man bringt sich ins falsche Licht, wenn man die Wahrheit erzählt?

    Das kann ich nicht nachvollziehen.
    Also, das ist doch wohl klar, dass man sich in falsches Licht bringt, wenn man davon erzählt, MPH quasi illegal genommen zu haben.

    Aber vielleicht hätte ich diesen Tipp nicht geben sollen.
    Wenn das vielleicht zu gut von mir gemeint war, dann bitte ich dich, meinen Hinweis an Stef zu editieren.

    LG Nicci

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