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Diskutiere im Thema Selbstsabotage - Ursache ADHS? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Selbstsabotage - Ursache ADHS?

    Moritz, hypocampus - danke, jetzt hats "geklickt"! Witzig, wie vernagelt man manchmal ist Vor allem, je mehr man selbst von betroffen ist:
    Neige halt selbst auch sehr dazu, es mir gewohnheitsmäßig im Elend "bequem" zu machen, anstatt weiter heraus zu bewegen.

    Wobei - so wie ich es seh - und wenn euch richtig verstehe, ihr auch - ist das ja doch ein Phänomen, daß unabhängig von ADHS auftritt.
    Bei jeder Art von Leiden verhindern kann, daß man dem entgeht. Denke da z.B. ganz besonders an Suchterkrankungen...

    Jedenfalls leuchtet mir jetzt der Zusammenhang zu hier besprochenen Problemen ganz deutlich ein.
    Und die Hypersensibilität bringt natürlich ganz klar besondere Anfälligkeit mit sich, für solche erlernte Hilflosigkiet.

    Chaosfee, dein Hinweis bezüglich Studium und Bildungsabschluß der Eltern gibt mir ja sehr zu denken.
    Dudelidudeli. Wieder einige Puzzleteile zusammengefügt, und einige neue geistige "Knabbereien", lecker-lecker

  2. #12

  3. #13
    Chaosfee

    Gast

    AW: Selbstsabotage - Ursache ADHS?

    lalala .. soooviele leckerein, was ein frühstück. Husch husch, ohne Schlaf in einen leistungsstarken Tag. Oh je oh je

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Selbstsabotage - Ursache ADHS?

    selbstsabotage... kommt auf die definition darauf an:

    keine ahnung ob adhs oder nicht, doch bei mir ist es ungefähr so:

    ich stecke mir ziele: man stelle sich eine raum voller türen vor,
    ich habe erstens das problem abzuwägten, welche der vielen türe ich anpeile,
    bis ich zu der türe komme, die ich nach lägerem angepeilt habe,
    sehe ich ja nun auch noch die anderen türen - könnte ja auch diese mal öffnen?

    dann kommt noch dazu, dass das öffnen mit arbeit verbunden ist (forumalere ausfüllen, termine vereinbahren u.s.w.)
    hier scheitere ich auch oft... ist die wichtigkeit, nicht mehr so präsent - lass ich es.

    ich stelle es mir oft so vor, andere gehen einen gang entlang öffnen tür für tür... und ich stehe in einem grossen
    raum, mit vielen türen.

    ob nun adhs oder nicht.... ist doch irrelevant, du bist wie du bist - nur du kannst dir deine türen öffnen.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Selbstsabotage - Ursache ADHS?

    Chaosfee schreibt:
    Bist Du nicht auch neurobiologisch/medizinisch oder sogar pharmazeutisch ziemlich fit? Würd gern meine Synapsen etwas schneller neu verknüpfen... Was gibts da für Beschleuniger..?
    Soetwas gibt es nicht ohne tradeoff. Gerade im Falle von ADHS ist das ja auch eine Sache, mit der man krankheitsbedingt eben zu kämpfen hat. In diesem Zusammenhang sind die Stimulanzien auch meiner Meinung nach Mittel der Wahl die Symtome einzuschränken so gut das geht.

    Aber auch das halte ich für eine Notlösung. Das ist eben doch nicht nur eine Stoffwechselstörung in meinen Augen sondern eine Unterentwicklung bestimmter Hirnareale. Das ist so wie ein Auto - man kann das Auto zwar schneller machen wenn man Nitro einspritzt aber das gibt ja nur mehr Antrieb und ändert nichts daran, dass das Auto an sich vielleicht nicht fürs Rennen optimal konstruiert wurde.

    Ich seh das auch kritisch. Ich mache heute zB auch absichtlich mal Pause vom MPH. Ich merke, wie es so langsam an meinen Kräften zehrt weil ich in letzter Zeit sehr viel auf eine Sache konzentriert bin. Das Problem was ich sehe: Neben den positiven Effekten auf die Symptomatik unterdrückt es wie auch in gesunden Menschen das Erschöpfungsgefühl. Das ist im Übrigen der Unterschied in der Wirkung zwischen ADHS und Gesunden: ADHS-Betroffene zeigen tatsächlich eine Leistungsverbesserung, Gesunde zeigen lediglich eine länger andauernde Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit ohne erschöpfungsbedingten Leistungsabfall.

    Die Gefahr: Man überlastet sich und merkt es garnicht. Man steht am nächsten Morgen auf, fühlt sich trotz genug Schlaf erschöpft - Tablette rein - wieder fit und es geht weiter. Das geht am Ende irgendwo nicht auf. Sicher auch ein Grund für die hohen Burnout-Raten in Zusammenhang mit ADHS.

    Man muss die Grenzen der Medikamente kennen, sie machen keinen neuen Menschen aus einem. Ich verstehe auch nicht, wieso man in der gängigen Lehrmeinung so eine Dauermedikationseinstellung vertritt - das kann in meinen Augen nicht funktionieren. Und ich glaube zB auch, dass Gewöhnung eintritt wie bei vielen anderen Sachen auch. Man kommt an den Punkt wo sich der Körper angepasst hat und die positive Wirkung abflacht.


    Es gibt einfach kein Mittel das mal eben einen besseren Menschen aus einem machen kann. Und wenn man die ganzen negativen Paranoia liest vonwegen ADHS als kommerziell genutzte Erfindung der Pharmaindustrie - so steckt doch auch dort irgendwo ein Funken Wahrheit: Vielleicht stellt man die Medikamente etwas mehr als die ultimative Lösung unserer Probleme dar, als das wirklich der Fall ist. Nicht dass sie nicht helfen, aber in meinen Augen übertreibt man da gerne, gaukelt vor, dass wir damit "geheilt" werden können und sagt uns, wir müssen sie nur regelmäßig nehmen damit alles gut wird. Meine ganz persönliche Meinung: Das ist definitiv auch eine Belastung und ein Risiko das man in Kauf nehmen muss. Man sollte jederzeit sinnvoll abwägen, wieviel Sinn es im Vergleich zur positiven Wirkung wirklich macht.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Selbstsabotage - Ursache ADHS?

    hypocampus schreibt:
    Man muss die Grenzen der Medikamente kennen, sie machen keinen neuen Menschen aus einem. Ich verstehe auch nicht, wieso man in der gängigen Lehrmeinung so eine Dauermedikationseinstellung vertritt - das kann in meinen Augen nicht funktionieren. Und ich glaube zB auch, dass Gewöhnung eintritt wie bei vielen anderen Sachen auch. Man kommt an den Punkt wo sich der Körper angepasst hat und die positive Wirkung abflacht.
    Meine Ärztin hat es mir so erklärt, dass das MPH dabei hilft, neue Verhaltensweisen einzuüben. Zum Beispiel, beim Lernen länger konzentriert am Lernstoff zu bleiben. Irgendwann hat sich diese Tätigkeit als Gewohnheit im Gehirn verankert, so dass man das MPH nicht mehr braucht.

    Man muss also über einen mehrjährigen Zeitraum MPH einnehmen, um dann ohne auskommen zu können. Bei Umbrüchen im Leben, z.B. Jobwechsel, kann es wieder notwendig werden, vorübergehend wieder MPH zu nehmen, bis man sich in der neuen Situation zurechtgefunden und neue Routinen entwickelt hat.

    Zur Gewöhnung meinte sie, dass es durchaus vorkommen kann, dass der Betreffende die Wirkung nicht mehr wahrnimmt, sich also an sie gewöhnt. Die Wirkung ist aber immer noch unverändert da. Eine wichtige Unterscheidung: die Wirkung an sich und die Wahrnehmung des Betroffenen von der Wirkung.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Selbstsabotage - Ursache ADHS?

    Hallo,
    das mit der Selbstsabotage kenne ich auch. Meist beim Sport. ( Tischtennis, Billiad).Aber nicht nur.
    Ich habe oft gedacht, mit einem Gewinn von einem Spiel nicht umgehen zu können, ( nichts anfangen zu können, es nicht wert zu sein etc.).
    Um nicht in diese Verlegenheit zu kommen, ( mich nicht gewinnen getraut habe ) hab ich das Gewinnen "bewust" gemieden.
    Ich verstehe dies heute noch genausowenig, wie früher - sollte ich villeicht mal thematisieren.
    Vielleicht gibt es für dein Verhalten, neben der Vergesslichkeit etc. änliche Gründe für dein Verhalten.

    LG Rocky

  8. #18
    multikomplex

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 260

    AW: Selbstsabotage - Ursache ADHS?

    dieses nie zu ende bringen.. weil..
    ja.
    die batterien sind so leer, dass es sich doch nur lohnt wenn man weiss, dass was gutes (beim unterfange) dabei rauskommt.
    dann geb ich lieber auf. es ist so anstrengend.
    fühlt sich das so an, garret?
    ja und immer alles hundertprozentig,m perfekt, abwägen- hin.und her überlegen und shcon dabei wird man so erschöpft dass man alles fallen lässt-kurz vorm abschluss..

    aber eigentlich heisst es doch adsler haben stehaufmännchen-qualitäten. ich komm da bei mir schon nicht dahinter, wo das problem liegt.
    unzuversichtlichkeit , aus erfahrung, da man ja ncht so viel erreicht hat wie obwohl man das potenzial dazu hätte.

    ich hoffe ich habe dich verstanden... dann würde ich sagen: mir geht es ähnlich.
    meine mutter sagt: ihc lege mir selbst steine in den weg... (selbstsabotage?)
    sorry, meine gedankengänge waren nun weniger hilfreich für dich, oder?

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Selbstsabotage - Ursache ADHS?

    Nicht ganz. Du denkst nicht bewusst darüber nach, dass du dir sagst ach hat ja eh keinen Sinn mehr. Manchmal muss man da auch stark unterscheiden, denn
    häufig ist es auch schon ein im vorn herein bewusstes Aufgeben, nach dem Motto: ach egal drauf geschissen, ich lass es über mich ergehen, hab ich weniger Stress,
    bringt eh nichts mehr, schaffe ich eh nicht mehr. So aus Faulheit und Bequemlichkeit heraus.

    Doch was ich meine ist etwas, was du nicht bewusst im Augenblick merkst. So wie oben von mir beschrieben, ist es eher so, dass man merkt, dass man seine Möglichkeiten nicht gut genug nutzt genauso wenig seine Zeit und sich unbewusst im Versagen ertränkt und die Sachen einfach vo sich herschiebt. Gewissermaßen belohnt man sich zu früh, falsch und FÜR das falsche und redet es schön mit ich habs wenigstens versucht. Aber hauptsächlich sind es die iwann im nachhinein erlebten Dejaviu Erlebnisse. Wenn du merkst, du hättest etwas machen können, aber es nicht getan hast und keine plausible Erklärung dafür findest, warum du damals damit aufgehört oder gar nicht erst angefangen hast. Genauso auch, dass du bekanntes Wissen und Erfahrungen nicht nutzt, sondern stattdessen dich immer wieder dem Stress alles in kurzer Zeit auf einmal schaffen zu müssen, ergibst und dir das antust, anstatt drauß zu lernen und dir die Arbeit aufzuteilen, aber vor allem rechtzeitig. Grund hierfür würd auch einfahc das Fehlen innerer Spannung inneren Drucks sein, der einen aufrafft sich ran zu setzen nach dem Motto: "Mäßig aber regelmäßig"

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