Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 16

Diskutiere im Thema Diagnostik - unbedingt erforderlich?? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 59

    Diagnostik - unbedingt erforderlich??

    Hatte ja das Glück (?) kurzfristig einen Neurologen/Psychiater zu finden, der mir ohne große Untersuchungen oder Tests Medikinet verschrieben hat.

    Leider haben die ersten Wochen nicht die Erwartungen erfüllt, die ich insgeheim gehofft habe.

    Ein Forumsmitglied hat mir jetzt eine Adresse in der näheren Umgebung meines Wohnorts (Schorndorf) gemailt, und ich habe Kontakt mit dieser "psychischen Beratungsstelle" t aufgenommen und den bisherigen Ablauf bis zur Verschreibung von Medikinet erzählt.

    Was glaubt ihr, ist diese kostenpflichtige Diagnose (hier 200,--) unbedingt erforderlich, da ich mir zu 100% sicher bin, dass ich ADS/ADHS habe.

    Ist eine weitere Behandlung nicht auch ohne diese Diagnose möglich?

    Was ratet ihr mir?

    (Jetzt gehts mir schon ein bisschen besser....)

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Diagnostik - unbedingt erforderlich??

    Hallo Zappy,

    meiner Meinung nach ist es grob fahrlässig was dein Neurologe da treibt. Ohne Diagnostik mal eben Medikinet verschreiben? Frei nach dem Motto: wenn´s wirkt haben sie ADS? (wobei Du dir ja anscheinend auch nicht so recht sicher zu sein scheinst, ob da nun Hyperaktivität bei ist oder nicht?)

    Puhh, ehrlich.... das finde ich sehr erschreckend. Es gibt noch eine ganze Reihe von anderen Erkrankungen die ADHS-ähnliche Symptome auslösen können. Und das ist ein großer Punkt bei einer Testung, genau diese auszuschließen.

    Mal ganz von abgesehen, dass es mit "mal eben Medikamente und gut" nicht getan ist. Und wie Du schreibst wirkt Medikinet ja auch nicht...

    Ich würde auf alle Fälle eine richtige Diagnostik machen lassen um da auf der sicheren Seite zu sein. MPH ist, weiß Gott, auch kein Hustenbonbon das man mal eben so lutscht...

    Alles Gute
    loekoe

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 355

    AW: Diagnostik - unbedingt erforderlich??

    hallo zappy,

    ich muss mich loekoe anschliessen dein neurologe ist auf gut deutsch sch....., es ist absolut unverantwortlich mal eben so medikinet oder andere entsprechende medis ohne diagnose ohne ausführlichen gesundheitscheck und auch regelmäßige kontrolle währen der einnahme zu verschreiben, leider habe ich auch sehr viele neurologen kennengelernt die genau das getan haben, eben ein abwimmeln.

    wenn es gar nicht anders geht (falls es nicht auch eine fachambulanz für adhs gibt, denn dort zahlt man nichts) dann investiere das geld, wenn es dir möglich ist in eine umfassende diagnose mindestens 3-4 sitzungen sowie ärztliche untersuchung (blutabnahme, EKG, EEG usw.)# und natürliche regelmäßige kontrolle während der einnahme, ausserdem muss medikinet ja auch entsprechend einegstellt werden, was ja auch etwas dauern kann.
    lg
    chaoskater

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Diagnostik - unbedingt erforderlich??

    Eben... es muss auch eine fachgerechte Betreuung während der Medikation stattfinden.

    Also nichts für ungut Zappy... aber die Diagnostik ist (sollte) zwingend erforderlich sein, für eine weitere Behandlung.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Diagnostik - unbedingt erforderlich??

    Hi Zappy,

    ob es nun 200 Euro sein müssen oder nicht weiß ich nicht. Ich habe netto weniger bezahlt, rechne ich jedoch die Fahrkosten dazu, komme ich auf erheblich mehr und das von Alg-II war ganz schön bitter.

    Doch ich möchte mich meinen Vorrednern anschließen. Ohne richtige Diagnose geht es nicht. Es geht ja nicht nur darum dass du dir selbst vollkommen sicher bist. Um die richtige Behandlung zu bekommen benötigst du auch einen Arzt, der sich mit der Krankheit gut auskennt und genau weiß was er da mit dir tut. Ein Arzt der ohne weitere Tests und Untersuchungen MPH verschreibt, gehört definitiv nicht in diese Kategorie.

    Neben dem beachtlichen Risiko nun trotz Gewissheit über deine Erkrankung nicht die angemessene Behandlung/Medikamentation zu bekommen (gibt ja erheblich mehr Möglichkeiten als Medikinet und oft wirkt eben nicht gleich das erste Medikament und die richtige Einstellung der Dosis macht auch nochmal Welten aus), gibt es ja auch noch das Problem ohne eine zweifelsfreie Diagnose immer wieder auf Probleme zu stoßen. Das fängt beim Vertretungsarzt an, geht über sämtliche medizinische Gebiete (z.B. du musst wegen Beinbruch ins KH und dort angeben das du MPH nimmst und warum, sofort wird angezweifelt ob du wirklich Adhs hast wenn du erzählst dass kein Diagnoseverfahren stattgefunden hat....) und zieht sich dann durch den Rest deines Lebens wie ein roter Faden.

    Du musst damit rechnen das jeder Arzt - egal aus welchem Fachgebiet - dem zu zukünftig unter die Augen trittst, dein Adhs anzweifeln wird, einfach weil die Erkenntnis dass man das auch als Erwachsener haben kann noch als Modediagnose abgewinkt wird. Mit einer richtigen Diagnose kannst du dem einen Riegel vorschieben.

    Zugegeben, ich hätte es auch als sehr verlockend empfunden, mir die ganzen Kosten und Umstände zu ersparen. Aber ich denke sowas fällt einem später vor die Füße.

    Vielleicht kannst du erst ein paar Erkundigungen über andere Fachärzte einholen? Die Preise für die Testung sind verschieden und ich glaube die Qualität schwankt auch. Wenn schon Geld kostet, dann sollte es wenigstens für etwas sein bei dem du ein gutes Gefühl hast.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Diagnostik - unbedingt erforderlich??

    Ihr habt mir mit euren Antworten sehr geholfen, und ich denke, ich werde die 200,-- investieren und wenn diese Psychologin nur ein bisschen mehr tut, als der NUR-MEDIKINET-ADULT-VERSCHREIBER, so ist mir damit bestimmt mehr geholfen und auch die Investition wert.

    Ich werde euch auf alle Fälle auf dem laufenden halten.

    Seid ganz herzlich gegrüßt
    von der
    Zappy

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: Diagnostik - unbedingt erforderlich??

    Diagnose sowie die Medikamente, Medikinet Adult, zahlt VOLL die Krankenkasse
    sowie die Verhaltenstherapie !!!!!!
    Die Wirkung von MPH merkt man manchmal nicht sofort, kann man aber testen lassen.

    LG Anni

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Diagnostik - unbedingt erforderlich??

    Hallo Anni,

    die Helferin gestern am Telefon halt gleich gemeint, dass die Diagnostik NICHT von der Kasse bezahlt wird, Therapie und Medikamente aber doch.

    VG

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: Diagnostik - unbedingt erforderlich??

    DIE SPINNT WOHL; ECHT!!!!
    Ich und meine Freundin hier haben die diagnose schon vor 3 bzw. 5 Jahren von der Kasse bezahlt bekommen, sind beide in verschiedenen Kassen!!!!

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: Diagnostik - unbedingt erforderlich??

    Grundsätzlich hat Anni hier schon recht: Die gesetzliche Krankenkasse zahlt die Diagnose.
    Jedoch ist die Vergütung in Augen vieler Ärzte dafür viel zu gering.
    Deshalb sind viele dazu über gegangen die Diagnose nur noch Privatpatienten oder Selbstzahlern anzubieten.

    Es gibt aber noch die Möglichkeit sich an eine ADHS-Ambulanz einer Klinik zu wenden. Dort ist die Diagnose i.d.R. kostenfrei, d.h. "auf Kasse" möglich.
    Kliniken haben eben eine andere Kostenstruktur. Angestellte Ärzte, oft junge Ärzte in der Aus- und Weiterbildung, Spezialisierung auf ein Gebiet, höherer Gesamtumsatz, öffentlicher Träger, usw...

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Diagnostik in PLZ 67 / 68 / 69
    Von obstkuche im Forum ADS ADHS Erwachsene: Ärzte und Kliniken
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.07.2011, 15:24
  2. Diagnostik ADHS NRW
    Von MmmBop im Forum ADS ADHS Erwachsene: Ärzte und Kliniken
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 10.06.2011, 10:40
  3. Diagnostik in Dresden?
    Von Tegularius im Forum ADS ADHS Erwachsene: Ärzte und Kliniken
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 6.04.2011, 12:21
  4. Muß da unbedingt mal was los werden
    Von Kugelblitz im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 13.11.2010, 12:07
  5. sind Medikamente unbedingt notwendig?
    Von chaosqueen86 im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 24.10.2010, 11:57

Stichworte

Thema: Diagnostik - unbedingt erforderlich?? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum